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BeitragVerfasst: Mo 24. Jul 2017, 17:43 
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Das Summer Never Ends Festival ist zu Ende.

Wieder einmal wummerten die Bässe durch Rona. Wieder einmal waren unzählige Menschen daran beteiligt, es zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Wieder einmal fuhren Busse durch die verwinkelten Berge und brachten Tausende von Tanzenden sicher von der Zivilisation in den Sommer. Wo andernorts in der Schweiz Stürme wüteten, liess die Sonne einzig in der Nacht etwas Regen ein. Oder auch mal etwas mehr, zugegeben.

Es war... mal wieder so was von TOP organisiert! ...natürlich, wer was zu meckern finden will, der wird das tun, doch dafür ist mir dieses Festival zu schön. Denn wie jedesmal, war das Gefühl dort, wie ein Nach Hause kommen, in eine Welt, wo die Welt noch in Ordnung ist. Ein Gefühl, das sich wie so oft, durch den Tag hinein in die Nacht zog, und während die DJ's, Live Acts und sogar noch Estas Tonne alles gaben, um eine Klangvielfalt der gehobenen Art zu bieten, fuchtelten, hüpften, stampften und lächelten die Gäste.

Zu guter letzt bleibt die Botschaft vom Sonntag Nachmittag in einem schweren Gemüt bestehen, dass dies aus finanziellen Gründen mit grosser Wahrscheinlichkeit das letzte Mal gewesen sein wird. Es war offenbar schon vor zwei Jahren eher schwierig, doch sie, die es organisiert haben, wollten es einfach noch einmal tun. Für uns! Viele von uns aber, fehlten diesmal. Die Gründe dafür mögen vielschichtig sein, schade ist es dennoch. Denn wer weiss, was wäre, wenn einer käme, um dessentwillen ein anderer käme, und wenn die alle gekommen wären, so wäre es womöglich nicht so gekommen.

Es ist in diesem Sinne, mein Anliegen, die Erinnerungen nicht allein für 2017 zu bewahren, sondern hiermit, all die Erinnerungen, die Erkenntnisse, die Tänze, die Begegnungen, auch all die Fehler, und Versäumnisse, all die Liebe und all den Schmerz aus Zehn Jahren Summer Never Ends, mit diesen Worten heraufzubewschören, sie in Euren Herzen zum Leben zu erwecken, jeden Moment, den ihr so schnell nicht vergessen werdet, in euch Wach rufen, und dazu aufrufen, all dies Schöne, all dies gerade darum auch Schmerzliche wieder hervorzubringen, in all dem, was das aus Euch und Mir, und Ihr und Ihm gemacht hat. Ihr wart Teil dessen, was nun vergeht.

Und all die Organisatoren, und all die Helfenden, zum Teil seit Jahren hinter der Bar, oder als Securities unterwegs - und all die Foodstände, und all die Leute, die diese unfassbar, wunderschönen Lichtshows gemacht haben, und all die Laserkünstler, und all die Akrobatinnen, und all diese Tänzer, und alle die da Holz schleppten, und alle die durch den Matsch wateten, Jahr für Jahr, oder wann immer dieses Festival in die Welt rief, der Sommer ist nicht zu Ende! All diese Menschen, und Herzen und all dieser Schweiss und alles was es dafür braucht, nicht zuletzt sicher auch ne Menge an Geduld und Ruhe. All dies lasst uns nie vergessen.

Auf dass der Sommer nicht endet.
Zumindest nicht in unserer Erinnerung.
Danke. <3

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BeitragVerfasst: Di 25. Jul 2017, 10:47 
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och, du warst auch da und wir haben uns nicht gesehen... schade, da hätte man an alte Zeiten und Geplauder anschliessen können. Aber schön warst Du da und hat es Dir gefallen.

Die Blume war der Hammer und die Lichtshow sowieso und irgendwie ist Rona immer bisschen wie heimkommen, vielen Dank für Deine treffenden Worte und schliesse mich dem Dank gleich an!

