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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Fr 25. Mär 2016, 03:15 
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Mondschein

Schlaftrunken, ohne zu schlafen,
Verzweifelt such ich nächtlich Ruh,
Das Licht macht mich zu seinem Sklaven,
Der Mondschein lässt`s nicht zu.

Dazu fehlt mir auch der Saft
Bajushki zu singen,
Du raubtest mir sogar die Kraft,
um mich umzubringen.

Und zwick mich mal, ganz kurz bloss,
Damit ich nicht nur träume,
Zusammen wär`n wir riesengross,
Umarmten Mammutbäume.

In and`ren Träumen hörte ich,
Und zwar in ganz vielen,
Dich Trällern und ganz inniglich
`Ne Gitarre spielen.

Dann träumte ich auch schon mal,
Du kochtest mir Kaffee.
(War da noch ein Hund - ganz schmal?)
Ich sei eine Illusion, und Du ne Elfe - eh. :-s

Ein ander` Mal träumte ich, völlig ohne Neide,
Ich äss vegane Schokolade,
Und von Kühen auf `ner Weide -
Verschwendung - oh, wie schade!

Es lag noch ganze Menge
Träume in der Luft,
Manchmal ist`s als riechte ich
Nach Jahren deinen Duft.

Kein Wunder also trau` ich nicht
Endlich einzunicken.
Stell dir vor, ich träumte dich
Beim Müsli-Körnlein-Picken.

Da bleibe ich lieber wach,
Und zwar noch für Wochen,
Dann höre ich leis` und schwach
Mein Herzlein für dich pochen.
:-k

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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Do 31. Mär 2016, 19:19 
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Sicherheit

vor Jahren einst, als sei es gestern erst gewesen
traf ich dich, ohne dir wirklich zu begegnen
du Ozean und Sturm, aus Gefühlen zum Lesen
lebendiger Wald, möge dich ewig segnen.

eingestürzter Turm, der ich damals schien zu sein
ein wildes Tier, ohne Wurzeln und festen Sitz
ein zerbrochenes Kind, und auch wirklich so klein
ein Auge sah dir direkt in dein Antlitz
eines war blind und wollte in deines hinein.

und in beiden spiegelte sich, einem Feuerwerke gleich
die Weite des Alls, doch auch Schall und Rauch,
Schatten und Licht, und machten mich ebenso reich
ich erinnere mich - erinnerst Du dich auch?

ich wurde gewarnt, doch ich wollte nicht hören
ich hörte es nicht allen Signalen zum Trotze
ich habe bezahlt, es schien mich nicht zu stören
ich bereue es nicht, weil ich vor Liebe strotze.

doch für mich tropfen immer noch ununterbrechlich,
Tränen und Blut von deiner Stimme und Worten,
und Schattenfetzen, wie unsagbar entsetzlich,
die du zu Fäden spinnst an immer anderen Orten.

doch ein zweites Mal werde ich nicht wirklich
mit verbundenen Augen in diesem Ozean ertrinken
auch wenn das Herz zieht, und zwar bedenklich
sich sehnt nach erneutem in Gefühlen Versinken.

sich verzehrt, ohne sich wörtlich zu verzehren,
ich lasse dich gehen, und dein Schicksal suchen.
noch einmal lass ich ein Paar Tränen gewähren
statt dich in mein Leben einzuladen - ohne dir zu schaden (zu versuchen)

ich werde eine Weile trauern, wie auch bedauern,
um dich, weil ich dich so oft und grundlos verletzte,
um mich, und um meine eingestürzten Mauern,
um eine Scherbengeschichte - hoffentlich die Letzte.

im Wissen, dass es richtig ist, dich zu lieben.

(verzeih mir - das musste einfach sein)

