Offiziel Arbeitslos,......aber GOA-Stand??

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LittleMissGinger

Beitrag von LittleMissGinger »

Intermezzo.

Ein Hunkpapa-Sioux Gedicht:

Als die Indianer sahen,
dass bei den Weissen die einen
bald viel erworben hatten,
die andern aber
mit wenig auskommen mussten,
waren sie erstaunt.

Sie konnten nicht begreifen,,
dass die Weissen so wenig
für die Benachteiligten taten.

Sitting Bull drückte das einmal
so aus:
"Die Weissen verstehen
alles herzustellen,
doch sie verstehen sich
nicht darauf,
es zu verteilen."
abraxas
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Beitrag von abraxas »

Melliandra hat geschrieben: Es fallt mer halt mängisch schwehr z'gseh werum dass gwüssi Mänsche
chönd go schaffe und gwüssi nid. Wo lied denn da sProblem und chamer
gäge die Ursach nüd mach?
also das wiederum finde ich eine sehr kritisch zu betrachtende aussage. ich finde es völlig legitim wenn leute nicht arbeiten können und deswegen IV beziehen. es muss auch nicht jeder alles können. die einen können rechnen, die anderen nicht. die einen können gescheit daherlabern, die anderen nicht. das sagt noch nicht viel aus, finde ich. und es kann so viele gründe haben warum jemand nicht mehr arbeitsfähig ist.

ich glaube aber das problem was bisher besprochen wurde sind leute, die ungerechtfertigterweise bezüge kassieren. also zum beispiel extra arbeitslos bleiben um weiterhin kohle einzusacken, und vielleicht sogar noch nebenbei ein wenig schwarz arbeiten, etc.

mir zumindest gehts nicht um arbeitslose, sozialhilfeempfänger oder iv-rentner. das ist alles völlig in ordnung, und der grund warum die schweiz so toll ist wie sie ist, das ist unter anderem für mich auch eben diese ganze soziale auffangstruktur. wenn jemand arbeitslos ist wird er nicht gleich auf die strasse gesetzt (wortwörtlich), wenn jemand arbeitsunfähig ist muss er deswegen nicht den rest seines lebens betteln und darben, zumindest nicht so krass wie in anderen ländern, etc. keinem hier gehts wirklich schlecht, gemessen an dem "schlecht gehen" von zum beispiel drittweltländern...

ich find das super und gut. was ich nicht gut finde ist wenn leute dieses auffangnetz missbrauchen. denn das geschieht IMMER auf kosten anderer. eine gemeinschaft funktioniert nur, wenn genug leute etwas dafür tun. man kann nicht die asozialität des kapitalismus oder der grosskonzerne anprangern und selber genauso asozial sein...
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Zauberhäxli
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Beitrag von Zauberhäxli »

=D> =D> Ja Abraxas, da gib ich dir absolut rächt. Gsehs genau so wie du.

@ Melliandra äs git halt Mänsche wo nöd so belastbar sind wie anderi und trotz allne Bemüehige irgendwänn nüme chönd, die händ au ä IV-Rente verdient. Vili Mänsche bi öis im Betrieb händ jahrelang ganz normal 100% gschaffet obwohls scho länger chli Problem gha händ. Dänn isch villicht ihri psychisch Krankheit usbroche, sie händ id Psychi müesse und nachher kä Stell i dä freie Wirtschaft meh gfunde wells halt nüme so belastbar sind. Übrigens isch das Geld wo mä vu dä IV überchunnt nöd grad vil. Die Lüt wo bi öis im Betrieb schaffed, müend alli mega luege ufs Geld.

Ich bin froh, dass ich i so mnä Betrieb chan schaffe. Finds schön, wenn ich Lüt mit Problem wenigstens äs bitzli cha hälfe.

Übrigens han i no nie ä so äs guets Arbeitsklima erlebt wie i dem Betrieb. Alli sind per du mitenand, vum Chef bis zu däm im Rollstuehl. Chasch mit fascht jedem guet redä. Die Lüt versueched immer eim z`verstah und sind open mind. Intrige oder falsches Gered hinneume han i bis jetzt no nie erlebt.
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Beitrag von das_auge_gottes »

jemand der schmarotzt und gleichzeitig gegen das system (wtf???) motzt, ohne irgend einen beitrag zu leisten, ist ein trauriges irgendwas, dessen karma sich hoffentlich demenstprechend entwickeln wird...

für mich ist die person ein held, die sich jeden morgen aus dem bett zwängt, ihren lebensunterhalt eigenverantwortlich erarbeitet, und es dabei noch schafft seine kinder nicht nur zu ernähren, sondern vielleicht sogar zu guten menschen zu erziehen!
esst mehr schwein, es schmeckt so fein!
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edoArdo
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Beitrag von edoArdo »

Zauberhäxli hat geschrieben:@ edoArdo, einige Aussagen von dir sehe ich ein wenig kritisch.