Mal sehen, was daraus wird - vor vier Jahren hat es geheissen, es findet nicht mehr statt, da es zu gross für das Tal wird und man kein Land mehr dazu kriegt. Vor zwei Jahren wurden dann die erhofften 8000 Eintritte bei weitem nicht wieder erreicht... warum man für dieses Jahr wieder mit 8000 budgetiert hat, bleibt mir schleierhaft, aber dass man die Zahl erneut nicht erreicht hat, scheint logisch. Wieder bisschen kleiner und feiner und vielleicht sogar mit frischem Blut im OK kann dem SNE nicht schaden. Bleibt zu hoffen, dass die Beiden die Grösse besitzen, ihr "Baby" an fähige Leute weiterzugeben und in elterlichem Stolz zu beobachten, wie es sich verändert und wandelt. Omm.

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Aschehäufchen freuen sich, wenn man sie für erloschene Vulkane hält [Wieslaw Brudzinski]


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BeitragVerfasst: Mi 26. Jul 2017, 01:29 
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Juanita hat geschrieben:
Vor zwei Jahren wurden dann die erhofften 8000 Eintritte bei weitem nicht wieder erreicht... warum man für dieses Jahr wieder mit 8000 budgetiert hat, bleibt mir schleierhaft,


wie kommst du auf diese zahlen? wurden die so veröffentlicht?
waren es letztes mal nicht über 10000? oder war das die zahl die notwendig gewesen wär?

für mich war bereits im 2015 das absehbare ende vom snef ersichtlich. wer heute noch keine ahnung von socialmedia hat und solche megaevents plant, oder überhaupt irgendwie ein medienverständnis, darf sich nicht über rückgängige/stagnierende besucherzahlen klagen. auch wenn ich die org fest mag und ich sowas niemanden gönne, so hab ich trotzdem überhaupt kein verständnis für ihre medienstrategie im sinne von "das haben wir immer so gemacht und ändern daran nix".
und wenn man etwas nicht versteht, dann holt man doch leute ins boot die davon ne ahnung haben, oder hören zumindest mal zu und versucht den wandel der zeit zu verstehen.
als ich vor einer woche noch prognostiziert hatte, ohne zahlen vom shankra oder snef zu kennen, haben mich andere ausgelacht über meine behauptung dass shankra das grösste festival hierzulande bereits in diesem oder nächsten jahr sein wird. aber dieser trend war bereits letztes jahr langsam ersichtlich.

dass man alldem keine rechnung trug bleibt auch mir schleierhaft.

snef hat den zeitgeist nicht erkannt und viel zu dick aufgetragen. das ergebnis verwundert mich jetzt gar ned.

der trend von geiz ist geil ist auch unter den dreadlockhippies oder wochenendfreaks schon längst angekommen. hauptsache billig, damit noch genug geld für alkoholika und andere drogen vorhanden sind. und damit man von einem festival zum anderen hoppsen kann, und unbedingt dann auch noch ans modem und ozora im ausland.
da nimmt man dann sehr gern in kauf dass die meisten bezahlten arbeitskräfte aus dem ausland kommen und sogar baumaterialen wie zb 16t bambus von indonesien. da lamentieren dann die freaks sogar noch wie nachhaltig das bambus da wächst, und vergessen komplett die verfrachtung hierher und den damit einhergehenden öko-wahnsinn.

um ein festival an die spitze zu bringen muss man halt menschliche züge wie vorallem die gier besitzen. beim snef lag es aber meiner meinung nach eher am nicht erkennen des wandels.

schade... und mögen die beteiligten gut loslassen können. lieber ein schreckliches ende, als eine schrecken ohne ende

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BeitragVerfasst: Mi 26. Jul 2017, 08:05 
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Noch nicht richtig zurück und am verarbeiten meiner stuuren eigenschaften an welchen ich immer wieder an die wand knalle und wieder aufstehe weil meine seele weiss was sie will und mein grind seine logik nicht überwinden möchte - nehme ich war wie das SNE dieses Jahr ganz besonders und schön war. Ich war wieder in Rona. Auf dem Feld auf dem ich mit Euch gelebt habe. Ich brachte an den ort meine liebe und meine verzweiflung. Meine ängste und meine besten absichten und mein herz ist dort zu hause. Es war ein besonderes fest. Ich spührte die schwierigkeiten aber hatte keine Ahnung über die Tatsächlichen Probleme. Danke dass ich unbelastet dort sein durfte. Mein Gott. Es tut mir leid. Aber ich möchte nicht weinen. Es ist nicht fertig! Ich mag nicht glauben was geschehen ist. Scheint so als ob einiges auseinanderbricht an das ich meine lebensschnur gebunden habe. Ja. Man wird daraus wachsen. Eins weiss ich ganz genau: die lieben Menschen welche das SNE jedes jahr vorbereitet haben haben es sehr gut gemacht. WTF! die fehler die wohl gemacht wurden waren nicht absehbar. Hätte ich gewusst.. Eben! Ein fest mit liebe. Man tat alles mögliche um das festival noch besser zu machen.

Der der dort war hat gesehen. Es war alles da. Nicht pompös aber das ist nicht nötig. Der spirit ist nötig. Und der spirit fand sich in allen farben und schattierungen ein.

Ich weiss nicht wieviele male ich am SNE war. Aber es war sehr oft. Die letzten paar jahre war es mir nicht mehr möglich. Gut war ich da! Ich weiss wiesehr dieser Platz meiner Seele gut tut.


ROLLENDE DONNER! BÄUME IN RESONANZ! MEINE FREUNDE IM WASSER! DAS TOR! DER FLUG! IM EINKLANG.

DANKE

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BeitragVerfasst: Sa 29. Jul 2017, 08:43 
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BuddhaNature hat geschrieben:
da nimmt man dann sehr gern in kauf dass die meisten bezahlten arbeitskräfte aus dem ausland kommen und sogar baumaterialen wie zb 16t bambus von indonesien. da lamentieren dann die freaks sogar noch wie nachhaltig das bambus da wächst, und vergessen komplett die verfrachtung hierher und den damit einhergehenden öko-wahnsinn.


sorry für off-topic /yo

der ökowahnsinn fällt in meinen augen gar nicht so hoch aus, weil: wer schon mal einen dieser riesentanker auf offener see betrachten konnte, dem fiel viellicht auch auf, das ein 20t Container ziemlich nicht viel davon ausmacht. würde man jetzt ausrechnen, wie viel zusätzlicher Treibstoff für so einen shankra-bambus-Container benötigt wird, dann käme man auf eine erstaunlich kleine zahl. die tanker fahren so oder so hin- und her. ich möchte jetzt nicht als hippy oder goaner rüberkommen, denn ich war nie auch nur annähernd eines davon, aber ich bin verrückt genug, solchen Inputs nachzugehen, um mir eine Meinung zu bilden. ausserdem war ich nicht am snef, bin aber überzeugt, das die gute arbeit geleistet haben.

ich hab jetzt ein jahr zeit die Rechnung zu ergooglen, und vielleicht komme ich zum schluss, das ich nächstes jahr nicht hingehe (shankra). als alternative sähe ich dann so was in Richtung pacha Mama, aber da würde ich nicht um die Rechnung herumkommen, wie viele Kartoffelkäfer die Besucher vernichtet haben müssten - bio hin- oder her /happy

ausserdem habe ich nichts gegen günstigere Arbeitskräfte aus dem umliegenden Ausland. wo kämen wir da hin? wo wären wir jetzt da? /yo

edit: containerfrachter

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BeitragVerfasst: Sa 29. Jul 2017, 19:01 
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also, es ist ein bisschen komplizierter, als erwartet. ein mittelgrosses Containerschiff fasst 10 - 15000 Container, da spielt es noch eine rolle, ob nach gewicht oder Volumen bezahlt wird, ich vermute mal bei Bambus nach Volumen, aber selbst da würde ein 40ft. container ausreichen, der preis indonesien Hamburg liegt zwischen 2000-3000 euro, wie teuer Schweröl oder bunker (anscheinend nennt man den Treibstoff so) war überraschend (13-15 Eurocent/Liter), also über den Daumen gepeilt... etwa... sagen wir mal 140 chf pro tonne. dann müssen wir noch berücksichtigen, das ein sehr grosses schiff etwa 100 tonnen pro tag säuft...

ach, scheisse, wie war das noch mal mit den käfern crazyeye

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BeitragVerfasst: So 30. Jul 2017, 10:19 
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du kannst das noch so berechnen und herbiegen wie es dir passt um dein gewissen damit zu bereinigen.
dass es billig ist, ist mir schon klar, sonst wärs ja nicht gemacht worden. finde es aber gut dass du verstehst dass hier kein normaler treibstoff verwendet wird, sondern viel umweltbelastenderenden.

wenn jeder denkt, ach ich bin doch nur ein kleiner wurm, was kann ich denn schon auswirken, andere machen viel mehr dreck... ja dann viel spass bei dieser relativierungsstrategie.

