Die Lust steht auf der Kippe

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Zauberhäxli
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Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von Zauberhäxli »

Leider sind viele Menschen uneinsichtig, aber was ist richtig, vielleicht bin ich ja auch total uneinsichtig? Ich masse es mir nicht irgendwelche Regeln aufzustellen, Verbote zu unterstützen (oder eben nicht) und Urteile zu fällen, denn wer nicht allwissend ist kann wohl nie ein gerechtes Urteil fällen, kann nie wirklich wissen ob ein Verbot eine gute Auswirkung hat oder nicht. Was ist schon gut oder schlecht? - Das ist doch auch eine individuelle Beurteilung. Das sind so meine Gedanken zum Thema. Aber wenn ich ehrlich bin urteile ich selbst auch noch zuviel, Polarität, schlecht und gut, Recht und Unrecht...
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern erschaffen zu können
Fallen Angel 2

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von Fallen Angel 2 »

@Psy
ich glaube eben sogar, dass MIT den Verboten im Umweltbereich kaum etwas erreicht wird, wenn nicht die gesamte gesellschaft (also alle Menschen) irgendwie ein Umdenken in ihrem Denken erreichen.
andererseits muss ich zugeben, dass ver- und gebote diesbezüglich vielleicht so der erste schritt sein könnten.
aber die einschränkung der freiheit in bereichen, in denen niemand ausser VIELLEICHT dem konsumenten selbst schaden zugefügt wird, finde ich ziemlich bedeppert.
Psymäleon
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Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von Psymäleon »

Ob wirklich niemand ausser dem Konsument geschädigt wird? :wink: Grundsätzlich hast du sicher recht, dass Verbote und Gebote nicht den Idealweg darstellen, sondern ein Umdenken stattfinden müsste... leider bin ich mir aber nicht sicher, ob der Mensch für andere Wege genug vernünftig ist.
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
Fallen Angel 2

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von Fallen Angel 2 »

ich glaube eben eigentlich auch nicht das vernunft uns zu einem goldenen zeitalter von frieden, umweltbewusstsein und freier liebe führt.
eher das gefühl, die emotion, das spüren und das wahrnehmen.
aber bin ja eh nur sonen eso-freak also egal.
ne ernsthaft, es gibt leute, die bringen nur deshalb nicht ihre nachbar um, weil sie sonst in den knast müssten. DAS ist ein ziemlich deutliches zeichen dafür, dass es leute gibt, die man mit verboten zwar in ihren handlungen eingrenzen kann (was in diesem fall auch gut ist), die aber punkto umdenken einfach zu wenig hirnmasse besitzen (oder herz) - und diese leute fallen für mich unter die kategorie "entbehrlich" was natürlich moralische fragen aufwirft, die ich für mich mit einem scheissegal beantworte.
davon mal abgesehen, klar, beim rauchen könnte es natürlich auch die anderen leute in mitleidenschaft ziehen, die im gleichen abteil, raum sind. aber andererseits rauchen die meiste eh selbst - und wenn nicht: job wechseln *grins* / ich denke, schlimmer als der passiv rauch, ist das wenige an kohle, dass sie einnehmen... mit dem bisschen was die als "lohn" bekommen, können sie sich auch keine krankenkasse und ärzte leisten, die dann lungenbläschen auflösen...
was die umwelt angeht: das problem ist, solange es kein umdenken gegeben hat, bringt das alles nur bedingt was. denn angenommen man würde die benzinpreise um 5000% teurer machen, so würden die leute schlichtwegs weiterhin autofahren und halt in anderen bereichen sparen (gesunde ernährung, kleidung etc.) - die wirtschaft würde zusammen krachen und alle wären arbeitslos, es gäbe keine fabriken und autos mehr, weil sie niemand mehr herstellt (und kaufen kann) und alles ginge den bach ab.
egal, der beitrag ist eh schon wieder zu lang *lol*
piraña

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von piraña »

Der Einzige, der mir etwas verbieten könnte, bin ich selbst. Das hab ich schon als kleines Kind rausgefunden, und bisher ging es immer gut. Meine Nachbarn haben Glück, dass sie so nett si... Scheisse! Wo sind meine Nachbarn!!!
Capablanca