Ich arbeite in einem Betrieb in dem sehr viele Menschen arbeiten die IV haben. Jeden Tag sehe ich, wie diese Menschen zu kämpfen haben, gerade auch mit Vorurteilen welche noch durch die SVP geschürt werden. Menschen mit psychischen Problemen sieht man ihre Beschwerden auf den ersten Blick halt nicht an. Viele von ihnen haben Angst um ihre finanzielle Zukunft, gerade weil die IV so auf Sparflamme geschaltet hat. Trotzdem stehen sie jeden Morgen auf und arbeiten für einen lächerlich kleinen Lohn.
Da hast du schon Recht. IV und Arbeitslosengeld sind ja auch nicht eins zu eins vergleichbar. Habe es auch einwenig überspitzt formuliert.
Ich bewundere Menschen auch, die ihr Leben so meistern. Ich gehöre zu den Glücklichen vollkommen gesund zu sein.
Zauberhäxli hat geschrieben:Leider funktioniert die Wiedereingliederung nicht so gut wie gewünscht. Die meisten Betriebe sind nicht bereit solchen Menschen eine Change zu geben, auch Teilzeitstellen werden oft nicht angeboten. So beziehen diese Menschen weiterhin unfreiwillig eine IV-Rente. Vor allem den jungen Menschen welche IV haben wird es nicht leicht gemacht. Sie müssen kämpfen und Briefe schreiben, damit ihnen eine Ausbildung finanziert wird um wieder weg zu kommen von der IV. Schlimm finde ich auch, wenn einer mal eine IV hat, wird er einfach allein gelassen, diese Menschen wird nicht gross geholfen um wieder arbeiten zu können.
Ja das ist sicherlich ein grosses Problem. Das System der IV ist auch wirklich verbesserungsfähig und nicht sehr sozial. Es ist auch eine riesige Herausforderung die Gratwanderung eines sozialen, wirtschaftlichen bzw. finanzierbaren Ausgleichs zu schaffen. Leider besteht dieses Problem vor allem wegen den Betrügern.
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"Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum könnte endlos weitergehen, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.“
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edoArdo
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Beitrag von edoArdo »

genau abraxas, du hast das sehr gut ausgedrückt.
das_auge_gottes hat geschrieben:für mich ist die person ein held, die sich jeden morgen aus dem bett zwängt, ihren lebensunterhalt eigenverantwortlich erarbeitet, und es dabei noch schafft seine kinder nicht nur zu ernähren, sondern vielleicht sogar zu guten menschen zu erziehen!
schöne aussage! =D> sehe das auch so..
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"Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum könnte endlos weitergehen, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.“
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Beitrag von LittleMissGinger »

Ja, Zauberhexe und liebe Forumskollegen

Eure Aussagen geben sehr zu denken. Schön, liebes Zauberhäxli, dass Du einen so verantwortungsvollen Beruf hast! Dort gibt es sicherlich viel zu lernen.

Spätestens wenn eine/r von uns mal als IV-BezügerIn, Psychisch Kranke/r, Sozialfall oder weiss der Himmel was von Staatsgeldern abhängig wäre, würden wir wahrscheinlich aus einem ganz anderen Blickwinkel reden und handeln.

Ein Nachbar von mir, hatte vor Jahren bei einem Töff-Unfall sein rechtes Bein verloren und amputieren lassen müssen. Ganze 1-2 Jahre hat er auf IV-Gelder gehofft und danach gefleht. Dies, nachdem er jahrelang als Schwerarbeiter tätig war. Seine Mutter ging zeitgleich bankrott wegen den vielen Arzt- und anderen Rechnungen.

------------- Zurück zum Thema --------------


Vor einigen Jahren war ich für längere Zeit per Rucksack in Zentralamerika unterwegs, mit meinem durch offizielle Arbeit ersparten Geld.

