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Was muss ein(e) Dj(ane) Deiner Meinung nach drauf haben um Dir zu gefallen?
Er muss gut aussehen und gut gestylt sein! 5%  5%  [ 5 ]
Er/Sie muss geilen Sound spielen! Mixtechnik spielt keine Rolle! 11%  11%  [ 11 ]
Er/Sie muss fett auflegen!! Soundauswahl spielt keine Rolle! 3%  3%  [ 3 ]
Er/Sie muss geilen Sound spielen und fett abmixen! Beides ist genau gleich wichtig! 72%  72%  [ 70 ]
Er/Sie muss sehr bekannt sein und früher in Goa aufgelegt haben! Dann spielt der Rest keine Rolle! 2%  2%  [ 2 ]
Dj(ane)s besser abschaffen! Ne Jukebox tuts auch! 2%  2%  [ 2 ]
He man was soll die Fragerei hier? 4%  4%  [ 4 ]
Abstimmungen insgesamt : 97
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 Betreff des Beitrags: Was muss ein(e) Dj(ane) drauf haben?
BeitragVerfasst: Mi 20. Jun 2007, 21:04 
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da ich unüberlegterweise am falschen ort anlass zu einer diskussion gab und ich mir schon ein paar mal gedanken über dieses thema gemacht habe, dachte ich mir ma, ne umfrage zu diesem thema zu starten.

es ging um goagil und ich stellte die behauptung auf, dass der sowieso noch nie wirklich mixen konnte (rein mixtechnisch gesehn).
klar krasse behauptung:) aber hat doch was oder?

dabei stellte ich dann fest, dass es unterschiedliche ansichten über die anforderungen an eine(n) dj(ane) oder gar dessen definition gibt.

ich persönlich bin der meinung, dass gute musik alleine nicht ausreicht.
ein dj muss auch mixen können. was bringts mir wenn einer zwar genau meine mucke spielt, aber jeder seiner übergänge einem die tränen in die augen treibt. lieber hör ich mir n mix an von einem der fett mixt, aber ich seine musik nicht mag. da kann ich sagen, wenigstens hat der geil aufgelegt, auch wenns nicht ganz mein sound war.
um dann aber voll abgehn zu können braucht man geilen sound und fette mixes oder nicht? (ist auf jeden fall bei mir so)

hier ein paar meinungen anderer (bitte korrigiert mich wenn ich da was falsch interpretiert, verwechselt oder zu stark im sinn entfremdet hab ):

kollegoli fand, dass sehe er anders. er meint, einen guten dj mache für ihn dessen guter musikgeschmack aus. übergänge seien doch egal.
auf die guten lieder komme es an. ein cd player reiche. am besten pausen zwischen den tracks um über diese nachdenken zu können.

nitrous findet dass verwerflich...

strigor ist der meinung dass es einfach rigeln muss (wie dass auch immer auf schriftdeutsch zu übersetzen wäre:))

meli und psydog denken darüber, dass einer der keine sauberen mixes hinkriegt eh kein dj ist und dass aber ein paar fehler gut sind, damit man auch hört, dass da wer was macht.

capablanca ist der überzeugung, dass gute übergänge sehr wichtig sind.
allerdings ist die übergangsdauer im vergleich zur trackdauer kürzer und somit fallen schlechte tracks mehr ins gewicht als schlechte mixes.

und nun würde mich interessieren was andere auflegende oder tanzende über dieses thema denken.

was wird von einem dj erwartet?
ab wann ist jemand dj?


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 08:12 
Da meine Auffassung genaugenommen gar nicht zur Auswahl steht ;-), habe ich mich bei der Umfrage für die mittlere Antwort entschieden, welche der an nähsten kommt.

Ich kann mir aber gut vorstellen, dass, wenn ein DJ mit Absicht oder aus Unvermögen die Übergänge extrem versauen würde, er sein Set ebenso zunichte macht, unabhängig davon wie gut die Tracks das Publikum ansprechen. Aber es gibt so viele Abstufungen von "schlecht" und "gut", dass man nicht alles was schlechter als etwas Bestimmtes ist, als schlecht bezeichnen kann. So kann es DJs geben, die schlechter als viele Auflegen, die Übergänge aber nicht so schlecht sind, dass sie stören würden oder dass man sie großartig merkt. Wenn das der Fall ist, kann man sich auf die eigentliche Musik konzentrieren, nämlich die Tracks, und dem persönlichen Spaß steht nichts im Wege. Ich glaube dadrauf könnte die Ausführung Kollegollis hinzielen.