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von Capablanca »

Ich finde Verbote überall dort nützlich, wo durch ihr Nicht-Vorhandensein anderen Schaden zugefügt wird. Warum sollte man im Rausch Auto fahren dürfen, wenn das Unfallrisiko nachgewiesenermaßen um ein Vielfaches höher ist? Warum sollte Rauchen dort erlaubt sein, wo anderen, Nichtrauchern, ein vermeidbarer Schaden zugefügt wird? Warum sollten Drogen wie Alkohol an Jugendliche verkauft werden, wenn die Gefahr für dauerhaften körperlichen und geistigen Schaden unverhältnismäßig größer ist als bei Erwachsenen? Und so gibt es unzählige Beispiele, wo Verbote durchaus Sinn machen, ja sogar notwendig sind.
Die Menschheit als solches verfügt zwar über Vernunft, der sich aber, wie die Erfahrung zeigt, nicht jeder immer bewusst ist. Dazu reicht ein Blick in die Nachrichten oder in die Geschichte (Nachrichten von Gestern), und man wird schnell zur Überzeugung kommen, dass das Phänomen der Unvernunft ein ständiger Begleiter der Menschheit war wie die Vernunft selbst. Ja, man möchte sogar glauben, dass die Unvernunft zur Vernunft dazugehört wie das Yin zum Yang, das Gute zum Bösen, das Helle zum Dunkeln. Die Gegensätzlichkeit ist möglicherweise alleine schon zwecks der Unterscheidbarkeit notwendig. Auch Religionen haben die Unvernunft im Menschen frühzeitig erkannt und Gebote und Verbote (Dogmen) als ein nötiges Anhängsel ihrer Lehren gesehen. Selbst die relativ undogmatischen Lehren - wie beispielsweise Buddhismus - wurden in der Geschichte von den meisten der unzähligen Schulen relativ dogmatisch ausgelegt. Die Menschheit braucht scheinbar Gesetze und Regeln, damit sie funktionieren kann. Überall dort wo Gesetze und Regeln außer Kraft gesetzt werden, kann Willkür und Unvernunft die Oberhand gewinnen.

Doch die Unvernunft ist listig. Sie kann sich in nahezu jeden Gedanken einschleichen, sich sogar als Vernunft ausgeben ohne das wir es merken.
In der Stadt Belmont bei San Franciso zum Beispiel, herrscht bald das härteste Rauchverbot der Welt. Von Dezember an dürfen nur noch Bewohner freistehender Einfamilienhäuser rauchen. In allen anderen Wohnungen, und natürlich auch in öffentlichen Gebäuden und Parks drohen empfindliche Strafen. Gleicht diese drakonische Beschneidung der persönlichen Freiheit nicht eher einem totalitären "Schöne neue Welt"-Szenario als einer sinnvollen Gesetzesänderung?
Und dort hat es auch harmlos begonnen. Die Gefahr, die zugegeben etwas utopisch erscheint, besteht darin, dass ein anfänglich vernünftiger Prozess später gänzlich der Unvernunft verfällt, ohne dass jemand was merkt. Was ist mit dem Fahrzeug, mit dem Verkehr? Ist Autofahren nicht tödlich? Kann es keine Gefahren für andere verursachen? Sind die Schadstoffe nicht umweltschädlich und krebserregend? Doch. Aber offenbar reicht eine Gefahr allein nicht aus, um etwas zu verbieten, was im Gegensatz zum purem Rausch einen anerkannten Nutzen hat. D.h. dem Rausch wird der Nutzen abgesprochen. Warum?
Weil Jugendliche immer häufiger Mist bauen? Sorry, aber bloß weil ein betrunkener Raser in einem Geschwindigkeitsrausch einen Unfall baut, und dabei 3 Menschen tötet, ist es in keiner Weise gerechtfertigt, über ein Verbot von Alkohol oder gar Fahrzeugen nachzudenken. Ich könnte auch mit meinem Küchenmesser meine Nachbarn abschlachten, muss man deswegen die Küchenmesser verbieten? Was ich sagen möchte: überall und mit allem nur Denkbaren was erlaubt und verbreitet ist, lässt sich Mist bauen, wie das alltägliche Leben zeigt. Mit Verboten wird aber meist - wie hier auch schon erwähnt - die Wirkung von einem Übel bzw. das Übel selbst bekämpft, nicht jedoch die Ursache. Die Ursache bleibt trotz aller Verbote gewissermaßen bestehen und sie sucht sich u.U. einen anderen Weg, um wieder eine Wirkung werden zu können, die dann verboten werden soll. Um das Drogenproblem zu begrenzen, wäre meiner Ansicht nach eine verantwortungsbewusste Aufklärung (nicht Abschreckung) vernünftig. Damit ist nicht gemeint, dass überall "Keine Macht den Drogen"-Plakate aufgehängt werden, denn diese klären nicht auf, sondern schaffen nur eine unsichere Hemmschwelle, die beim ersten, zweiten oder 7ten Kontakt mit Drogen völlig überwunden ist. Ist sie einmal überwunden, d.h. die Plakate als Propaganda erkannt, gibt es wegen der fehlenden Aufklärung nichts mehr, an was man sich festhalten kann.

