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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Mo 11. Okt 2010, 06:59 
mir bleibt die hoffnung, dass es niemals soweit mit mir kommt, dass mich irgend jemand mit lsd zu heilen versuchen wollen würden dürfte/getraute. allen anderen: viel glück :-D


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Mo 11. Okt 2010, 13:03 
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lysergoatl hat geschrieben:
fantastische tore öffnen kann
muss aber nicht.
eine substanz kann medizin und droge zugleich sein. eine medizin ist meist auch eine droge und umgekehrt. je nach setting, set und dosis.
@ vanade (letzter beitrag): bis auf den letzten satz einverstanden.

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Mo 11. Okt 2010, 18:11 
Ich finde es interessant das alle stehts von der grossen Angst vom "Hängenbleiben, latenten Psychosen etc" reden. Wovor fürchten wir uns denn hierbei? Vor der Konfrontation mit dem eigenen Wahnsinn. Schattenarbeit wäre hierbei das Schlüsselwort.
Jedenfalls ist es Tatsache das Millionen von Menschen in den letzten 50 Jahren Psychedelika zu sich genommen haben. Einige aus rein häddonistischen Gründen, wieder andere aus mystischen und therapeutischen. Und fakt hierbei ist, dass ein winziger Bruchteil
von all diesen Millionen ernsthafte Probleme bekommen haben. Wenn man LSD mit der kulturellen Langzeitwirkung von Alkohol oder Autofahren vergleicht so finde ich es gerade zu lächerlich, wenn man immer noch zuhören bekommt, dass es gefährlich sei. Das mann aus dem Fenster springe oder hängenbleibe! Versteht mich nicht falsch, es ist vernümftigt und zeugt von natürlichem Respekt achtsam damit umzugehen, aber dies sollte man mit allem im leben. Respekt, nicht Furcht.

Erst wenn wir unseren Wahnsinn in uns annehmen ihn anerkennen und ihm uns hingeben, können wir Heilung erfahren. Wenn wir dies nicht tun werden wir stehts auf der Flucht von uns selbst sein. Bei indigenen Völkern werden sogenannte Badtrips als nützlich und notwendig beschrieben. In einem solchen Fall findet dann meistens die schonungslose Konfrontation damit statt. Sprich du wirst beim nächsten Mal gleich die doppelte Ration bekommen.

Ich weiss für unser westliches, scheinbar "zivilisiertes" Weltbild klingt dies absolut verantwortunslos, verrückt, gefährlich.
Aber egal wie sehr wir uns auch um unsere Selbstbetrachtung sorgen, so bleibt eine Tatsache bestehen. Wir sind sterbende Wesen und verhalten uns dabei so, als hätten wir alle Zeit der Welt. Als seien wir unsterblich. Wenn dann jemand um uns stirbt oder verrückt wird, so empfinden wir die dermassen als Schock, dass wir alles tun um solchen Konfrontationen aus dem Weg zu gehen.

Mal ehrlich wer von euch hat schon einmal, odere mehrere Nahtodeserlebnisse oder Egotode erlebt, sei auf Psychedelika oder andersweitig? Und wer hat daraus am meisten über sich selbst, sein wahres Seelenselbst erfahren.?

Wenn dies geschieht, zerbricht deine Maske unter dem gewaltigen Druck der psychotischen Entladung und du fühlst dich nackt.
Alles wofür du geglaubt hast zu leben wird irrelevant im Angesicht deines eigenen Todes. Die Konfrontation mit all jenen Gefühlen die du ein lebenlang so mühsam verdrängt und unterdrückt hast. Uns wird von geburt an eingeredet, dass wir nicht sterben dürfen und sollen. Und genau hierbei liegt der eigentliche Konflikt. Denn ehrlich wäre. Ich darf sterben jeder Zeit und ja ich werde sterben, und da ich nicht weiss wann, kann ich alle Handlungen mit solcher Hingabe an den Moment richten, als wäre es meine letzte.

Kein System, keine Ordnung wird an dieser Tatsache etwas ändern. Keine sogenannte Sicherheit. Versicherungen, Verbote, Vorkehrungen. Alle getrieben von der Angst zu sterben, respektive allein zu sein oder allein gelassen zu werden.
Wenn wir es klug anstellen, haben wir die Möglichkeit uns bereits jetzt auf diesen Moment vorzubereiten, so dass wir dann einmal bereit sind, wenn es soweit ist.

