Paradoxe Zeiten, fordern eine paradoxe Handlungsweise…
Verfasst: Mi 17. Jun 2009, 20:10
Paradoxe Zeiten, fordern eine paradoxe Handlungsweise…
Innerhalb von 40 Minuten durch 5 Kantone reisen, mit einer Hochschwangeren über die Vorzüge über verschiedene prostitutionsarten reden, von einem Deutschen die Schweiz erklärt bekommen, Barfuss durchs Basler Industrieviertel spazieren, einen Brunnen als See benützen, gratis ans grösste antirassismus Festival der Schweiz, von einer betrunkenen 16-Jährigen nach Hause eingeladen werden und ablehnen, an ein Art-Basel Kunstwerk urinieren, von Einheimischen an eine after Party mitgezerrt werden, fremde Sofas beschlagnahmen, Randale in Eigenheim beobachten, von der Sonne wecken lassen, Brunnen als Badewanne und Lavabo nötigen, sich von Fremden das Frühstück bezahlen lassen, 2 Stunden vergeblich an Hauptstrasse zu stehen in der Hoffnung mitgenommen zu werden, um dann wieder 2 Stunden an einer anderen Hauptstrasse zu stehen ebenfalls in der Hoffnung mitgenommen zu werden, ohne mitgenommen zu werden, dann doch noch mitgenommen zu werden, Luzernen Luft geniessen, Werbung von Goa Party entdecken, eine Stunde Spenden gesammelt um damit nach Unterägeri zu kommen, eine Stunde auf einen Shuttlebus warten, sehen wie sich der Bus füllt um dann ohne uns abzufahren, wieder auf den Shuttlebus warten, mitgenommen werden und am Eingang die Organisatoren überzeugen, dass der Eintritt weniger ist, doch den vollen Eintritt zahlen (Luzerner Spenden sei Dank), Wald in Discothek verwandeln, ganze Nacht durchfeiern, mit Sonnenaufgang ca 2 Stunden wandern, ganzen Tag am Zugersee verbringen, die Haut verbrennen lassen, Glace spendiert bekommen, von einem älteren Herr direkt nach Hause gefahren zu werden… Ist das in 3 Tagen möglich…? Mit einem Budget von je 10 CHF…?
Ja!!! Hier der Wochenend-Bericht von Simon Moon und Häuptling tanzender Baum.
Freitagmittag 12.6.09 Die Sonne scheint wir beginnen in Langenthal. Keine Ahnung wie die Strasse heisst an die wir uns stellen, auf unserem Schild steht jedenfalls EGAL. Nur eine Viertelstunde müssen wir damit vor den Autofahrern herumwedeln bis uns jemand mitnimmt Sascha heisst der junge Deutsche der uns direkt nach Murgental fährt. Dort angekommen geht es mit der Hochschwangeren Daniela direkt nach Basel. Wir unterhalten uns die ganze Fahrt über die verschiedenen Rotlichtmeilen der Schweiz. Irgendwo vor Basel werden wir rausgeworfen. Keine Ahnung wo wir sind. Wir beschliessen in die Stadt zu laufen. Gemütlich verbringen wir einige Zeit an der Freie Strasse und lassen uns von der Sonne bescheinen. Dann, welch eine Überraschung: Gratis Openair in Basel. Besser geht’s nicht. Wir beschliessen die Nacht in Basel zu verbringen und erst ein bisschen zu Feiern. Wir geniessen die Musik und die belächeln die Heftverkäuferinnen (wir haben ja wirklich kein Geld). Nach gefühlten zehntausend Gesprächen über P.a.d.s. wird es Zeit einen Schlafplatz zu suchen. Dies erweist sich als äusserst schwierig. Das Angebot einer 16 Jährigen Russin die dem Klischee alle Ehre erweist, lehnen wir dankend ab. Dann endlich zwei freundliche Jungs nehmen uns zu sich mit nachhause. Ans schlafen ist glücklicherweise noch lange nicht zu denken. Weiter geht’s ans N.t. (sprich Ente) Areal. Dort feiern wir noch lange und erkunden voller Entdeckerdrang die Wildnis in Basels Industrie.
