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BeitragVerfasst: Mi 7. Aug 2013, 06:34 
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Vorwort
Dieser Text ist ganz spontan und in einer Verarbeitungsphase entstanden. Ich war gerade dabei, für
das nächste Festival, das Summer Never Ends in Rona zu packen. Ich spürte, dass ich innerlich
noch nicht frei bin und es zog mich an die Tastatur.
Der Bericht an sich ist nicht vollständig und wird dem Festival natürlich nicht gerecht. Es befinden
sich darum noch ein paar Hinweise im Nachwort.

Es ist noch früh
Es ist vier Uhr nachts. In einem einfachen Hotel in Salzburg erwacht der Zigeuner. Ihm ist kalt, also
steht er auf und schliesst das Fenster. Ein paar Worte des Zürchers machen klar, dass auch dieser
wach ist.
Eigentlich ist es noch zu früh um aufzustehen. Die nächsten fünf Minuten zeigen aber klar, dass die
Aufregung alles überwiegt, und das Z&Z Team nicht mehr schlafen kann. So erhoben sich die
Beiden, machten sich bereit und verliessen auf leisen Füssen das Hotel.
Ungarische Autobahnen sind in dieser Region ziemlich gut in Form. Richtige Rennbahnen,
verglichen mit den mit Schlaglöchern übersäten Landstrassen. In der Region vor Szanda, dem
Zielort von Zürcher und Zigeuner werden die Häuser älter und einfacher, die Strassen noch ein
etwas schlechter, aber gut zu handeln.
Immer schön den orangen „SUN Festival“ Schildern nach. Immer schön weiter, bis plötzlich die
Polizei vor uns steht. Die Ungarischen Ordnungshüter wirken etwas schlecht organisiert und noch
nicht fertig eingerichtet. Wir sind ziemlich früh dran, das Festival beginnt ja erst morgen abend.
Erstaunlich, dass am Vortag zur Mittagszeit überhaupt schon jemand kontrolliert. Nein, erstaunlich,
dass grundsätzlich jemand unseren Ausweis sehen will, uns aussteigen lässt, einen Hund zu
unserem Auto führt und von uns verlangt, dass wir den Kofferraum auf machen.
Nun gut, wirklich ernst scheinen es die Polizisten nicht zu meinen. Man lässt uns weiter fahren und
wir kommen auf einem Parkplatz vor dem Ticket-Container zu stehen.
Während wir warten steigt das Thermometer bereits deutlich über 30°, und der Zigeuner macht sich
wieder einmal Gedanken über die Temperatur. Schliesslich weiss er aus Erfahrung, dass er eher
nordischer Abstammung ist. Aber mal Locker bleiben, die Orgs sind ja ein Teil des ehemaligen
OZORA Oks, und die Webseite sieht ja sehr waldig verwachsen und freundlich aus. Das tapfere
Zigeunerlein verwirft den Gedanken und freut sich sein Zelt zwischen ein paar Bäumen aufzustellen
und natürlich auch auf ein kühles Getränk.

Heringe, Planen und Schnur
Zürcher wie Zigeuner sind sehr gesellige Wesen. So schliesst man sich gerne einer Gruppe
bekannter an. Die Wegbeschreibung führt uns auf einen von der Sonne hart gebrannten Acker. Nein,
diesen Zeltplatz nehmen wir nicht. Viel zu heiss, zu viel UV strahlen, und überhaupt zu laut, da der
Main Floor von hier aus sichtbar ist. Und dann ist der Boden auch noch schief.
Ein Blick auf die Karte des Festivals fällt ziemlich ernüchternd aus. Schattenplätze gibts wohl
keine; oder sagen wir mal bereits keine Mehr. Und einen ruhigeren Platz wird sich auch nicht zu
finden sein. Die Tanzflächen stehen in einer Linie den hart gebrannten Campingplatz gegenüber.
Die Hoffnung, dass die Lautsprecher in die andere Richtung zeigen sollte aber erst etwas mehr als
einen Tag später zerschlagen werden.
Das Camp in dem sich meine Zigeunerwenigkeit und der Zürcher angeschlossen hat wächst und
wächst. Wir haben ziemlich viel Material, was sich später noch als sehr hilfreich erweisen sollte.
Schon beim Aufbauen wird ziemlich klar, dass Schattenspender ziemlich wertvoll sind.

Wir treten ein
Etliche Schweisstropfen später und von der Aufregung, dem eher knappen Schlaf, der langen Fahrt
und der ersten Dosis Sonne etwas strapaziert macht sich unser Z&Z Team auf Nahrungssuche.
Auf dem Festivalgelände ist noch nicht viel los, aber die Meisten Shops haben schon geöffnet. Wie
gut ein Stück Pizza doch sein kann.
Als Zigeuner kommt man ja viel umher. Trotzdem ist es erstaunlich, wie viele Menschen man trifft,
sowie man das geschätzte Heimatland verlässt. Das halbe Zigeunerland scheint an dieses Festival
angereist zu sein, und so bleiben wir hier und da stehen und plaudern ein wenig.
Bis die Sonne unter geht bleibt es nahezu unverändert heiss. Dann folgt innert einer Stunde ein
Temperatursturz von ca 20 Grad. Etwas beeindruckt stelle ich fest, dass ich kommende Nacht
unbedingt auch meinen dicken Zigeunerpelz und nicht nur das Sweatshirt brauche. Das ist aber
eigentlich auch egal, schliesslich wollen wir heute Nacht sowieso schlafen, und das tun auch.