Lieber habe ich einen DJ mit 50%-100% Tracks die mich berühren, begeistern und zum "wow"-Brüllen verleiten, mag er eher dafür mittelmäßig oder wie ein Automat auflegen, anstatt einen mit dessen Musik ich mich nicht identifizieren kann, einen der mich dann eher vom Dance-Floor treibt, dafür aber die Übergänge technisch und künstlerisch perfekt durchzieht.

Im Großen und Ganzen ist auch hier die goldene Mitte für die meisten der wohl akzeptabelste Weg, was das Umfrageergebnis bereits jetzt andeutet.


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 08:17 
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Ich stimme Capablanca voll zu, bin absolut seiner Meinung!!!!

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Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern erschaffen zu können


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 08:31 
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ich chans ehrlichgseit absolut nöd nahvollzieh, dass mixtechnik anere party gliichwichtig sii söll wie d'musig selber.

wenn de DJ technisch mega guet ufleit, d'musig aber absolut scheisse isch, dann isch nunmal scheisse, oder?
wenn er aber nöd uflege chan, jedoch huerre geili lieder bringt, dann isch doch schomal geil, oder? viellicht fühlt mer sich dann gstört, vo de schlechte übergäng, aber immerhin, hats zwüsche de übergäng no was geils, wo geil isch.

be nur guete mixtechnik aber schlechter musig hat me zwüsche de übergäng überhaupt nüt und während de übergäng au nöd bsunders viel; viellicht e technisches spektakel, aber wer gaht an partys zum technischi spektakel zerlebe? okee, isch viellicht 2 oder 3 stund spanned über em dj sini mixkünst zstune, aber meh au nöd. fü mich isch party halt es musikalisches erlebnis mit lüüt und dene ihrne vibes. für technischi spektakel ghani lieber, wie au scho gseit, is technorama.

wenn dmusig guet isch, dann sind lüüt ufem dancefloor zum mitenand tanze.
wenn de DJ nur technisch guet ufleit, dann sind dlüüt bestefalls ufem dancefloor zum de DJ zbestuune. so wie im kino, nur das de film kein würkliche inhalt hat, sondern meh uf technischi finesse, wie ebe zb specialeffects gsetzt wird.

Zitat:
Er/Sie muss geilen Sound spielen und fett abmixen

das chani verstah

Zitat:
beides ist genau gleich wichtig

das überhaupt nöd

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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 08:41 
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mir fehlt das dritte element:

1. gute musik
2. gute technik
3. roter faden / richtige reihenfolge

erst wenn das alles stimmt hauts mich wirklich um. es gibt so viele verschiedene stile und stimmungen innerhalb dieser stile. wenn einer erst hallucinogen und gleich darauf shiva chandra perfekt mixt, dann kann das in ausnahmefällen super kommen (wenn das set vorher darauf hinarbeitete) aber in den meisten fällen ists birchermüsli und das stört mich.

am wichtigsten finde ich jedoch 1 + 2, und zwar gleich wichtig. gleich dahinter dann die 3, etwas weniger wichtig, aber um wirklich top zu sein brauchts in meinen augen auch das.

ansonsten was die umfrage angeht:
hauptsache die djane schaut gut aus. damit eine djane zur topliga gehört muss sie sich die brüste vergrössern lassen und oben ohne auflegen ;p

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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 08:42 
also, wenn är/sie guete sound ufleit, derzu no guet mixet und no voll heiss usgseht, wärs ja fast perfekt *smile* (nid so ärnst gmeint, isch eh zdunkel)

finds ou wichtig, ob dr dj ou sälber mitmacht, also finds immer geil, wenn dä wo sound macht ou mittänzt und abgot... das animiert voll ufem dancefloor :mrgreen:

wenn das set när no zure gschicht wird, also e reis...das wär für mich perfekt!!!

aber schlussamänd isch mir das alles nid eso wichtig are party... zwichtigschte isch für mich wie grundstimmig ar party isch und natürlech mini liebste um mich ume ;)


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 08:44 
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Kollegoli hat geschrieben:

Zitat:
beides ist genau gleich wichtig

das überhaupt nöd


erst wenn ein dj sauber auflegt entsteht ein langanhaltender fluss. ich komme nicht in den fluss wenn einer alle 5 minuten losrumpelt und es abrupte stimmungswechsel gibt.

