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BeitragVerfasst: Di 30. Aug 2016, 09:39 
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Leuchtherz hat geschrieben:
Zitat:
Bis man es zum 'Gesellschaftsproblem' hoch stirilisiert hatte, gab es kein Problem, Leute die sich wegen Ihrer manigfaltigen Problemen ihrer Sucht hin gaben wurden nicht in ein Schattendasein abgedrängt wo sie als Nichtsnutze auf irgendwelchen Bahnhofsplätzen zum rumlungern verdammt wurden; sie waren teil der Gesellschaft. Und als solche von keinen Negativen Konsequenzen ihres Konsums betroffen

Gibts da ein oder mehrere fundierte Quellen? Scheint mir eine recht romantische Auslegung zu sein.

Zitat:
Wenns legal ist kostet es fast nichts mehr und all die Mafiabosse, Dealer und Zwischenhändler würden auf einen schlag nichts mehr verdienen! In Kolumbien kostet ein Gram Kokain von vergleichbarer Reinheit 5 USD. Hier ja bekanntlich 120.- /150.- SFR, wenn nicht sogar viel mehr (da es ja unmöglich so rein sein kann wie dort da jeder Depp durch dessen Finger es geht noch einbisschen Schund rein mixt um seinen Ertrag zu steigern

Das dürfte näher erörtert werden
Wenn die Schweiz zB Koks legalisiert hatvdas was fürceine Auswirkung auf die Drogenindustrie in Kulumbien?


Uiuiuiuiui, ich muss noch deinen Zitierten Text nachlesen hatte bis dato keine Zeit undauch jetzt gerade fehlt sie mir.

Zu den Quellenangaben der ersten frage kann ich (momentan) nur auf Johann Hari's 'Drogen' verweisen (dt. Ausg.: S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2015; engl. Ausg.: Bloomsbury Circus, London 2015, dort als 'Chasing the scream. The first and the last days of the war on drugs')

Zum zweiten: weisst du genauso wie ich dass die Folgen einer Legalisierung in der Schweiz nur für innerschweizerische Belange von bedeutung wären, allenfalls noch als Signalwirkung für andere Staaten es uns gleich zu tun.
Wir unterschätzen oftmals wie andere Staaten auf unser, doch sehr kleines Land schauen, die Heroinabgabe hat z.bsp. sehr interessante Reportagen, Ansätze und Diskusionen insbesondere in Britanien ausgelöst.

Sorry ich muss los.

PEACE und so /yo

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BeitragVerfasst: Di 30. Aug 2016, 10:03 
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Danke für den Tip. War gerade ein wenig nachlesen.
Irgendwie hab ich aber mühe aus solchen Aussagen das zu lesen was Du geechrieben hast.
Zitat:
Rothstein, Anslinger, Holiday. Anhand ihrer Schicksale erzählt Hari seine Story, bis diese Figuren beinahe Symbole werden. Er kommt ihnen sehr nahe, zitiert aus Anslingers groschenromanhaften Aufzeichnungen und den Erinnerungen von Rothsteins Witwe. Der Originaltitel Chasing the Scream verweist auf einen Schlüsselmoment in Anslingers Aufzeichnungen. Als Kind in Pennsylvania hört er eine Nachbarin "fast wie ein Tier" schreien. Der kleine Harry Anslinger wird in die Stadt in die Apotheke geschickt, um ihre Dosis Schmerzmittel abzuholen. Der "Schrei", schreibt Anslinger später, wird ihn sein gesamtes Leben verfolgen: Süchtige, das sind eigentlich normale Menschen, die durch Drogen zu "hysterischen, bösartigen, geistig eingeschränkten" Wesen werden.

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BeitragVerfasst: Di 30. Aug 2016, 15:08 
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Leuchtherz hat geschrieben:
Danke für den Tip. War gerade ein wenig nachlesen.
Irgendwie hab ich aber mühe aus solchen Aussagen das zu lesen was Du geechrieben hast.
Zitat:
Rothstein, Anslinger, Holiday. Anhand ihrer Schicksale erzählt Hari seine Story, bis diese Figuren beinahe Symbole werden. Er kommt ihnen sehr nahe, zitiert aus Anslingers groschenromanhaften Aufzeichnungen und den Erinnerungen von Rothsteins Witwe. Der Originaltitel Chasing the Scream verweist auf einen Schlüsselmoment in Anslingers Aufzeichnungen. Als Kind in Pennsylvania hört er eine Nachbarin "fast wie ein Tier" schreien. Der kleine Harry Anslinger wird in die Stadt in die Apotheke geschickt, um ihre Dosis Schmerzmittel abzuholen. Der "Schrei", schreibt Anslinger später, wird ihn sein gesamtes Leben verfolgen: Süchtige, das sind eigentlich normale Menschen, die durch Drogen zu "hysterischen, bösartigen, geistig eingeschränkten" Wesen werden.