Der Hahn kräht
Der Zürcher steht noch ein bisschen mehr zerknittert auf als ich. Gefühlt habe er nicht geschlafen,
sei aber wohl einfach sehr oft aufgewacht. Zigeuner sind sich offenbar eher an schlafen unter
aussergewöhnlichen Bedingungen gewohnt. Dafür bemerke ich bereits jetzt eine Verspannung an
meiner rechten Schulter. Was ich noch nicht weiss, sie wird mich bis zum Schreiben dieser Zeilen
begleiten.
Länger als bis um sieben Uhr morgens lässt sich auf keinen Fall im Zelt schlafen. Wir machen uns
auf zum Festgelände und schmieden Pläne, wie wir wann zu unserem Schlaf kommen. Im Zelt,
dann im Schatten des Campers vor uns, dann im Wald.
Bei Frühstück und Kaffee werfe ich einen Blick auf die Time Table. Schnell erkenne ich, dass
meine Tanznächchte wohl die letzten zwei sein dürften. Und mit dieser Einsicht kommt zum ersten
Mal der Gedanke, dass es einen bestimmten Grund hat, warum die Orgs keine Time Table im
Voraus veröffentlichen. Man wird durch einen Act angezogen, muss aber alle Tage auf dem Gelände
sein, da man ja nicht weiss wann der Favorit spielt. Natürlich, man kann auch wieder gehen, aber
wer macht das schon.

Der Insider
Wir lassen den Tag schleifen. Alle scheinen das zu tun. Hin und wieder kommen Menschen auf
unseren Zeltplatz, die nach Drogen fragen. Scheint als hätte die Polizei am Eingang die Dealer ganz
schön verängstigt. Nur ganz wenige kommen und bieten uns LSD oder MDMA an, wir lehnen
dankend ab.
An dieser Stelle möchte ich auch den DJ in unserem Camp erwähnen. Der DJ ist ein etwas betagter
Goaner. Betagt, aber noch recht gut im Schuss und ziemlich locker. Ausserdem hat er eine
Schwäche für gute Hanfprodukte. Da diese zum aktuelle Zeitpunkt auf dem Gelände nur sehr
schwer zu beschaffen sind, fragt er jeden Dealer der zu uns kommt „do you have Jaras?“.
Dieses Spiel zieht sich auch den folgenden Tag noch hin, als die Dealer etwas mutiger werden und
dieser Satz des DJ brennt sich auf lustige Art in meinem Kopf ein.
Für meine Zigeuner-Ohren klingt das wenn auch sehr freundlich ausformuliert etwa so „Du Hobby-
Dealer, komm wieder wenn du was schlaues zu rauchen hast“. Aber das ist vermutlich nur für das
ZZ Team lustig. Ich glaube man nennt so was einen Insider.

Party Time
Die ganze Party läuft etwas schleppend. Party kann man ja noch nicht sagen, es läuft noch keine
Musik. Aber auch als dies mit Wenig Verspätung um ca 19.30 beginnt rollt die ganze Sache nur mit
angezogener Handbremse. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie die Drogen die Party prägen.
Auf einen anderen Schluss kommt mein Zigeunerhirn nicht, da die bisher erlebten Festivals eher
mit einem Ruck begonnen haben; mindestens verglichen mit diesem hier.
Da uns die Musik nicht passt, verbringen wir auch diese Nacht im Zelt. Als ich nach dem Aufstehen
die Worte Lärm und Dark höre frage ich mich, ob Zigeuner wohl schlechte Ohren haben. Da kam
auch schon die Erinnerung... man hört tatsächlich mehrere Floors gleichzeitig und auch ich bin
deswegen mehrmals aufgewacht. Nur bin ich offenbar mit einem sehr guten Schlaf gesegnet.
Das Problem ist nur folgendes: Schläft man bei so einem Lärm erholt sich zwar der Körper, aber ein
Teil im Menschen kommt nicht zur Ruhe. Ich weiss nicht ob der Krach und das Durcheinander das
Hirn über die Ohren in Alarmbereitschaft halten. Jedenfalls fühlen wir uns bereits am ersten
Festival Morgen alles andere als ausgeruht.
Im Falle des Zürchers ist das auch gut verständlich, das war ja auch die Zweite Nacht in der er
gefühlt etwa eine Stunde geschlafen hat.
Wir würden uns ja nicht Z&Z nennen, wenn wir nicht auf alles vorbereitet wären. Da der Zürcher
kaum geschlafen hat und ich bereits wieder fast den Hitzetod sterbe, packen wir die Hängematten
ein und gehen ein Stück weit in den Wald hinter den Dance Floors. Dieser Teil des Festivalgeländes
ist nicht mit dem Auto zu erreichen, so gehörte er an sich nicht mehr richtig dazu, und es befinden
sich nur wenige Zelte hier.
Hinter dem HauptFfloor hört man immer noch recht laut Musik, aber man ist im Schatten und kann
mindestens Ansatzweise regenerieren. Und zu unserer Freude ziehen am Himmel Wolken auf.
So machen wir uns zur Mittagszeit auf, gedeckt durch den Sonnenhut der Natur (Wolken) begeben
wir uns auf die Tanzfläche und treffen bald auf Freunde. Ein Ticon Retro Set knallt mich zwar nicht
mehr aus den Socken, aber es ist doch hübsch anzuhören. Seit Monaten fliegt mein Devilstick
wieder einmal durch die Luft, und als der Wechsel zu Emok kommt werden meine Bewegungen
sogar wieder annähernd synchron mit dem Stab und die Sache wird etwas geschmeidig. Nur wird
mir bei der Musik allmählich langweilig und ich fühle mich müde. Da Zigeuner bekanntlich immer
ein Ass im Ärmel haben, begebe ich mich zurück zum Camp und lege mich auf meine Luftmatratze.
Eine knappe Stunde später taucht auch der Zürcher auf.
Diese Nacht teilen sich die Pläne von Zürcher und Zigeuner ein wenig. Währen der Zürcher bereits
etwas auf die Tube drückt und sich ein bisschen Schlagseite einfängt, halte ich mich bewusst
zurück. Ich stelle den Wecker auf 6 Uhr in der Früh, in der Absicht Subconcious Mind zu
geniessen.
Die Musik beflügelt uns an diesem Abend nicht, aber Z&Z sind sonst auf dem Festival unterwegs,
der Zigeuner zwar sehr nüchtern verglichen mit dem Zürcher, aber da Zigeunerlein ja seine Kräfte
schonen will, und Zürcher sonst nicht zum Tanzen ist, passt die Sache gut.
An diesem Abend treffen wir im Healing Gardan auf Catherine. Eine Goanerin die mit ihrer 3
jährigen Tochter am Festival ist. Wir diskutieren ein bisschen über 2012, globales Bewusstsein und
Spiritualität. Und es gelingt mir sogar einigermassen diskret zu sein, wenn ich komplett anderer
Ansicht bin.
Was wir noch nicht wissen, als Töchterlein Ronja eingeschlafen ist und wir Catherine mit dem
Kinderwagen die Treppe runter helfen ist, dass sich unsere Wege noch drei Mal kreuzen werden. Es
ist schon lustig, da sind so viele Menschen auf den Platz, die ich von meinen Zigeunerzügen her
kenne, und ich treffe alle am ersten Tag einmal. C&R sollen aber gleich mehrmals auf Z&Z treffen.

