aso i ha jez nöd das ganze thema duregläse, aber mal din afang und es blizli susch überfloge. i känne die gfühl, wo du versuechsch z beschribe. aber du seisch ja au, dass kapitalismus wohl das isch, wo momentan am beschte funktioniert. e überwältigendi mehrheit orientiert sich immer no sehr strarch am gäld, konsumiert ohni vil z überlegge. klar giz die, wo uf de strass läbed (ha au kollege ohni job und wohnig), aber stell der vor, all würed sich so verhalte? zum jezige zitpunkt wär oisi gsellschaft glaub nöd bereit für sonen wächsel. i persönlich passe mich i dem sinn a, dases mir guet tuet und versueche, s beschte drus z mache. ich ga au ad uni go studiere und möcht spöter vil gäld verdiene. aber ich wird s gäld so nutze, dass ich mis läbe cha finanziere und de rescht mitnä uf afrika oder mexiko oder wo au immer (klar, flüge isch nöd sehr umwältbewusst, und doch gönn ich mir de luxus, will mich anderi kulture intressiered und ich dadurch enorm vi lärne) und döt de lüt diräkt ge. oder ich wird susch i umwältschutz inveschtiere. ich ha sogar akzie, has mal wöle usprobiere. die sind jez total im chäller, aber es isch mer igendwie egal. ich ha das gäld bewusst i akzie investiert mitem wüsse, dases cha verlore ga. wänns dänn söt gwünn ge - umso besser, dänn machi öpis drus. ich schaffe au gern. mir händ vorgeschter, aso am sunntig, de ganz tag im garte verbracht. ja, mir händ en garte, mir händ es freistehends huus. das isch ökologisch nöd sehr sinnvoll, hetted all mänsche sones grosses huus, gäbs kä platz me. und glich gnüss ich de luxus, gnueg platz z ha und i dem huus dra z schaffe, dass e oase vo heilsamer energie cha entstah. und dänn gnüss ichs, wänn fründe bi mir dihei sind und vo dere energie chönd tanke. und igendwänn wird ich das huus vilich mit fründe teile (wänn mit vater uszoge isch...), dänn giz e wg. mir händ solarzälle ufem dach und keis auto. mir gönd sparsam mit wasser um und meischtens giz chärzli statt strom (obwohl mer de vo de sunne beziend). mir heized vor allem mitem chämi. mir pflanzed im summer einiges a gmües sälber a, händ au obstboim und strücher im garte. das isch jez mal so de materielli teil. was s läbe und de friede agat, so schaff ich a mir, sit ich dänke cha (das isch au nöd eifach so passiert, sondern darum, will ich einigi problem gha ha, immer überall agegged bi, nöd dripasst ha, will mini mitschüeler mich nöd händ möge, will ich immer gueti note gha ha, ohni vil z mache), lärne mich immer me känne. inzwüsche bini ime tüüfe fride mit mir sälber und somit automatisch mit miner umwält. ich fühl mich im glichgwicht und voller ufrächter chraft und energie. sit ich wükli zu mir gfunde ha und so vil bedingigslosi liebi im grüscht vo de natürliche ordnig gspür, d essänz wahrnimm, sither chömed so vil lüt zu mir und säged: "vo dir chan ich no so vill lärne". das hät mir bestätiged, was ich scho wahrgno ha. am meischte biträge zunere umfassende gsundheit vo oisere gsellschaft chömer dänn, wämmer a ois schaffed und witerchömed, sodass s fäld vo liebi und energie um ois ume immer witer usdehnt wird und anderi erreicht. mir chönd au anderne oisi unterstützig abüte, wämmer bereit defür sind und de schmerz vo oisne mitmänsche zwar ufnämed, aber au usdrucked. nur so würkts heilend (wänns nur ufnimmsch, machts di ja sälber kaputt).
ich finde, es lohnt sich, bi sich sälber azfange.
dänn giz ganz vil lüt, wo vo andere kulture schwärmed und oisi mitteleuropäischi so abwärted. ich bi grad vor paar wuche z afrika xi, ha ufem land gwohnt mit de lüt det, ohni strom, ohni flüssend wasser. ich känn öper, wo vil zit det verbracht hät und ufgno worde isch i die familie, ich bi nachem verständnis vo de kultur vo de dagara jez au en teil vo de familie det, ha schwöschtere und brüdere, söhn und töchtere. ich cha mich glücklich schätze, dass ich de diräkt zuegang zum läbe det gha ha, nöd e tourischtesiite xe ha. i ha unglaublich vil glärnt, mir sind mit schamane unterwägs xi, händ wunderbar heilsami ort bsuecht. die zit isch intensiv xi, mir händ vil gschaffed, und doch isches für mich erholsam xi, mal abstand vo de schwiz z ha. und glich: ich finde, oisi kultur hät so vil potential. es git so vil so starchi mänsche. es git so vil, wo guet lauft. es git (so nimm ichs zumindescht wahr) vil mänsche, wo würklich intelligänti gedanke händ, wo xend, dass viles nöd würkli in ornig isch. das stimmt ja au. aber es isch nöd eifach alles schlächt und bös, wo us oisere kultur chunt, ich find das en komische kulturpessimissmus. alles isch guet, nur oises eigne nöd
wämmer im grössere stil, geg usse, öpis wänd verändere... ich bi debi. maled doch zum bischpil d wänd vo oiem huus a. oder mir chönd zäme an see ga, mit gitarre, hang, trummle. musig mache. oder mir chönd vilich mal e blueme chaufe und öperem schänke, womer uf de strass träffed, wänn die person grad nöd so glücklich usxet. oder mir chönd ja wükli mal e "demo" organisiere? oder sowas wie e botellon, aber vilich nöd mit übermässigem alkoholkonsum (de ursprung devo isch ja au nöd es "massebesüffnis", wies i de medie heisst, sondern es gat um gmeinschafte, darum, mitenand de namitag z verbringe). ich finde, mit so chlinikeite erreichemer enorm vil.
i glaube au, dass vili es sehr strubs bild vo ihrne mitmänsche händ und s gfühl händ, si seged igendwie besser, will si z. b. uf d natur lueged. aber igendwie git doch jede mänsch sis beschte und wänn er anderne schadet, dänn isch das doch igendwie darum, will er mit sich sälber nöd klar chunt. und zudem giz ganz vil mänsche, wo sehr wit sind und ime wunderbare glichgwicht sind. vilich giz eifach vil mänsche, wo das geg usse nöd so zeiged...?
so, jez hani vil me gschribe, als i eigentli het wöle. und i bi sicher, dass vili vo oi ähnlich dänked. die, wo nöd iverstande sind, chönd das gern schribe, ich findes intressant, au anderi meinige z läse.
wüsch oi e schöni nacht, erlüchtendi troim...