tut mir leid wenn dich damit ans bein gepisst fühlst, war nicht meine intention, jeder darf und soll tun was er für richtig hält. ich mach da nicht mit, das ist meine freie entscheidung. und nicht bloss wegen dem bambus, da gäbs noch seitenweise mehr zu erzählen, aber das ist nicht mein business über andere schlecht herziehen.
genau wie baumaterial, kann man auch alle arbeitskräfte vom ausland herziehen. klar ist das alles billiger, aber auch fernab von "think global, act local".
und die daraus resultierenden folgeschäden mag ich hier ned erklären, das wäre reine zeitverschwendung und würde nix bringen.

ich hab halt andere erwartungen an ein festival, anstatt hauptsache nur billig. es gibt tatsächlich leute die behaupten man hätte nicht soviel geld für eintritt, und sei deshalb froh, gehen dann aber an alle festivals auch modem, ozora usw.

drecks hippies bleiben drecks hippies. sind ja keine hippies mehr heutzutage, sehen nur so aus als wären sie es. sie stehen nicht für nachhaltigkeit, veränderung oder sonstwas sondern für billige events um sich mit dem restlichen geld die birne tagtäglich wegzukiffen.
das müssen die, sonst müssten sie sich noch mit gedanken der nachhaltigkeit, der globalisierung, des ressoucenabbaus usw beschäftigen.

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BeitragVerfasst: So 30. Jul 2017, 14:22 
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na ja, ich denke nicht, das ich ein kleiner wurm bin, ich bin aber durchaus für Gedankenanstösse offen. das, was du und auch andere da so hingebungsvoll kritisiert, da hab ich gehör dafür. es ist jedes mal mühsam, weil ich mich mit meiner dark-side auseinandersetzen muss, aber ich habe noch nicht die richtige alternative für mich gefunden, die auch wirklich lebens- und erstrebenswert wäre. und da sind mir Kritiker viel willkommener, als schulterklopfer /bigs

ach, wie schön wäre so ein leben ohne Konsequenzen und ohne gewissen? leider - in meinem fall - nur eine Illusion. das denke ich jedes mal, wenn ich wieder mal fleisch oder salat oder irgendetwas esse, das geköpft wurde, bevor es seine Blütezeit überdauerte.

nur einen auf hippy oder Selbstversorger zu machen, da sehe ich keine Zukunft für mich. dann eher ein normales leben mit zwischendurch one love, shankra, snef, oder was auch immer. ich zahl auch dafür. ehrenwort! und ich steh dazu. mit allen Konsequenzen. so viel bin ich mir wert /yo

nachmals edit:

BuddhaNature hat geschrieben:

drecks hippies bleiben drecks hippies. sind ja keine hippies mehr heutzutage, sehen nur so aus als wären sie es. sie stehen nicht für nachhaltigkeit, veränderung oder sonstwas sondern für billige events um sich mit dem restlichen geld die birne tagtäglich wegzukiffen.
das müssen die, sonst müssten sie sich noch mit gedanken der nachhaltigkeit, der globalisierung, des ressoucenabbaus usw beschäftigen.


nein, also ich bin jetzt mal ein bisschen auf deiner seite herumgelungert, du weisst schon, die mit den pics. du warst ja fast überall, wo es was zu fotografieren gab in der Szene. jahrelang. du hast Rastas, das ist schon mal dein Vorteil, du hast kleider made in entlebuch an, deren Materialien bestimmt auch aus der Region kommen, und deine Kamera und die dazugehörige Ausrüstung ist wohl made in emmenbronx. welchen bus du herumgefahren bist die jahre, weiss ich nicht, und welchen Treibstoff du gebraucht hast, kann ich nicht beurteilen, aber ich hoffe für dein gewissen, das es Rapsöl war.

einfach nichts, oder auch gar nichts, das in irgendeiner form aus dem Ausland wäre, oder irgendwo anders gefärbt worden wäre, und die Rohstoffe kommen alle aus der gegend.

find ich cool. und einen Computer made in switzerland hast du auch.

ich will so werden, wie du. aber echt /yo

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BeitragVerfasst: Mo 31. Jul 2017, 00:46 
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mein lieber... bitte nicht betroffen fühlen, ist nicht an DICH persönlich gerichtet, noch an sonstwer.
sind nur meine gedanken genereller natur dazu.

