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Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?
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Seite 3 von 3

Autor:  tinu the PsySchlumpf [ Mi 19. Dez 2007, 16:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?

Indigo hat geschrieben:
zum guete glück hani no nie i mim läbe en trip gfrässe.

Mein Beileid :-D

Autor:  wuchenendbefürworter [ Fr 4. Jan 2008, 21:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?

Ich glaube, dass ich mich ein ganz kleines bisschen zu schnell festgelegt hatte, was ansonsten überhaupt nicht zu meinen Stärken zählt. Ein ganz kleines bisschen hineingesteigert habe ich mich evtl. ebenfalls, wobei die ganzen Machenschaften von uns Menschen schon etwas Nichtvondieserweltkommendes aufweisen. Ausser man betrachtet die Zerstörung der Luft, der Erde und der Gewässer als einen natürlichen Vorgang, ausgeführt durch natürliche Wesen mit natürlichen Hilfsmitteln(sozusagen Bio-Atombombe...).
Worauf ich hinaus will ist, dass ich etwas erlebt habe, zu was ich in diesem Moment noch nicht bereit war und heute immer noch nicht wäre. Erst einige Zeit später durfte ich ein bisschen mehr verstehen, was das ganze eigentlich zu bedeuten hatte.
Aber eigentlich ist eh alles relativ scheissegal und scheissegal ist relativ, wobei Spass nur Spass sein kann, wenn man ihn ernst nimmt...Bin trotzdem ein relativ ernster Mensch, der gerne Seelenstriptease im Internet abzieht...:-) 8-[

Jedefalls Guets Nöis

Autor:  Nichtlustig [ Mi 12. Jul 2017, 00:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?

Lsd...bereues dassis jemals gnoh han...würds aber no vill meh bereue falls is nie gnoh hätti...

Jedefalls dänki dass jede moment - mängisch au ganz banali - s bewusstsii so verändered, dassi gar nöd unbedingt chan säge, lsd hät mis bewusstsii grundlegend veränderet... ich dänke eher ich chan säge, lsd hät d sinn so gschärft, dassi gmerkt han, dass s bewusstsii eher amne fluss oder baum glicht als amne punkt oder amne usruefezeiche, wobii pünkt und usruefezeiche au us verschiedene pünkt bestönd...mis fazit: chume etz es bitzli besser drus, was mer de trip det hät welle zeige...hoffes zumindest...und susch...isch ja spannend wie eim s lebe immer wider s gliche vo anderne siite her offebart...

Zude psychose...die hät sech mittlerwille glernt z integriere und chunnt etz recht guet mit mir klar :D

Autor:  illusion [ Fr 14. Jul 2017, 05:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?

ach, schön... dann doch hühnerfarm :-D

ich glaube inzwischen, das lsd gar keine Psychosen hervorrufen kann, die nicht schon selbst irgendwo in den tiefen des ichs schlummern. es kann sie höchstens ans licht führen, oder schneller bewusst werden lassen.

diese Verschmelzung mit den anderen Marionetten und den Aliens, ja sogar mit der eigentlich toten Materie, von der ich schon längst nicht mehr überzeugt bin, sie sei tot, ist eine der wenigen Erfahrungen, die ich jedem menschen unbedingt irgendwann in seinem leben wünsche. sei es auch bloss für ein paar stunden. dazu sind aber nicht zwingend Substanzen nötig.

ich rate niemandem zum lsd-Konsum. vor allem nicht jugendlichen, die weder stabil genug sind, noch wissen, was sie tun.

ein trip ist nur eine reise. so gesehen ist das ganze leben eine art reise (trip). all inclusive. und wenn man zu den Bildern von Alex Grey auch noch die von giger berücksichtigt, dann auch noch alles dazwischen in betracht zieht, dann fällt einen bestimmt auf, das jeder mensch ein Kunstwerk ist. nur, das Kunstwerke sich meistens nicht bewusst sind, das sie in Wirklichkeit Kunstwerke sind. einfach kleine Kunstwerke, inmitten eines riesigen kunstwerks /happy

Autor:  Nichtlustig [ Sa 15. Jul 2017, 15:11 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?

Du ide psychi ide tiertherapie händs imfall au e chlini hüenerfarm gha :D

Autor:  Nichtlustig [ Mo 24. Jul 2017, 16:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?

Zitat:
ich rate niemandem zum lsd-Konsum. vor allem nicht jugendlichen, die weder stabil genug sind, noch wissen, was sie tun. 


Gsehni eigentli zimlech ähnlech...für lsd bruchts e gwüssi stabilität und riifi susch chas zimli hine use gah wie bi mir...bi insgesamt 6 mal ide psychi glandet...

Allerdings glaubi aber au dass wäme fescht im lebe staht und guet verwurzled isch dasses dänn e bericherndi erfahrig sii chan...

Autor:  Yagé [ Di 25. Jul 2017, 20:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?

LSD bedarf eines stabilen und sicheren Settings, in welchem auch psychotische Episoden
durchlebt werden können. Oft ist es ja so, dass es in einem Party-, Familienfest-,
Feierabedrushour-Setting kaum Platz, bezw. Toleranz für das Ausagieren des psychotischen
Wahnsinns hat/herrscht.
Dann kann es schwierig und höllisch werden und eine bewusste, sinnvolle Auseindersetzung
damit wird schwierig bis unmöglich. Integration wird dann ebenfalls schwierig.

