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 Betreff des Beitrags: Schachspiele
BeitragVerfasst: Sa 27. Sep 2008, 00:30 
s.u.


Zuletzt geändert von Fallen Angel 2 am So 26. Okt 2008, 20:15, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa 27. Sep 2008, 05:06 
Schach

wir sind nicht hier, um gegen uns schach zu spielen, in dem wir unsere bauern (fähigkeiten) vom brett fegen (leugnen), und je vorsichtiger wir mit unseren bauern umgehen, desto mehr tragen können diese den rest unserer figuren. erst fängt das spiel (leben) an, und noch wissen wir nicht, wie es ausgehen wird. es führt uns verführerisch eine magische hand (eltern, oder sondergleichen), bis wir das spiel übernehmen können. das führenlassen ist nicht so schwierig, wie das loslassen der führung (pubertät). wir schauen verunsichert - noch halb kindlich - auf die welt, und trötzeln: nieinn - ich will nicht spielen! wir werden zu unseren läufern, obwohl wir unsere bürostühle missbrauchen, um von schrank a nach pult b zu fahren. wir machen uns aber zuvor zu anderen (gesellschaft) ihren läufern, und springen dann eins vor - einz seitwärts. irgendwann ist die zeit der türme erreicht, doch den überblick - den definitiven - den haben wir von hier aus noch nicht. die bewegungen sind bloss andere, und wir tun schritte, die mit einem bauern gar nie möglich gewesen wären - so feld für feld. je unabhängiger wir vom grossen schachbrett der gesellschaft (oder sonstigen: das macht man nicht, das darf man nicht) handeln, denken, sind, und unsere realitäten für uns suchen, und sie uns nicht aufzwängen lassen, desto schwieriger wird der weg, weil er mit dem höchsten widerstand verbunden ist. da sollen wir tapfer sein, und unser spiel spielen, denn es rächt sich spätestens hier, wenn wir unsere bauern verschwendet hatten, denn es fehlt die brustdeckung. zwischendurch eine dame (prinzessin/königin) an sich lassen, und gemeinsam ein gemeinsames schachbrett aufstellen - nicht weiss fängt an, schwarz kontert; sondern schwarzweisse figuren infolge verschmelzung enstehen lassen, ja, dass kann sehr erfüllend sein. doch es birgt auch ein grosses risiko-potenzial, wenn man schon mit sich alleine nicht wirklich ein stabiler schachspieler war. auch könige sind nur menschen, auch sie dürfen schwach sein, auch wenn manche könige gewieft genug sind, ihr "oooh - ich bin ein armer könig" lange auf dem brett (in der luft) schweben zu lassen, um trotzdem weiter zu spielen.

ich weiss nicht, inwiefern das leben mit einem schachspiel vergleichbar ist. vielleicht erst, wenn man abermilliarden schachfelder aneianderreiht, und von den traditionellen schwarz-weiss-figuren (frauen-&männerrollen) absieht, und alle nur erdenklichen farben einbezieht. und wenn das gegeneinander auf den zweiten blick ein miteinander wird, denn erst starke gegner lassen unser spiel wirklich gut werden - und nicht die schulterklopfenden. und manchmal gewinnen wir, und manchmal shit happens (schach matt).


vielleicht sind wir für uns in unseren augen nur bauern - doch für andere dem könig gleich /yo


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: So 7. Dez 2008, 18:13 
manchmal ist beim schach auch noch von vorteil, zu wissen, welche figur man ist. dies verhindert unnötige missverständnisse – vor allem wenn man auf zeit spielt. es liegt in der natur des königs, das er könig sein will. wie dies so bei bauern aussieht, das kann ich nicht beurteilen – ich bin ein guter läufer. ich habe schon manch ein spiel beobachtet, und ich muss sagen, es ist wirklich spannend, weil man manchmal nicht so weit voraussieht, wie die spielenden selbst. doch manchmal schon. manchmal ist gewisse distanz von nöten, um eine bessere übersicht zu haben, als wenn man ein brett vor dem kopf hat. ein schachbrett ist nicht ausgeschlossen. einmal ist es mir widerfahren, dass ein gegner und ich genau die selbe taktik verfolgten. die partie endete in einem desaster. weil beide sich festgebissen hatten, und zum umdenken war der zeitpunkt nicht mehr günstig. wir einigten uns auf eine neue partie.

manchmal sind die gegner zu stark. nein – sie sind nicht zu stark, weil sie zu viele sind. dies deutet darauf hin, dass man für diese partie einfach den kürzeren gezogen hat. ich weiss nicht genau, was sich manche gegner überlegen, wenn sie einem eine ihrer eigener figuren unterjubeln wollen. ich denke, man muss nicht allzu farbenblind sein, um die zu erkennen. man kann sie auch mitspielen lassen, als wäre es das normalste.

beim schach – so scheint mir – ist es wichtig, sich und seinem stil treu zu bleiben. da kann geschehen, was will: der stil ist unverwechselbar. und da gibt es eben auch mitstreiter, die einen des besseren belehren wollen. so wie im leben, wenn jemand kommt, und sagt: „hey! es ist falsch, dir und deinem stil treu zu bleiben.

trotz alledem werde ich mich bemühen, für meine fehler nach dem spiel geradezustehen. und leid tut es mir, wenn ich jemandes stil in die falsche richtung gelenkt habe – dies war nie meine absicht.

eher, dessen stil zu unterstützen.

einmal hatte ich eine partie verloren. der gegener war zu stark. ich denke, es gehört nicht zu seinem stil, sich auf ein neues spiel einzulassen. das hat er nicht nötig.