Erst wenn wir all unsere Ängste kennen und annehmen, werden wir frei sein. Gib die Hoffnung auf und mache heisse deinen Tod als besten Freund willkommen, denn er ist nicht das Ego und wird dich nicht belügen.


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Mo 11. Okt 2010, 20:32 
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Beiträge: 275
tatzuwurm =D>

habe selbst eine ziemlich grosse menge lsd therapeutisch(absicht) einegenommen(dummerweise ohne begleitung)...

war damals psychisch ziemlich labil(diagnose paranoide schizophrenie)...

bin dann eine zeitlang ziemlich...aehm...irgendwo gewesen, wo ich gerade nicht war :-"

jetzt würde ich sagen: ich hätte es wieder genau gleich gemacht(aber mit begleitung)

naja, gibt irgendwie einen zustand, da kannst du gar nicht mehr psychisch labiler werden...dann suchst du einen therapeuten, schamanen, homöopathen...und wenn du so paranoid bist, dass du eh niemandem mehr traust; schmeiss ne überdosis lsd(führt dich dann schon in die richtige richtung...irgendwie...) :mrgreen:

(letzten abschnitt bitte nicht ernst nehmen...nein, nicht...) [-X


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Mo 11. Okt 2010, 20:59 
:lol: :lol: :lol:

/color /color /color

Das kenne ich doch irgendwoher. Ja hatte auch eine solche Zeit vor ein paar Jahren und ich hatte danach riesige Angst davor je wieder Psychedelika zu verwenden. Ich wollte mich um allles in der Welt nicht noch einmal diesem "entsetzlichen" Gefühl des Sterbens aussetzen. Versuchte alles zu verdrängen, abzuspalten. Ich hatte Angst davor wahnsinnig zu sein, doch war es genau jene Angst die meinen Wahnsinn ausmachte. Ihm solche unbändige Macht über mich verlieh.

Doch das Leben und die erneute Faszination, eben die Liebe selbst, halfen mir meine Furcht dahingehend zu überwinden um mich noch ein letzets, oder besser gesagt, wieder ein erstes Mal mit all jenem zu konfrontieren. Immer wieder, solange bis eine sanfte und zugleich gewaltige Transformation einsetzte.

Ich bin ein anderer Mensch geworden. Oder besser gesagt, In mir wurde ein Teil meiner Seele endgültig befreit. Jene von euch die mich persönlich kennen. Und ich meine wirklich kennen, wobei ich mir nicht mal sicher bin, ob es hier überhaupt jemanden aus meinem persönlichen,näheren Umfeld gibt. - Wissen was ich meine. Es gibt auch Menschen mit denen ich brechen musste/ durfte. Die
nicht klar damit kamen, dass sich mein Bewusstsein auszudehen begann. Das soll nicht überheblich gemeint sein. Ich versuche nur das Ganze zu rekapitulieren.

Nun denn. /color


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Mo 11. Okt 2010, 21:17 
@Nichtlustig

Warum zensierst du dich im letzten Satz selbst? Denn genau darauf läuft es hinaus! Die völlige Konfrontation und Aussöhnung! Wenn du Angst vor dem Sterben hast, suche den Tod als Konfrontationspunkt, du brauchst dabei nicht physisch zu sterben es reicht, lediglich das Gefühl davon zu erleben. Darin regelrecht unter zu gehen.

Wenn du Angst vor engen Räumen hast, dann quetsche dich in einen solchen und lass dich von deiner Angst ausfüllen. Gib ihr ihren Platz in dir. Lass sie leben, erblühen, solange bis du merkst das dahinter nichts weiter wartet als die Liebe in form niegekannter Klarheit.

Und wenn du angst davor hast LSD zu nehemen, dann tue genau dies in einer Art und Weise, die dein angstbesessenes Ich nicht mehr kontrollieren kann. Es ist hilfreich hierbei jemanden an deiner Seite zu haben. aber bedenke zwei Dinge.