Auf und in der Luft
Auf einer Trekkingmatte die allmählich an Luft verliert und auf schiefen Untergrund liegt, mit einer
Mischung aus Acid Trance (Space Tribe), Chillout Musik und Wecker zu erwachen ist schon ein
bisschen sonderbar. Ich drücke sicher an die fünf mal auf schlummern, ehe ich wirklich aufstehen
kann. Zum Glück hat die Musik wieder einmal Verspätung, sonst wäre ich zu Spät gekommen.
Mein Aufstehen soll sich gelohnt haben. Subconcious Mind ist mittlerweile zwar viel
melancholischer geworden. Die wirklich heiteren Sachen sind aus dem Set gestrichen. Für mich ist
es aber das erste Set, das eine komplette Linie Hat, und der erste Act der Songs und nicht nur Tracks
spielt. Wie schön, dass auch gleich zum Abschluss des Sets der Zürcher auf die Bildfläche kommt,
und wir zusammen weiter können.
An diesem Tag wäre vermutlich auch wieder Musik gespielt worden, die mein Zigeunerherz
beflügelt hätte. Zen Mechanics, und Perfect Stranger. Vielleicht auch Shane Gobi vor den beiden.
Nur kann ich bei Temperaturen um die 35° und der Mittagssonne nicht unter freiem Himmel tanzen.
Der Zürcher hat wieder keine gute Nacht hinter sich, und so beschliessen wir diesmal etwas weiter
in den Wald zu gehen und die Hängematten an einem anderen Ort aufzuspannen. Hier schlafen wir
auch zum ersten Mal in den Matten am Festival.
Auch wenn ich unter diesen Umständen keine Alternative zum Schlafen in der Hängematte sehe,
kann ich es nicht wirklich empfehlen. Mein Hauptproblem war, dass der Kopf und das Kreuz
abgestützt ist, der Nacken aber eher frei schwebt. Das gibt Verspannungen neben der
Brustwirbelsäule. Die schiefe Kopfhaltung die man einnimmt macht das noch etwas schlimmer.
Dass die Schultern nach vorne gebogen werden, hat auf Dauer eine unangenehme Verkürzung der
Brustmuskeln zur folge. Aber lieber Verspannungen als gar kein Schlaf.
Um 15.30 endet das Programm der zweiten Nacht. Verabschieden wir uns von unserem Ruheplatz
und gehen essen, dann zum Camp zurück.
In mir bereitet sich eine gewisse Enttäuschung aus. Ich bin schon ziemlich lange da, habe noch
nichts wirklich nennenswertes erlebt und bin aber schon ziemlich fertig. Meinen treuen Begleiter
geht es ähnlich; da es aber sein erstes, internationales Festival ist, sieht er das ein bisschen
gelassener. Oder er ist einfach gelassener, Zürcher sind möglicherweise so ;-)

Tanzbein, Regenbogen und Gewitter
Das Set von BLT am Abend klingt ziemlich viel Versprechend. Ein zweites Musikprojekt von
Perfect Stranger. Also jetzt oder nie. Ob wohl schon ordentlich angeschlagen machen wir uns parat
und stehen pünktlich auf der Tanzfläche.
An dieser Stelle soll erwähnt sein, dass die Musik von BLT und seinen Kollegen genau das ist,
warum ich überhaupt an Festivals gehe. So was habe ich noch nie gehört. Das klingt gleichzeitig
absolut cool, lässig, locker, verspielt und obendrein noch abwechslungsreich.
Nach 1.5 Stunden Tanzen ist aber dann ziemlich die Luft raus. Tanzen hätte ich den normalerweise
nicht gesagt. Aber unter gegebenen Umständen war halt mehr der Geist als der Körper am Tanzen.
Das war aber nicht so wichtig, denn auf der Tanzfläche war ein ziemlich guter Groov, alle eher
ruhig aber sehr lebendig und zufrieden.
Der Zürcher und ich haben uns dann ziemlich oft ab zwei Geschwister amüsiert. Sie waren wohl die
einzigen die sich mit Speed aufgepumpt hatten. Mit ihrem nervösen Tanzstil fielen sie ziemlich aus
der Reihe. Eigentlich ein Störfaktor, aber zu dieser Zeit war die Stresstoleranz wohl schon so hoch,
dass es ganz einfach lustig war.
Nach BLT brauchten wir wie gesagt mal eine kurze Pause. Ovnimoon, der Folgeact von BLT war
deutlich schneller und tief psychedelisch. Eigentlich gefällt mir diese Musik, aber unter diesen
Umständen war es doch etwas zu viel für mich. So prüften wir die Musik auf dem Chill Out und
wurden belohnt.
Simon Baring trägt sein Haar zerzaust und kann fast nicht ruhig hinter dem DJ Pult stehen. Kein
Wunder, dass er es mit einem geschickten Beateinsatz geschafft hat, dass praktisch der halbe Chill
Out Floor aufgestanden ist und zu Tanzen anfing. Welch eine Ohrenweide.. wären meine Ohren nur
nicht so übermüdet gewesen.
Da ich das psychedelische Geblinke auf dem Main Floor nochmals erleben wollte, und auch ein Ohr
von Killerwatts nehmen wollte, gingen wir nochmals zurück. Die Musik erschien mir allerdings
vergleichsweise langweilig; alles Klänge von gestern. Und wir wurden nun auch langsam wirklich
müde.
So schlossen wir die Runde mit einem ruhigen Aufenthalt im nun fast leeren Healing Garden ab.
Trotz der Kälte sind wir sogar eingeschlafen. Das erwachen war etwas böse, da wir fast
steifgefrohren waren. Wir waren uns schnell einig, dass wir noch etwa einen Stunde Schlaf im Zelt
vertragen könnten, bevor die Sonne aufgeht.
Ich fühle ich wirklich müde und ausgepumpt als wir zum Zelt zurück laufen. Und die
Verspannungen werden allmählich wirklich unangenehm. Meine Ohren scheinen zu dröhnen vom
stetig anhaltenden Krach und dem Gemisch aus Klängen. Ich wünsche mir vor allem eines: bequem
bei mässigen Temperaturen liegen und alle Geräusche abschalten; aber das geht hier leider alles
nicht. Ich beginne mit dem Gedanken einer vorzeitigen Abreise zu spielen. Das Gespräch mit dem
Zürcher zeigt, dass er ähnliche Gedanken hat. Wir verwerfen das ganze aber wieder und sagen uns,
dass wir entscheiden wenn wir uns ausgeruht haben. Schliesslich konnten wir am Ruhigen Platz im
Wald auch wieder Kraft tanken und abends dann das Tanzbein schwingen. Und man ist ja nicht alle
Tage hier. Also zurück zum Zelt und ausruhen.
DAS GIBTS DOCH NICHT! JETZT HABE ICH AUCH NOCH MEIN ZELT OFFEN
GELASSEN.
Vielleicht untypisch für einen Zigeuner bin ich hier sehr konsequent. Ich mag keine Insekten und
Schnecken in meinem Zelt, also schliesse ich es immer, auch wenn ich nur kurz die Zahnbürste aus
dem Zelt nehme. Der Moment als ich sah, dass der Reissverschluss halb offen stand, ärgerte mich
wirklich. Ich ärgerte mich, weil ich nun in diesem abgekämpften Zustand nicht nur im Lärm und
unbequem liegen soll, sondern vielleicht auch noch den Schlafsack mit einem Käfer oder einer
Spinne teilen soll.
Na gut, geschehen ist geschehen, dann mal das Zelt auf machen und.... wieso liegt mein dreckiges
Hemd vor mir? Und warum ist die Matte so schief? Die Gedanken überschlagen sich, bestimmt
später als sonst wird mir klar, dass jemand in meinem Zelt war.
Dass dieser Jemand nach etwas wertvollem Gesucht hat, liegt auf der Hand, so wunderte es mich
auch nicht, dass meine extra für das SUN gekaufte Kamera weg war. Dies war besonders ärgerlich,
da dies die ersten Stunden war, in der die Kamera nicht im Auto eingeschlossen, sondern
unbeaufsichtigt im Zelt war. Aber auch dieser Ärger wäre eigentlich gut zu verkraften gewesen. Was
mich wirklich heftig quälte war der Gedanke, dass irgend jemand meine Sachen durchsucht hatte.
Dass vermutlich irgend eine Goa-Junkey, der Kein Geld mehr für Drogen hatte meine persönlichen
Sachen wie meinen Schlafsack mit seinen womöglich beliebig dreckigen Fingern angefasst hat. Ich
verstehe jetzt, dass es Menschen gibt, die nach einem Einbruch Betreuung brauchen. Die eigenen
Sachen sind sehr intim, besonders die Schlafsachen und andere Dinge. Bricht jemand ein und fasst
das einfach so an, so ist das in etwa wie wenn einem jemand zwischen die Beine greift. Etwas das
er einfach nicht tun darf.
Die Tatsache, dass ich bestohlen wurde musste ich natürlich unbedingt dem Zürcher sagen, der
mittlerweile schon fast im Zelt war. Sofort entdeckte er, dass unser Materialzelt ebenfalls offen
stand. Und wen wundert es, auch seine Kamera die darin war wurde entwendet.
Ihn trifft dies etwas weniger, da die Kamera alt war und eben nur das Materialzelt und nicht seine
persönlichen Sachen durchsucht wurden. Aber ich wage zu behaupten, dass der Vorfall auch in ihm
seinen Spuren hinterliess.
In mir wurde nun das Gefühl „weg von diesem Ort“ immer stärker. Natürlich rannten die Worte des
Zürchers „erst einmal abzuwarten und nach einer Ruhephase zu entscheiden“ bei mir offene Türen
ein. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich so kaputt und mit diesem Negativerlebnis noch
eine Nacht auf diesem Gelände geniessen könnte. So tranken wir einen Tee um uns zu beruhigen,
sagten der Nachbarschaft was passiert war und brachen dann erneut mit den Hängematten im
Gepäck auf.