Zum Buch: es ist besser als ich gedacht hätte! Ich wusste ja logischerweise schon viel über das Thema aber J.Hari, übrigens ein schweizerisch/britischer Doppelbürger, hat, nach eigenen Angaben, über drei Jahre recherchiert, 9 Länder besucht und hunderte Zeugen unter teils gefährlichsten Umständen Interviewt. Es ist, insofern ich das beurteilen kann sehr korrekt und authentisch recherchiert. Es zeigt das Problem in einem ganz anderen Licht, mit Fakten die mir so nicht bewusst waren.

Wegen romantischer Auslegung: klar, es muss in die Beurteilung eingezogen werden das gewisse Substanzen damals eher Raderscheinungen waren, es wegen der ungenügenden Bekanntheit also auch nie zu Volkskrankheiten hätten schaffen können.
Wenn ich sage keine Probleme meine ich im Vergleich zu heute.

Es hat und wird immer Süchtige geben Leute die ihren Schmerz, den sie nicht oder schlecht verarbeiten können irgendwie zu betäuben versuchen. Deshalb kann man aber auch nicht das Spielen verbieten. Damals war man nach Heroin Hustensirup abhängig oder dem berüchtigten Laudanum, weil man es aber in jeder Drogerie für drei, vier Franken erwerben konnte gab es keine oder nur wenig der Heutigen Begleiterscheinungen wie: Beschaffungskriminalität, Drogengewalt oder Prostitution um sich Stoff zu leisten. Die Leute wurden weniger als Junkies gebrandmarkt und gingen normalen Beschäftigungen nach. Um Himmels willen Betrunken zur Arbeit zu erscheinen war damals (ich rede vor nur gerade 40/50 Jahren) gar nicht mal so ein Unding. Das kann nun gut oder schlecht sehen.

Auf jeden Fall machten die Briten damals ordentlich Moos mit dem verkauf von Opium, in China selbst noch nachdem man es in Grossbritannien schon verboten hatte. Es ist daher, in Berücksichtigung der Historisch belegten Fakten gar nicht 'romantisch' was ich sage. Es galt sogar als Weltmännisch Opium zu nehmen, in Frankreich kaute man es die Briten rauchten es. Das wusste man. Man überlegte sich auch nicht viel dabei was jetzt in dem Hustensaft drin war, Haubtsache es wirkte. Und das tat es.

Viele Hirten und Bauern rauchten Gras und assen Psylos (Semillianzeata) auf der Alp, es gibt da so ein paar Überlieferungen aber frag mich ja nicht nach den Quellenangaben. ;)

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BeitragVerfasst: Di 30. Aug 2016, 17:12 
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Zitat:
Viele Hirten und Bauern rauchten Gras und assen Psylos (Semillianzeata) auf der Alp, es gibt da so ein paar Überlieferungen aber frag mich ja nicht nach den Quellenangaben.

Bestimmt und weil ich denke das die wussten was sie taten bin ich auch absolut für den legalen Eigenanbau/Abbau und Konsum von solchen Substanzen. Ich denke da würde auch mehr Verantwortung mit einher gehen und eine Kultivierung des Wissens über einheimisch Gedeihendes ;) Back to the roots - und die sind nicht im kolumbianischen Dschungel ;)

Zitat:
Die Leute wurden weniger als Junkies gebrandmarkt und gingen normalen Beschäftigungen nach. Um Himmels willen Betrunken zur Arbeit zu erscheinen war damals (ich rede vor nur gerade 40/50 Jahren) gar nicht mal so ein Unding. Das kann nun gut oder schlecht sehen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung im Wechsel des 19 zum 20 jhr Betrug so zwischen 45 -50 Jahre. Man muss sich vorstellen die Bedingungen waren mies und das Leben voller schmerz. Klar waren betäubende Mittel sehr beliebt. Und für manchen Arbeiter halt auch billiger als ein Arzt. Ob man dies mit einem "normalen", beschäftigtem Leben von Heute vergleichen kann bezweifle ich nun mal.

man könnte noch einiges von dieser Zeit aufführen, auch das andere die Sündenböcke waren, halt nicht die Selbigen ganz unten.

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BeitragVerfasst: Do 1. Sep 2016, 20:43 
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BeitragVerfasst: Di 20. Sep 2016, 22:19 
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Leuchtherz hat geschrieben:
Wir werden alt. Hanflegalisierung mit Arbeitsplatzbeschaffung und Wirtschaft Ergebnis begründen /bigs

Der Mensch denkt also tatsächlich Pflanzen gemäss ihrem Wirtschaftlichen nutzen zu legalisieren - wird immer lustiger auf diesem Planeten der Wahrheitsimulanten.


Naja, Arbeitsbeschaffung und Wirtschaftergebnis sind ja nicht die Gründe - zumindest für mich- aber es sind die Argumente, die einen Teil derer überzeugen können, die für die wirklich rationalen Argumente nicht empfänglich sind. Und diese Scheissdemokratie brauch halt immer Mehrheiten und da gibt es für jeden seine Argumentatinsmuster.


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BeitragVerfasst: Mi 21. Sep 2016, 07:00 
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Zitat:
Und diese Scheissdemokratie brauch halt immer Mehrheiten und da gibt es für jeden seine Argumentatinsmuster.


Mmh da magst Du wohl recht haben. Wie wärs mit: Es werden alle die den Mammon preisen herzlich dazu eingeladen ums goldene Hanfblatt zu tanzen. ;)

Was mir gerade spontan so dazu einfällt, sorry wohl OT ( /bigs ):
Bild
http://www.theatlantic.com/magazine/archive/1999/03/the-market-as-god/306397/

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BeitragVerfasst: Fr 23. Sep 2016, 20:39 
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Ha,ha... was mir so spontan einfällt
Gesetze: Gottes Wort oder dessen, dem es gelingt seins als dieses zu verkaufen; der Markt braucht keine Gesetze, der regelt alles allein
Menschenbild: das religiöse (buddhistisch, christlich etc); homo oeconomicus
Organisationsstruktur: unterdrückend-hierarchisch; unterdrückend-hierarchisch

Also aus botanischer Sicht wäre natürlich der Schutz der pflanzlichen Artenvielfalt durchaus auch eine Argumentation, wobei Hanfgewächse trotz des weltweit verbreiteten Verbots nicht wirklich vom Aussterben bedroht sind. Naja und Hopfen ist auch ein Hanfgewächs, stellen wir uns doch mal vor, wäre das in der Schweiz auch verboten...


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BeitragVerfasst: Do 27. Okt 2016, 07:03 
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@Fragensteller: habe mir gerade noch mal den Initiativtext, der ja noch nicht eingereicht ist durchgelesen. Also ich denke, dass die Prävention stärker hervorgehoben werden muss, damit das ganz überhaupt einen Ansatz von einer Chance haben kann. Klar der Konsum, von Minderjährige soll verboten bleiben. Aber ein Satz wie, "der Bund ergreift geeignete Massnahmen des Jugendschutz, stellt finanzielle Mittel für Prävention und Aufklärung zur Verfügung", fehlt im Initiativtextentwurf
Keine Ahnung, ob das so verhebt, aber ich denke du verstehst, was ich meine, auch die Höhe des Betrages (z.B. 50% der Einnahmen aus der neuen Canabissteuer), die der Bund zur Verfügung stellt könnte festgelegt werden, wobei, das eher auf Gesetzesebene geregelt werden müsste, damit es nicht so star ist...


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BeitragVerfasst: Fr 11. Nov 2016, 10:14 
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in Luzern findet eine pro/contra-Tagung statt. ich habe das Privileg, dabei zu sein. mal hören, was die selbsternannten experten dazu meinen.

ich werde versuchen, das wichtige (aus meiner sicht) ein wenig zusammenzufassen.

wird aber frühestens nächstes Wochenende so weit sein.

peace!

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BeitragVerfasst: Fr 11. Nov 2016, 11:42 
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BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2016, 16:27 
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ich hab ein wenig zu viel versprochen mit der zusammenfassung 8-[ sorry!

bis zur Mittagspause war die Tagung ziemlich trockene Theorie, und sobald die Präsentationen (glaub power Point) veröffentlicht werden, gebe ich euch bescheid. oder leite es euch weiter.

das Publikum war ziemlich durchmischt, und von menschen, die direkt betroffen sind (mütter von süchtigen Cannabis-Konsumenten, Lehrerinnen, therapeuten, kiffern selbst, sowie szialarbeitern, und noch einiges mehr), oder in irgend einer anderen form an der sucht und süchtigen verdienen.

