ich will nicht an eine fünf-sterne-party, an der ich keinen zugang zum V.I.P-room habe
wir sind ein haufen motzender chaoten geworden, und selbst wenn wir gegen das motzen motzen, motzen wir, als wenn es gar nicht um das geht, wovon wir motzen, sondern damit wir etwas gemotzt haben.
ich weiss nicht, wie es euch so geht, aber, bei mir, ja, da ist motzen einfach ein ventil, das mir zeigt, das ich mit etwas nicht zufrieden bin. hat aber meistens andere gründe, als irgendwelchen abfall, oder so. unseren frust sollten wir anders zu verdauen in der lage sein, als über nebensächlichkeiten zu motzen. die veranstalter können auch nichts dafür, wenn ihr euch an dem negativen orientiert. und negatives scheint einfacher loszuwerden, als das gute. und jede party beinhaltet für mich beides(untrennbar, da gemischt, und in allem guten...ach, scheiss drauf...das kennt ihr)- nur, wie fest ich mich mit etwas sinnlosem beschäftige (z.b. unkonstruktivem motzen), das liegt in meiner hand.
die erde schwingt, und auf ihr wir mit. und wir erhöhnen die schwingungen, und dieser ganze abfall bleibt wie beim treibhaus-effekt in der atmosphäre haften. stress, ungerechtigkeit, gier, macht, krieg, und weiss gott was alles noch vermischt sich zu einem unidentifizierbaren brei, und es wird nicht einfacher mit dem umzugehen. es bedarf ruhe und ausgeglichenheit, und wenn wir erholung vom alltag wollen, dann finden wir ihn vielleicht kurzfristig an einer party, aber motzen befriedigt nicht wirklich, oder nur kurzzeitig.
da liegt es an uns, ob wir nicht unsere zeit (die bei mir knapp ist) besser nutzen wollen...weil es immer etwas zu motzen gäbe, und das würde und wird nie so aufhören. stattdessen sollten wir mehr zu machern werden, die selbst besser machen, was sie anderen so liebevoll nachmotzen.
motzen? im endeffekt viel kostbare zeit verschwendet. von anderen kostbarkeiten fangen wir gar nicht erst an.
ich kannte mal einen, den habe ich schon lange nicht mehr gesehen. der hat ständig nur herumgemotzt, wie schlecht die musik sei, die qualität fehle, önt-önt-önt-önt...bis ich ihm sagte, das, wenn er musik sucht, und quallität, wesshalb geht er dann ausgerechnet an goas

um es sich schwer zu machen?
ich bin überzeugt, dass das motzen meistens andere ursachen hat, als dass dies den anschein macht. der job zuviel - oder keinen, die frau davon, den führerschein abgeben müssen, überall zuviel mensch (oder zu wenig menschlichkeit

), das scheiss-sozialamt will nicht mehr kohle rausrücken, und und und. na ja...statt meinen chef zusammenzumotzen würde ich auch ein anderes opfer suchen, und dazu gibt es jetz nach: ich verklage meinen arzt! eine neue volkssportart: ich motz die veranstalter grün! oder die müllsack-nicht-treffenden, die wahrscheinlich gar nicht anwesend sind...und da braucht es nicht viel, und wir fühlen uns selbst angemotzt - sei es auch nur aus missverständnis heraus (hei, das ist doch die saphira

). und zwar unschuldig. grundlos. und die falschen.
ich habe beschlossen, nicht so viel zu motzen. meine zufriedenheit liegt nicht in den händen der veranstalter. und es wäre nur schwach, ihnen meine unzufriedenheit in die schuhe zu schieben, denn die gehört mir. es wäre schwach, zu sagen: die anderen machen müll (was unterschwellig missgedeutet werden könnte in: und ich nicht

). es ist viel stärker, ein macher zu werden zu wollen, als ein motzer.
und ich habe ferien...merkt mans?