so muss sich auch niemand rechtfertigen was ich übrigens auch nicht mache, weil deine worte mich nicht ansprechen.
im grundegenommen machst du jetzt einfach eine weitere relativierung wenn du irgendwas zu kritisieren beginnst.
es gibt wirklich einen unterschied ob dein handy in asien gefertigt wird, oder ob ein schweizer veranstalter 16t bambus importiert für Deko für eine party als holzersatz.
wer das nicht sehen kann, will nicht sehen können.

vielleicht bin ich einfach zu naiv wenn ich denke "think global, act local" sei unter den freaks weit verbreitet.

anstoss meiner sätze sind nur weil sich ein paar fraggles über die langen wege vom dancefloor zum zelt beklagten, dass man kein bier reinnehmen kann, aber niemand über den ganzen anderen wahnsinn. man könnte fast denken dies sei alles ganz normal.

im grundegenommen verhalte ich mich mit dieser kritik hier nicht anderst als ich so um mich herum beobachte... ich pisse und drehe mich im kreis herum. irgendwann kommt der moment wo ich selbst über meine pisse laufen muss, sofern ich nicht an ort und stelle sterbe.

anyway, du darfst also weiterhin ohne schlechtes gewissen alle festivals besuchen die du begehrst. ich will das niemanden madig machen.

dass shankra das snef überholen wird und snef so nicht weitergeschäften kann sofern deren konzept keine verbesserung findet ist mir schon länger bewusst. hoffe sie finden einen weg wie es grosse firmen auch stetig machen, umstrukturierung oder neubeginn.

wenn sich diese goaszene dann dahin entwickelt wo ich heute shankra sehe, einer kommerzialisierten partyindustrie unter diktatorischer führung mit dem trieb der gier, dann trauere ich all den hippies keine einzige träne nach und bin dann einfach mal anderswo.

nehmts gelassen, bin dann mal wieder weg hier... muss jetzt unbedingt ein paar räucherstäblis anzünden damit der spirit wieder hergestellt ist.

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BeitragVerfasst: Mo 31. Jul 2017, 06:01 
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ich sehe schon was du anprangerst. aber mein Handy, meine kleider, mein Computer... all das kam mit so einer... drecksschleuder her. so lange das so ist, bin ich auch eine drecksschleuder. und du auch. und eigentlich jeder, der das unterstützt. find ich traurig, es ist aber so. und das ist der punkt. der mich zweifeln lässt, ob sich die welt so einfach ändern liesse. indem 20 tonnen weniger Bambus in die schweiz verschifft würden/jahr. indem ich von kiffern erwarten würde, sie sollen weniger kiffen, und kein Bier irgendwohin mitnehmen dürfen. und die Pyramide irgendwelcher party-veranstalter flacher zu machen versuchen würde. oder wie auch immer.

ich muss jetzt nackt zur arbeit. nix lokales anzuziehen. :-D

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BeitragVerfasst: Mo 31. Jul 2017, 11:12 
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man kann wirklich alles stets relativieren, wenn man will. du machst dies jetzt hier auch mit deinem bereits dritten statement.
ich bin der meinung, wir konsumenten können sehr wohl etwas gegen all diesen wahnsinn machen, und zwar vorallem wir alle individuell, egal was die anderen machen -> ganz einfach mit unserem konsumverhalten.

es ist meine freie entscheidung die festivals zu besuchen welche mich ansprechen und die zu meiden wo ich kein gutes gefühl hab.
ich gehe ja auch nicht ans st. galler openair oder sonstwo, und damit erweise ich mir einen gefallen, aber letztlich auch der menschheit.
natürlich ist es auch ein bewusster verzicht, zumal ich bei beiden festivals letztes mal zur mitarbeit in diskussion stand mit der organisation. ich hätte, wenn ich wollte, bei beiden mitwirken können.
es ist aber jetzt auch ein verzicht, weil mein halber freundeskreis im socialmedia rennt dorthin.

ich bin für meinen eigenen ökologischen fussabdruck verantwortlich. ich ernähre mich um soweit wie möglich kein tierleiden zu erzeugen, und bin seit vielen jahren nicht mehr ins ausland gereist. alldies tue ich aus rein egoistischen gründen, weil ich glaube dass ich damit die welt nicht noch weiter belasten muss. ich bin aber kein extremist oder ideologist. auch bei ethik/moral kann man ein aufwand/nutzen verhältnis aufstellen.