Hippies, Ökonomie und Werbung
An dieser Stelle möchte noch eine Enttäuschung beschreiben, die sich Stück um Stück in mir
aufgebaut hat, und die mit diesem Vorfall ihre Krönung fand.
Es gibt Menschen die sagen, dass man sich von allen Erwartungen lösen, und in dem was gerade ist
leben müsse. Auch wenn mir das ein schöner Ansatz scheint, so ist es für mich doch normal, dass
der Mensch immer etwas erwartet.
Auf Grund der Webseite hatte ich etwas ziemlich anderes erwartet, als ich auf dem Platz vorfand.
Die Webseite wirkte auf mich sehr sanft, nahezu naturverbunden und dadurch für meinen
Geschmack schon fast etwas zu grün. Ich habe mich dadurch auf einen gewissen Rahmen
eingestellt, der mir ein Festivalerlebnis ermöglichen könnte, das mich freuen würde.
Auch wenn das SUN an sich gut und mit viel Herzblut gemacht war, so war das doch ziemlich
anders. Kein Schatten und die Boxen alle zum Zeltplatz gedreht. Das ist für mich doch eher ein
Raubbau als wohliges zusammen feiern. Diejenigen die an den Bars arbeiteten waren nicht
ausgebildet, vielleicht hatten sie auch zu wenig Ablösung. Jedenfalls lief das Geschäft sehr
schleppend, sodass man für eine Wasserflasche recht lang in der Brütenden Hitze anstehen musste.
Ich verzichte bewusst, diese Liste weiter zu führen. Aber in mir entstand ein Paket aus
Enttäuschung. Eine Enttäuschung im Sinne des Wortes, denn ich fühlte mich durch die Webseite,
den Bildern, den Texten und den Forenbeiträgen wirklich getäuscht.
Vielleicht wäre es für mich ein Bisschen anders gewesen, könnte ich besser mit Hitze und Sonne
umgehen. Ich schätze, dass aber auch dann noch genug übrig geblieben wäre, um mit gemischten
Gefühlen vom Platz zu gehen.
Ich unterstelle hier den Organisatoren einfach, dass sie sich den gleichen Tricks bedienen wie alle
anderen Unternehmen. Sie verkaufen ihre Sache grösser als sie wirklich ist, indem sie in der
Werbung gezielt gewisse Züge hervorheben und die Nachteile verschweigen.
Eine Szene die in der Regel über den Kapitalismus und die Bonzen, sowie die grossen Konzerne
lästert, sollte das nicht tun. Sie werden ganz einfach unglaubwürdig.
Das alles ist meine Persönliche Enttäuschung, die letztendlich auch noch ihren beschriebenen
Höhepunkt fand. Dass das OK komplett unschuldig am Raub ist, ist mir klar. Aber auch in einen
stark rational veranlagten Menschen mischen sich die Gefühle, und so passte der Moment ganz
einfach, wenn auch auf negative Weise.

Erholung
Diesmal wollten wir uns besser ausruhen, auch wenn es halt wieder in der Hängematte sein sollte.
So stapften wir den am Hügel gelegenen Wald hoch, durch Dornenbüsche und dürre Bäume, bis
wieder ein weg kam. Der Zürcher hatte einen guten Instinkt und fand in einer Senke einen Platz, an
dem wirklich nichts mehr von der Musik zu hören war. Kaum hatten wir den ersten Knoten fest
gezogen, begannen uns Insekten zu umkreisen. Man beachtet das in so einen Moment nicht allzu
stark. Insekten gibt es überall. Als es nach dem Aufhängen aber nicht aufhörte, fragten wir uns was
wohl für Insekten seien, die sich so für uns interessierten. Sie entpuppten sich als Bremsen, der
Grösse nach sogar Rossbremsen. Das DEET, das wir gegen die Zecken an die Beine sprühten,
mochte sie etwas verwirrt haben, sodass sie nicht gleich zum Angriff über gingen. Wir dachten uns
aber, dass sie uns kriegen würden, sowie wir still da liegen würden, und so brachen wir unser
bereits lieb gewonnenen Lager wieder ab und gingen zurück an den Platz, an dem wir vorher schon
wieder waren. In den Menschen werden vermutlich die anderen, die kein Insektenspray verwenden,
zuerst gestochen.
Zwei Stunden Schlaf in der Hängematte machten den Geist zwar klarer, mein Rücken dankte es mir
aber ganz und gar nicht. Ein weiterer Fakt der mich weg von diesem Platz, an einen Ort an dem ich
mich erholen könnte, zog. Dem Zürcher ging das offenbar ähnlich.