nachmittag war in workshops aufgeteilt, ich konnte leider nur in zwei reinguggen, der Alleinunterhalter hat gerockt (vor allem die lustige Zusammenfassung seiner sicht auf den tag und die Themen, der herr von der Staatsanwaltschaft war für meinen Geschmack etwas zu sehr auf Hardliner eingestellt, tat aber der Stimmung keinen abbruch, und ich habe etwa zehn zettel verteilt (vor allem an kiffer und befürworter einer teillegalisierung), mit den links aus dem eröffnungspost vom fragensteller.

am besten gefallen hat mir der herr berg (ich glaube leiter einer psychiatrischen Abteilung in horgen), der trotz seines berufs etwas ganz normales, menschliches an sich und seiner art hatte.
Einsichten: es wird gekifft. die allermeisten kiffer wachsen irgendwann aus ihrer kifferphase heraus, ohne jemals hilfe zu benötigen. lediglich 1-2% hören damit auf, weil das kiffen verboten sei, und sie durch die Illegalität oder durch bussen seitens der Justitia und ihrer rechten Hände, der freunde und helfer, dazu genötigt wurden. für mich der stärkste punkt, weshalb kiffen legalisiert werden sollte. es gibt ein Konsum-Tagebuch, welches von problem-betroffenen manchmal genutzt wird, was ich an und für sich toll finde, obwohl ich froh bin, das sowas aus meiner kifferzeit nicht existiert. die Abstinenz von einem hardcore-kiffer zu erwarten, sei utopisch. die sucht irgendwie unter kontrolle zu bringen, habe sich durchgesetzt. Eltern sollen begleiten, aber nicht zu etwas zwingen (also eingreifen, darüber reden, aber nicht verlangen, aufzuhören, und mit vollem druck darauf aus sein.

der zweite Referent hat die verschiedenen modelle den peoples vermittelt und miteinander verglichen unter anderem; das staatliche, welches in uruguay seit circa 40 jahren am wachsen und sich entwickeln ist, das wirtschaftliche, das in den einzelnen Staaten der USA so blüten trägt, oder auch das von Holland, Alaska und so weiter.

davon gefiel mir das Uruguayanische am besten: da dürfen bürger bis zu vierzig gramm im Monat von vater Staat beziehen. mit der Begründung, jemand, der mehr als 1.3 gramm am tag braucht, hätte sowieso ein Problem mit dieser Substanz. also, staatlich kontrolliert scheint dort schon Normalität zu sein. jedenfalls sind die Vorreiter in Sachen kein krieg den Drogen - aus meiner perspektive. der markt an Lebensmitteln, die aus resten der pflanzen gewonnen werden, überall am boomen, wo Cannabis legal - oder teils legal - ist.

ein wenig komisch aus der wäsche habe ich nur geguggt, als ich mitbekam, was im "presänt-säckli" der Referenden im namen von akzent so drin war. unter anderem eine flasche wein :-D ganz nach dem moto: Cannabis predigen, wein trinken :? die Botschaft scheint mir eindeutig.

in einigen Städten der schweiz sind Konzepte zur Überarbeitung im umgang mit Cannabis in arbeit. jedoch schaut auch die schweiz noch ein wenig abwartend zu, was so die anderen machen. und vor allem, was sich bewährt. und das scheint nicht am wirtschaftlichen aspekt vorbeizuführen. und hohen steuern. oder abgaben, selbst wenn man das zeug zum eigenkonsum wachsen lassen will.

Vorsicht: in manchen grassorten gedeihen nicht ganz gesunde Pilze, der bleiwert wird überschritten, und nebst thc hat Cannabis noch etwa 100 andere Wirkstoffe, die teilweise schädlich sein können. davon wird in naher Zukunft in der medizinischen Forschung vermehrt die rede sein. auch für unheilbar kranke krebspatienten.

noch etwas erfreuliches aus sicht der kiffer: im Bundesstaat colorado (bei trump, also) rechnet man für das jahr 2016 mit steuereinnahmen, alleine aus dem verkauf von kiffzeugs, die sogar diejenigen übertreffen könnten, die dieser Bundesstaat gemeinsam aus deren von Tabak UND Alkohol einnehmen wird.

