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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 14:05 
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Ein Freund von mir sagte einmal während eines Trips:

"Weisst du was erbärmlich ist? Ich sage es dir. Wir werden geboren, wandeln auf irgendwelchen Kugeln im All herum und kein Schwanz auf der ganzen Welt hat jemals oder wird jemals wirklich verstehen worum es eigentlich geht. Das ist erbärmlich. Aber alles andere muss man unbedingt vergessen, alles anderem steht einem nur um Weg rum. Plunder, den man aus dem Kopf werfen muss."

Wir kamen zu dem Schluss, dass es letztlich wirklich keine absolute Wahrheit geben kann, die in einer Logik, also in Worten,
ausdrückbar wäre. Alles, was man sagen, glauben, wissen oder spekulieren könnte ist letztlich einfach nur scheisse. Wir leben in und mit etwas, was keiner wirklich begreift. Warum gibt und gab es Milliarden Menschen und keiner, auch kein Buddha und kein Jesus, konnte uns bisher den Satz liefern, auf welchen wir alle Warten, diesen einen Satz, die Erklärung für das Sein. Ja warum wohl nicht? Weil es ihn schlicht und ergreifend nicht gibt und niemals geben wird. Alle liefern Beschreibungen der Welt, mal mehr subjektiv, mal mehr objektiv (obwohl eine absolute Objektivität überhaupt nicht existiert). Was kann ich also suchen wenn es gar keinen Sinn gibt? Was soll ich auf dieser Erde, wenn da gar nichts ist, was als absolute Wahrheit bezeichnet werden könnte?

Manchmal denke ich, es wäre doch viel einfacher, etwas aus ganzem Herzen zu glauben und nicht mehr zweifeln zu müssen. Man könnte seine Wahrheit (oder diejenige, die sich ein anderer ausgedacht hat) einfach leben und könnte alles andere vergessen. Das hört sich paradisisch an, also zumindest für mich. Ich mag meine Zweifel nicht, denn sie werden mir nicht helfen. Ich werde durch sie nicht besser, wahrer, authentischer oder sonstwas. Im Gegenteil. Würde ich glauben zu wissen was zu tun ist und ich endlich mal von etwas einfach nur ÜBRZEUGT wäre ohne es hinterfragen zu müssen, was für ein Glück wäre das für mich! Denn zweifeln bedeutet doch jedesmal nur, dass man dasteht und keinen Plan hat. Man hat ja mit dem Hinterfragen nichts gewonnen. Kein Antwort, keine Richtlinie. Nur eine vage Andeutung von dem, was man eventuell oder vielleicht doch nicht, aber tendentiell ausschliessen kann. Naja, gut, dann eben nebeneinander leben lassen muss. Mist. Ist das nicht unbefriedigend? Für mich schon. Denn darum weiss ich nicht, zu welchem Arzt ich gehen soll. Schulmediziner oder Homöopath oder doch Reiki-Heiler? Hmmmm... Naja, was ich ausdrücken will, mich verunsichern diese Zweifel, dieses Unwissen, und es kotzt mich manchmal regelrecht an. Denn ich habe dadurch keine wirklichen Überzeugungen. Nichts zum festhalten. Aber so ist es nun mal. Das Leben liefert auf der Ebene des Verstandes keine endgültige Wahrheit, nur Beschreibungen, die mal für weniger oder mal für mehr Menschen zutreffen.

Und genau darum stehe ich der reinen Logik recht kritisch gegenüber und da der Materialismus nur die Logik als einziges Instrument verwendet, kann ich auch ihm keine Wahrheit abgewinnen. Ich sage deshalb, dass die "Erfahrung" zählt, also dass man Wahrheit nur erkennen, nicht aber erdenken kann. Wahrheit ist ein Zustand. Kein Wort, kein Satz, keine Zahl und kein Engel. Was ich zunehmend feststellen kann (im Sinne von erkennen, nicht erdenken) ist folgendes:
Verlagern wir unsere Aufmerksamkeit vom Denken in die Wahrnehmung, so stellen wir fest, dass in unserem Sein zu jeder Zeit, in jeder Sekunde unvorstellbar viel los ist. Dort wo im Denken, im gedanklichen Suchen nach Wahrheit, zuvor einfach nur ein grosses schwarzes Loch gefunden werden konnte, dort füllt sich das Vakuum durch Wahrnehmung. Und diese Wahrnehmung ist Realität, also zumindest noch das Realste, was ich in meinem Leben finden kann. Sicherlich ist die Wahrnehmung nur eine "subjektive" Wahrheit. Nimmt man wahr ohne dabei zu "denken" (ich meine hier das "gewöhnliche" Denken, nicht das erkennende Denken), IST man in diesem Moment Realität, denn es existiert nichts mehr ausser der Wahrnehmung. Was könnte mich dazu verleiten nach Realität und Wahrheit zu fragen, wenn ich Realität und Wahrheit BIN! Man ist im Strom, im Ganzen, im Absoluten, denn man beobachtet direkt das Sein, man ist mit der Aufmerksamkeit nur bei dem, was die Welt an sich zu bieten hat, nämlich verschiedenste Formen von Energie. Mehr ist genau genommen nicht da, alles andere existiert nur in "Gedanken". So lange also nur die pure Wahrnehmung im Bewusstsein existiert, sucht man keine abstrakte Wahrheit im Denken, denn man erfährt die Wahrheit ja direkt durch die Wahrnehmung. Wieso sollte ich in diesem Moment noch nach dem SINN dieser Wahrheit, dieser Wahrnehmung fragen? Diese Frage taucht sozusagen erst auf, sobald ich die Wahrnehmung (und somit die einzige, für das einzelne Individuum unzerteilbare Wahrheit) verlassen habe.

