Strub. ihr sind ganz schön tolerant
so tolerant bin ich nöd.
ich finde gwalt doof.

äuä ?ich finde gwalt doof.
wo die krankheit anfängt wird es schwierig. ich weiss nicht, was ich in so einem fall tun würde. ich denke auch, ich würde versuchen die person vor sich selbst - und auch andere vor ihr - zu schützen. aber "die gesellschaft" sieht drogenkonsum auch als krankheit an, von welcher die konsumenten geheilt und bewahrt werden müssen.olli hat geschrieben:@abraxas,
würdest du dann einen Menschen mit Leusch Nyhan Syndrom
(http://de.wikipedia.org/wiki/Lesch-Nyhan-Syndrom)
nicht festbinden?
Diese Personen sind krank und sie zerstören nur sich selbst....
ich weiss nicht ob das opfer krank war. war es das? inwiefern krank? depressiv? lebensmüde? war die urteilskraft des opfers eingeschränkt? dann ist es schwieriger. oder nimmt man einfach an dass es so war, weil es so unverständlich ist wenn jemand nicht mehr weiterleben will?olli hat geschrieben: Das Opfer, dass sich dem "Kannibalen" bereitwillig hingab,
war ja "krank" - der Kannibale machte sich dies zu nutze
und befriedigte seinen Trieb damit - ich finde es fraglich,
ob das straffrei bleiben soll.
nein, du verdrehst mir die sätze auf dem papier. es ist mir nicht egal wenn menschen gewalt cool finden. aber ich lasse sie ihr ding machen solange sie mich und andere in ruhe lassen. und umgekehrt erwarte ich dasselbe. toleranz bedeutet aber nicht gleichgültigkeit. im gegenteil. für mich heisst toleranz auch andere sein zu lassen, obwohl es mich emotional stark berührt.Fallen Angel 2 hat geschrieben: Also Abraxas und Waldfrieden, es isch eu schlichtwegs eifach egal, wenn Mänsche Gwalt cool findet?
Strub. ihr sind ganz schön tolerant
so tolerant bin ich nöd.
ich finde gwalt doof.
Wow... Abraxas, jetzt kapier ich was Du meinst. Das ist vermutlich der interessanteste Satz der jemals zu dem Thema Toleranz geschrieben wurde. Unter diesem Gesichtspunkt stimme ich Dir zu. Was man vielleicht noch diskutieren könnte: ob Toleranz wirklich in jedem Fall der richtige Weg ist.abraxas hat geschrieben: toleranz bedeutet aber nicht gleichgültigkeit. im gegenteil. für mich heisst toleranz auch andere sein zu lassen, obwohl es mich emotional stark berührt.
Auch hier scheinen wir die gleiche Ansicht zu teilen: man kann etwas, das jemand anderes macht schlecht finden, und trotzdem die Person an sich (in den Vordergrund rücken) gut finden.ich denke aber, wenn ich kollegen aus dieser szene hätte, die sich die köpfe einschlagen gehen und dazu noch irgendwelche betäubungsmittel konsumieren - es würde lange diskussionen geben. ich verstehe das nicht, wie das jemand toll finden kann. da kann ich mir millionen schönere dinge vorstellen. trotzdem kann man solche leute tolerieren und muss sie nicht verdammen.
Grundsätzlich ja, wobei sich einzig die Frage stellt, ob die Menschheit als ganzes, in ihrer Entwicklung nicht möglicherweise gewisse "evolutionäre Wege" kappen wird und sie nicht weiterverfolgt, weil diese Wege nichts bringen (evolutionär gesehen). Aber das ist ein Prozess - wenn überhaupt - den wir eh nicht steuern können, weder mit Toleranz noch mit Ablehnung.vielleicht ist toleranz auch ein wenig der respekt vor der fremden lebensweise anderer
Toleranz hat wenig mit Akzeptanz zu tun und akzeptieren tue ich keine Art von Gewalt (auch nicht meine)..Fallen Angel 2 hat geschrieben:Wow... Abraxas, jetzt kapier ich was Du meinst. Das ist vermutlich der interessanteste Satz der jemals zu dem Thema Toleranz geschrieben wurde. Unter diesem Gesichtspunkt stimme ich Dir zu. Was man vielleicht noch diskutieren könnte: ob Toleranz wirklich in jedem Fall der richtige Weg ist.abraxas hat geschrieben: toleranz bedeutet aber nicht gleichgültigkeit. im gegenteil. für mich heisst toleranz auch andere sein zu lassen, obwohl es mich emotional stark berührt.
Fallen Angel 2 hat geschrieben:Da sieht man's mal wieder, wir sehen den Kern gar nicht so unterschiedlich, nur halt aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Danke - jetzt endlich erkenne ich den Unterschied.Amanita hat geschrieben:Toleranz hat wenig mit Akzeptanz zu tun...
Oder besser gesagt: wir denken/schreiben einfach anders, kommen zu den gleichen Schlüssen, auf unterschiedlichen Wegen, finden tatsächlich Wahrheit, so unterschiedlich sie auf den ersten Blick auch sein mag. Im Kern ist sie universell.Da sieht man's mal wieder, wir sehen den Kern gar nicht so unterschiedlich, nur halt aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Jede/r für sich.Waldfrieden hat geschrieben: wer eintscheidet was richtig und was falsch ist?!
Waldfrieden hat geschrieben:wie du oben geschrieben hast bin ich mit dir auch einig, trotzdem hinterfrage ich mich und muss mich fragen: wie definiert sich, dass gewalt falsch ist?
Eine sehr gute Frage.wie definiert sich, dass gewalt falsch ist?
Die Frage: Was führt zu diesem Schmerz, der jemanden dazu bringt, körperlichen Schmerz spüren zu wollen, und ihn auzuteilen...?Waldfrieden hat geschrieben: doch vielleicht sollten wir von einem ganz anderen schmerz sprechen, der zu diesem verhalten führt,