ich glaube, ich fange wieder an zu kiffen /yo

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BeitragVerfasst: Fr 25. Nov 2016, 22:15 
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Zitat:
PODIUM CANNABIS 15.11.2016
Die „Tagung Cannabis“ hat mit Referaten und Workshops die neuesten Entwicklungen im Umgang mit dieser Droge skizziert. An der abschliessenden Podiumsdiskussion wurden die Erkenntnisse gebündelt. Doch die Lösung für einen vernünftigen Umgang mit Cannabis ist noch nicht gefunden.
Als einziger der fünf Podiums-Teilnehmenden sprach sich Roger Fuchs von der Staatsanwaltschaft Luzern dezidiert gegen eine Legalisierung von Cannabis aus. Mit der heute praktizierten, teilweise entschärften Kriminalisierung könne er leben, nicht aber mit einer Freigabe. Am meisten Sorgen bereitet ihm die Bagatellisierung von Cannabis. Fuchs ist überzeugt, dass bei einer Freigabe viel mehr Menschen Cannabis konsumieren würden. Fazit: „Die Strafverfolgungsbehörden hätten zwar viel weniger Aufwand, aber den Staat würde es in andern Bereichen trotzdem viel kosten.“
Für Jacqueline Mennel, Bereichsleiterin Akzent Prävention, wäre ein Vorteil der Legalisierung, dass sie den Zugang der Präventionsfachleute zu Jugendlichen mit Cannabisproblemen einfacher machen und generell die Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit ankurbeln würde. Armin Huber, Therapeutische Gemeinschaft Neuthal, hat die Erfahrung gemacht, dass nur ein ganz kleiner Teil von Jugendlichen den Konsum nicht im Griff hat. „Das sind Jugendliche, die auch sonst nirgens stehen, die keine Ausbildung haben, keinen Freundeskreis, keine Perspektiven. Huber hat kein Problem mit einer Legalisierung, aber sehr wohl mit dem wenig konsequenten Jugendschutz. „Wir müssen uns als Gesellschaft einig sein, was wir wollen und was nicht. Es braucht klare Regeln, und diese müssen wir durchsetzen.“
Der Jugendschutz bleibe auch bei einer Legalisierung ein Problem, sagte Marc Marthaler von Sucht Schweiz. Als Vorteile einer Legalisierung nannte er die bessere Kontrolle über die Qualität des Stoffes. „Zudem würde der Schwarzmarkt stark zurückgedrängt. Auch könnte der Staat Steuern erheben und diese Gelder für die Prävention und die Schadensbe-grenzung einsetzen.“ Der Suchtexperte rief das Plenum auf, weiterhin nach Lösungen zu suchen. „Cannabis ist seit 50 Jahren illegal. Wir müssten doch endlich einen Weg finden, um mit dieser Substanz vernünftig umzugehen und die Jugendlichen zu schützen!“
Wie sollen Eltern mit ihren Kindern umgehen, wenn diese Cannabis konsumieren? Im Ge-spräch bleiben, das ist die Devise von Sandra Colombo, Institut PSI Schweiz. „Wir müssen ihnen zuhören. Bleiben sie verschlossen, sollten wir dennoch dranbleiben, auch wenn wir ihnen damit mal auf den Wecker gehen.“ Trotzdem: „Wir müssen den Jugendlichen zeigen, dass wir sie in ihren Problemen ernst nehmen.


also, die Folien sind jetzt online...

http://www.akzent-luzern.ch/praevention/themen/paket-cannabis/cannabis-tagung/zusammenfassung

viel spass - und weiter dran bleiben. irgendwann sind auch die füchse zum umdenken gezwungen :-#

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BeitragVerfasst: Di 13. Dez 2016, 17:44 
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BeitragVerfasst: Di 13. Dez 2016, 21:48 
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illusion hat geschrieben:
davon gefiel mir das Uruguayanische am besten: da dürfen bürger bis zu vierzig gramm im Monat von vater Staat beziehen. mit der Begründung, jemand, der mehr als 1.3 gramm am tag braucht, hätte sowieso ein Problem mit dieser Substanz.


wennt mehrmals monatlich bsuech häsch wo mitraucht, langt das nöd. und warum söll jede sis eigne pflanze, go hole, dreihe rauche? chli arbetsteilig macht doch s'läbe liechter :-k
ich wär eher für e freigab als e konrollierti legalisierig. drum guets argument vom grufti im vid; die wänd nur euse konsum kontrolliere :P

für de staat wärs vo vorteil, abr nur wenn au bargelg abgschaffe wird, so chöntmr zumindest mal alkoholiker wo auto fahred schneller usfindig mache idem jede chauf mitm chärtli kontrolliert wird. und ihne de uswis entzieh bevors öper übersehnd bim fahre :?

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