Es kann doch nicht vernünftig sein, dass ein Prozess, der anfänglich den Zweck hatte, Unbeteiligte zu schützen, sie aber später in irgendeiner mehr oder weniger naturgegebener Freiheit beraubt. Manche Menschen benötigen hin- und wieder einen Rausch, um sich danach ihrem Beruf voll hingeben zu können und bloß weil es auf diesem Planeten so viele Unvernünftige gibt (ich gehöre manchmal dazu), die es mit dem Rausch in irgendeiner Form übertreiben, muss das nicht ein Grund sein, den Rausch systematisch und vollständig zu beseitigen. Und, dass es eine Verbindung gibt zwischen anfänglich harmlosen Verbotsverfahren, die zum Zweck den Schutz von Unbeteiligten haben, und übertriebenen, unvernünftigen Verboten, die die Allgemeinheit in ihrer persönlichen Freiheit einschränken, zeigt zuletzt das obige Beispiel in den USA neben unzähligen anderen Beispielen in der Welt.
Wenn es mal dazu kommt, dass man nur als Hausbesitzer legal rauchen darf, und in seiner eignen Wohnung nur noch illegal, wie es ab Dezember in Belmont sein soll, läuten bei vielen gewisse Warnglöckchen, die einem sagen wollen: "Hier stimmt was nicht".
Zuletzt geändert von Capablanca am Fr 23. Nov 2007, 15:21, insgesamt 1-mal geändert.
piraña

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von piraña »

He, Capa,

Hast ja schon recht, blos: Müsste man nicht das Leben verbieten, weil es wie rauchen auch umbringt? Das Leben selbst ist ja eine todsichere Sache. Egal, wie man lebt- eine Sicherheit gibt es nie deffinitiv. Das ist pure Geldmacherei seitens der Versicherungsgesellschaften, die davon leben. Wenn man versicherter ist, lebt man nicht unbedingt sicherer. Verbote bringen von mir aus nichts, weil sie auch so gebrochen werden. Und wie will man Grenzen setzen? Es gibt Autofahrer, die mit 3%o besser und sicherer fahren können, als mancher, der nie im Leben getrunken hat. Und in Holland gibt es nicht mehr Kiffer- es wird nur offener damit umgegangen. Gäbe es nicht auch mehr Alkoholiker, wenn man den Alk verbieten würde???
Und wo könnte man die Grenze ziehen, wer wo was zu verbieten hat? In China essen sie Hunde (ein Filmtipp)!
Keine Regel ohne Ausnahme- kein Verbot ohne Versuche, es zu umgehen.

Meine Nachbarn sind übrigens wohlauf- mir ist nur kurz entgangen, dass ich gar nicht zu hause bin.

Man sollte mehr in Erziehung und Aufklärung invesstieren, und weniger in absurde Verbote- bin auch seit kurzem ein Raucher, der nicht mehr raucht. Aber doch nie im Leben hätte mich ein Verbot davon abgebracht, mir auch an rauchverbotenten Orten eine anzuzünden.