Hier ein Tipp. Auch um drei Uhr morgens kann ein Türsteher sich dein Gesicht merken.
Dann ab nach Hause. Hinlegen. Schlafen.
Samstag 10.00 Die Sonne scheint stark. Wir machen uns auf den Weg. Der Häuptling nimmt ein kurzes Bad im Brunnen. Danach geht’s daran ein Frühstück aufzutreiben. Schnell sind die Spenden. Gesammelt. Dann gemütlich Frühstücken.
Nach dem frühstück geht’s weiter, wir wollen raus hier ab auf die Strassen, The Road is Live und so. Leider ist in Basel niemand gewillt uns mitzunehmen. Vier Stunden stehen wir an der Strasse und warten und warten und warten und warten und warten und warten und warten und warten und warten. Naja ihr wisst schon. Dann endlich nimmt uns irgend ein Typ mit bis nach Luzern. Dort ein Bisschen entspannen.
Wir erfahren von einer Goa in Unterägeri. Los geht’s. Geld sammeln für den Eintritt. Und mit Daumen und Bus ins Kaff. Dort angekommen warten wir eine Ewigkeit. Schüttelbus kommt lehr Schüttelbus geht voll und wir warten immer noch. Juhui wir sind bei der zweiten Ladung dabei. Den Berg hinauf irgendwo im Wald. Musik dröhnt Lichter hüpfen durch die Bäume.
Ganz unser Geschmack. Wir tanzen wie die Wahnsinnigen bis zum Morgengrauen. Danach geht’s den Berg runter diesmal zu Fuss ca. 2 Stunden durch den Wald. Unten angekommen per Bus nach Zug dort an den See und erst mal Schlafen. Nachmittags geht’s per Autostop direkt vor die Haustüre. Geschafft in jedem Sinne.
Freuen wir uns nun höllisch auf den Sommer um zu sehen wie ihr das so hinbekommt.
In diesem Sinne
Simon Moon Häuptling tanzender Baum.
Eigene Erfahrungen sammeln..?! http://www.pads.ch.vu
Innerhalb von 40 Minuten durch 5 Kantone reisen, mit einer Hochschwangeren über die Vorzüge über verschiedene prostitutionsarten reden, von einem Deutschen die Schweiz erklärt bekommen, Barfuss durchs Basler Industrieviertel spazieren, einen Brunnen als See benützen, gratis ans grösste antirassismus Festival der Schweiz, von einer betrunkenen 16-Jährigen nach Hause eingeladen werden und ablehnen, an ein Art-Basel Kunstwerk urinieren, von Einheimischen an eine after Party mitgezerrt werden, fremde Sofas beschlagnahmen, Randale in Eigenheim beobachten, von der Sonne wecken lassen, Brunnen als Badewanne und Lavabo nötigen, sich von Fremden das Frühstück bezahlen lassen, 2 Stunden vergeblich an Hauptstrasse zu stehen in der Hoffnung mitgenommen zu werden, um dann wieder 2 Stunden an einer anderen Hauptstrasse zu stehen ebenfalls in der Hoffnung mitgenommen zu werden, ohne mitgenommen zu werden, dann doch noch mitgenommen zu werden, Luzernen Luft geniessen, Werbung von Goa Party entdecken, eine Stunde Spenden gesammelt um damit nach Unterägeri zu kommen, eine Stunde auf einen Shuttlebus warten, sehen wie sich der Bus füllt um dann ohne uns abzufahren, wieder auf den Shuttlebus warten, mitgenommen werden und am Eingang die Organisatoren überzeugen, dass der Eintritt weniger ist, doch den vollen Eintritt zahlen (Luzerner Spenden sei Dank), Wald in Discothek verwandeln, ganze Nacht durchfeiern, mit Sonnenaufgang ca 2 Stunden wandern, ganzen Tag am Zugersee verbringen, die Haut verbrennen lassen, Glace spendiert bekommen, von einem älteren Herr direkt nach Hause gefahren zu werden… Ist das in 3 Tagen möglich…? Mit einem Budget von je 10 CHF…?