Unter vielen Einheimischen, habe ich einen höchst dubiosen Schweizer kennengelernt, der seit mehreren Jahren an einem wunderschönen Strand lebte.

Als ich zurück in die CH reisen wollte, hielt er mich mit einem komischen Grinsen zurück und sagte: "Hey Frau, willst du tatsächlich in die Schweiz zurück? So ein Blödsinn! Ich habe dort vor meiner Abreise eine Post ausgeraubt (!!??). Niemand hat mich je erwischt und kein Hahn schreit mehr danach. Hauptsache, ich geniesse hier Meer, Sonne, Frauen und Drugs. Musst dir halt auch so etwas einfallen lassen."

Piff und paff reiste ich natürlich trotzdem in die Schweiz zurück um hier zu leben und zu arbeiten. Mir imponieren solche Machenschaften in keiner Weise und leider war dieser Schweizer nicht ein Einzellfall; ich begegnete noch manch anderer zwielichtiger europäischen Gestalt während meiner Reise.

Wisst ihr, wovon dieser tollkühne junge Mann am Strand lebte? Von selbstbemalten Boomerangs, die er an Touristen verkaufte, vielen einheimischen Frauen, die ihn durchfütterten und natürlich vom geraubten Geld.

Ich sah den Typen zum Glück nie wieder. Weiss nicht mal seinen Namen mehr. Und das ist gut so.
Zuletzt geändert von LittleMissGinger am Mi 4. Apr 2007, 07:57, insgesamt 1-mal geändert.
Salemar
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Beitrag von Salemar »

und nun ein kurzer (sorry) beitrag vom karl marx:

Das ist das Fabriksystem, so ausführlich geschildert, wie es mein Raum erlaubt, und so unparteiisch, wie es die Heldentaten der Bourgeoisie gegen wehrlose Arbeiter, Taten, bei denen man unmöglich gleichgültig bleiben kann, bei denen Gleichgültigkeit ein Verbrechen wäre, erlauben. Vergleichen wir doch einmal die Lage des freien Engländers von 1845 mit der des leibeignen Sachsen unter der Geißel des normännischen Barons von 1145. Der Leibeigene war glebae adscriptus, an die Scholle gefesselt; der freie Arbeiter ist es auch - durch das Cottagesystem; der Leibeigene schuldete dem Brotherrn das jus primae noctis, das Recht der ersten Nacht - der freie Arbeiter schuldet seinem Herrn nicht nur das, sondern sogar das Recht jeder Nacht. Der Leibeigene konnte kein Eigentum erwerben, alles, was er erwarb, durfte ihm der Grundherr nehmen - der freie Arbeiter hat ebenfalls kein Eigentum, kann keins erwerben durch den Druck der Konkurrenz, und was selbst der Normanne nicht tat, das tut der Fabrikant: durch das Trucksystem maßt er sich täglich die Verwaltung dessen an, wovon der Arbeiter seinen unmittelbaren Lebensunterhalt hat. Das Verhältnis des Leibeigenen zum Grundherrn war durch Gesetze geregelt, die befolgt wurden, weil sie den Sitten entsprachen, sowie auch durch die Sitten selbst; des freien Arbeiters Verhältnis zu seinem Herrn ist durch Gesetze geregelt, die nicht befolgt werden, weil sie weder den Sitten noch dem Interesse des Herrn entsprechen. Der Grundherr konnte den Leibeignen nicht von der Scholle losreißen, ihn nicht ohne sie, und da fast alles Majorat und nirgends Kapital war, ihn überhaupt nicht verkaufen; die moderne Bourgeoisie zwingt den Arbeiter, sich selbst zu verkaufen. Der Leibeigne war Sklave des Grundstücks, auf dem er geboren war; der Arbeiter ist Sklave der notwendigsten Lebensbedürfnisse und des Geldes, mit dem er sie zu kaufen hat - beide sind Sklaven der Sache. Der Leibeigene hat eine Garantie für seine Existenz an der feudalen Gesellschaftsordnung, in der jeder seine Stelle hat; der freie Arbeiter hat gar keine Garantie, weil er nur dann eine Stelle in der Gesellschaft hat, wenn die Bourgeoisie ihn braucht - sonst wird er ignoriert, als gar nicht vorhanden betrachtet. Der Leibeigne opfert sich seinem Herrn im Kriege - der Fabrikarbeiter im Frieden. Der Herr des Leibeigenen war ein Barbar, er betrachtete seinen Knecht wie ein Stück Vieh; der Herr des Arbeiters ist zivilisiert, er betrachtet diesen wie eine Maschine. Kurz, die beiden stehen sich in allem so ziemlich gleich, und wenn auf einer Seite Nachteil ist, so ist es auf der des freien Arbeiters. Sklaven sind sie beide, nur daß die Knechtschaft des einen ungeheuchelt, offen, ehrlich ist und die des andern heuchlerisch, hinterlistig verheimlicht vor ihm selbst und allen andern, eine theologische Leibeigenschaft, die schlimmer ist als die alte. Die humanen Tories hatten recht, als sie den Fabrikarbeitern den Namen: white Slaves, weiße Sklaven, gaben. Aber die heuchlerische, sich versteckende Knechtschaft erkennt wenigstens das Recht auf Freiheit dem Scheine nach an; sie beugt sich der freiheitliebenden öffentlichen Meinung, und darin liegt der historische Fortschritt gegen die alte Sklaverei, daß wenigstens das Prinzip der Freiheit durchgesetzt ist - und die Unterdrückten werden schon dafür sorgen, daß dies Prinzip auch durchgeführt werde.
Zum Schluß ein paar Strophen eines Gedichts, das die Ansicht der Arbeiter selbst über das Fabriksystem ausspricht. Es ist von Edward P. Mead in Birmingham und der richtige Ausdruck der unter den Arbeitern herrschenden Gesinnung.