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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 09:02 
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erst mal vorneweg: ich geh an die partys zum tanzen, kenne mich aber mit dem mixen aus, weil mein ex und kollegen natürlich auch plattenspieler zu hause haben und ich auch schon mal selber hand anlegen durfte...

du hast mich richtig interpretiert. von einem guten dj erwarte ich nicht nur gute musik, sondern auch ‚selbstgemachte‘ übergänge. einfach gesagt: ein dj ist für mich eine person, die musik mit platten auflegt und die übergänge rein durchs gehör bestimmt. kein dj ist für mich beispielsweise mein arbeitskollege. er geht jedes wochenende ‚auflegen‘ (nein, kein goa, sondern in pubs und bars). aus interesse wollte ich mal wissen, wie er das macht und am nächsten tag stand er mit dem laptop hier. ich traute meinen augen nicht! der gute junge hat sämtliche cd’s auf den laptop gebeamt, hat sich für ein paar franken ein programm gekauft und kann nun ganz eifach die bpm eingeben, enter drücken und schon macht das programm den übergang selber, natürlich- ohne frage- perfekt! für mich beherrscht aber so jemand das können eines dj’s nicht! das kann sogar ich technik- banause...

leider häuft es sich, dass mit cd’s aufgelegt wird. für mich als tänzerin an partys ist es ein genuss, wenn ich mich neben das dj- pult setzen kann, genüsslich einen pausenjoint rauchen und dem dj beim platten auflegen zuschauen kann! sehe ich jemanden die cd in den player schieben, macht es mir nur halb so freude. keine ahnung warum, ist bei mir persönlich einfach so...

verpatzt ein dj den übergang bei platten, finde ich das nicht nervig, sondern sympathisch! logisch nervt es mich, wenn es beim ganzen 2h - set bei jedem lied so ist- aber ansonsten ist es ja nur menschlich! gute musik hat bei mir mehr vorrang als ein killer mix! obwohl dieser auch nicht zu verabscheuen ist... :-) ich gehe mehr genervt von einer party nach hause, wenn der sound schlecht war (klar, ist ansichtssache), als wenn ein dj die ganze nacht die übergänge versaut...

ab wann man ein dj ist? diese frage ist relativ! gilt diese bezeichnung schon vor dem ersten gig- oder erst danach? braucht es mehrere gigs um sich dj nennen zu dürfen? wieviel übung braucht es für diesen titel? kann ich mich nach 2 h platten auflegen üben auch schon dj nennen?

was ist denn deine meinung dazu?

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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 09:27 
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meli hat geschrieben:
der gute junge hat sämtliche cd’s auf den laptop gebeamt, hat sich für ein paar franken ein programm gekauft und kann nun ganz eifach die bpm eingeben, enter drücken und schon macht das programm den übergang selber, natürlich- ohne frage- perfekt! für mich beherrscht aber so jemand das können eines dj’s nicht! das kann sogar ich technik- banause...


sensationell. ableton, serato etc. sind ja wohl die zukunft. da gibt's einiges mehr an möglichkeiten als nur "übergänge machen zu lassen"..

meli hat geschrieben:
leider häuft es sich, dass mit cd’s aufgelegt wird. für mich als tänzerin an partys ist es ein genuss, wenn ich mich neben das dj- pult setzen kann, genüsslich einen pausenjoint rauchen und dem dj beim platten auflegen zuschauen kann! sehe ich jemanden die cd in den player schieben, macht es mir nur halb so freude.


ja klar, schliesslich fehlt auch die gewisse wärme des vinyls.. haha.


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 09:30 
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Letztes Wochenende waren wir am Openeye Festival und dort hat ne swedische? Band elektronische Musik gespielt, mit nur Instrumenten. Schlagzeug, Gitarre und Syntesicer. Es war sehr speziell, da natürlich z.B. die Geschwindigkeit nicht immer gleich war, es war faszinierend dieser Musik zuzuhören. Man hat so richtig das Menschliche (eben nicht ganz perfekt) raus gespürt. =o)

Deshalb, Musik die mir unter die Haut geht hat einfach einen eigenen Charakter. Der DJ geht auf die tanzenden Menschen ein und spielt doch seinen eigenen Style. Klar ist es kuul wenn ein DJ ein bekanntes Lied Spielt dies hat für mich aber nichts mit Djing zu tun sonder mit erkennen was die Meute will, aber eben der persönliche Charakter fehlt dann.

Wie Meli gesagt hat, eigentlich finde ich der DJ soll mit Platten auflegen, ich komme aus der Techno- Szene und da sieste (oder früher war es so) niemanden mit CD auflegen. War fast bisschen geschockt als ich dies das erste Mal an einer Goa-Party sah.