Ja!!! Hier der Wochenend-Bericht von Simon Moon und Häuptling tanzender Baum.
Freitagmittag 12.6.09 Die Sonne scheint wir beginnen in Langenthal. Keine Ahnung wie die Strasse heisst an die wir uns stellen, auf unserem Schild steht jedenfalls EGAL. Nur eine Viertelstunde müssen wir damit vor den Autofahrern herumwedeln bis uns jemand mitnimmt Sascha heisst der junge Deutsche der uns direkt nach Murgental fährt. Dort angekommen geht es mit der Hochschwangeren Daniela direkt nach Basel. Wir unterhalten uns die ganze Fahrt über die verschiedenen Rotlichtmeilen der Schweiz. Irgendwo vor Basel werden wir rausgeworfen. Keine Ahnung wo wir sind. Wir beschliessen in die Stadt zu laufen. Gemütlich verbringen wir einige Zeit an der Freie Strasse und lassen uns von der Sonne bescheinen. Dann, welch eine Überraschung: Gratis Openair in Basel. Besser geht’s nicht. Wir beschliessen die Nacht in Basel zu verbringen und erst ein bisschen zu Feiern. Wir geniessen die Musik und die belächeln die Heftverkäuferinnen (wir haben ja wirklich kein Geld). Nach gefühlten zehntausend Gesprächen über P.a.d.s. wird es Zeit einen Schlafplatz zu suchen. Dies erweist sich als äusserst schwierig. Das Angebot einer 16 Jährigen Russin die dem Klischee alle Ehre erweist, lehnen wir dankend ab. Dann endlich zwei freundliche Jungs nehmen uns zu sich mit nachhause. Ans schlafen ist glücklicherweise noch lange nicht zu denken. Weiter geht’s ans N.t. (sprich Ente) Areal. Dort feiern wir noch lange und erkunden voller Entdeckerdrang die Wildnis in Basels Industrie.
Hier ein Tipp. Auch um drei Uhr morgens kann ein Türsteher sich dein Gesicht merken.
Dann ab nach Hause. Hinlegen. Schlafen.
Samstag 10.00 Die Sonne scheint stark. Wir machen uns auf den Weg. Der Häuptling nimmt ein kurzes Bad im Brunnen. Danach geht’s daran ein Frühstück aufzutreiben. Schnell sind die Spenden. Gesammelt. Dann gemütlich Frühstücken.
Nach dem frühstück geht’s weiter, wir wollen raus hier ab auf die Strassen, The Road is Live und so. Leider ist in Basel niemand gewillt uns mitzunehmen. Vier Stunden stehen wir an der Strasse und warten und warten und warten und warten und warten und warten und warten und warten und warten. Naja ihr wisst schon. Dann endlich nimmt uns irgend ein Typ mit bis nach Luzern. Dort ein Bisschen entspannen.
Wir erfahren von einer Goa in Unterägeri. Los geht’s. Geld sammeln für den Eintritt. Und mit Daumen und Bus ins Kaff. Dort angekommen warten wir eine Ewigkeit. Schüttelbus kommt lehr Schüttelbus geht voll und wir warten immer noch. Juhui wir sind bei der zweiten Ladung dabei. Den Berg hinauf irgendwo im Wald. Musik dröhnt Lichter hüpfen durch die Bäume.
Ganz unser Geschmack. Wir tanzen wie die Wahnsinnigen bis zum Morgengrauen. Danach geht’s den Berg runter diesmal zu Fuss ca. 2 Stunden durch den Wald. Unten angekommen per Bus nach Zug dort an den See und erst mal Schlafen. Nachmittags geht’s per Autostop direkt vor die Haustüre. Geschafft in jedem Sinne.
Freuen wir uns nun höllisch auf den Sommer um zu sehen wie ihr das so hinbekommt.
In diesem Sinne
Simon Moon Häuptling tanzender Baum.
Eigene Erfahrungen sammeln..?! http://www.pads.ch.vu