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BeitragVerfasst: So 7. Dez 2008, 19:12 
piraña hat geschrieben:
ich weiss nicht, inwiefern das leben mit einem schachspiel vergleichbar ist. vielleicht erst, wenn man abermilliarden schachfelder aneianderreiht, und von den traditionellen schwarz-weiss-figuren (frauen-&männerrollen) absieht, und alle nur erdenklichen farben einbezieht.

Geiler Text :-)
Kennst du 3-D-Schach?
Bild
Jetzt versuch dir mal ein 10-D-Schachbrett vorzustellen, mit unendlich vielen verschiedenen Figuren und unendlich vielen Farben und Farbschattierungen (auch unerdenkliche ;))... ...dann hast du ansatzweise eine Vorstellung von der materiellen kosmischen Schöpfung ;)

L&L

ps. mir ist bewusst, dass sogar ein 4-D-Brett für den menschlichen Verstand kaum vorstellbar ist ;)
pps. wer Lust hat mal gegen mich zu spielen, ungeniert melden.. ich nutze den server freechess.org, da kann man auch unregistriert spielen /happy
EDIT: ppps. grafisches benutzer interface zum online spielen (direct download):
http://ftp.gnu.org/gnu/winboard/winboard-4_2_7b.exe für windows
http://ftp.gnu.org/gnu/xboard/xboard-4.2.7.tar.gz für unix


Zuletzt geändert von The Dude am So 7. Dez 2008, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: So 7. Dez 2008, 19:24 
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Wage du, zu irren und zu träumen! Hoher Sinn liegt oft in kind'schem Spiel.
(Schiller)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: Mi 10. Dez 2008, 16:21 
da fällt mir ein Zitat von Konfuzius ein, welches ich mal in einem Buch über Schachpsychologie gelesen habe:

Konfuzius hat geschrieben:
„Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
erstens durch nachdenken, das ist der edelste,
zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste,
und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“


Und damit es nicht zu langweilig wird: /bigs


Bild
Weiß setzt in 3 Zügen Matt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: Mi 10. Dez 2008, 16:47 
Bild
Weiß setzt in 3 Zügen Matt.

in 3: Qd4+, Kg6, Ra6+, Kf5, Qe4#
in 2: Qd4+, Kf8, Qxh8#

und ja, bestimmt hab ich noch ne variante übersehen ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: Mi 10. Dez 2008, 21:14 
The Dude hat geschrieben:
Bild
Weiß setzt in 3 Zügen Matt.

in 3: Qd4+, Kg6, Ra6+, Kf5, Qe4#
in 2: Qd4+, Kf8, Qxh8#

und was passiert auf:

Qd4+, Kg8

vielleicht gibt es ja da noch ein matt in 2 :-k ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: Di 13. Jan 2009, 10:21 
Schach. Das Spiel der Könige. :-D


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: Di 13. Jan 2009, 12:33 
hehe

übrigens, bevor ich es vergesse, der einzige zug, der unweigerlich in der obigen diagrammstellung zum matt in 3 zügen führt,
ist ...



1. Ta8


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: Di 10. Nov 2009, 14:03 
84


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: Di 5. Jun 2012, 21:49 
War jetzt der Läufer am Bauern vorbeigerannt, nachdem ihn der Springer jagte, der nur die Mauern des Turms schützen wollte, als die Königin zum Angriff blies? Naja, der König macht sich jedenfalls tiefe Gedanken O:)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2012, 21:19 
Passend zum Dreckskapitalismus...

Politik 2.0: Schachspiel der Wirtschaftselite

Zitat:
Wer die Bauern für den König opfert, verliert langfristig betrachtet sein gesamtes Königreich. Demzufolge sollten Herrscher ihre Bauern in ihrer freien Entfaltung vollends fördern, Gesetze erlassen, welche dem Volk dienlich und nicht der Wirtschaftselite. Zweifelsohne geschieht momentan jedoch genau das Gegenteil: Hochfinanzeliten werden getreu dem politischen Schachspiel 2.0 explizit hofiert, Bauern für kurzfristige Kapitalgewinnsteigerung gewisser Konzerne förmlich ausgebeutet.
[...]
Wie war das mit dem Königreich? Richtig, Könige können ohne Bauern ihr Reich keinesfalls langfristig aufrechterhalten. Infolgedessen sollten Fürsten verstehen lernen, dass ihre Macht im Einklang mit dem Volk deutlich werthaltiger sein kann, als in Abhängigkeit zur Wirtschaftselite Politik2.0 fortzusetzen. Schachspiele dieser Art schaden politischen Funktionsträgern sowie dem Volk gleichermaßen – spätestens dann, wenn Wirtschaftseliten nämlich andere Geldsystemkurse festlegen, ist ihr einst von jenen Herren erhaltenes Kapital genauso wertlos. Politische Stabilität erblüht mithilfe starker realer Wirtschaftsstrukturen, einem Volk, das glücklich, zufrieden unter dem gesundheitlichen Aspekt wirkt.

Kernpunkt? Das Bildungssystem. Menschen müssen wieder im Mittelpunkt der Bildung stehen. Individuelle Talente, das ganzheitliche Verständnis des Kollektivs im Zusammenhang mit anderen Lebewesen gilt es zu fördern. Verständnis, Selbstachtung, Selbstbestimmung, freie Denkprozesse anstatt einen Abfertigungslehrplan, der unmissverständlich gehorsame Funktionsbereitschaft stützt.
[...]
http://www.buergerstimme.com/Design2/20 ... aftselite/


Ps. @Ogetron: Die Antwort folgt noch...


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 Betreff des Beitrags: Re: Schachspiele
BeitragVerfasst: Mi 31. Mai 2017, 13:44 
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