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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: So 3. Apr 2016, 00:32 
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https://www.youtube.com/watch?v=yMR45cZbvDw verzeih, das musste auch einfach sein :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: So 3. Apr 2016, 04:08 
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Wohnort: hab ich
Nicht alles, meine Liebe, nicht alles. der unterschied zwischen Diebstahl und wörtlicher Symbiose ist minimal, aber genauso vorhanden, wie derjenige, zwischen den Prinzen und mir (ich Frosch)



moonlightfairy hat geschrieben:
vor Jahren einst
traf ich dich
du Ozean und Sturm
lebendiger Wald
eingestürzter Turm
ein wildes Tier
ein zerbrochenes Kind
ein Auge sah
eines war blind
und in beiden spiegelte sich
die Weite des Alls
Schatten und Licht
ich erinnere mich

ich wurde gewarnt
ich hörte es nicht
ich habe bezahlt
ich bereue es nicht
doch für mich tropfen immer noch
Tränen und Blut von deiner Stimme
und Schattenfetzen
die du zu Fäden spinnst
doch ein zweites Mal werde ich nicht
mit verbundenen Augen in diesem Ozean ertrinken
auch wenn das Herz zieht
sich sehnt
sich verzehrt
ich lasse dich gehen
noch einmal
statt dich in mein Leben einzuladen
ich werde eine Weile trauern
um dich
um mich
um eine Scherbengeschichte
im Wissen, dass es richtig ist


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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Mi 13. Apr 2016, 16:10 
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Beiträge: 1088
Wohnort: hab ich
dual

im Universum der Gegensätze
liegen verborgene Goldschätze
und halten einander vor Augen
was sie so ganz einzeln taugen.

wie Kriege in friedlichen Zeiten
oder nachts die Pupillen weiten
Männlein und Weiblein streiten
Sinn und Unsinn sich ausbreiten.

gleich einem Giftfrosch ohne Gift
einem Zeichner, ohne seinen Stift
wie ein Kiffer, der nicht mehr kifft
wartete ich, bis der Blitz mich trifft.

und er traf mich, mit voller Wucht
und verschlug mich Richtung Sucht
wie ein Schifflein ohne seine Bucht
ein Apfelbaum ohne Sommerfrucht.

Schnitt; Kerzenschein, ich lag da, so brach
verschlug es dich in mein Schlafgemach
wie eine Rose, deren Dorn mich stach
ich wurde in deinen Armen schwach.

bewusst erkannte ich mit der Zeit
wie stark ihr Frauen manchmal seid
und zeigt uns manchmal in wieweit
das ihr uns vielleicht noch verzeiht.

und trefft uns wieder im Dualen
jenseits unsrer Männerqualen
die sich plötzlich davonstahlen
wie die ersten Sonnenstrahlen.

Sprachlos, oh, du meine Güte
staun ich ab dir, Wundertüte
und warte, wie trockene Nelken
bis du lässt mein Herz verwelken :?

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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Sa 23. Apr 2016, 15:35 
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rain

ein Staubkorn und ein wenig Dampf
tummelten sich in der Höhe
verbündelten sich ohne irgend Kampf
wartend auf ne Windesböe.

warum jeder Tropfen hinunterfällt
annähernd gleich doch eigen
durchnässend mir Frisur entstellt
um an mir runter zu neigen?

ein Wunder sie sich niemals binden
auf ihren einsam fallend Wegen
befeuchten Wiesen, Baumesrinden
gemeinsam als gesamter Regen.

kaum da, schon gleich Entschwunden
Hindernisse gar nicht kennend
vielleicht in absehbar Abendstunden
den nahen See überschwemmend.

davon blieb eingebrannt in Gedanken
der Eine, der mir auf das Kinn
mich verwirrt vergessend zu Bedanken
gefallen ohne tiefren Sinn.

selbst dieser bleibt nicht Schicksallos
salzig wird im Meere enden
nicht erfüllend seines Schicksals Los
meinen Wunsch zu vollenden.

denn ich wünscht` mir, ach, sosehr
du mögest diesen Tropfen
trinken und im Blute immer mehr
im Herzen für mich klopfen.

und wenn wir eines Tages ferner
genug von uns hätten
können wir auch gern und gerner
tränend Tropfen retten.

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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2016, 17:57 
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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Mi 27. Apr 2016, 20:50 
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tief

irgendwo in den Tiefen meiner Brust brodelt ein regelrechter Vulkan
ob als er sich nicht wirklich bewusst er allzeit ausbricht ganz spontan.
noch in sich gekehrt er schlummert aus mir selbst unlogisch Gründen
doch mit jedem Herzschlag wummert um gefährlich Vorbote verkünden
als wäre seine Zeit alles als gekommen und ratlos heisst mich benommen
ängstlich davor was geschieht zusammen mit uns in drohenden Flammen.

allem zu trotz geb ich ihm noch Futter wartend auf dessen baldig Explosion
denn ich bin sowohl sein Vater&Mutter startend aus lauter leidig Illusion.

