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 Betreff des Beitrags: shankra 2016
BeitragVerfasst: Mo 17. Jul 2017, 08:49 
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Die Kritik der Urteilskraft schlug schon mal die Zeit ohne Minibar tot, da rollte ich schon am Stein vorbei, wo irgend ein gefallener Engel einen Stein die Schlucht heruntergeschmissen haben musste, um die Seele eines Geissbocks zu verschmähen. Das Licht am ende des Tunnels musste das der schweizer Sonnenstube gewesen sein, welches dem Wetterbericht hartnäckigst entgegenwirkte. Getrost genervt ab der Unzulänglichkeit des steten Wandels, fand ich mich in einem "Gälbe Wägäli" wieder, wobei mir schon der Chauffeur einen illuminierten Eindruck hinterliess - jedenfalls verglichen mit mir. "d Püntner" schienen alle den leicht-lockeren Umweg über bella Ticina gemieden zu haben, dafür waren ein Paar gerettete Freaks da, und wir teilten uns die Vorfreude -komme was wolle. Die Wirkung der Energy-Drinks auf die Ergrauung meiner Gehirnzellen war nicht zu verachten, wobei die Hoffnung nie gänzlich schwand, die bevorstehende Gehirnmassage durch überkompressionierte Druckstimmulatoren unidentifiezierbaren Dezibelschwungs, sowie transaktionären Synapsen-Erweckung, möge nicht lange auf sich warten lassen. Doch dann: "Shock!" Die Pinsler im Hippy-Container wollten mich gar nicht rein lassen. Jedenfalls nicht vor Ablauf einer fünfminütigen Wartefrist, welche anscheinend eines dieser roten Nötlein wert gewesen sein müssen. Übersetzt: Vier frischgezapfte Bier. Wenigstens würde ich noch rausfinden, das weniger mehr sein kann. 5 Minuten weniger Festival=4 Kühle, Blonde. Jederzeit! Es musste sich herumgesprochen haben, das da was los sein könnte, denn vor lauter Zelten und nicht endenwollenden Freiluft-Museen kam ich kaum vom Fleck. "Wir sind auf dem Mainfloor" kann eine ganz schön nichtssagende Nachricht sein, wenn nicht nur sechs Menschen dort sind, ist aber nicht so schlimm. "Schnipps" - jemand stellte das Bumm-Bumm ab. Die perfekte Gelegenheit, die Hexe halbwegs zu ignorieren, um das maorische Meer auf die Schultern zu hieven, um ihr so auf zapotekisch zu zeigen: Ich liebe dich!

Die Ausserirdischen mussten schon losgelegt haben, bevor ich meine fünf Sachen irgendwo liegen liess. Nachdem geklärt war, das vegane Pizza nicht besser schmeckt, als Pommes, und stinknormales Wasser verdammt viel schwieriger aufzutreiben ist, als das geplöterlete, war die Zeit reif für "Catch me, if you can", was glücklicher weise ohne ernsthafte Schäden aller Beteiligten ausfiel. Der Freiburger Hippy-Nachwuchs hielt mich ebenso auf Trab, wie die, die auf dem Beat rumhackten, und das altruistische Brasilien-Experiment, und irgendwann zwischen der Steinzeit und jetzt haben sogar welche rausgefunden, das man mit Feuer weitaus mehr anstellen kann, als seine Höhle warm zu halten. Lauter kleiner Universen jagten einander in der dunklen Materie, wobei kaum zu beurteilen war, ob sie der Musik nachjagten - oder doch umgekehrt. Zeit, das Zelt auch mal von innen zu bestaunen, die Hamburger, Franzosen, Italienerinnen, und den Tschechen in ruhe zu lassen, doch die künstlichen Trennwände zwischen der Illusion und der Realität mussten nicht ausgereicht haben, um mir die Lebendigkeit der musik eines Normalen zu ersparen. Endlich scheine ich auch auf Darkpsy anzubeissen, obwohl mir noch keine zwei weiteren Beine und vier Arme gewachsen sind, um nicht Zeitlupentechnisch alt auszusehen. Das Grosse erwachen kam mit der Sonya, die schon zur halb verträumten Stunde ihr strahlendes Gesicht zeigte, um mich danach mit der Wasserpistole etwas abzukühlen. Die Toi-Tois waren mehr als nur sauber, was ich zuvor kaum zu hoffen gewagt hatte, und sogar der Schlamm zwischen den nicht zu spärlich ausgebreiteten, halbtrockenen Grashalmen, die jemand ausgeteilt haben musste, war in seiner Konsistenz angenehm und kaum kritisierbar. Mittags aus jeder Himmelsrichtung von irgendwelchen Ex-Mystikern zu tanzen, kann einen nicht zu unterschätzende Erfahrung sein, welche alle Rezeptoren zufrieden stellen kann. OK - Shinouda hielt es für praktischer, dem Klappstuhl den Sinn seines Daseins aufzuzeigen, weil er ihr nicht am A**** vorbeiging. Nachdem wir musikalisch schon in den Sternen waren, die Illusionen belebten, um dann bei den Ufos zu landen, gefolgt vom schweizer Chemiker, der einfach nicht totzukriegen scheint, war die Zeit reif, provisorisch Abschied zu nehmen. Giovanna hatte eine Kerze dabei, also legten wir eine Schweigeminute ein, um den Nebenwirkungen der Autobahn symbolisch die Stirn zu bieten.

Das Motto, dein Leben ist deine Botschaft, kann auch missverstanden werden, um das Leben als Botschaft da zu lassen.

R.I.P.

Auf der Rückreise musste ich feststellen, das ich Kant irgendwo liegen lassen habe, aber die m&m`s hatten es ebenso in sich, wie Highlight tribe, der fünfte Weltkrieg, und die Freiheit der Junghippies, libanesisch dem Zug zu zeigen, was man von Regeln hält. Interlaken sein gegrüsst, wenn es überhaupt mitliest ;)

Grüsse - und ein grosses Kompliment an alle, die; in welcher Form auch immer - ihren friedlichen Beitrag dazu leisteten, damit mir dieses verkürzte Wochenende für lange Zeit in Erinnerung gebrannt wird... Um irgendwann mal gerne wieder zu kommen.

Weiter so...

Danke!

_________________
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