1. Ein Therapeut ist stehts so gut und klar in seinem wirken, wie er sich selbst erkannt hat. Zu häufig gibts welche die sich kaum kennen und ihre persönlichen Gefühle und Ängste hinter der Maske des Mentors oder erhabenen Akademikers verstecken. Daher empfehle ich jene die dies nicht mehr nötig haben, weil sie sich selbst überwunden und alle Hoffnungen und Befürchtungen hinter sich gelassen haben. Oder noch besser du triffst auf einen Schamanen, und ich meine hierbei einen echten, nicht einen der für 20 Doller irgendwo am Amazonas mit dir ein Ayahuasca trinkt, sich mit dir ein paar Scherze erlaubt und dich dann wieder nach Hause schickt!

2. Ein Therapeut/ Schamane kann dir als Katalysator dienen, genau wie diverse Bewusstseinpraktiken oder psychoaktive Substanzen. Er/Sie führt dich zu deinen persönlichen Abgründen. Zeigt dir die Dinge so auf, wie sie liegen. Doch er kann dir nicht das Springen abnehmen. Du allein wirst springen müssen um zu erfahren, dass es da gar keinen Abgrund gibt. Wenn du dies tust, wird deine Reise weitergehen. Wenn nicht wirst du vorläufig daran scheitern. Solange bist du dich deiner Angst oder anderswertigen, verdrängten Gefühle annimmst.


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2010, 00:10 
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Zitat:
Warum zensierst du dich im letzten Satz selbst?


wahrscheinlich weil ich doch noch nicht so weit bin, wie ich dachte...erschaffe mir ständig wieder neue feindbilder, indem ich mich selbst aufspalte...dadurch das ich mich selbst aufspalte widerspreche ich mir andauernd...halt noch viel zu fest dualitätsbezogen...

das zeigt mir, dass da immer noch dinge sind, welche ich nicht verarbeitet habe oder umgekehrt noch nicht "bereuen" konnte...

löst dann wahrscheinlich auch klammern aus, wo sich dann diese spaltung widerspiegelt...

andererseits würde ich das auch niemandem empfehlen, weil ich nicht dafür verantwortlich sein will, dass jemand in der psychiatrie landet und darum halt als humor "getarnt"...

irgendwann würde ich gerne mal meine erfahrungen der wissenschaft zur verfügung stellen, weil ich doch ziemlich heftige themen angegangen bin...doch bewerten will ich es nicht, ob lsd in der psychiatrie allgemein sinnvoll ist oder nicht...bin eher der "erfahrer" als der "objektivierer" ;)

mir hats jedenfalls tausendmal mehr gebracht als jedes psychopharmaka /color


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2010, 09:16 
manchmal gehen gewisse versuche, etwas, jemanden oder sich selbst heilen (lassen) zu wollen, in eine richtung, in der man nicht wäre, wenn man es gar nicht erst versucht hätte. dass ist dann inetwa so, als würde man sich ein bein amputieren lassen, nur weil man den zehennagel angeschlagen hätte. will nicht heissen, dass man sich nicht seinem inneren stellen sollte. es heisst bloss, dass man - wenn man schon ein so ernsthaftes leiden wie einen blauen zehennagel sein eigen nennt - sich nicht unbedingt medizin reinpfeiffen sollte, die einem das gefühl gibt, dass es besser wäre, wenn er grau-grün wäre. und ein trip ins ungewisse des grossteils noch nicht erforschten selbst einzudringen, um dort festzustellen, dass man das werkzeug nicht dabei hat, um den zeh zu flicken, dabei jedoch entdeckt, dass da viel mehr kaputt ist, als das bein, und mann hätte es gar nicht gewusst, wenn man da nicht vorgedrungen wäre, tja, ich weiss nicht. gewisse krankheiten sind in meinen augen keine krankheiten, jedoch mussten wir sie so betitteln, vielleicht gerade deswegen, weil wir sie so fürchten - oder wenigstens der teil der menschheit, der sich gesund fühlt. lsd finde ich zu wenig kontrollierbar, als dass da im wirklichen ernstfall eine begleitung etwas nützen sollte. da sollte man selbst durch - weshalb man sich vielleicht vor dem nächsten trip fragen sollte, ob man den wirklich braucht, und wozu? weil man sich nicht heil fühlt? nicht rein genug? von wem aus? der medizin? der menschheit? einem guru? gott himself - oder satan?