Deshalb am besten finde ich Live-Acts, selbst gemacht Musik. (mehr oder weniger) und danach finde ich es wichtig, dass ich eben nicht oder fast nicht höre, wann ein Lied zu ende ist und wann das Neue beginnt, es sollte alles in einem Fluss sein.

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*poink*


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 09:48 
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Zauberhäxli hat geschrieben:
Ich stimme Capablanca voll zu, bin absolut seiner Meinung!!!!


Ich auch... Hauptsache die Auswahl stimmt und das Set hat einen roten Faden mit Steigerungen, Höhepunkten, einfach ein richtiges Wellenbad der Gefühle. Wenn aber dabei auch noch die Uebergänge stimmen, umso besser.

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Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 11:39 
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meli hat geschrieben:
leider häuft es sich, dass mit cd’s aufgelegt wird. für mich als tänzerin an partys ist es ein genuss, wenn ich mich neben das dj- pult setzen kann, genüsslich einen pausenjoint rauchen und dem dj beim platten auflegen zuschauen kann! sehe ich jemanden die cd in den player schieben, macht es mir nur halb so freude. keine ahnung warum, ist bei mir persönlich einfach so...


Musste auch vor ca. 4 jahren quasi zwangsweise auf cd's wechseln, da es auf vinyl praktisch keinen sound (Psytrance/Goa) mehr gibt... und man muss auch nicht mehr so schwer tragen..;)

Ansonsten ist mir persönlich auch ein dj lieber der geilen sound spielt und vielleicht mal einen übergang verhaut als einer der jeden übergang schön lange und sauber macht und vocal house spielt...

Schlussendlich soll, der DJ die leute unterhalten und zur richtigen zeit den richtigen sound in der richtigen reihenfolge mit der richtigen geschwindigkeit im richtigen takt spielen, damits richtig abgeht-... richtig?


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 Betreff des Beitrags: hmm...
BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 11:59 
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also erst ma danke fürs mitmachen:)

schlechte musik ansich gibt es nicht. es gibt nur verschiedene geschmacksrichtungen oder nicht?.

zum punkt cds, vinyl :
seit etwa 2002/3 kommen im psy bereich so gut wie keine platten mehr raus. so blieb den meisten von uns gar nichts anderes übrig als sich neu zu orientieren. ich persönlich legte mir anfangs wiederwillig einen cd player zu (hatte vorurteile gegen cd djs).
dachte so kann ich auch ab und an nen track bringen dens halt nur auf cd gab. das handling war anfangs sehr ungewohnt, aber man gewöhnte sich schnell dran. als dann psy nur noch dann und wann zb. auf tip rec. rauskam und die dann neben schlechtem mastering auch noch nicht meinem geschmack entsprachen, wurde mir schnell klar, dass ich nur mit einem zweiten cd spieler weiter komme. bald darauf kam der tag wo wir die turntabels an unseren partys zuhause liessen, weil sie eh keiner mehr brauchte.
klar wäre es schön noch immer mit platten aufzulegen, aber wir haben uns
halt ganz einfach den heutigen umständen angepasst.
hat auch kleine vorteile. zb kann mann seine original cds brennen,
schön zuhause lassen und nur die kopie mit an openairs nehmen. dies konnte man mit vinyl natürlich nicht. auch ist ein cdcase nicht ganz so schwer wie ein plattenkoffer (man wird bequem mit der zeit:)).
dazu kommt, dass sich mit den heutigen pioneer cd spielern fast beinahe so gut mixen lässt wie mit plattenspielern (was ich lange abstritt:)).

zum punk roter faden:
ganz recht abraxas. wie konnte ich diesen punkt vergessen.
in der ursprünglichen disskusion unter reports, habe ich ihn noch erwähnt, aber dann gestern nacht irgendwie ausser acht gelassen.
einzelne tracks sind wie einzelne scenen in einem film.
ein dj schneidet sozusagen diese einzelnen scenen zum film zusammen.
er verknüpft verschiedene parts zusammen zu einer story oder einer art verlauf. es gibt da verschiedene ansichten darüber wie die form dieser linie aussehen sollte. zb gibt es da die gerade linie wo alles immer aufs gleiche level herausläuft, die linie die konstant ansteigt, und die die einer schlangenlinie ähnelt und immer auf und ab führt (mir persönlich am liebsten). die linie bestimmt den gesamteindruck eines sets.
die linie hätte eigentlich in der umfrage erwähnt werden müssen, weil sie eigentlich von enormer wichtigkeit wäre. sorry :(

