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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 15:57 
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abraxas hat geschrieben:
du beschreibst deine gefühle wenn du eine waffe siehst. für dich ist also "entropisches energiefeld" die erklärung, warum manche dinge negative emotionen in dir auslösen? es liegt am ding, und nicht an dir?
das meine ich nicht wertend, aber ich bin mir nicht sicher ob ich dich richtig verstanden habe.

stimmt genau!
wenn ich aufgrund eines "dings" derart negative gefühle (halt nein, nicht negativ, sondern eine absenz von jeglichem gefühl, eine kälte, eine leere) spüre, so ist dies dem entropischen energiefeld des dings zuzuschreiben und nicht mir.
ich finde es rational, wenn "man" in der nähe von waffen diese empfindung hat. sie nicht zu haben, halte ich für abnormal (im sinn von gestört, was aber nicht wertend gemeint ist, sondern bedauernd).

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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 18:31 
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Leuchtherz hat geschrieben:
Du sagst es werde nicht prophylaktisch gehandelt? Was ausser Prophylaxe ist die behauptung es habe die Atombomben gebraucht damit es nicht zu einem 3.wk kam? Wo ist da die messbare Beweisbarkeit, die Objektivität für solch eine Behauptung? (das Gefühl froh zu sein nicht im Nationalsozialismus oder Kommunismus aufgewachsen zu sein?)


das stimmt nicht ganz. ich habe einzig geschrieben, dass ich nicht prophylaktische gewalt in einem früheren post meinte. dass gewalt prophylaktisch angewendet wird, das habe ich nie bestritten. und dass das absurd ist auch nicht ;)
ich habe auch nicht behauptet dass es die atombombe brauchte um den dritten weltkrieg zu verhindern (oder den zweiten zu beenden). weil man die zukunft nicht vorhersagen sondern höchstens vorherraten kann, ist es auch nicht möglich den weg zu messen, welchen die dinge genommen hätten, hätte man anders gehandelt.
was ich sagte ist, dass gewalt und krieg manchmal effiziente (vielleicht sogar legitime? aber wenn ja, wer legitimiert das?) mittel sind, um schlimmeres zu verhindern. ich finde krieg nicht gut. ich bin gegen krieg, im krieg gibt es eigentlich immer nur verlierer. trotzdem weiss ich keine antwort darauf, wie hitler sonst zu stoppen gewesen wäre.


Leuchtherz hat geschrieben:
Man behauptet Waffen sind neutral, wieso also hat man von einer Atombombe angst, wieso heisst es atomare Abschreckung? auf einmal haben Waffen doch so eine “mystische“ Wirkung. Oder die Waffe der Polizei, keine abschreckende Wirkung? selbst Verkehrstafeln, “neutral“, ein wenig Farbe und Blech, keine messbare Wirkung, und trotzdem, man hält sich besser daran. Es könnte sich als fatalen Irrtum erweisen in eine rote Ampel ein neutrales Objekt zu interpretieren.


ich sage nicht, dass waffen nicht eine solche wirkung auf menschen haben können. aber die waffe an sich ist einfach ein klumpen metall mit schrauben. was sie in dir auslöst ist etwas anderes. man hat nicht angst vor der waffe der polizei, sondern davor, dass der polizist damit auf einen schiessen könnte. wenn du alleine in einem raum bist und eine waffe auf dem tisch liegt, dann hast du nicht angst vor dem ding an sich, sondern vor den konsquenzen und vor dem, was man damit anstellen kann. die waffe selbst wird dir nie was tun. sie kann das gar nicht. sie ist ein ding, dessen abzug jemand betätigen muss. das ist alles was ich meine.

etwas weiter ging es mir aber auch darum, dass für fritz eine waffe etwas anderes bedeuten kann als für max. die waffe ist aber immer genau dieselbe. das meine ich mit der subjektivität. man kann nicht sagen das eine ist wahrer oder richtiger. beides sind subjektive empfindungen.


Leuchtherz hat geschrieben:
Der Bericht zu den grössten A-löcher Tieren finde ich auch sehr beschämend. Wenn sich der Mensch in seiner "Wissenschaft" treu bleiben möchte dann müsste er an erster stelle stehen in der Rangliste der grössten A-Löcher Tiere.


es ging mir darum, dass in der natur nicht alles friede freude eierkuchen ist, sondern dinge geschehen, die wir als schlimm, böse oder ungerecht empfinden. es ist aber natürlich, frei von wertung. der mensch interpretiert es als gut oder schlecht, grausam oder schrecklich. aber dinge geschehen einfach, den tieren ist diese wertung egal. ich sehe in dem verhalten der tiere in dem link den ich gepostet habe keine höhere intelligenz oder ein besseres bewusstsein. ich sehe tiere, die instinktiv handeln.


Leuchtherz hat geschrieben:
Ich finde es bedenklich, sorry wenn ich das so schreiben muss, das die Menschen den Weg der Natürlichkeit und Symbiose schon lange verlassen haben, und all ihre Schöpfungen über alles stellen und ihnen den Stempel “neutral“ aufdrücken. Ein Chemielabor in China das die Umwelt verpestet ist in diesem fall auch neutral, oder dieses Forum, nur Pixel irgendwo im Cyberspace, und denoch, die Information die hier drin ist nicht neutral, sonst würde man sich nicht davor hüten gewisse Informationen hier reinzustellen.


wir reden aneinander vorbei. ich habe mich oben zum letzten mal erklärt. für dich ist es böse wenn die umwelt zerstört wird, anderen ist es egal. was ist jetzt besser, richtig oder falsch? das kann nur der mensch für sich entscheiden, es gibt in meinen augen keine übergeordnete instanz.


Leuchtherz hat geschrieben:
Ich denke nicht das wenn wir den Dingen ihre “neutralität“ absprechen das sie dann gut oder böse werden. Sie sind was sie sind und bewirken was sie bewirken. Deshalb sind sie weder neutral noch gut oder böse. Ihre Wirkungsweise kann sich aber als gut oder schlecht zeigen, jenachdem auf was sie wirken. Die rote Ampel, weder gut noch schlecht noch neutral, erst die Wahrnehmung ihrer Bedeutung beinhaltet die Wirkung und die Folgen die man dann als gut oder schlecht bezeichnen kann.


ja, ich glaube auch, dinge passieren einfach. wir werten es. aber man kann es nicht global, objektiv sagen. vielleicht gibt es ja einen höheren plan, und die auslöschung der menschheit gehört dazu? in der bibel wird jesus ja auch gekreuzigt. war das schlecht? nein, im gegenteil, er starb für die sünden der menschen um uns zu erlösen.

nur dass wir uns richtig verstehen, ich für mich finde krieg scheisse. ich finde waffen nicht gut. ich finde die atombombe schrecklich und habe beim oben verlinkten video "ghosts of abu ghraib" geweint. aber sagen wir mal es gibt gott, einen schöpfer. dann hat er diese welt erschaffen, mit all den emotionen, all dem leid, all dem schrecken. dann gehört dies alles mit dazu. muss so sein, denn er hat es so gewollt. das gehört mit zum plan, wenn auch unverständlich. ich habe an anderer stelle schon davon gesprochen, es gibt da einen sehr schönen vortrag von stanislav grof zu dem thema. er beschreibt darin, wie jemand eine erleuchtung hat und versteht, wieso dass es krieg und leid auf der welt gibt. weil das so sein muss, es dazu gehört. weil die erfahrung auf dieser welt zu leben all dies beinhalten muss, die endlichkeit, die sterblichkeit. weil wir genau deswegen auf der welt sind, bevor wir danach wieder zu gott, ins unendliche, zurückkehren. weil wir uns ständig von einem pol zum anderen sehnen, hier auf der welt nach der unendlichkeit, und in der unendlichkeit nach der erfahrung der endlichkeit. aber das schweift langsam zu sehr ab.

wie auch immer, sei versichert, ich wünsche mir auch eine schönere welt, in welcher kein mensch leiden muss. aber ich glaube das ist eine utopie, nicht realisierbar. es wird immer irgend ein leid geben, im kleinen und im grossen, das war schon von anbeginn an so. natürlich ist das nur eine vermutung, es mag sich doch mal was ändern. wer weiss. man kann versuchen etwas zu verbessern, und sollte das auch. aber vielleicht ist es gar nie so geplant gewesen, vielleicht muss es all das grauen ja geben. wer weiss das schon.

fallen angel 3 hat geschrieben:
stimmt genau!
wenn ich aufgrund eines "dings" derart negative gefühle (halt nein, nicht negativ, sondern eine absenz von jeglichem gefühl, eine kälte, eine leere) spüre, so ist dies dem entropischen energiefeld des dings zuzuschreiben und nicht mir.


danke für die erklärung. so macht es auch sinn, dass du alle für komisch oder gestört hältst, die nicht dieselben empfindungen haben wie du wenn sie eine waffe anschauen. das sind entweder pflöcke die das nicht wahrnehmen oder sonst komisch, weil sie dieses entropische feld nicht verängstigt.

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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 18:50 
Gibt es doch zu, ihr wart doch alle auf Koks, als ihr diese Texte geschrieben habt. 8-[


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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 19:20 
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abraxas hat geschrieben:
nur dass wir uns richtig verstehen, ich für mich finde krieg scheisse. ich finde waffen nicht gut. ich finde die atombombe schrecklich und habe beim oben verlinkten video "ghosts of abu ghraib" geweint. aber sagen wir mal es gibt gott, einen schöpfer. dann hat er diese welt erschaffen, mit all den emotionen, all dem leid, all dem schrecken. dann gehört dies alles mit dazu. muss so sein, denn er hat es so gewollt. das gehört mit zum plan, wenn auch unverständlich. ich habe an anderer stelle schon davon gesprochen, es gibt da einen sehr schönen vortrag von stanislav grof zu dem thema. er beschreibt darin, wie jemand eine erleuchtung hat und versteht, wieso dass es krieg und leid auf der welt gibt. weil das so sein muss, es dazu gehört. weil die erfahrung auf dieser welt zu leben all dies beinhalten muss, die endlichkeit, die sterblichkeit. weil wir genau deswegen auf der welt sind, bevor wir danach wieder zu gott, ins unendliche, zurückkehren. weil wir uns ständig von einem pol zum anderen sehnen, hier auf der welt nach der unendlichkeit, und in der unendlichkeit nach der erfahrung der endlichkeit. aber das schweift langsam zu sehr ab.

wie auch immer, sei versichert, ich wünsche mir auch eine schönere welt, in welcher kein mensch leiden muss. aber ich glaube das ist eine utopie, nicht realisierbar. es wird immer irgend ein leid geben, im kleinen und im grossen, das war schon von anbeginn an so. natürlich ist das nur eine vermutung, es mag sich doch mal was ändern. wer weiss. man kann versuchen etwas zu verbessern, und sollte das auch. aber vielleicht ist es gar nie so geplant gewesen, vielleicht muss es all das grauen ja geben. wer weiss das schon.

/color

klar kann es "zum Plan" gehört haben das der Mensch mit seiner "Intelligenz" Waffen schmiedet und sich damit bekämpft. Und so ist auch klar das er irgendwann an eine Grösse von Waffen gestossen ist die an Schrecklichkeit nicht mehr überbietbar waren und das es zu einer "path" Situation kommen musste.
Ich denke die Emotionen werden die Menschen verändern. Das wir vielleicht einsehen das der Weg zur mehr Sicherheit nicht mehr oder grösserer Waffen bedeutet sondern eine bessere Intuition auf die man sich wenn nötig verlassen kann. Dazu müsste man sie aber wahrnehmen und anerkennen.

Stichwort dazu, und ein Blickwinkel zur inneren Ausrichtung:
“Aikido - die Kunst nicht käpfen zu wollen“ http://www.adelheid-dojo.de/aikido_kunst.htm
abraxas hat geschrieben:
wenn du alleine in einem raum bist und eine waffe auf dem tisch liegt, dann hast du nicht angst vor dem ding an sich, sondern vor den konsquenzen und vor dem, was man damit anstellen kann.


was ich absolut als "natürlich" empfinde, ziehmlich gleich wie wenn man einem Tiger in freier Wildbahn begegnet, etwas was einem töten kann. nur das das Ding aus stahl dort von Menschen gemacht wurde und so nicht in der Natur vorkommt und man vielleicht dadurch in eine "Ohnmacht" fällt da 10'000Jahre Evolution für nichts waren um mit dieser Gefahr umzugehen "zu wissen".
In "Gefahrensituationen" ist das Logische sehr weit weg und die Intuition übernimmt meistens die Herrschaft.

Das Argument das mit Waffen aber etwas Gutes geschaffen werden kann bleibt für mich aber absurd. Weil wenn die Waffe was schlechtes schafft war's der Mensch, wenn sie was gutes schafft war's die Waffe? /frage
Sie bleibt für mich ein klumpen Metall die nur einen Sinn hat, Leid zu bringen. Und selbst wenn ich sie einsetze um "gutes" zu bewirken, bringt sie selbst Leid.
Ihre Wirkung ist Leid.

http://www.pharmacon.net/2010/02/schusswaffen/


Pufflibäng hat geschrieben:
Gibt es doch zu, ihr wart doch alle auf Koks, als ihr diese Texte geschrieben habt. 8-[



noch viiiiiiiiel schlimmer Pufflibäng..... stocknüchtern ;)

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Zuletzt geändert von Leuchtherz am Do 25. Aug 2011, 10:08, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 19:30 
Fallen Angel 3 hat geschrieben:
wenn ich aufgrund eines "dings" derart negative gefühle (halt nein, nicht negativ, sondern eine absenz von jeglichem gefühl, eine kälte, eine leere) spüre, so ist dies dem entropischen energiefeld des dings zuzuschreiben und nicht mir.

es liegt einzig und allein an dir. denn wenn es nicht so wäre, würde jeder dasselbe in dieser situation fühlen. das ist aber nicht der fall. es gibt sogar menschen, die sich sicherer fühlen, wenn sie polizisten bewaffnet sehen. und es gibt welche, die unbewaffnete polizisten gar nicht als polizisten, sondern eher als uniformierte witzfiguren betrachten.

da du aber ein problem mit waffen hast, haben waffen diese wirkung auf dich. andere haben dafür probleme mit anderen dingen und empfinden dabei dasselbe, was du bei waffen empfindest. wiederum andere haben probleme mit gewissen tieren. sie bekommen die von dir beschriebenen gefühle, wenn sie sich in der nähe einer maus oder einer spinne aufhalten. ich kenne jemanden, der sich nicht beruhigen kann, wenn in dem raum, in dem er sich befindet, eine spinne an der wand klebt. auch wenn sie nicht sonderlich groß ist und irgendwo an der deckenecke hängt. ist das die spinne an sich, der man das nun zuschreiben kann - oder ist es sein subjektives erleben?

in der moralphilosophie gibt es auch keine an sich bösen dinge. es gibt nicht mal an sich böse taten. denn die eine tat kann für den einen böse sein, für den anderen aber gut. es gibt allenfalls böse absichten. und das sind bestrebungen, die sich gegen den willen eines individuums richten, aber auch das ist ein sehr dünnes eis. denn wenn sich einer umbringen will, wäre der versuch ihn daran zu hindern für ihn total böse, denn für ihn hat sein leben keinen sinn mehr ... es ist leid, dass er nicht länger ertragen will. somit wäre es eine gute tat, ihn dabei zu unterstützen - aus seiner sicht zumindest.

ein moralphilosph sagte mal:
gut ist alles, was den willen fördert. und schlecht ist alles, was den willen hemmt. gut und schlecht sind daher relative, das heißt vom subjekt (seinem willen) abhängige begriffe. unterstütze z.b. einen mörder bei seiner tat, ist das für ihn gut, für das opfer böse. versuche aber einen mörder bei seiner tat zu hindern, ist das gut für das opfer und böse für den mörder.

es ist jedenfalls ein schwieriges thema. wenn alle pazifisten wären, wären waffen völlig sinnlos. aber wir leben nicht in so einer welt. abraxas beschreibt eigentlich ein recht realistisches weltbild. so ist es nun mal. was macht man, wenn assad weiterhin menschenrechte verletzt und demonstrationen blutig niederschlägt? würde einer von euch in so einem land leben wollen?

man muss finde ich der realität ins auge sehen ... und die welt ist nicht rosig. ganz im gegenteil: sie ist in vielerlei hinsicht grausam. und wie grausam sie wirklich ist, bekommen wir gar nicht mit, denn aus den ländern, wo diese grausamkeiten geschehen, fließen kaum nachrichten hinaus.

für mich stehen jedenfalls menschenrechte über der souveränität eines staates und über diktaturen sowieso. menschenrechte können für mich kriege legitimieren, wenn alle anderen mittel versagen.