hehe, ganz geil gschribe! weltklasse!Fallen Angel 2 hat geschrieben: Eine sehr gute Frage.
Es kann an und für sich auf diese Frage keine abschliessende, sagen wir, keine wissenschaftliche Antwort geben. Denn man kann hier nichts beweisen, höchstens empirisch aufzeigen, dass Gewalt zu Schmerz und Leid führt. Worauf sich wiederum die Frage, wer definiert das Schmerz und Leid falsch ist, stellen lässt. Was somit (wissenschaftlich) nicht abschliessend beantwortet werden kann, weil jede Antwort neue Fragen generiert.
Somit ist es eine Philosophische Frage. Die versucht mittels Annäherung und dem Hauptsatz der Widerspruchslosigkeit eine Antwort zu finden.
Vielleicht stellen wir aber auch die Frage falsch, und erhalten drum nur die Antwort 42, oder ein Apfelmännchen, dass in sich Myriaden von weiteren Apfelmännchen enthält.
Ich kann für mich nur sagen, dass ich spüre, in meinem Bauch, und in meinem Kopf, aufgrund dessen was ich einstmals für mich als Wahrheit definiert habe, dass Gewalt falsch ist. Es ist eine Empfindung. Und logischerweise gestehe ich damit ein, subjektiv zu sein.
Eine abschliessende Antwort kann ich als Individuum also nicht geben. Doch vielleicht können wir, oder kann die gesamte Menschheit, gemeinsam die richtige Frage finden.
Wofür benötigt man Gewalt, welche anderen Optionen gibt es, was entsteht aus Gewalt...
Und ganz besonders wichtig:
doch vielleicht sollten wir von einem ganz anderen schmerz sprechen, der zu diesem verhalten führt,
Die Frage: Was führt zu diesem Schmerz, der jemanden dazu bringt, körperlichen Schmerz spüren zu wollen, und ihn auzuteilen...?

das probelm sehe ich eben in der subjektivität. auch wenn schätzungsweise 99% gleich empfinden, gibt es doch eine handvoll, die gewalt und scmerz als etwas positives betrachtet, bzw fühlt, deshalb kann man imho nicht einfach sagen, gewalt ist schlecht, denn ausnahmen bestätigen die regeln...Fallen Angel 2 hat geschrieben:
Ich kann für mich nur sagen, dass ich spüre, in meinem Bauch, und in meinem Kopf, aufgrund dessen was ich einstmals für mich als Wahrheit definiert habe, dass Gewalt falsch ist. Es ist eine Empfindung. Und logischerweise gestehe ich damit ein, subjektiv zu sein.
Eine abschliessende Antwort kann ich als Individuum also nicht geben. Doch vielleicht können wir, oder kann die gesamte Menschheit, gemeinsam die richtige Frage finden.
Wofür benötigt man Gewalt, welche anderen Optionen gibt es, was entsteht aus Gewalt...
Und ganz besonders wichtig:

