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BeitragVerfasst: Mo 23. Jul 2007, 21:13 
@abraxas
=D> sehr verständlich geschrieben!

Die Frage, die ich mir dabei stelle ist, ob es überhaupt etwas bringt, das eine oder andere zu beweisen. Was wäre dadurch gewonnen, dass wir sagen können, ist so, oder ist nicht so? Vermutlich gäbe es auch nach einem wissenschaftlich durchgeführten Experiment, jene, die das Ergebnis anzweifeln, und jene, die alle, die es anzweifeln, anzweifeln.

Wir könnten natürlich auch einfach sagen: ich habe dies und jenes erlebt, für mich war es so und ich glaube, dass es so war. Dadurch geraten wir natürlich in einen nicht-beweisbaren Rahmen, der möglicherweise zu einer Polarisierung zwischen "Gläubigen" und "Ungläubigen" führt.

Eine andere Möglichkeit wäre, jeden sein Ding drehen zu lassen, unterschiedliche Vorstellungen zu akzeptieren und auf sich beruhen zu lassen - weder von der einen Seite anfangen zu missionieren - noch von der nächsten anfangen zu überzeugen. Aber das wäre vermutlich etwas langweilig - solche Diskussionen sind auch immer wieder sehr unterhaltsam O:)

Ich denke mal, wissenschaftlich betrachtet, wurde der Beweis, dass eine Goaparty eine feine Sache ist, bei der guter Sound läuft, nette Leute dort sind, das Deko ein wahres Kunstwerk ist und es Chai gibt, bereits hundertfach erbracht.. Alles was darüber hinausgeht, liegt im Auge des Betrachters und kann jeder nur für sich selbst entscheiden.


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BeitragVerfasst: Di 24. Jul 2007, 06:12 
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Fallen Angel hat geschrieben:
Was wäre dadurch gewonnen, dass wir sagen können, ist so, oder ist nicht so? Vermutlich gäbe es auch nach einem wissenschaftlich durchgeführten Experiment, jene, die das Ergebnis anzweifeln, und jene, die alle, die es anzweifeln, anzweifeln.



nein, eben. wissenschaft ist nichts zum anzweifeln (nein, stimmt nicht. aber selten was zum anzweifeln), weil wissenschaft klar nachvollziehbar ist. jeder kann, hat er das richtige rüstzeug (sofern man sowas braucht) dasselbe resultat reproduzieren. wirf einen stein in die luft, er wird immer wieder runterfallen. zweifelst du danach immer noch dran dass es sich so verhält, wenn du es 10mal, 100mal, 1000mal gemacht hast? (hast du nämlich als kind).

((nachträglich: du hast natürlich insofern recht, dass es wohl auch dann noch leute geben wird die das anzweifeln. für mich eher unverständlich, aber es gibt sie garantiert :))

natürlich darf es leute geben, denen es völlig egal ist wie die welt um sie rum _wirklich_ funktioniert. ich gehöre nicht dazu, ich finde es spannend und glaube man kann viel dazulernen wenn man versteht wie die dinge funktionieren.



Fallen Angel hat geschrieben:
Wir könnten natürlich auch einfach sagen: ich habe dies und jenes erlebt, für mich war es so und ich glaube, dass es so war. Dadurch geraten wir natürlich in einen nicht-beweisbaren Rahmen, der möglicherweise zu einer Polarisierung zwischen "Gläubigen" und "Ungläubigen" führt.


es ist jedem selbst überlassen wie er mit solchen sachen umgeht. ich möchte wissen, nicht glauben. für gewisse leute ist das fliessend, wenn sie stark glauben ist das für sie praktisch wissen. für mich nicht.

Fallen Angel hat geschrieben:
Eine andere Möglichkeit wäre, jeden sein Ding drehen zu lassen, unterschiedliche Vorstellungen zu akzeptieren und auf sich beruhen zu lassen - weder von der einen Seite anfangen zu missionieren - noch von der nächsten anfangen zu überzeugen. Aber das wäre vermutlich etwas langweilig - solche Diskussionen sind auch immer wieder sehr unterhaltsam O:)


die realität ist nichts, wofür man missionieren müsste oder andere davon überzeugen. das finde ich verfehlte begriffe in dem zusammenhang. ich stimme dir zwar zu dass jeder sein ding machen soll, aber diskussionen finde ich gut und das kann auch unabhängig von irgendwelchen missionarischen absichten passieren.

durch experimente macht man ja nichts anderes als theorien zu widerlegen (oder thesen zu beweisen). wenn man eine annahme trifft und es immer wieder ausprobiert und es jedesmal zutrifft, dann kann man davon ausgehen dass die annahme stimmt. das hat nichts mit missionieren und überzeugen zu tun. beide begriffe haben mit glauben zu tun, und nichts mit der realität oder prüfbaren gegebenheiten...

sagen wir mal so - du kannst glauben dass du unverwundbar bist. und du kannst versuchen andere davon zu überzeugen. aber sobald du von einer klippe springst holt dich die realität ein ;)


Fallen Angel hat geschrieben:
Ich denke mal, wissenschaftlich betrachtet, wurde der Beweis, dass eine Goaparty eine feine Sache ist, bei der guter Sound läuft, nette Leute dort sind, das Deko ein wahres Kunstwerk ist und es Chai gibt, bereits hundertfach erbracht.. Alles was darüber hinausgeht, liegt im Auge des Betrachters und kann jeder nur für sich selbst entscheiden.


ja, ich würde meinen das ist eine wissenschaftlich anerkannte tatsache, die auch kritischem hinterfragen standhält und sich reproduzieren lässt, bestimmte grundbedingungen vorausgesetzt (man mag die musik ;).