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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Mi 27. Apr 2016, 22:00 
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Traum

Es gab einmal Zeiten
Da war alles noch gut
In den Tiefen und Weiten
Fand ich weder Schmerz noch Wut

Dann kam der Regen
Donner und Blitze
Es wird sich schon wieder legen
Doch dann kam die Hitze

Dann wachte ich auf
Alles nur ein Traum
Ich dachte nur lauf
Ein bisschen durch den Raum

Nur um mich zu überzeugen
Von der Realität
Kann ich die leise Stimme leugnen?
Oder höre ich was sie mir rät?

Sie sagt leg dich wieder hin
Und träum einfach weiter
Denn alles hat seinen Sinn
Betrübt sein wie auch heiter


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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Mi 27. Apr 2016, 23:55 
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Beiträge: 1970
Wohnort: am See
Feuer im Herzen, ein Feuer, das brennt,
wie tausend Kerzen im schönsten Moment,
unlöschbar flammend, zum Wärmen bestimmt,
ist eure Liebe, die mehr als nur glimmt.

Feuer der Hoffnung, ein Feuer, das scheint,
das seid ihr zusammen, in Liebe vereint!
Für andre ein Licht, das im Dunkeln brennt.
Und hinweist auf den, der euch bestens kennt.

Ein Feuer der Liebe, das sich verzehrt,
das empfängt und gibt, das andere ehrt!
Mit Leidenschaft dem Gegenüber verpflichtet
und Kritik und Lob richtig gewichtet!

Ein Feuer als Zeichen, ein Feuer das wärmt,
ein Ort der Begegnung, der Gemüter erwärmt.
Wann immer dieses Feuer für euch brennt,
lasst Liebe sprechen in jedem Moment!

_________________
Liebe Respekt Anarchie


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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Sa 30. Apr 2016, 19:47 
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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Sa 30. Apr 2016, 19:49 
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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Di 7. Mär 2017, 20:16 
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Beiträge: 1088
Wohnort: hab ich
Matt

Still hüten die Bauern die verbliebenen Felder
Getrieben von Sehnsucht entfernter Ziele
Vergeblich wartend auf subversive Gelder
Halb abwesend vom restlichen Spiele

Es läuft nicht den Läufern, schwarz oder weiss
Sie halten einander unnütz auf Distanz
Zahlen einen womöglich viel zu hohen Preis
Auf polierter Bretter spiegelndem Glanz

Türmen sich Türme, weit hinten noch allein
Als stünden die Stürme kurz bevor
Hölzern, und nicht wie gewohnt; aus Stein
Und rücken weder zur Seite noch vor

Damhaft wirkt die Dame abwesend
Und spürt die Bedrängnis noch nicht
Weder den Springer, noch Läufer lesend
Das fällt noch schwer ins Gewicht

Königlich ihre Majestäten nicht fahren
Die Aussicht geniessend hoch oben
Beide scheinen noch Kräfte zu sparen
Als seien sie sagenumwoben

Zug um Zug, Lauf um Lauf, Sprung um Sprung…
Lauft, und springt nicht vor die Züge – dazu seid ihr zu Jung

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Fr 5. Mai 2017, 19:47 
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Beiträge: 1088
Wohnort: hab ich
mein nachbar

ich hatte mal nen duften kumpel, der wohnte nebenan.
da herrschte stille, kein gerumpel, ich sah ihn ab und an.

er lud mich ein in seine bude, auf ein gläschen sekt.
klar war ich ein wenig müde, doch ich ging direkt.

nachdem ich platz genommen hatte, klingelte sein phone.
Claudia, Carmen, oder anette, ach, was weiss ich schon?

das Gespräch, das hat gedauert, nun schaute ich mich um.
schlicht und einfach war gemauert, das gewölbe krumm.

dann fand ich eine alte türe, braun und richtig rustikal,
dahinter ein paar alte schnüre, die treppe war zu schmal.

unten, ja, das war so schön, da hab ich dann gestaunt.
lauter flaschen konnt ich sehn, und ich war wohlgelaunt.

eine davon nahm ich bloss, und entkorkte sie,
staubig war sie und nicht gross, ich dacht, ich borgte sie.