Ich brauche nicht an die zehn Gebote zu glauben- wenn ich auch so mein Gewissen einsetze, dann sollte ich nicht töten, und so weiter...

Etwas in einer Angstgesellschaft durchzubringen, das geht vielleicht einfacher (siehe Iran, oder so), jedoch hat auch die Demokratie ihre Schattenseiten, so wie die Menschheit selbst.
dex

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von dex »

Ich weiss nid. Aber ich han den Sinn im Leben no nie do drin gseh möglichscht Alt zwerde.

Was macht das Leben den Lebenswert?

Genau, das Sündigen!


WIR WOLLEN SÜNDIGEN :D


PS: Feierei Alda!
Fallen Angel 2

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Ihr Drei Sprecht Mir Aus Dem Herzen! =D>
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Waldfrieden
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Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von Waldfrieden »

dex hat geschrieben:Ich weiss nid. Aber ich han den Sinn im Leben no nie do drin gseh möglichscht Alt zwerde.

Was macht das Leben den Lebenswert?

Genau, das Sündigen!


WIR WOLLEN SÜNDIGEN :D


PS: Feierei Alda!

also ech gsehn das chli andersch: ech gseh de körper als gschänk gottes a, ond han drom pflicht ihn z pflege und uf ehn zluege... und alles ander betracht ech als schändig vom eigete körper... und drum han ech sorg zunem. s ander met de sönd nehm ech etz mol a esch ironisch... sorry, ben mer ned ganz secher dos imo zweing ironisch gschrebe isch...
"Es führt kein Weg zum Frieden,
Frieden ist der Weg"

Mahatma Gandhi
Capablanca

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von Capablanca »

piraña hat geschrieben:blos: Müsste man nicht das Leben verbieten, weil es wie rauchen auch umbringt?
Das Leben bringt niemanden um. Es ist schlichtweg endlich :mrgreen:

Ich glaube, die Notwendigkeit für Verbote zeigt sich durch die Erfahrung, dass vernünftiges Handeln weder allgegenwärtig ist, noch so möglich wäre. Sie verhindern nicht unbedingt alles, aber vieles davon. ;-)
Fallen Angel 2

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Ich finde die Sünde gehört zum menschlichen Leben dazu, genau wie die Reue.
Und es ist nicht Sache des Staates zu bestimmen, was der einzelne Mensch darf oder nicht darf. Sollen wir uns alles vorschreiben lassen, wie wir zu leben haben? Ich denke nicht. Es muss die Entscheidung des einzelnen bleiben, was er mit seinem Leben anfangen will, ob er es "gottgefällig" oder "auf Teufel komm raus" zubringt, liegt ausserhalb des Machtbereichs eines Staates - oder sollte es zumindest. Sitten und Gebräuche genügen vollauf, um zu verhindern, dass alle einander um die Ecke bringen. Sitten und Gebräuche können sich zudem ändern, und zwar einfacher, als jegliches Verbot, das in Gesetzestafeln gemeisselt ist. Es steht schon heute jedem Wirt frei, ein Nichtraucherlokal zu machen. Das ist freie Marktwirtschaft und die darf ebenfalls nicht mit mehr Auflagen eingeschränkt werden, als unbedingt notwendig, denn sonst ist sie nicht mehr frei und kann in ihrem Handeln keine Verbesserung für die Angestellten erwirtschaften. Gerade der Ruf nach Nichtraucherlokalen wäre somit ein Zeichen für eine Marktlücke, die ein findiger Gastwirt füllen kann. Wenn aber der Staat sich einmischt und der Ansicht ist, er müsse bestimmen, was richtig oder falsch ist, kommen wir in Teufels Küche. Denn der Staat, das sind letztlich auch nur einzelne Menschen, die grundsätzlich fähig sind Fehler zu machen. Ich akzeptiere keine Fremdbestimmtheit, die über das Arbeitsleben hinausgeht. Selbst das macht mir zu schaffen, ist aber eine überlebensnotwendigkeit. Mir vorschreiben zu lassen, was ich in meiner freien Zeit tun und lassen darf/muss, lasse ich nicht zu. Und im Namen von der Gesundheit etwas zu verbieten ist ebenfalls unsinn, denn im Namen von irgendwas wurde schon früher grundsätzlich nur schindluder betrieben und die Freiheit des Individuums unnötig eingeschränkt. Was wir ganz bestimmt nicht brauchen, ist eine Gesellschaft, in der uns der Staat vorschreibt wie wir zu denken, leben und handeln haben. Wer das nicht genau so sieht, sollte mal "eine Schöne Neue Welt" von Aldouis Huxley lesen. Es ist ferner nicht Aufgabe des Staates Hetzkampagnen gegen bestimmte Gruppen (in diesem Fall die Raucher, beim nächsten Mal die Schwarzen Schafe, dann wieder die Freaks?) zu führen. Schon gar nicht mit Steuergeldern, die unter anderem von diesen Gruppen bezahlt werden. Der Staat hat die Aufgabe, öffentliche Verwaltung zu betreiben, sprich: ÖV, Schutz & Sicherheit, Staatsverträge mit Oligarchischen Nachbarn (EU) aushandeln, die Wirtschaft zu stärken, etc. - aber er hat sich NICHT einzumischen, in die persönlichen Angelegenheiten jedes Einzelnen.
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bienchen...
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Registriert: Mo 26. Feb 2007, 14:03

Re: Die Lust steht auf der Kippe

Beitrag von bienchen... »

kukkedikukk

Also ich läbe im Moment in Dänemark und da isch sitt em 15.8.07 rauchverbot ii allne öffentliche Gebäude inkl. Reschtis, Clubs etc. Au im Gschäft isches nur no erlaubt a speziell defür igrichtete Ständ verusse z'rauche.
Im 1. Moment hani dänkt, dass die Massnahm scho chli hert isch und han irgendwie mich au ii minere eigene Freiheit betroge gfühlt - han dänn aber gmerkt, dass das nume a minere Istellig dezue liit. Woni s'1. Mal dänn ane Party bin isch mer das ganz komisch vorchoo, dasi nöd han chöne mis ¨Willkommens¨-Tütli rauche während ich mich chli itänzled han - aber trotz de iiisige Chelti verusse hani mi ganz schnäll demit abgfunde und es händ sich sogar ganz witzigi Gspröch und Erläbnis ergäh so verusse im ¨Raucherchefi¨. Am Morge hanis dänn aber schnäll mal uu hüne mega lässig gfunde, will ich realisiert han, dass mini Auge und Nase und Lunge sich irgendwie ¨suuber¨ aafüühled und ich mich mega fit bin.
Mer tanzt da immerhin stundelang umenand und rockt eis ab als wär mer en Leischtigssportler - drum bin ich mittlerwiile überzüügt (als Raucherin), dass das für alli Teilnehmer eigentlich nume positiv isch - schliesslich jogged mer ja au nöd absichtlich dä Autobahn entlang...

summasumarum: ich chan mich mega guet demit abfinde und bin mittlerwiile sogar wieder sowiit, dass wänns nöd abracht isch jetzt umbedingt use e Zigi go rauche ich sogar druf verzichte. Bin aber trotzdem sehr froh, hätt Dänemark die Regle, dass wänn s'Lokal chliiner als 40m2 isch, mer drin Rauche dörf. Us däm Grund hät mis Lieblingslokal da ganz eifach d'Soundalag und ¨s'Boxeareal¨ chli vergrössered und ich chan det immerno anegah, wänn ich es Rauchergspändli da han :-D

Anyway - was ich eigentli demit will säge; it's all about your mind!
Wänn die Energie anstatt ii Ufregig zur Akzeptanz umwandlisch, chasch uf eimal viel Guets drin xeh...


ps: us rein ökonomischer Sicht findis ja erstuunlich, wie wenig Reschtis ii dä Schwiiz dä Nichtrauchertrend freiwillig ufgriffe händ um ihres Business mit däm neu gsetzte Vokus und Ässerläbnis ufzpeppe...
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