Abflug
Bei der brütenden Hitze hatte ich zweifel, ob ich wirklich fähig wäre, meine Sachen zu packen.
Anfangs hatte ich auch sehr grosse Mühe und musste mehrmals im Schatten von Valentins Camper
Pause machen. Es ging aber je länger umso besser, ständig ein feuchtes Tuch über die Schultern
gehängt. Und plötzlich war unser gesamtes Gepäck im Auto verstaut.
Der Zürcher erklärte sich bereit, das erste Stück zu fahren. Unser Plan war sowieso, uns im nächste
besten Hotel gründlich zu waschen uns auszuschlafen. Welch ein Segen sind Navis, die einem zu
einem nahe gelegenen Hotel führen können.
Und was für ein Hotel... Teleki-Degenfled ist ein Vierstern-wellness Hotel im Schloss -stil. Etwas
alt ist es, und hie und das bröckelt der Putz ein wenig. Aber in so einem Zustand ist es ganz einfach
das Paradies.
Nach einer sehr ausführlichen Dusche und einem Abendessen schlief ich vermutlich in Rekordzeit
ein. Ich erwachte einmal weil ich auf Toilette musste, aber auch das hatte ich vergessen, als ich nach
11 Stunden erwachte.
Der Zürcher wurde gleich nach dem Aufstehen vom Durchfall geplagt, mir ging es den Umständen
entsprechend gut.
Ich weiss noch nicht wieso, aber aus mir unerklärlichen Gründen war ich an diesem Tag soweit fit,
dass ich die ganze Strecke, 100km nördlich von Budapest bis nach Hause fahren konnte. Vermutlich
zog es mich einfach ziemlich stark nach Hause. Dem Zürcher ging es vielleicht ähnlich, aber da
schon etwas angeschlagen war, konnte er nicht fahren. So hätte er sicher auch eine weitere
Übernachtung hingenommen.
Das war am 28. Juli 2013. Die Erschöpfung schlug bei mir am 29. Juli so richtig ein. Ich fühle mich
jetzt, am 31. Juli immer noch zwischen zerschlagen, erschöpft und krank. Es ging jeden Tag besser,
aber ich erhole mich nur langsam.
Ich kann noch nicht recht sagen, ob das SUN nun gut oder nicht gut war. Aber eines ist mir ziemlich
klar: Für ich war es ganz einfach hart.

Nachwort
Einige teils erlebte und teils objektive Aspekte kommen in diesem Text nicht vor. An erster Stelle
wäre da das Partyvolk. Mal davon abgesehen, dass mich ein Element dieser Gesellschaft mit
Einbruch und Diebstahl verletzt hat, waren die Menschen am SUN sehr interessant und angenehm.
Ich nahm sie als sehr echt wahr. An Partys in der Schweiz sind halt viele Menschen, die aus Mangel
an Alternativen an eine Goa gehen, oder einfach um mal etwas Abwechslung zu haben und sich
mittels Drogen ins Geistige Jenseits zu schiessen.
Ebenso war die internationale multikulti Atmosphäre ein Genuss. Manchmal war es ganz einfach
schön, die verschiedenen alternativen Menschen aus den vielen Ländern zu beobachten. Oft erkennt
man die eigene Art am Kontrast zu den Mitbesuchern, ohne sich von diesen getrennt zu fühlen.
Das Festival an sich ist ebenfalls erwähnenswert. Das S.U.N. fand zum ersten Mal statt und aller
Anfang ist schwer. Auch wenn das in meinem Bericht nicht zum Vorschein kommt, ich habe grosses
Verständnis dafür, dass das eine oder andere nicht ganz klappt. Letztendlich ist es ganz einfach
gigantisch, was das OK aus dem Boden gestampft hat. Und dass der Juli 2013 nicht nur heiss,
sondern aussergewöhnlich heiss war, ist höhere Gewalt.
Man lernt immer dazu, und so würde ich ein nächstes Mal anders ans S.U.N. reisen. Aber wie dieser
Satz schon einschliesst, unter Umständen würde ich wieder gehen. Dass ich dass mittlerweile, am 6.
August so sehe, hat sicher auch damit zu tun, dass ein weiteres Festival zwischen dem heutigen Tag
und dem S.U.N. liegt, und dieses ein voller Erfolg war. Aber so ist das Leben eben; manches wird in
Kombination mit etwas anderem gut. Darum soll man immer wieder aufbrechen und ausprobieren.

