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Verkommt das Mysticalforum zu einer Verschwörungs-Plattform?
Ja 56%  56%  [ 25 ]
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BeitragVerfasst: Mo 30. Mai 2016, 16:47 
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Ich finde das Leben gerade dann erträglich wenn ich erkenne wie unerträglich es ist. Und wie sie alle das gleiche empfinden, auch wenn sie interessanterweise so unterschiedlich mit dieser Erkenntnis umgehen, oder sie umgehen, zumindest versuchsweise. Wie schön ist die harte Wahrheit in Wahrheit gar zart, dass nämlich wir wirklich sind, sogar wirkend, aufeinander und ineinander. Und das gänzlich ohne jeglichen körperlichen oder nur schon physischen Kontakt. Gibt einem doch zu denken. Aber der... Der denkt vermutlich zu viel nach. Was okay ist, finde ich. Es gibt schlimmeres als zu viel nachdenken. Zu wenig zum Beispiel.

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BeitragVerfasst: Mo 30. Mai 2016, 17:25 
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Zitat:
so nur mit den einigen, die Symptome minimieren könnten, wenn sie hier überhaupt mitlesen würden.

oder selbständig mal Zeit fänden das Hirn wieder einzuschalten. Muss ja nicht alles vorgekaut und im Internet stehen. Ein minimaler Standard an Selbstreflektionsvermögen liesse schon den Schluss zu, dass der Genuss eine emotionale Regung der Befriedigung eines eigenen Bedürfnisses ist und nicht etwas existierendes da Draussen das es gäbe.
Und was Menschen so "geniessen" hat dann auch sehr viel mit psychologie zu tun. Wir haben das Wochenende im Süden genossen - na klar wenn Du dafür hin und zurück 4h im Stau stehst. -.-

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Verzweifle nicht an der Gewichtigkeit der Dinge,
neben Elefanten gibt's auch

SchMetteRlinge

(Harry Pegas)


Zuletzt geändert von Leuchtherz am Mo 30. Mai 2016, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo 30. Mai 2016, 17:30 
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wenigstens wisst ihr nicht, das wir im norden waren - ganz ohne stau 8-[

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BeitragVerfasst: Mo 30. Mai 2016, 20:16 
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eine der grössten Verschwörungen, deren spuren nicht an mir vorbeiziehen wollen, ist die folgende:

"Mammi, döffi es Glace ha?"
"Nei, du hesch geschter scho eis gha."
"Aber, Mammi, ich ha Luscht druf."
Und Achtung: Jetz fohts für mich a bränsläch wärde:
"Pappi, chasch du am Mammi säge, das i es Glace döff ha?"

Und das wiederholt sich im Fall stääääändig!

Bi all de andere Verschwörige hani immer wieder chönne meh oder weniger a öpis anders dänke, mich ablänke, und die verschwörige i mim nöchschte umfäld hend au nie würkli ufghört.

aber jetz 8-[

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BeitragVerfasst: Mo 30. Mai 2016, 22:02 
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Die Befriedigung eines eigenen Bedürfnisses ist Genuss.
Klingt irgendwie logisch.
Das da draussen, dessen es dazu Bedarf, ist also gar nicht das Draussen Seiende, sondern das eigene, in einem Seiende, das auf das Äussere gelegt wird.
So gesehen ist es gar nicht das wonach es bedarf, was den Genuss ergibt, sondern das Innere, welches es zu einem Genuss macht.
Da dieser Genuss im eigenen Wunsch (sehnen) erschaffen wird, ist es somit nicht relevant, ob das Äussere erreicht wird, weil davon unabhängig, der Genuss bereits eintritt, wann immer das Sehnen stattfindet.
Danach kann eine Abhängigkeit entstehen, weil Genuss diese Eigenschaft besitzt.
Die Sehnsucht ist also nichts weiter als ein Bedürfnis nach etwas Äusserem, was einen Genuss erschafft.
Insofern, als dass dieses Äussere aber gar nicht den Genuss erschafft, sondern, das Sehnen danach der Genuss ist,
kann dieses Äussere gar nicht erreicht werden, oder würde, wenn es erreicht würde, nicht länger den Genuss erschaffen,
weil dann kein Sehnen mehr stattfindet.
Es ist also nicht das Glacé, worum es geht, sondern es geht in erster Linie um den Wunsch nach dem Glacé,
der so stark werden kann, dass selbst das Mittel der Manipulation gerechtfertigt erscheint, um den Wunsch zu erfüllen.
Jedoch sehen wir, dass selbst die Wunscherfüllung kein probates Mittel gegen die Sehnsucht (Die Abhängigkeit danach etwas zu wollen) sein wird.
Entweder wird der Wunsch wiederholt.
Oder es werden neue Wünsche erschaffen.
Prinzipiell wäre es also am Aussen, auf derartige Manipulation nicht einzugehen, sie allenfalls zu benennen, und somit die Nicht-Erfüllung des Sehnens in den Raum zu stellen, worin dann auf einer neuen Ebene mit dem Wunsch umgegangen werden kann.
Der Wunsch wird so blossgestellt, als das Sehnen nach Genuss, der eine emotionale Reaktion aufgrund der Bedürfniserfüllung ist, die per se gar nicht zum Genuss führt, sondern nur eine Art antrainiertes Verhalten ist.
"ich bekam was ich wollte, also bin ich jetzt happy"
am nächsten Tag bin ich nicht mehr happy, also brauch ich ein neues Glacé.
Dieser Irrtum wiederholt sich so lange, wie sich Leute finden, die diese Manipulation mitmachen.
Trifft das Kind auf Widerstand, wird es "eingeschnappt".
Seine emotionale Reaktion äussert sich in Wut, oder Trauer, bezogen darauf, dass es einerseits an seiner Wunscherfüllung (sprich am Genuss) behindert wird, oder weil es denkt, dass es vom Genuss abhängig ist, der ihm nicht zusteht.
Würde das Kind erkennen, dass das Glacé bestenfalls unwichtig ist, schlimmstenfalls aber den Genuss zerstört, es zu wollen,
könnte es dieses Sehnen nach der Wunscherfüllung auflösen, und würde zu einer neuen Erkenntnis gelangen.
Genuss ist temporär und hat nichts mit der Auflösung einer Sehnsucht zu tun.
Genuss ist zudem dann zu geniessen, wenn er eintritt, und es bringt nichts, danach zu trachten.
Um Geniessen zu können, braucht es also keineswegs die Fähigkeit - auch nicht die Manipulationsfähigkeit - einen Wunsch zu erfüllen, sondern die Wahrnehmung, dass man Wünsche überhaupt hat.
Was dann genossen werden kann.
Also nicht die Erfüllung eines Bedürfnisses ist es, was Genuss ist, sondern die Fähigkeit zu erkennen, dass man Bedürfnisse hat.
Das Erfüllen eines Bedürfnisses führt zu nichts. Ein Bedürfnis weniger. Das nächste kommt bestimmt.
In solchen Fällen - also denen der Sehnsucht, mag es hilfreich sein, in sich zu gehen, und Fragen zu stellen.
Warum will ich das? Was löst der Wunsch danach in mir aus? Was geschieht, wenn es nicht erfüllt wird? Was würde passieren wenn es erfüllt wird? Und was würde es ändern (welchen Unterschied macht es) ?
Auf diese Weise kommen wir der Psychologie auf die Schliche. Wir erkennen unsere Rechtfertigungen, dessen, was wir als Genuss definieren - ja, definieren müssen, wenn es erfüllt ist - um uns selbst einzureden, dass es darum ging.
Was es gar nicht tat.
Es ging um den Moment. Der spätestens wenn ihr diesen Beitrag durchgelesen habt, vorbei ist. 2,5 Minuten sind relativ wenig.
Es ging aber vor allem darum, dass es überhaupt um was ging.
Das Umgekehrte wäre, zu sagen, dass es um nichts geht. Was aber letztlich eine Art Zerstörung dessen ist, was gemeinhin als Wunder des Daseins erachtet wird.
Es geht gewissermassen um Alles.
Insbesondere aber eben Auch um das, was nur ein Bedürfnis ist, sogar und explizit, wenn es nicht erfüllt wird.