dann kam der nachbar endlich runter, wutentbrannt und schrie,
lief an wie ein kunterbunter, das gesicht vergess ich wohl nie.

ob ich ganz klar im kopfe bin, das wäre chateau lafite gewesen,
selbst wenn ich ein bisschen spinn - ich konnte doch lesen.

wenn sie wenigstens geschmeckt hätte, diese billigfusel-Traube,
und, ja, ich wette; mein nachbar hatte ne lockre schraube.

am nächsten tag informierte ich die internet-gemeinde,
der würde noch was erleben! "jetzt mach ich ihm paar feinde."

drei tage später hatte ich einen riesenmob zusammen,
es wurde dann etwas konkreter, das Nachbarhaus in flammen.

dieses asoziale pack, was fiel dem bloss ein mich anzuschreien.
den hatte ich jetzt im sack, diesen wurm, dem kleinen.

und dann, da kam die Polizei, und nahm uns alle mit.
ein gebrülle und Geschrei, die jungs waren richtig fit.

zwanzig jahre sind vergangen, die neuen Nachbarn sind o.k.
zwar hat keiner nen Weinkeller - dafür ne gummi-zelleeee /yo

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 Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE
BeitragVerfasst: Sa 20. Mai 2017, 10:22 
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Wohnort: Woni haut grad bi
LETZTE SCHÖNE DARBIETUNG

Wir rauschen durch die Nacht, im hell erleucht'en Zug,
Der Fenster gleissend Licht, ergiesst sich wie im Flug,
über's gefror'ne Winterfeld.

Wie brennend' Feuerwarzen, auf eines Lindwurms Rücken,
Ich schaue in die Ferne, lass' mir mein Geist entrücken.
Kaltweiss und grell erhellt.


Fort, zu weit entfernt' Erlebtem, in unlängst vergangenen Zeiten,
Bei ungeahntem Frohsinn, in farbig tiefen geistes Weiten.
Wo eines jeden Luftschloss steht.

Auf einem dieser Planeten, Antipodens ferner Welt,
Durch klare Nächte rennend, nackt unterm Himmelszelt.
Wo steif ein Bergwind weht.


Oh wär' ich jetzt doch gerne, in solch ein'r, verheissungsvollen Nacht,
Säh' ich jetzt Wald und Sterne, im glitzer ungeahnter Pracht,
Des Winters volle Wonnen.

Figuren, in gewund'nen Ästen, gläsern' Tore zwischen Bäumen,
Wir schwirten durch die Lüfte, rotierend' Fraktal', in tageshellen Träumen,
Im Schweben fast zerronnen.


Doch nun, fährt der Zug so schnell, umkurft rasch Wald und Wiese,
Im Holz hersch andächt'ge still, auf'm Flur weht streng die Briese,
Kein einz'ges lebend' Wesen, den Lichtschein hier wird treffen.

Langsam, nähert sich des Tages Helle, am winterlichen Morgen,
Ergreifft besitz vom Landes Dunkel, wischt weg der nächtlich Sorgen,
So ich, an des Zuges Fenster, den Schwermut fast vergessen.

Am Endbahnhof steig' ich aus, und lauf durch leere Gassen,
Die füll'n sich stetig mit Leben, ich kann es noch kaum fassen,
Am Wheinachtsmarkt vorbei.

Wo einst ich mich noch fühlte, wie einzig ich am Leben,
Fügt sich dies nun zusammen, es scheint mir als gegeben.
Des Leben's ein mal eins.

Was stirbt wir wiederkehren, es ist längst nicht verloren.
Was geht, wird wieder kommen, es wird erneut geboren.
Wie alles sich ergiebt.
Die Welt sich uns erschliesst.

Ich wollt noch ein paar Zeilen schreiben,
Aber ich glaub', jetzt lass' ich's bleiben. /bigs

_________________
,,Pilzchen sag',was ist 'die Wahrheit'? Sag's doch - nur zu;" -
,,Wie soll ich's dir sagen? Ich bin ein Pilz. Denken - das tust du!"

A. Larinx

If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.
Wenn du keinen Plan hast, wirst du Teil des Planes von jemand anderem.

Terence McKenna (16.November 1946 – 3.April 2000)

The truth is a pathless land
Die Wahrheit ist ein unwegsames Land

Jiddu Krishnamurti (11.May 1895 – 17.February 1986)


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