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BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2013, 10:05 
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danke engineer für deine ausführlichen bericht O:)
wir sind uns wohl ein paar mal begegnet, wenn auch unwissend, wie wir aussehen.
ich habe das sun als eine art grenzerfahrung erlebt, seine grenzen überschreiten des ertragbaren.
staub, hitze und oft keine abkühlung durch wasser erschwerte einem schon das leben und da ich ein gutes körpergefühl habe, konnte ich selten mehr als 2 stunden am stück auf dem sonnigen dancefloor sein. am letzten tag als die sonne gnadenlos auf den floor brennte, dachte ich echt, jetzt kolabier ich bald. ich musste dann schnell in den wald und verweilte dort 2 stunden, bis atmos den schluss machte.

zum guten glück waren einige freunde bereits am sonntag dort und sie fanden oben im wald eine lichtung und wir richteten unser camp dort ein. wir hatten schatten bis 11.00 uhr und am abend war es dort oben im wald einige grad wärmer als unten. mit ohrstöpsel konnte ich auch ohne boom boom schlafen und mich einigermassen gut erholen in der nacht.

mir fehlte oft "die höhepunkte" am festival. das opening war lasch und dies schleppte sich irgendwie durchs ganze festival. musikalisch kam ich überhaupt nicht auf meine kosten, nur bei ticon, vibrasphere, atmos (again the drums don't stop O:) )und simon baring.

wir gingen eine nacht mit unserem bus aus dem gelände, dass wir auch mal abseits ruhen konnten und wir hatten eine glückliche begegnung mit einer ungarischen familie und schnaps ;) und wir durften am nächsten morgen ihre dusche benutzen und sie tischten uns ein frühstück auf. an einem anderen tag gingen wir mit dem bus an einen see weit weg vom festival baden und schlichen uns in die duschräume eines campingplatzes ein, damit wir auch wieder zu einer dusche kamen. das waren die zwei einzigen "richtigen" duschen, die ich hatte. sonst musste 1-2 petflaschen reichen 8)

es war das erste sun und es gibt sehr viele verbesserungsmöglichkeiten. am festival hatte ich 1-2 momenten, wo ich echt nicht mehr konnte und mich fragte, ob ich dies jemals wieder machen würde, aber als ich zuhause wieder war, bereits schon auf der rückreise, wusste ich 100%, das es nicht mein letztes sun war. es hat mir im nachhinein extrem viel power gegeben und ein teil in mir wieder geöffnet.

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BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2013, 10:36 
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Das ist sehr schön zu lesen Titali.
Wenn du Haut vom SUN reaprieren musst, meine Silbersalbe hat mit der Version 9 bis auf weiteres die Vollendung gefunden :-)

Klingt als hätte eure Gruppe das sehr gut gemacht. Wenn ihr wieder geht und sich noch jemand anschliessen kann bin ich gerne dabei. Ich schreibe dann anschliessend wieder die Memoiren :-)

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BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2013, 10:57 
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hehe allright! ich lass es dich wissen, wir waren echt ne ganz tolle truppe und sun-surviviors O:) /color O:)

also ich brauchte kaum sonnencreme und war schon jahrlang nicht mehr so braun wie jetzt! am sonntag war ich kurz vor dem sonnenbrand an den beinen, aber eine physikalische sonnecreme rettete meine haut!

die ungarische sonne hat es echt in sich und der name SUN ist passender denje O:) aber ich denke, es war/ist ein sehr hitziger hochsommer wieder mal! am ozora 2008 war es auch heiss, aber niemals so wie jetzt... heute soll es ja 37 grad (im schatten) in ozora haben *schwitzpur*

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BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2013, 13:38 
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ei du zigüner.....merci für de bricht!!

het mi gfreut dich kenne z'lernä!!

hoffe bis gli mal wieder :-"

aber susch isch das festival de burner gsi!

ticon, atmos (er het ja gnueg ziit gha) und de RAJA RAM!! hend mi voll wegghaue /bigs

was gar nid gange isch, obwohl i sehr viel erwartet han isch vibrasphere gsi. wo de grusig typ de erschti ballon uf de stage inegschnufft het hani na möge drüber wegluegä. aber nach em 3te ballon hani däm mini tanzenergie nüm möge geh. das isch aber au scho de einzigi minuspunkt gsi a dem festival für mi!

_________________
the middel of a paradox is my favorite place


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sunshaker hat geschrieben:

was gar nid gange isch, obwohl i sehr viel erwartet han isch vibrasphere gsi. wo de grusig typ de erschti ballon uf de stage inegschnufft het hani na möge drüber wegluegä. aber nach em 3te ballon hani däm mini tanzenergie nüm möge geh. das isch aber au scho de einzigi minuspunkt gsi a dem festival für mi!



hmm heinz, han ich das was verpasst?
ich hans as erste geile set vo vibrasphere (au wenn nur mit robert) empfunde... han sie 3. mal ghört, aber erste mal dusse!