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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: Sa 24. Dez 2016, 10:25 
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abraxas hat geschrieben:

nein, eben. wissenschaft ist nichts zum anzweifeln (nein, stimmt nicht. aber selten was zum anzweifeln), weil wissenschaft klar nachvollziehbar ist. jeder kann, hat er das richtige rüstzeug (sofern man sowas braucht) dasselbe resultat reproduzieren. wirf einen stein in die luft, er wird immer wieder runterfallen. zweifelst du danach immer noch dran dass es sich so verhält, wenn du es 10mal, 100mal, 1000mal gemacht hast? (hast du nämlich als kind).



hehe - ich hab mal als Knirps Nachbars scheibe eingeworfen, und dachte, der stein käme gar nicht runter. doch - er kam. samt wutentbranntem nachbar 8-[ seither unterlasse ich dieses wissenschaftliche experiment :-D

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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 00:31 
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Zitat:
sagen wir mal so - du kannst glauben dass du unverwundbar bist. und du kannst versuchen andere davon zu überzeugen. aber sobald du von einer klippe springst holt dich die realität ein ;)


:idea: Man kann an seine Theorie glauben, bis das nächste Experiment kommt und etwas neues in unseren Köpfen schafft, das wir Realität nennen können. :idea:


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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 13:33 
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Wenn ein Thread zum kübeln da wäre, wäre es dieser. Unfundierter, undifferenzierter Schnickdchnack gepaart mit Wissenschaftgläubigkeit und Absolutismus.
Wenn ich schon sowas lese wie
Zitat:
nein, eben. Wissenschaft ist nichts zum anzweifeln
kommt mir das kotzen.
Wissenschaft besteht zum grössten Teil davon Theorien zu verifizieren und falsifizieren
Kommt dazu das es neben den naturwissenschaftlichen Fächern auch Geisteswissenschaftliche Fächer gibt.
Und in allen Bereichen der Wissenschaft ist kontroverse Auseinandersetzung gefragt. Zudem werden auch Wissenschaften angezweifelt, zB die Genderforschung (nicht das ich das tue sondern in der Wissenschaft wird das getan). Und man baut kein Miliarden CERN wenns an den Theorien nichts anzuzweifeln gäbe.

Man kann also feststellen, nicht alle Wissenschaften sind exakte Bereiche die nur absolute Schlüsse zulassen oder
Und seit bald mehr als Hundert Jahren wird mit Theorien gearbeitet welche man bis heute nur ansatzweise empirisch Nachweisen lassen kann.

Und was eben auch nicht ist, dass die Naturwissenschaften uns konkrete Antwort geben können auf zentrale Fragen des Menschseins - auf Ethik und Moral. Sie können nur Daten und Fakten sammeln aber keine Schlüsse auf eben Ethik und Moral ziehen. Letztesmal als man diesen Weg beschritt mit Sozialdarwinismus oder Eugenik kam echt nur scheisse raus.

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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 16:21 
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also, die Wissenschaft hat rausgefunden, dass, wenn jemand in einer nacht fünf extasys schmeissen tut, und kein wasser trinkt, schlechter abschneidet, als wenn er wasser trinken würde, obwohl beides von der ethischen seite gesehen vertretbar wäre. allerdings sollte man dann fünfzehn Liter trinken, damit der schaden möglichst gering ausfällt, weshalb man sich schon fragen sollte, ob man sowas überhaupt versuchen sollte. ich hab aber leicht schreiben, da ich weder der Wissenschaft, noch dem glauben, noch sonst etwas im universum unskeptisch gegenüberstehe, was mich zu so einer art wissenschafter in Sachen glauben macht. kübeln finde ich moralisch unvertretbar, da noch um ein vielfaches grösserer mist im Forum noch rumsteht, ohne gekübelt worden zu sein.

obwohl ich eigentlich von der Wissenschaft viel überzeugter bin, als vom glauben.

wenn es jemandem darum geht, möglichst wach bleiben zu wollen, sollte dieser jemand keine Schlaftabletten nehmen, und wenn jemand mit Pülverchen die grösseren sinn-des-Daseins-leuchtmomente hatte, als jemand anderes auf lsd, dann ist dies auch nicht weiter schlimm.