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BeitragVerfasst: Di 31. Mai 2016, 04:41 
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die Menschheit scheint die einzige Spezies auf dem Planeten zu sein, welche noch nicht begriffen hat, dass der Sinn des Lebens nicht im Fressen und gefressen werden tieft, sondern im Genuss :-D

Voll das Dogma, hey /happy

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BeitragVerfasst: Di 31. Mai 2016, 05:29 
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Das habe ich anders verstanden. Wenn Du damit sagen willst, dass nicht das Fressen im Mittelpunkt steht, sondern die Fähigkeit den Wunsch nach Nahrung wahrzunehmen und gewissermassen zu ehren, jo. Aber nicht um des Genusses willen. Sondern einfach so.

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BeitragVerfasst: Di 31. Mai 2016, 06:07 
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ja, also ich versuche mein essen mit genuss zu verzehren, was manchmal gar nicht so einfach ist, weil irgendjemand so kurze Mittagspausen eingeführt hatte - noch lange bevor ich mich dagegen aufmüpfen konnte. es waren bestimmt nicht die illuminaten :-"

ausserdem ist fleisch ein genuss, obwohl die meisten Piranha-arten eigentlich vergetarisch dahinvegetieren 8-[

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BeitragVerfasst: Di 31. Mai 2016, 20:30 
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Bären sind auch Vegetarier (meistens), aber werden trotzdem abgeknallt.
Wusstest Du eigentlich, dass Fische (also die im Meer) eine Art Schutzschicht haben, weswegen wir Menschen, die wir so eine Art Säure absondern, sie nicht anfassen sollten, denn das zerstört diese Schutzschicht, was dazu führt, dass sie sterben?
Ich wusste es auch nicht, bevor ich es irgendwo las.
Tja, unser Gesetz sagt ja, dass niemand davor geschützt ist, nicht zu wissen, was das Gesetz ist - doch wer schützt dann denn eigentlich jene, oder das, was tatsächlich darunter leidet, was wir tun? Das Gesetz leidet wohl eher nicht darunter.
Am liebsten würde ich all diesen Regelkonformen Menschen einfach - nur für einen Tag oder so - einmal zu spüren geben, wie ihre Sicherheitsbemühungen sich anfühlen, einen Tag an dem sie all das erleiden, was sie erschaffen.
Einfach mal so. Just for the sake of Sadism.
Zwei Tage später hätten sie's eh vergessen. Und täten, was sie immer tun: Leid erschaffen, weil sie glauben das sei gut für alle.
Never trust a good man.
Ich glaube Rechtschaffen-Böse ist mir lieber als Rechtschaffen-Gut. Aber mir ist Chaotisch-Gut lieber als Chaotisch-Böse.
Wahrscheinlich hab ich einfach issues.
Wahrscheinlich bin ich damit nicht allein.
Einsamkeit ist eine Illusion.

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BeitragVerfasst: Mi 1. Jun 2016, 04:38 
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ich seh das nicht so eng. manchmal bin ich böse, und das ist gut, manchmal gut, und das ist böse, dann auch mal böse, und das ist böse, und dann gut, und dann ist gut. und manchmal erkenne ich einiges später, das ich etwas, was ich irgendwann als gut empfand, sich als böse entpuppte - und umgekehrt und sowieso.

also diese Unterteilung, ich hätte etwas böses oder gutes getan, ist irgendwie nicht des herzens letzer schluss.

das mit den fischen wusst ich nicht, also danke. hoffentlich komme ich nie auf die Idee, sie barhändig im Meer anfassen zu wollen. das wäre gutböse :-s

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BeitragVerfasst: Mi 1. Jun 2016, 07:01 
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Das (mittlerer Abschnitt) ist so.
Die Taten sind oftmals beides.
Nichts tun, wäre zwar ein Ausweg aus dem dualen Dilemma, nur passiert dann nix mehr. (wenn das alle machen)
Somit bleibt nur das Wagnis, auch mal böses zu tun und gutes meinen, oder diese Unterteilung nicht so eng zu sehen.
Es ist möglich, das alles letztlich eine "gute" Wirkung hat, nur sehen wir die mangels omniszenz nicht immer.
Oder fühlen es nicht so.
Es stellt sich somit Fragen, auf die es keine Antwort gibt.
Lassen wir sie im Raum stehen. Da haben sie es wenigstens warm.

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