ne. medikamente, die eine fünf mal grössere und unübersichtlichere nebenwirkungs- als wirkungsliste besitzen, gibt es schon - in meinen augen - mehr als genug auf dieser welt. und bei lsd ist das inetwa so, als würde man eine normale zahl (zum beispiel 5) mit Pi vergleichen. die liste ist unendlich. auf gut glück? auf wessen kosten? richtig - dessen, der sich als patient fühlt, ohne an die eigene kraft zu glauben, sich selbst heilen zu können. ich fühle mich irgendwie gesünder, seit ich nicht versuche, gesund zu sein 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2010, 09:50 
vielleicht sollte man auch anmerken, dass es irgendwann egal ist, ob es der bp gelungen ist, das leck zu stopfen. das fass ist trotzdem zu voll. weshalb man alle boykotieren sollte, die dort noch tanken. oder sonst wo.

ich meine, wenn jemand schon eine multiple persönlichkeitsstörung hat, wozu sollten jemanden wie psychiater, irgendwelche nebenwirkungen noch abschrecken? die person ist sowieso schon gestört genug. was kann da noch gross schiefgehen? ich finde diese einstellung irgendwie... ich weiss nicht.

manche würden alles für geld tun. koste es den halben pazifik vierhundert jahre leben. oder einen schizofrenen einen teil seiner iv und krankenkasse.

tschuldigt mich. bin etwas zu fest in fahrt. manche wissen, wie ich das meine. also: nix für ungut /bigs


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2010, 11:52 
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Tatzuwurm hat geschrieben:
Ich finde es interessant das alle stehts von der grossen Angst vom "Hängenbleiben, latenten Psychosen etc" reden. Wovor fürchten wir uns denn hierbei? Vor der Konfrontation mit dem eigenen Wahnsinn. Schattenarbeit wäre hierbei das Schlüsselwort.
Jedenfalls ist es Tatsache das Millionen von Menschen in den letzten 50 Jahren Psychedelika zu sich genommen haben. Einige aus rein häddonistischen Gründen, wieder andere aus mystischen und therapeutischen. Und fakt hierbei ist, dass ein winziger Bruchteil
von all diesen Millionen ernsthafte Probleme bekommen haben. Wenn man LSD mit der kulturellen Langzeitwirkung von Alkohol oder Autofahren vergleicht so finde ich es gerade zu lächerlich, wenn man immer noch zuhören bekommt, dass es gefährlich sei. Das mann aus dem Fenster springe oder hängenbleibe! Versteht mich nicht falsch, es ist vernümftigt und zeugt von natürlichem Respekt achtsam damit umzugehen, aber dies sollte man mit allem im leben. Respekt, nicht Furcht.

Erst wenn wir unseren Wahnsinn in uns annehmen ihn anerkennen und ihm uns hingeben, können wir Heilung erfahren. Wenn wir dies nicht tun werden wir stehts auf der Flucht von uns selbst sein. Bei indigenen Völkern werden sogenannte Badtrips als nützlich und notwendig beschrieben. In einem solchen Fall findet dann meistens die schonungslose Konfrontation damit statt. Sprich du wirst beim nächsten Mal gleich die doppelte Ration bekommen.

Ich weiss für unser westliches, scheinbar "zivilisiertes" Weltbild klingt dies absolut verantwortunslos, verrückt, gefährlich.
Aber egal wie sehr wir uns auch um unsere Selbstbetrachtung sorgen, so bleibt eine Tatsache bestehen. Wir sind sterbende Wesen und verhalten uns dabei so, als hätten wir alle Zeit der Welt. Als seien wir unsterblich. Wenn dann jemand um uns stirbt oder verrückt wird, so empfinden wir die dermassen als Schock, dass wir alles tun um solchen Konfrontationen aus dem Weg zu gehen.

Mal ehrlich wer von euch hat schon einmal, odere mehrere Nahtodeserlebnisse oder Egotode erlebt, sei auf Psychedelika oder andersweitig? Und wer hat daraus am meisten über sich selbst, sein wahres Seelenselbst erfahren.?