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BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2013, 19:52 
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acid-psy, filteria, subconsciousmind, space tribe, sonne, wind, günstiges bier, sonne, sonne und nochmals sonne, gute menschen, schöne wesen, viele kinder, nett eingerichtete plätze, massives soundsystem, gutes essen, manchmal ein wenig zu heiss, penta, keine laser, gut ausgerüstetes camp, neue kontakte, healing area, chillum, ein lächeln im gesicht, wenige gesehen die sich überhaupt nicht mehr gespürt haben (der krankenwagen der auf den floor gefahren ist, bevor es überhaupt richtig angefangen hat ist mir und einem freund jedoch heftig eingefahren), schöne damen, geile & tanzbare chillout-musik, seeehr gemütliche bar mit bäumen umgeben, ein spielplatz für kinder, die duschen waren ein wenig geizig, schöner ausgedehnter 2 stündiger spaziergang im wald rund um das gelände
und alles nochmals von anfang.

danke!! ich fands atemberaubend und der dancefloor hat mir einfach nur gepasst. immer schön platz um zu tanzen, sehr viel geiler sound und strahlende und verschwitze gesichter um einen. man bekam immer früher oder später einmal was zurück wenn man mal mit einer ladung bier auf den dancefloor kam und es verteilte.

wie ihr seht: mir hats gefallen und ich komme definitiv wieder. /happy /happy /color


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BeitragVerfasst: Fr 9. Aug 2013, 06:38 
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Titali hat geschrieben:
sunshaker hat geschrieben:

was gar nid gange isch, obwohl i sehr viel erwartet han isch vibrasphere gsi. wo de grusig typ de erschti ballon uf de stage inegschnufft het hani na möge drüber wegluegä. aber nach em 3te ballon hani däm mini tanzenergie nüm möge geh. das isch aber au scho de einzigi minuspunkt gsi a dem festival für mi!



hmm heinz, han ich das was verpasst?
ich hans as erste geile set vo vibrasphere (au wenn nur mit robert) empfunde... han sie 3. mal ghört, aber erste mal dusse!


sieht so aus ;-) manchmal schaut mal halt genau dann hin, wann man nicht schauen sollte und manchmal schaut man eben dann nicht, wenns unschön ist. freut mich das es dir gefallen hat!

chunnsch a d'erbseparty?

grüessli

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BeitragVerfasst: Fr 9. Aug 2013, 11:14 
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sunshaker hat geschrieben:
sieht so aus ;-) manchmal schaut mal halt genau dann hin, wann man nicht schauen sollte und manchmal schaut man eben dann nicht, wenns unschön ist. freut mich das es dir gefallen hat!

chunnsch a d'erbseparty?

grüessli


also ein ball hab ich schon mitbekommen, aber war doch relativ weit hinten!
du kannst es mir ja dann beim erbsen treffen ausführlich erzählen O:)
es war einfach schön, diese sphärische musik doch nochmals hören zu dürfen und das noch outdoor an einem solch schönen platz *verzaubert*

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BeitragVerfasst: Mo 19. Aug 2013, 15:55 
Vielen Dank für die zahlreichen, unvergesslichen und schönen Momente!

timmit hat geschrieben:
acid-psy, filteria, subconsciousmind, space tribe, sonne, wind, günstiges bier, sonne, sonne und nochmals sonne, gute menschen, schöne wesen, viele kinder, nett eingerichtete plätze, massives soundsystem, gutes essen, manchmal ein wenig zu heiss, penta, keine laser, gut ausgerüstetes camp, neue kontakte, healing area, chillum, ein lächeln im gesicht, wenige gesehen die sich überhaupt nicht mehr gespürt haben (der krankenwagen der auf den floor gefahren ist, bevor es überhaupt richtig angefangen hat ist mir und einem freund jedoch heftig eingefahren), schöne damen, geile & tanzbare chillout-musik, seeehr gemütliche bar mit bäumen umgeben, ein spielplatz für kinder, die duschen waren ein wenig geizig, schöner ausgedehnter 2 stündiger spaziergang im wald rund um das gelände
und alles nochmals von anfang.


Kurz und prägnant - so war es!
Du hast aber die zivil Bullen vergessen! Sie waren extrem nervig (vorallem Anfangs vom Festival), als sie einen guten Kumpel von mir 1 Tag verfolgten, obwohl er gar nichts dabei hatte ...

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/happy


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BeitragVerfasst: Mo 19. Aug 2013, 16:05 
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Schade haben wir uns nicht gesehen, Pufflibäng!

Aber ja es war eindeutig sehr schön in Ungarn. /color /color

Blicke mit guten Erinnerungen darauf zurück. /color /happy


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BeitragVerfasst: Do 22. Aug 2013, 19:52 
Du sagst es!
Ich muss aber sagen, dass ich selten auf dem Dancefloor war ...
Das DJ-Set von Cosmosis war richtig dreckig - den Rest habe ich leider verpasst! [-o<
Und ich weiss ja, dass du auch so ne Rampensau bist wie ich. /happy

Der Samstagabend war für mich einfach das Highlight!
Wir haben im Zen Garden ein kleines Lager aufgebaut (Kerzen, Decken, Iso-Matten) und mit bewusstseinsverändernden Substanzen - genauer gesagt LSD - experimentiert.
Ich wollte die therapeutische Wirkung dieser Droge selbst bei meinen Freunden erforschen. Als jeder von uns einen Tropfen (Low-Dose) genommen hatte, fing ich an, jeden einzelnen durchzukneten um jeweilige Verspannungen zu lösen, damit die Energie wieder reibungslos fliessen kann. Dabei sollte man sich bei der Massage nur auf den Atem konzentieren und am Besten die Augen schliessen, damit sich die visionären Szenarien der Medizin sich vollumfänglich entfalten können ...


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BeitragVerfasst: Fr 23. Aug 2013, 08:07 
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@Pufflibäng:
Eure Massage-Trip-Erfahrung esch intressant. Es wär allefalls schön ime separate Thread öppis dröber z läse ond z diskutiere.

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Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis meist grösser als in der Theorie


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