Hauptsache: viel wasser trinken /bigs oder kübeln.

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BeitragVerfasst: Fr 13. Jan 2017, 11:47 
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Wie Langweilig mittlerweile doch dieses Na(ch)äffchen ist -.-
Zitat:
obwohl ich eigentlich von der Wissenschaft viel überzeugter bin, als vom glauben

Eine Frage von Qualiätsbewusstsein. Was ist wichtiger: die Menschenrechte zu wissen oder an sie zu glauben?

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BeitragVerfasst: Fr 13. Jan 2017, 12:23 
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sorry - wollte dich keinesfalls nachäffen :oops:

Menschenrechte sind glaub in einem anderen thread 8-[

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BeitragVerfasst: Fr 13. Jan 2017, 14:58 
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Die Frage war nicht wo find ich den Thread zu Menschenrechten sondern was bei den Menschenrechten wohl mehr bringt. Sie zu Wissen oder auch an sie zu glauben.
Hier ist das Thema nämlich Glauben.und einige meinen ja zu wissen das Glauben so gar nichts bringt sondern nur wissen.

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BeitragVerfasst: Sa 14. Jan 2017, 11:38 
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ja, ich glaube, ich weiss was du meinst. deshalb macht es das ganze so schwer: die wissenschaft findet ständig etwas raus, was eigentlich sehr viel kostet, aber manchmal einen nutzen = 0 hat. und sie ist nicht wissen. wenn ich daran glauben würde, was die wissenschafter alles von sich geben, dann wäre das auch kein wissen, sondern eine annahme, sie hätten recht, also wäre ich gezwungen, es so zu glauben, was die behaupten.

ich meine - nicht, dass ich die erfahrung unterschätze, aber selbst die stimmt dann nur für mich - glaube ich. jemand anderes macht andere erfahrungen, und somit sind unsere blickwinkel völlig unterschiedlich. genauso geht es uns mit der sprache: für jemanden bedeuten worte etwas anderes, als jemand anderes etwas darunter versteht. was ich glaube unter glauben zu verstehen, ist nicht zwingend für fa oder abraxas oder leuchtherz das selbe, und wissenschaft ist noch viel komplexer, und was ich meine zu wissen ist nicht etwas, was wissen sein muss, und schon gar nicht wissen selbst.

ich dachte, hier ginge es um einen kapitän auf stürmischer see, was aber erst beim zweiten beitrag umbenannt wurde, also geht es meiner ansicht nach eher um erfahrung, oder das, wie jemand denkt, und nicht, was die wissenschaft rausgefunden hat.

hat - glaube ich - viel versteckten, persönlichen touch drin, und was abraxas aussage angeht: gilt nicht in jedem fall, und schon gar nicht auf die ganze wissenschaft ausgedehnt, mit all ihren zweigen und über alle zeit. aber solch eine meinung hat wirklich auch ihre berechtigung, weil sie klar ist, obwohl sie nicht immer zutreffen muss. jedenfalls für mich nicht.

aber - was weiss ich schon? ich weiss ja nicht einmal, was ich glaube :lol:

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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2017, 16:14 
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Ich glaube zu wissen, wie das hier enden wird und poste damit schon meine Antwort auf das noch von jemand anderem zu verfassende Schlusswort:

"Kant meint:

Modi des Fürwahrhaltens: Meinen, Glauben, Wissen


Es gibt hiernach drei Arten oder Modi des Fürwahrhaltens: Meinen, Glauben und Wissen. — Das Meinen ist ein problematisches, das Glauben ein assertorisches und das Wissen ein apodiktisches Urteilen. Denn was ich bloß meine, das halte ich, im Urteilen, mit Bewußtsein nur für problematisch; was ich glaube, für assertorisch, aber nicht als objektiv, sondern nur als subjektiv notwendig (nur für mich geltend); was ich endlich weiß, für apodiktisch gewiß, d. i. für allgemein und objektiv notwendig (für alle geltend); gesetzt auch, daß der Gegenstand selbst, auf den sich dieses gewisse Fürwahrhalten bezieht, eine bloß empirische Wahrheit wäre. Denn diese Unterscheidung des Fürwahrhaltens nach den so eben genannten drei Modis betrifft nur die Urteilskraft in Ansehung der subjektiven Kriterien der Subsumtion eines Urteils unter objektive Regeln.

So wäre z. B. unser Fürwahrhalten der Unsterblichkeit bloß problematisch: wofern wir nur so handeln, als ob wir unsterblich wären; assertorisch aber, so fern wir glauben, daß wir unsterblich sind; und apodiktisch endlich: so fern wir alle wüßten, daß es ein anderes Leben nach diesem gibt."

Und das jetzt bitte auf die Menschenrechte und herunterkommende Steine anwenden, dann wird's schon. Glaube ich. Oder mein ich das nur? Hmm, ich weiss nicht.

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When you look at the dark side, careful you must be ... for the dark side looks back.

Size matters not,... Look at me. Judge me by size, do you?


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