Wenn dies geschieht, zerbricht deine Maske unter dem gewaltigen Druck der psychotischen Entladung und du fühlst dich nackt.
Alles wofür du geglaubt hast zu leben wird irrelevant im Angesicht deines eigenen Todes. Die Konfrontation mit all jenen Gefühlen die du ein lebenlang so mühsam verdrängt und unterdrückt hast. Uns wird von geburt an eingeredet, dass wir nicht sterben dürfen und sollen. Und genau hierbei liegt der eigentliche Konflikt. Denn ehrlich wäre. Ich darf sterben jeder Zeit und ja ich werde sterben, und da ich nicht weiss wann, kann ich alle Handlungen mit solcher Hingabe an den Moment richten, als wäre es meine letzte.

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Wenn wir es klug anstellen, haben wir die Möglichkeit uns bereits jetzt auf diesen Moment vorzubereiten, so dass wir dann einmal bereit sind, wenn es soweit ist.

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ich behaupte auch, dass man durch die konfrontation mit dem wahnsinn und den eigenen abgründen am weitesten kommt. mit einer kompetenten begleitung, gelangt man, behaupte ich, nur eben noch viel tiefer und weiter. das muss nicht schön sein. im gegenteil. aber heilsam. (wieso, hast du ja schon geschrieben). weil eine erfahrene begleitung eben energien halten kann, die es einem erlauben, noch weiter einzutauchen als wenn man alleine wäre.
bei gewissen selbstversuchen kann (muss aber nicht) der schuss auch nach hinten los, weil doch einiges auf einen zukommen kann (nicht muss) und es da ratsam ist, jemanden dabei zu haben, der einen dabei unterstützen kann, den wirklich relevanten dingen nicht auszuweichen, sich nicht abzulenken und den weg zum verständnis zu finden.

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2010, 12:04 
ok. das ganze riecht aber nach missbrauch. wobei man auch behaupten kann, wenn man schon sowieso drogen konsumiert, weshalb nicht legal auf der seelenklempnercoutch :-#

ich meine, das wird trittbrettfahrer mit sich führen, welchen das wohl der patienten weniger was wert ist, als das eigene konto - ohne jemandem was unterstellen zu wollen. gibt ja auch seriöse psychiater. wobei ich zu keinem gehen würde, der weniger lsd-erfahrung hat, als ich, und auch nicht zu einem, der mehr hat (zu so einem sowieso nicht). bleibt nicht viel für mich zur auswahl.schei***

crazyeye


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2010, 12:36 
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trittbrettfahrer gibt es überall. stimmt. und in einer solchen situation ist es bestimmt nicht angenehm, einem solchen ins netz zu gehen. deshalb würde ich auch nicht einfach googlen, sondern mich vorher umhören und erfahrungen anderer beachten.
(trittbrettfahrer gibt es auch bei schamanen im urwald, die blut gerochen haben und gemerkt haben, dass sich so auch geld machen lässt, mit naiven europäern oder sonstigen touris, die schamanen-luft schnuppern wollen und dann einem pseudo in die arme laufen... schade. weil genau diejenigen unterstützen skeptiker in ihrer annahme, dass das alles habakuk ist... gibt auch in der schweiz so einen im tv, der das ganze mystische in den dreck zieht. da wunderts mich nicht, wenn viele nur über spiritualität und ähnliches spotten.)

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2010, 12:50 
ich meine, ich stelle mir mal mich vor, als einen dieser, dieser... hmmm. psychiatrischen psychiater, die lsd an patienten abgeben?!. phuhh. wenn mir da mal an einem schiefen tag einer schief kommt, dem würde ich die achtfach-dosis verpassen. dazu sollte man bedenken, dass es nur einer unter 30 patienten wäre, die ich zu betreuen hätte, und dazu noch einer, mit dessen geschichte ich mich sowieso noch nicht wirklich auseinander setzen konnte, weil zu wenig unterlagen da waren, ich sage dir: lass ihn an solch einem tag mit mir in einem raum... und der wäre von jedweder schizofrenie geheilt... dafür hätte er alles andere wüste 8-[


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2010, 14:59 
@u.s.l.

Das wiederum wirst du nur nötig haben, wenn du selbst mit Konflikten in dir beschäftigt bist. Wie oben erwähnt ist ein Therapeut nur soviel wert, wie er sich selbst kennt.
Und wenn man halt an den "Falschen" gerät, dann genau so wenig ohne Grund, wie wenn man an den "Richtigen" gerät. Eigentlich ist es sinnlos darüber zu diskutieren. Was kümmert es dich, wenn
jemand eine zeitlang verrückt spielt? Mitleid? Als projeziertes Selbstmitleid, weil du in seinem Wahnsinn möglicherweise deinen eigenen erkennen könntest?