Der korrekte Umgang will erlernt sein. Es kann mitunter Jahre dauern und über viele
Umwege gehen. Die Reise ist mitunter beschwerlich und hart, genauso wie das Leben auch.
Es ist nicht alles schön und fröhlich, dass man dabei zu Gesicht bekommt von sich selbst,
dem unmittelbaren Gegenüber oder dem kollektiven Unterbewusstsein.

Wenn sich die Gedanken zu überschlagen beginnen, die Schlinge der totalen Enge in Hals
und Bauch immer mehr zusammenzieht und das Herz kurz vor dem Explodieren steht, die Sicht
kaum mehr vertraute Substanz spiegelt und das Ich unter Todesängsten zu zerfallen beginnt
und unzählige Gefühle gleichzeitg da sind; dann ist man angekommen in der Auswegslosigkeit.
Die finale, unmittelbare Konfrontation mit der Angst vor dem Tod, mit der Angst von Alleinsein
und Verlassenwerden, der Angst wahnsinnig zu werden.

Gefangen in der Ewigkeit eines Augenblicks, wie festgefroren, ausgeliefert an den absoluten
Wahnsinn des Selbst und Nichtselbst und dennoch beides zu gleich und keines von jenem und
diesem. Mentale Superposition als Ausdruck und Auffächerung aller Möglichkeiten in dem fraktalen
Universum unseres Innern.

Die Widerstände zerreissen das Selbst buchstäblich in Fetzten. Lassen nichts übrig von der
jahrzehntelang mühsam gehegten und gepflegten, erzogenen und verzogenen Identität.
Das Undefinierbare frisst das Ego und scheisst es wieder aus, während es letzters auch zugleich gebiert.
Katharsis.

Dann vergeht die Kraft des Widerstandes, zerbricht unter dem gewaltigen Ansturm und endlich
ergibt sich unser Selbst. Findet sich ab damit, ein Sterbender zu sein. Gibt auf und geht ins Licht.
Alles fällt ab. Aller Trotz, aller Zynismus, alle Verbitterung, jeder Schmerz und jede Angst, alle
haben endlich ihren Platz im Sein und das Selbst darf endlich sterben.

Allmähliches Wiedererkennen des Geschauten, schrittweises Zurückfinden ins gegenwärtige Leben.
Reflektieren, analysieren, integrieren des Erlebten, welches einen da so zersetzt hat.
Allmählich zu verstehen und sich dabei seinem inneren Wahnsinn liebevoll und geduldig anzunehmen.
Sich selbst mit all diesen schwierigen Gefühlen auszuhalten. Jeden Moment, immer und immer wieder,
ein Leben lang, bis der Tod in seiner ganzen Fülle zu uns kommt. Vielleicht bleibt das Selbst dann ruhiger,
weil es ja das eine oder andere Mal im Leben bereits das Sterben geübt hat.

Autor:  illusion [ Mo 8. Jan 2018, 15:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?

Yagé hat geschrieben:
Vielleicht bleibt das Selbst dann ruhiger,
weil es ja das eine oder andere Mal im Leben bereits das Sterben geübt hat.


Schöne Worte, die Vorstellung davon auch, nur ist eben das Sterben üben, in dem nur das Bewusste stirbt, vermutlich nicht annähernd mit dem endgültigen Tod vergleichbar (*). Ausser, man geht davon aus, dass danach noch etwas folgt, was durch diese Ruhe begünstigt wird. Sonst ist tot tot, egal, ob schluchzend, weinend, ruhig, verängstigt, schreiend, oder sonst was.

irgendein drittklassiges buch hat geschrieben:
Die Angelegenheit mit der Lernaufgabe funktioniert so ähnlich wie ein umgekehrtes Puzzle. Je mehr passende Teile man gefunden und entfernt hat, desto klarer wird das Bild von einem selbst.


*= In etwa vergleichbar mit Pubertät und dem ersten Mal: Man kann zuvor noch so selbst geübt haben - wenn es passiert, dann fühlt es sich anders an, als man sich das so vorgestellt hatte.

8-[ Ich (persönlich) übe inzwischen lieber, wie man lebt.

Autor:  Yagé [ Do 1. Feb 2018, 18:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Selbstzerstörung: Alkohol, 2 Trips - und Psychose...?

illusion hat geschrieben:
Yagé hat geschrieben:
8-[ Ich (persönlich) übe inzwischen lieber, wie man lebt.


Damit hast du allerdings recht =D> ;)

Was das Sterben betrifft, schrieb ich ja „vielleicht“. Eine abschliessende, finale Antwort gibt
es dazu nicht. Ganz gleich, wie viele Nahtoderlebnisse, buddhistische Diamantgeist-Meditationen
und von Entheogenen induzierte Bewusstseinszustände von uns Menschen erfahren, analysiert
und schliesslich geschildert werden.

Für mich persönlich scheint es allerdings adäquat zu sein, mein Ego von Zeit zu Zeit
zumindest psychologisch sterben zu lassen. Eine ozeanische Selbstentgrenzung ist wunderbar,
aber wie viel mal mehr, schätze ich diese, wenn ihr eine angstvolle Ichauflösung vorangegangen
ist? Aber vielleicht betreibe ich auch nur gerne psychedelischen Masochismus. :-$

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