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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 19:39 
u.s.l. hat geschrieben:
auch wenn das thema koks anscheinend agressiv macht: bitte lasst das mit den waffen! :p


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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 19:46 
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Capablanca hat geschrieben:
ein moralphilosph sagte mal:
gut ist alles, was den willen fördert. und schlecht ist alles, was den willen hemmt. gut und schlecht sind daher relative, das heißt vom subjekt (seinem willen) abhängige begriffe. unterstütze z.b. einen mörder bei seiner tat, ist das für ihn gut, für das opfer böse. versuche aber einen mörder bei seiner tat zu hindern, ist das gut für das opfer und böse für den mörder.

[-( das verstehe ich jetzt nicht, bringe ich den Mörder auch um JA, sonst ganz klar NEIN. Den das Opfer hat, neben dem klitzekleinen "Nachteil" das ihm der garaus gemacht wird auch noch Familie die um ihn trauert usw.
autsch, nicht das ich Deinen Text nicht verstanden hätte Capa, danke und er besitzt viel wahrheit, aber das autsch :cry:

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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 20:20 
ich meine, obwohl die welt nicht ruhen wird, solange es menschen darauf hat, bin ich doch froh, ist hier kein krieg - ausser demjenigen mit buchstaben. ich wünsche niemandem, das gefühl haben zu müssen, eine waffe sei notwendig. und erst recht niemandem, das er in den lauf einer geladenen waffe blicken muss. dies kann leben verändern - und nicht nur meinungen 8-[


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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 21:22 
@Leuchtherz
es ging nicht um das umbringen des mörders :)
sondern darum, dass gut und böse in verbindung zu einem willen stehen und keine objektivität genießen.

wenn ich dich bei irgendetwas unterstütze, ist das für dich gut. das muss aber nicht für andere gut sein. je nach dem was es ist.

es muss nicht mal für dich selbst wirklich gut sein ... und um dabei zum thema zurückzukommen:
angenommen du bist voll scharf auf koks und würdest gerade welches haben wollen. jemand, der es dir verkauft, ist in dem moment gut für dich.
der verkauf wäre für dich ne gute sache.

ist aber diese tat an sich gut?

denn abhängig von der art deines konsums könnte ein anderer sagen (z.b. jemand, der dir nahe steht), dass derjenige, der es dir verkauft, dir was böses tut, weil er deinen niedergang begünstigt.

gut und böse hängt deshalb ein bisschen(?) vom blickwinkel ab, daher ist das auch ein schwieriges thema.


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BeitragVerfasst: Do 25. Aug 2011, 05:16 
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jup danke capa, das war das was ich aus dem Post verstanden habe. Nur den Moralphilosophen verstehe ich nicht ganz mit dem Beispiel.

und es ist ein schwieriges Thema. nur hat für mich der Wille des Menschen so gesehen nicht erste Priorität. Also für einem selber schon, aber nicht in Bezug auf andere. Sonst hätten die Deutschen ja recht gehabt wenn sie dem Willen ihres Führers folgten.


für mich hat gut und böse zu erst mit "Leid" zu tun. Solange ich mir selber leid zufüge und dies auch nur auf mich auswirkt, naja ok.
Sobald ich aber anderen leid zufüge, auch wenn es der Wille des anderen ist find ichs nicht ok.

das kann ich aber nicht von anderen verlangen, das man dies auch so sieht, ich verstehe das.
Deshalb gibt es wahrscheinlich Gesetze ;)

@u.s.l. danke, wie recht Du hast. und sorry wenn es Dir wie krieg(en) vorkommt. Beim Diskutieren sollte es nicht ums kriegen gehen, sondern ums mitbekommen.

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BeitragVerfasst: Do 25. Aug 2011, 05:59 
ich bekomme einiges mit - vor allem, wie einfach es ist, dinge zu schreiben. und jedes wort hat so seine eigenart. eine schwingung. die einen mehr - die anderen weniger. ich versuche mal ein paar dinge einander gegenüber zu stellen, welche gar nicht zusammengehören:


atombombe...............blumenstrauss

militäroperation................liebesnacht

kokssäcklein.................honigblütentee

feindlich................wohlwollend

pflock.................freund

8-[


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BeitragVerfasst: Do 25. Aug 2011, 06:46 
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:D u.s.l. ich find Deine “Betrachtungsweise“ und die art wie Du denkst wunderbar /happy
Und hier sind es tatsächlich “nur“ worte die wirken und verändern 8-[