Ein König lebt, ein zorniger Fürst,
Nicht des Dichters geträumtes Königsbild,
Ein Tyrann, den der weiße Sklave kennt,
Und der Dampf ist der König wild.

Er hat einen Arm, einen eisernen Arm,
Und obgleich er nur einen trägt;
In dem Arme schafft eine Zauberkraft,
Die Millionen schlägt.

Wie der Moloch grimm, sein Ahn, der einst
Im Tale Himmon saß,
Ist Feuersglut sein Eingeweid',
Und Kinder sind sein Fraß.

Seine Priesterschar, der Menschheit bar,
Voll Blutdurst, Stolz und Wut,
Sie lenken - O Schand'! - seine Riesenhand
Und zaubern Gold aus Blut.

Sie treten in Staub das Menschenrecht
Für das schnöde Gold, ihren Gott,
Des Weibes Schmerz ist ihnen Scherz,
Des Mannes Trän' ihr Spott.

Musik ist ihrem Ohr das Schrei'n
Des Armen im Todeskampf;
Skelette von Jungfrau'n und Knaben füll'n
Die Hüllen des König Dampf.

Die Höll'n auf Erd'! sie verbreiten Tod,
Seit der Dampf herrscht, rings im Reich,
Denn des Menschen Leib und Seele wird
Gemordet d'rin zugleich.

Drum nieder den Dampf, den Moloch wild,
Arbeitende Tausende, all',
Bind't ihm die Rand, oder unser Land
Bringt er über Nacht zu Fall!

Und seine Vögte grimm, die Mill-Lords stolz,
Goldstrotzend und blutigrot,
Stürzen muß sie des Volkes Zorn,
Wie das Scheusal, ihren Gott!
Licht gegen das Dunkel. Liebe gegen Hass.
Kraft gegen Kraft
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Melliandra
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Beitrag von Melliandra »

Zauberhäxli hat geschrieben:=D> =D> Ja Abraxas, da gib ich dir absolut rächt. Gsehs genau so wie du.

@ Melliandra äs git halt Mänsche wo nöd so belastbar sind wie anderi und trotz allne Bemüehige irgendwänn nüme chönd, die händ au ä IV-Rente verdient. Vili Mänsche bi öis im Betrieb händ jahrelang ganz normal 100% gschaffet obwohls scho länger chli Problem gha händ. Dänn isch villicht ihri psychisch Krankheit usbroche, sie händ id Psychi müesse und nachher kä Stell i dä freie Wirtschaft meh gfunde wells halt nüme so belastbar sind. Übrigens isch das Geld wo mä vu dä IV überchunnt nöd grad vil. Die Lüt wo bi öis im Betrieb schaffed, müend alli mega luege ufs Geld.

Ich bin froh, dass ich i so mnä Betrieb chan schaffe. Finds schön, wenn ich Lüt mit Problem wenigstens äs bitzli cha hälfe.