wenn ich tanze im wald oder sonstwo, zertrample ich sicherlich ameisen und sonstige kleintiere. und jetzt nur durch diese tatsache alles andere zu relativieren bringt meines erachtens soviel wie rein gar nix.

es geht mir auch ned um den bambus, ich glaube die org genug gut zu kennen, hatte vor dem ersten event bereits diese möglichkeiten der erfahrung. ich war btw am ersten shankra sogar da tätig, kann mir also verm. mehr als viele eine fundierte meinung bilden.
der unsinn mit dem baumaterial ist nur ein example, weil es offensichtlich ist, ich hätte da genug weiteren stoff auf lager, hat aber hier nix zu suchen.

natürlich darfst dich noch zigmal jetzt wiederholen mit dieser relativierung, aber was bringt dir das genau? du siehst ich drehe mich damit auch nur im kreis mit meiner argumentation. es bringt auch mich ned wirklich weiter… oder soll ich jetzt denken: „ach wie recht hast du, ist doch alles scheissegal, spielt keine rolle mehr, machen wir einfach diese erde noch weiterhin kaputt, macht eh alles keinen sinn“ oder wie?

mit deinen worten hier, offenbarst du ganz offensichtlich dein schlechtes gewissen zu dieser sache. anstelle jetzt in dir selbst zu schauen, woher dieses gefühl kommt, was ist die ursache usw…
baust du hier einfach eine grosse mauer der verteidigung und wirfst mit allem erdenklichen hinter der mauer nach draussen.
damit bist aber nicht der einzige, keine sorge, wir tun dies stets und oft… ich schliesse mich davon auch nicht aus. es geht aber nicht um mein verhalten, oder nur weil ich etwas negatives anprangere muss ich ein „fehlerloser“ mensch sein.

denk drüber nach bitte. und keine sorge, ich will dir noch anderen was schlechtes. fühl dich virtuell umarmt.

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BeitragVerfasst: Mo 31. Jul 2017, 16:16 
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BuddhaNature hat geschrieben:
fühl dich virtuell umarmt.


du dich auch 8-[

ich meine, wenn ich mir so überlege, was think global - act local bedeutet, dann heisst das auch, keine DJs und liveacts aus dem Ausland mehr, Hauptsache, das ganze Geld bleibt hier. und der bambusfäller in indonesien soll zusehen wie er klarkommt, und auch der schiffscapitän und die schwerölfirma, was sie ohne uns tun. ich schieb mein Geld nur noch den veranstaltern zu, die auch nur die naheliegenden bäume fällen.

fuck - swissness ist mir dann schon schnell zu langweilig. haupsache, wir haben global gedacht, und regional gehandelt. das muss es sein, ja. bin ich voll dafür. das ist die lösung. auch nachhaltig.

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BeitragVerfasst: Mo 31. Jul 2017, 21:22 
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danke für die umarmung.

zum anderen: gibts nur noch schwarz oder weiss? oder vielleicht noch was zwischendurch?

entscheidend ist stets auch die intention. und ich vermute da kennste die hintergründe einfach zuwenig.

und der neue ansatz wegen angst vor arbeitsverlust kann man nicht wirklich ernst nehmen hoffentlich. also ich muss wieder fleisch essen, sonst werden die metzger arbeitslos oder wie?
soll der captain von mir aus wenn er nicht anderst kann mit einem segelschiff die welt umrunden, anstatt die meere verdrecken. /happy

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BeitragVerfasst: Di 1. Aug 2017, 04:49 
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BeitragVerfasst: Mi 2. Aug 2017, 05:40 
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illusion hat geschrieben:
und der neue ansatz wegen angst vor arbeitsverlust kann man nicht wirklich ernst nehmen hoffentlich


Das ist doch immer das selbe Spielchen. Die Rechtfertig wird am Schluss damit enden das Du zu erst die Welt retten solltest bevor Du Gewissenssachen ansprichst.

All die Rechtfertigugen zeigen doch das man immer noch dort ist zu erkennen, dass einem bei Verzicht was weggenommen wird anstatt den erhaltenden Gedanken dahinter zu erkennen. (wollen/können).

Die Welt wird sich also weder mit Hippi Gerede noch Getue in dieser hinsicht verändern sondern mit der Einsicht das weniger auch mehr sein kann.

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Verzweifle nicht an der Gewichtigkeit der Dinge,
neben Elefanten gibt's auch

SchMetteRlinge

(Harry Pegas)


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