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BeitragVerfasst: Do 25. Aug 2011, 20:14 
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abraxas hat geschrieben:

fallen angel 3 hat geschrieben:
stimmt genau!
wenn ich aufgrund eines "dings" derart negative gefühle (halt nein, nicht negativ, sondern eine absenz von jeglichem gefühl, eine kälte, eine leere) spüre, so ist dies dem entropischen energiefeld des dings zuzuschreiben und nicht mir.
ich finde es rational, wenn "man" in der nähe von waffen diese empfindung hat. sie nicht zu haben, halte ich für abnormal (im sinn von gestört, was aber nicht wertend gemeint ist, sondern bedauernd).



danke für die erklärung. so macht es auch sinn, dass du alle für komisch oder gestört hältst, die nicht dieselben empfindungen haben wie du wenn sie eine waffe anschauen. das sind entweder pflöcke die das nicht wahrnehmen oder sonst komisch, weil sie dieses entropische feld nicht verängstigt.


hm, nein, ich würde sie nicht als pflöcke bezeichnen - die bezeichnung emotional handicapiert trifft es viel eher..

nun ja, dass die meisten menschen entsprechend konditioniert sind, ist ja nichts neues. ich weiss das, keine angst, ich sehe das alles durchaus realistisch, wie die menschen und die gesellschaft ticken. es gab eine zeit da habe ich die gesellschaft wirklich gehasst. nicht nur doof gefunden sondern wirklich verabscheut.
und dann kam goa.
es ist für andere womöglich nicht ganz einfach das zu begreiffen, aber irgendwie habe ich durch diese partys... an diesen partys... langsam, und doch irgendwie auch recht schnell.. gelernt, die menschen wieder zu mögen. erst nur die lieben menschen an diesen partys, später auch die "ganz normalen" menschen - heute bin ich soweit, dass ich sogar leute, die völlig andere ideologien haben, als ich, mögen kann.

aber das heisst nicht, dass ich es toll finde, wie die meisten menschen in dieser gesellschaft, sich gefangen nehmen lassen, von diesen konditionierungen, von dieser gleichgültigkeit, neutralität, relativität, wie sie es schaffen, die höchsten errungenschaften der menschheit (zB Wissenschaft, Philosophie, Menschenrechte solche Dinge) dazu zu missbrauchen, dinge gutzuheissen - oder zumindest sie nicht als das reine böse wahrzunehmen - wie ich das kann (hach bin ich toll ^^) - die nun mal - wenn einmal all das argumentieren, beweisen und katalogisieren wegfällt, nichts weiter sind, als die wurzel des übels.

inzwischen kann ich verstehen, warum die menschen so sind - ich nehme es ihnen nur noch hin und wieder übel - nicht grundsätzlich. insofern wünsche ich ihnen nichts böses, sondern im gegenteil, dass sie irgendwann einfach mal *begreiffen* warum es nur eine antwort auf das schlechte geben kann: intoleranz. keine toleranz. das böse zu tolerieren, IST böse. und auch die antwort darauf, warum so was wie das dritte reich jederzeit wieder entstehen könnte. weil die menschen immer noch nicht begriffen haben, dass sie sich wehren müssen.

nun passt Capas Abschnitt gut, worin er davon spricht, dass Gewalt auch seine Berechtigung hat, zB eben gegen Faschismus. Yo. Grundsätzlich ein logischer Gedanke. ABER: viel wirkungsvoller ist es, Faschismus gar nicht erst entstehen zu lassen. In einer Gesellschaft, worin die Menschen zueinander schauen, statt einander zu denunzieren, kann Faschismus nicht entstehen. In einer Gesellschaft, worin jedoch immer und immer wieder irgendwelche Hexen verbrannt werden (auch wenn sie heute nicht mehr direkt verbrannt werden, eher gedisst), kann JEDERZEIT die Notwendigkeit für Gewalt entstehen.

Ist unsere Gesellschaft wo 18jährige zum Töten ausgebildet werden, wirklich so sicher...?

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BeitragVerfasst: Do 25. Aug 2011, 20:26 
fallen angel 3 hat geschrieben:
das böse zu tolerieren, IST böse.


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BeitragVerfasst: Do 25. Aug 2011, 20:35 
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es wird der Geist bemüht, was einem Spiel scheint das zu ernst genommen wird. Sind es doch die Gefühle, die uns unser Leben sichern und nicht ein einziger Gedanke daran. Der Geist wirft den Gefühlen betrug vor und kaschiert so sein eigenes Unvermögen.

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