So wie du das beschreibst, würde ich mich vermutlich Dir nicht anvertrauen, und auf LSD dann schon gar nicht, oder gerade eben doch, weil durch den katalytischen Druck deiner auf mich übertragenen Konflikte wiederum ein Konfrontationspotenzial geschaffen wird. Das Schlüsselwort hierfür wäre dann wohl gleichmütige Hingabe an sich selbst. Denn alles was ich in dich interpretiere ist ein Teil meines eigenen Schattens. Ich bestimme selbst in wiefern ich dem Wichtigkeit beimesse oder lediglich deine Gefühle in mich aufnehme, bestenfalls transformiere und an dich zurück leite.
Der springende Punkt ist hierbei nur, das es ein gewisses Mass an Achtsamkeit und Bewusstsein erfordert, welches zunächst erarbeitet, erlebt werden will, falls es vom zähen Brei der Sozialisationsneurosen verschüttet ist. Und dies wiederum kann eben auch mit LSD geschehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD-Einsatz in der Psychiatrie
BeitragVerfasst: Di 12. Okt 2010, 15:20 
siehst du, dass ist jetzt eben daraus entstanden, dass ich etwas nicht persönlich gegen jemanden gerichtet habe, dies jedoch so empfunden wird. 8-[ ich hab nur grund dazu, nicht alles an der tatsache, dass lsd nun freigegeben werden soll (um es an patienten mal auszuprobieren, um zu schauen, was draus wird), irgendwie positiv zu sehen.

ein grund, weshalb ich kein lsd mehr konsumiere, ist, dass ich das gefühl habe, dass ehe alles zur rechten zeit zu mir kommt. wieso sollte ich dies beschleunigen, in dem ich wieder einen trip schmeisse.

abgesehen davon denke ich, ich bin froh um jeden menschen, dem irgendwie geholfen werden kann, in einer situation, in der er hilfe benötigt. auch mit lsd. mir erscheint nur, dass ich von denen psy... dingsbums, welche ich in meinem leben schon kennenlernen durfte, keiner reif oder erfahren genug erschien, dass ich dem kranke menschen anvertrauen würde, wenn ich wüsste, dass sie mit lsd herumbasteln. von mir aus sind medikamente im umlauf (und zwar nicht in geringer menge), die sich weiss gott noch schlimmer entpuppen können, als lsd. jeder, der einmal mit einer dreifachen mutter gesprochen hat, die seit drei jahren auf benzos ist, wird skeptisch, weshalb sowas überhaupt möglich ist, beziehungsweise, welcher idiot von einem psychiater der stets das rezept erneuert :?

aber, dass soll ja nicht heissen, dass ich grundsätzlich gegen den einsatz von lsd bin. aber: wie will man denn das kontrollieren, beziehungsweise; wer haftet in wiefern, fals da mal was schieflaufen sollte? immerhin steht viel auf dem spiel. die psyche eines menschen. und an der kann man schnell mal etwas verkehrt machen. musste ich leider bei bekannten beobachten. und irgendwann gibt man bei manchen die hoffnung auf. ob sie jemals wieder zurückkehren. ob mit lsd... oder wie auch immer. manche scheinen mir zu tief betroffen zu sein. weshalb auch ich vorsichtiger geworden bin. und weshalb mich auch niemand mit lsd zu reparieren versuchen sollte. auch nicht legal.

ausserdem bezweifle ich, dass die menschen, welche dann da in der psychiatrie ihr dasein fristen werden, genügend mitspracherecht oder urteilsfähigkeit besitzen dürften, um so eine behandlung genügend zu bedenken oder zu bejahen... notfalls eben zu beneinen.

aber: vielleicht bin ich da zu übervorsichtig. vielleicht auch zu ängstlich, und wahnsinnig genug, um meinem wahnsinn nicht stets in die augen blicken zu wollen. wenn ich ihn sehen will, dann wird er auch stets da sein. der braucht keine ferien.

ich hoffe, man versteht, was ich schreiben möchte, ohne es persönlich zu nehmen. so ist es nämlich nicht gemeint. jedenfalls nicht bewusst 8-[


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