Übrigens han i no nie ä so äs guets Arbeitsklima erlebt wie i dem Betrieb. Alli sind per du mitenand, vum Chef bis zu däm im Rollstuehl. Chasch mit fascht jedem guet redä. Die Lüt versueched immer eim z`verstah und sind open mind. Intrige oder falsches Gered hinneume han i bis jetzt no nie erlebt.
Zauberhäxli verstah mich nid falsch. Ich weiss dass es Lüüd gid wo das
händ, känn sälber en Familievater wo nacheme Schleudertrauma nümme
chan schaffe und es isch gemein was für Vorwürf er sich muess a lose.

Ich frög mich eifacht werum das das gwüssne Lüüd bassiert und gwüsse nid.
Ich weiss das isch wieder sone philosophie Frag... aber ja... ach kei Ahnig.

Ich glaube dier, dass i diem Betrieb mega liebi Lüüd schaffed wo sicher
zum Teil es grössers Herz händ als mänge "normal" Schaffende, aber
es gid eifacht au da drunder schwarzi Schaf (also jetzt nid bi dier im Betrieb)

Bööö frag mich halt was ich oder mini Eltere oder kA richtig gmacht händ
dass ich mag go schaffe (meh oder weniger =o)) und anderi das nid chönd.

Edit: Ich rede vo psychisch Chranke. Isch klar dass wenn öber sBei verlürt,
oder ebe es Schleudertraume hed, das das öbis isch womer nid sälber hed
chöne strüüre.
*poink*
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altered
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Beitrag von altered »

die gröschte sozialschmarotzer sind die riiche. au wenn alli vo dene 4% arbeitslose ungrechtfertigt arbeitslos wered (und das isch sicher nid der fall), wär der absoluti betrag wo si im staat (bzw eus arbeitende) chlaue nur gering im vergliich zu demm wo die obersti gsellschaftsschicht em staat chlaut.

lüüt wo biispillswiis 26 millione im jahr verdienet sind diebe. will niemert, und ig meine wörkli niemert, so en leistig bringt dass er sovill geld verdient.

eg finde sozialschmarotzer schlecht. aber die chline fisch unter ihne sind bi wiitem s geringere übel.


wenn me bedenkt wie eusi produktionsverhältniss (nach marx) be eus usgsehnd und wie das produktionsmittel verteilt sind. wird eim jo schlecht.
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Beitrag von altered »

kapitalismus isch eifach so, das jede gege jede kämpft, es isch der gsellschaftlechi chrieg. und im chrieg isch halt alles erlaubt. drum sötte mir nid zu fescht böös sii uf die wo s system usnützed zu ihrem vorteil, in gwüsser hiisicht isch das en notwendigi folg vo eusem lebens und wirtschafts stil.

me chan nid einersiits kapitalismus welle und anderer siits au no welle das alli zunenand lieb sind. "im kapitalismus ist der mensch des menschen wolf". und der kapitalismus goht devo us das "alli gege alli" s beschte isch für alli.

mir müend euses system grundlegend endere, den werdet die symptom wo mir am beklage sind au verschwinde. jedoch darf de systemwechsel nid revolutionär ablaufe, wie das d marxiste vor rund 100 johr hend welle.

es goht drum der kapitalismus uf d spitze z triibe (bildig und produktionsverhältnis müend so wiit es goht witerentwicklet werde), ihn vollkomme z verwirkliche. denn werdet die symptom au immer besser ersichtlech (will si imer stärker sind und will d lüüt immer besser choi erkenne dur die besseri bildig) und der kapitalismus wird an sich selber zerbreche.

vellech töönt das chli prophetisch und/oder naiv, aber ig bin im herze en überzüügte kommunist. au wenn ich mir bewusst bin das die utopie für mich (eus) nümm erreichbar isch. jedoch hani d hoffnig das mini chind oder chindeschind mol einisch inere freie friedliche kommunistische gsellschaft choi lebe.
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Beitrag von biogurke »

altered hat geschrieben:kapitalismus isch eifach so, das jede gege jede kämpft, es isch der gsellschaftlechi chrieg. und im chrieg isch halt alles erlaubt. drum sötte mir nid zu fescht böös sii uf die wo s system usnützed zu ihrem vorteil, in gwüsser hiisicht isch das en notwendigi folg vo eusem lebens und wirtschafts stil.

me chan nid einersiits kapitalismus welle und anderer siits au no welle das alli zunenand lieb sind. "im kapitalismus ist der mensch des menschen wolf". und der kapitalismus goht devo us das "alli gege alli" s beschte isch für alli.

mir müend euses system grundlegend endere, den werdet die symptom wo mir am beklage sind au verschwinde. jedoch darf de systemwechsel nid revolutionär ablaufe, wie das d marxiste vor rund 100 johr hend welle.

es goht drum der kapitalismus uf d spitze z triibe (bildig und produktionsverhältnis müend so wiit es goht witerentwicklet werde), ihn vollkomme z verwirkliche. denn werdet die symptom au immer besser ersichtlech (will si imer stärker sind und will d lüüt immer besser choi erkenne dur die besseri bildig) und der kapitalismus wird an sich selber zerbreche.

vellech töönt das chli prophetisch und/oder naiv, aber ig bin im herze en überzüügte kommunist. au wenn ich mir bewusst bin das die utopie für mich (eus) nümm erreichbar isch. jedoch hani d hoffnig das mini chind oder chindeschind mol einisch inere freie friedliche kommunistische gsellschaft choi lebe.
du kannst kein überzeugter kommunist sein, weil du gar nicht weisst, was es mit dem begriff so auf sich hat. sonst würdest du deinen kindern kein leben in einer von einer machtelite geknechteten gesellschaft wünschen.
lies dich mal ein, es hat noch kein kommi-regime gegeben, in welchem unschuldige nicht gefoltert, in welchem die bevölkerung keine versorgungsknappheit erlitt und welches schliesslich bestehen blieb.

falls du kuba toll findest, die menschen dort haben kaum was zu fressen, sind sie anderer meinung als die propaganda, dann kann schon mal ein familienmitglied spurlos verschwinden etc.
vielleicht nordkorea? DDR? kambodscha(rote khmer)?no comment.

ich geb dir recht- du bist naiv, aber richtig.

gruz tom
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Beitrag von biogurke »

ähm, wollte nicht hart sein, tut mir leid.

ich habe aber ein problem mit ideologien, welche unreflektiert übernommen werden, besonders in diesem falle.

daneben musst du sehen, unser system bedeutet nicht krieg, sondern konkurrenz. konkurrenz ist in der natur der treibende motor, ja die grundlage überhaupt für evolution. in der natur gibt es haufenweise verlierer und ein paar gewinner.

da wir menschen sind, sollten wir uns zwar an das konzept halten, dass konkurrenz die bestmöglichen entwicklungen gewährleistet. aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir altruistisch handeln müssen, also die schwächeren in unserer gesellschaft unterstützen, die wirklich schwachen, in welcher art auch immer. nicht die faulen und ganz schlauen.

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Beitrag von altered »

ich weiss sehr wohl über den begriff komunismus etwas.

jedoch bin ich der meinung das die bisherigen staaten die sich kommunistisch nannten und nennen nichts mit kommunismus zu tun haben. auch im kapitalismus regiert eine machtelite die geselschaft.

...offtopic
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Beitrag von altered »

ich denke konkurrenz ist etwas für unterentwickelte persönlichkeiten. weil sie ohne konkurrenz keine motivation zur weiterentwicklung haben.
ein gesund entwickelter mensch sollte doch einsehen, das zusammenarbeiten viel effekitiver ist als gegeneinader arbeiten. leider sind die menschen ziemlich beschränkt, und so zerstört die gier und der egoismus die besten ideologien (kirche, kommunismus...).
von diesem punkt aus gesehen ist der kapitalismus schon die bessere lösung weil er vom menschen als von einem gierigen und egoistischen wesen ausgeht, und deshalb wahrscheinlich auch besser funktioniert.
ich wünsche mir für meine nachfahren jedoch eine zukunft in der die menschen nicht mehr so sind wie heute sondern besser, entwickelter, kultivierter und wie gesagt mit mehr freude am altruismus. in so einer utopischen gesellschaft wäre auch der kommunismus nichts unmenschliches mehr.


nochmal zum thema zurück:

vergesst nicht dass wir jene institutionen in unserer kapitalistischen gesellschaft, die dem sozialen dienen, dem schutz der schwächeren (gewerkschaften, arbeitslosenkasse, altersvorsorge...) das wir diese insttutionen dem "linken" bzw marxistischem gedankengut verdanken. das sind die eingeständnisse die der kapitalismus hinsichtlich ders konkurierenden systems machen musste.
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