zum punkt ab wann jemand ein dj ist:
heikle frage:)
denke hier drin ist sozusagen fast jeder "nur" hobby dj.
lege persönlich nicht so viel wert au diesen "titel".
heutzutage ist mann (so habe ich auf jeden fall oft den eindruck) dj ab dem moment wo man sich equipment,sound und n dj namen zugelegt hat.
eh jeder ist dj. ist euch dass noch nie aufgefallen?:) aber ist ja normal:=)
wird ja auch kräftig gepusht das ganze. mediamarkt hat sicher an die 4 verschiedene pseudo-dj-kopfhörer im sortiment. sei dein eigener dj:)
billig turntabels in einem dj kit zusammen mit einem billigmixer und einer dvd wie man auflegt gibt es ja schon lange zu spotpreisen in jedem musikfachgeschäft zu kaufen. also ist jeder ein dj:) verständlich; macht ja auch spass:)
also sagen wir s mal so -> einer der an partys auflegt, sollte meiner meinung nach erst mal 2-4 jahre (je nach dem wie schnell einer lernt) zuhause jeden tag geübt haben. dies solange bis er :
1. die synchronisation der geschwindigkeit bzw das angleichen in 10 bis 30 sec. beherrscht.
2. er den aufbau seiner musik durchschaut und sich somit an takt und aufbau hält.
3. die fähigkeit erlernt hat die minimalen tonveränderungen herauszuhören,
die durch das schneller oder langsamer sein eines track hervorgerufen werden. somit ist er in der lage in sekundenbruchteilen (und ohne dabei zu überlegen) zu entscheiden wie er korrigieren muss.
4. die auswahl der tracks aufeinander anpasst.
5. sich das handling am mixer beigebracht hat (art und ablauf eines übergangs, richtiger moment) und lautstärken und druck unterschiede erkennt bzw raushört.
6. das gesamtbild schon ma in etwa einer gewissen linie folgt.
wenn er diese punkte erfüllt, kann er seine ersten gehversuche an partys machen. ab diesem moment ist er aber noch lange kein guter dj.
erst hat er mal mit der umstellung zu kämpfen, plötzlich auf grossen anlagen aufzulegen und dazu auch noch mit der zusätzlichen belastung unter ständiger beobachtung zu stehn. er muss lernen locker und fröhlich rüberzukommen und sich der stimmung der leute anzupassen. nebenbei sollte er seine linie perfektionieren und eine eigene note im set entwickeln.
dann nach jahren routine ist er, meiner meinung nach, ein wirklicher dj (vorausgesetzt er hat die begabung).
so sehe ich dass theoretisch. ob ich dass selber schon so umsetzte oder überhaupt je umsetzten werde, weiss ich nicht. dass beurteilen wohl besser die, die sich mein getöse anhören müssen:)

zur umfrage:
hab da jetzt auch bemerkt, dass da noch ein paar antworten mehr hätten sein können. oder ich hätte die antworten etwas anders formulieren müssen. aber ist halt jetzt so..


Zuletzt geändert von psylorg am Do 21. Jun 2007, 19:11, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: hmm...
BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 12:21 
psylorg hat geschrieben:
schlechte musik ansich gibt es nicht. es gibt nur verschiedene geschmacksrichtungen oder nicht?.


Dann könnte man Tokio-Hotel gepaart mit einem 143er-Techno-Beat auf ner Goa-Party auflegen, wenns dafür Geschmäcker gibt. Aber du hast recht. An sich gibt es sowas wie schlechte Musik nicht. Allerdings bewegen wir uns bei diesem "an sich" auf einem sehr dünnem Eis, im Bereich des Absoluten und jenseits aller Empirie. Von dieser Warte aus betrachtet gibt es überhaupt kein "gut" oder "schlecht", egal ob das Musik oder etwas anderes ist. Solche Aussagen haben zwar eine theoretische Richtigkeit, aber keinen praktischen Wert wie ich finde, denn es fällt alles in sich zusammen.

Deine Aussage könnte auch so lauten:
"gute musik ansich gibt es nicht. es gibt nur verschiedene geschmacksrichtungen oder nicht?."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2007, 13:02 
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ja stimmt.
hab mich da etwas unglücklich formuliert.
was dem einen gefällt empfindet der andere als schlecht.
geschmackssache halt:)
meine mutter sagte immer, wenn ich etwas nicht mochte und es als "gruusig" abstempelte, es wäre nicht "gruusig" sondern einfach nicht mein geschmack. und sowas in der art wollte ich wohl sagen:)


Zuletzt geändert von psylorg am Do 21. Jun 2007, 14:25, insgesamt 2-mal geändert.

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