Es ist eben so, dass es Leute gibt, die sich mit solchen Dingen beschäftigen, und warum auch immer, offenbar finden diese früher oder später zur Goakultur, was halt einfach mehr ist, als der übliche Kram, bei dem es nur um Geld, Macht und so weiter geht, und dieses Mehr spürt der Besucher zwar, aber irgendwie weiss er nicht woher das kommt, und so macht er sich auf die Suche nach Antworten, die insbesondere oftmals von den Leuten zu kommen scheinen, die mal irgendwann in Indien oder Südamerika oder sonstwo gewesen sind, und dort einige Wagenladungen Erkenntnisse mitgehen liessen, die sie dann befähigen die Antwort darauf zu geben, die da lautet, das musst Du selbst rausfinden, und rausfinden kann man es offenbar nicht indem man es theoretisiert sondern nur indem man es lebt, und da viele Leute entweder kein Geld für solche Reisen haben, oder keine Lust dazu, versuchen sie, das was sie an kulturellen Errungenschaften bei anderen Menschen wahrnehmen, irgendwie nachzuleben, nicht um anzugeben, sondern um einfach mal zu spüren, wie das ist, und um das zu spüren ist es hilfreich sich mit allerlei Symbolkräftigkeit einfach mal auseinanderzusetzen, statt immer mit nem weissen T-Shirt und Bluejeans so ziemlich überall hin zu gehen, und Maskenbälle grundsätzlich zu verabscheuen, die einem vielleicht zu sehr aufzeigen, dass die Uniformität der Nonuniformität mindestens so versteckt und versteckend ist, wie das Gähnen das manche bei Einheitsbrei unterdrücken müssen, die versuchen, sich mittels Gedankenkraft und Nähfähigkeit irgendwie von dem etwas säuerlichen langweiligen Dasein abzuheben, dessen Boden diese Gesellschaft formt.
Früher war alles besser, weil wir jünger waren, weil wir schöner waren, weil wir mehr Energie hatten, weil es halt einfach wirklich besser war. Das ist das Problem am Leben, dass man kaum ist man geboren, bereits wieder beginnt zu sterben und langsam aber sicher dahinsiecht und immer mehr von dem Wissen, dem Mut, der Gelassenheit, der Emotion und so weiter verliert, mit dem man anfangs noch jeder Neigung nachging, jedes Neue erforschen wollte, jedes Symbol begreiffen, jede Äusserlichkeit mit Innerlichkeit anzufüllen, und umgekehrt - kurzum, es war alles besser, damals, für uns - aber das heisst nicht, dass es objektiv wirklich schlechter geworden wäre, nein, ich denke sogar, dass die Leute die heute so jung sind wie wir schon lang nicht mehr waren, die denken jedesmal "was labern die für einen Quatsch, ist doch geil! ist doch interessant! ist doch mehr!" - so wie wir das damals auch noch dachten, bevor die Arroganz der Erkenntnis unser Denken einhüllte, dass es ja doch kein mehr gibt im Leben, was zwar stimmen könnte, deswegen aber noch lange nicht wahr ist, denn Wahrheit liegt nicht in der Antwort, sondern in der Fähigkeit zu fragen.
Einzig der Sound - die Technik - die Kleidung - das Gelände, also sozusagen das Materielle an dem ganzen verwandelt sich im Laufe der Zeit, und lässt gleichzeitig aber auch wieder neues zu, so wie ja auch die Menschen immer wieder erneuert, erfrischt und verjüngert werden, ohne dass die Älteren ausgeschlossen würden, man mag sich über die Biertrinker wundern die irgendwo hocken statt sich mit LSD die Kannte zu geben, aber sie gehören dazu, während diese die da sitzen sich wundern, warum es immer noch Leute gibt, die das gleiche machen, wie sie vor 20 Jahren (oder so) und irgendwie ist das schön, denn es zeigt, dass trotz allem Wandel, und allem neuen, irgendwie eines doch gleich bleibt, das Gefühl irgendwo zu sein, wo es irgendwie anders ist - irgendwie gleich - und irgendwie auch nicht, weil es da noch Gnömlis, und Hexen, und Feen, und Engel und Teufel und Farben, Formen, Spinnweben, Om-Zeichen, Buddhas und was nicht noch alles gibt, einfach eine Märliwelt innerhalb der Welt, eine heile Welt, die gar nicht so heil ist, wenn man genauer hinsieht, was früher oder später zwangsläufig passieren wird, doch bis dahin, geniesst man die Fahrt und ist fröhlich, das überhaupt jemals gesehen zu haben, auch wenn es irgendwann zu einem früher wird, in dem es zerfliesst in Erinnerungen, sodass wenn ich von der Scarabäus II rede, der nächste denkt, das war bereits der Untergang, während andere mich anblicken und soooo gern auch da gewesen wären, weil sie schon so viel gehört hatten, dabei ist es gar nicht so lang her, egal aber wir waren da, und es war besser, weil es immer noch besser ist, wie morgen, und diese Rekonvaleszenz des Hin und her, Vergangen und Künftig kulmuniert in der Gegenwart, wird zu einem farbigen Regenbogen worin eines auch Platz hat, Om - nur ein Wort, sagen die einen, alles was es gibt, sagen die anderen, und jene die es tatsächlich wissen (sprich: den Link angeklickt haben, der oben gepostet wurde), die schweigen, weil es sie angurkt immer so lange Beiträge zu lesen.
Was ich damit sagen will: geniesst es doch einfach.
