Nun, das Problem, dass "Sehende" nicht sehen zu können, beruht nach meinem begrenzten Verständnis darauf, dass man nur etwas "sehen" kann, was im "Aussen" liegt. Das wahr nehmen des eigenen Bewusstseins ist nun nicht so einfach, wenn man es "sehen" will. (Oder sonstwie sensorisch messen, aufzeichnen, betasten oder sonstwie be-greifen will.
Meinem Verständnis nach können wir nur unsere "Aussenwelt" mit unseren Sinnen (und zu unseren Sinnen zähle ich im Entferntesten auch unseren Verstand...) aufnehmen. Wie also diese Dilemma lösen wollen, das eigene Bewusstsein wahr zu nehmen?
In dem man sich nicht auf die üblichen "Wahrnehmungsfunktionen" verlässt, indem man aufhört, sich auf die "Werkzeuge" der eigenen Sinne (und eben auch des "Verstandes") und fremden "Maschinen" abzustützen, diese komplett beiseite legt und... loslässt.
Ich denke, es sollte jedem einleuchten, dass wenn man mit einem Werkzeug nicht ein gewisses Ziel erreicht, es doch sinnlos und energieverschwendend ist, ständig mit diesem Werkzeug das Ziel weiter zu verfolgen...
Ich weiss, dass das kein "wissenschaftlicher" Ansatz ist, mir ist auch bewusst, dass dieser Ansatz nicht beliebig reproduzierbar ist, mir ist auch bewusst, dass ich mit diesem Ansatz auf viel "Widerstand" stossen werde.
Aber schlussendlich ist das egal. Ich rate einfach mal: VERSUCHT es mal wenigstens. Auch wenn es unmöglich zu sein scheint, jegliches Streben, jegliche Anhaftung, jegliches Konzept, jegliche Abhängigkeit von den eigenen Sinnen und auch von externen Gerätschaften einfach los zu lassen...
Wer es nicht versucht, der wird auch nie herausfinden, ob es tatsächlich unmöglich ist oder nicht.
Und das ganze hat nichts mit Religion, Spiritualität, Wissenschaft oder Glauben zu tun. Nix mit "externen" Weltbildern... Es geht um jeden und jede Selbst allein, individuell, persönlich und nicht mit anderen teilbar...
Ach Gottche... Ein Königreich für eine Möglichkeit, euch direkt - ohne diesen beschränkten Filter namens "Sprache" - an meiner persönlichen Erkenntnis teilhaben zu lassen. *seufz*
Was ich damit sagen will: Es geht nicht um die Frage, ob es möglich ist, das Bewusstsein tatsächlich vollständig und schlüssig erklären zu können. Ich denke, das ist eine Frage, die nicht geklärt und die auch nicht er-klärt werden kann.
Das ist eine Frage, die nur verstanden werden kann. Von jedem und jeder einzelnen selbst. Wenn einem etwas erklärt werden soll, dann versucht man ja, die Erkenntnisse anderer (Vordenker) zu verstehen. Aber das Bewusstsein zu verstehen... Das ist meiner Meinung nach ein ganz individueller, persönlicher und durch niemanden für andere erklär- und reproduzierbarer Prozess.
Gott zum Grusse
Der Drach
Edit: Nur noch ein wenig zum Thema: "Sich nicht auf Werkzeuge verlassen und loslassen etc. etc.".
Was ich damit sagen will: Wenn man aufhört, sich auf "externe" "Werkzeuge" zu verlassen, wenn man aufhört zu fragen, im Aussen zu suchen, zu streben... Wenn man aufhört, sich ausserhalb des eigenen Bewusstseins zu verzetteln und zu verirren... Wenn man also klar, wach, ruhig und BEWUSST einfach mal IST... Dann denke ich, offenbart sich die Antwort auf die persönliche Frage, was denn das bewusstsein ist, von SELBST. Oder soll ich sagen: voM Selbst?
Hmm, ein weiteres Königreich für ein gutes Bild, mit dem ich obigen Gedankengang erläutern könnte... Ach, das überlasse ich Manu, FA2, dem Beissfisch... oder sonstjemandem, um mir das selber wieder bildlich und begreifbar zu erläutern, hihi.