Dumm gesagt, wer nicht auf die Idee kommt zu fragen, braucht keine Antwort und doch weiss er alles. Wahrscheinlich sogar mehr, als derjenige der hinterfragt und sich damit igendwie einen unwirklichen, eigenen Kosmos im Kosmos erschafft. Ersetzen wir die Leere, die durch die endlose gedankliche Suche nach einer abstrakten Wahrheit entstand, durch die Fülle der reinen Wahrnehmung und womöglich vergessen wir alle Fragen nach dem Sinn. Wofür braucht es denn einen Sinn, wenn wir den direkten Anschluss an das Treiben der Welt, das Sein an sich, wieder gefunden haben?

Geil is einfach, dass echt keiner weiss was los ist *gg*... Und wenn ich mich dran erinnere, die schönsten Momente im Leben sind doch diejenigen, wo man vor Erfurcht und Staunen auf die Knie fallen möchte, weil man die Schönheit des Lebens mit Löffeln frisst. Weil man ganz plötzlich von einem unheimlich starken Gefühl überfallen wird, das einem zu verstehen gibt, dass man NICHTS versteht und aber auch nichts verstehen muss, angesichts dieser unwirklichen Wirklichkeit des Seins. Dann denke ich, dass es keine wörtliche oder logische Antwort auf das letzte "Warum?" geben kann, weil die Frage an sich schon falsch und unwirklich ist ...
hehehe

@zeljko
danke für die blumen : ) ... du weisst, das beruht auf gegenseitigkeit... :wink:

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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 15:17 
das hast du schön formuliert, xichtli :) da ich selber noch vorhatte etwas in der art zu erwähnen hast du mir mit deinem post einen schönen dienst erwiesen. sage meine dank dafür.

was den sinn und die sinnsuche betrifft:
als ich noch keinen höchsten sinn hinter allem "gesehen" habe, kam mir das ganze leben sinnlos vor. immer wieder fragte ich mich: "wozu das ganze?" wenn ich dazumals vor die frage gestellt worden wäre, ob ich sein oder nicht sein will, hätte ich mich für letzteres entschieden, da sein meiner meinung nach nichts bringt wenn man keinen höchsten sinn für das sein als solches gefunden hat. da mir diese frage jedoch nie gestellt wurde, trieb es mich immer weiter an, nach dem sinn zu suchen. jede beantwortetete frage brachte wieder neue fragen mit sich. mit der zeit habe ich erkannt, dass alle fragen letztlich auf den höchsten sinn herauslaufen. "wozu das ganze?" nach endlosem ringen, und jahrelangem hin und her kam ich zu dem schluss, dass der sinn nur die bedingungslose liebe sein kann. durch diesen schluss habe ich erkannt, dass der sinn der schöpfung einzig darin besteht, die bedingungslose liebe der spirituellen (transzendenten) "welt" auch in der welt der matiere zu "implementieren". denn das wäre für mich wahrhaftiger sinn. wenn jede seele (ob mensch, tier, pflanze, berg, planet, stern, galaxie oder universum) bedingungslos liebt. es würde absolute glückseeligkeit für alle und alles bedeuten. wenn jemand sagt, dies sei unsinn, liebe ich diesen menschen trotzdem noch genauso wie alle anderen auch, was natürlich beinhalet, dass ich dieses urteil ohne darüber zu urteilen, annehme.
seit ich den höchsten sinn gefunden habe, bin ich für mich wunschlos glücklich. den einzigen wunsch, den ich noch hege, ist der, dass jedes wesen absolut glücklich ist (was ja momentan zweifellos nicht der fall ist), und ich glaube dies ist nur zu erreichen, indem ich bei mir selbst beginne. die beantwortung der letzten frage gab mir in diesem sinne die erleuchtung, welche mir nun den weg vorzeigt und die kraft gibt, die bedinungslose liebe in meinem leben zu kultivieren. liebe ist die stärkste kraft. direkt aus der liebe ist das licht hervorgegangen. der schatten entstand erst durch die freiwillige abspaltung einer seele vom ganzen. sobald diese abspaltung (urteilung) rückgängig gemacht worden ist, ist der schatten nicht mehr da. man ist wieder im licht. darum kann man auch von er-leuchtung sprechen. erst durch die erleuchtung ist es überhaupt möglich gott wahrzunehmen, da man ja im schatten selbst im ur-teil war, gott als persönlichkeit jedoch ewiglich unteilbar ist.

es wäre mir schon eine freude wenn jemand, der das liest, nur annähernd nachvollziehen kann, was genau ich damit meine, da dies eigentlich unmöglich in worte zu fassen ist. es ist mir absolut bewusst, dass meine formulierungen hier nicht besonders "gut" sind, jedoch schaff ich es nicht besser.

versuche den main point also nochmals zusammenzufassen:
"Das Tor zu meiner Relatität, welche jenseits von Gehirn liegt, das Gehirn jedoch umfasst."

1. sein und leben wären ohne sinn sinnlos, wozu also?
2. sein und leben sind unzweifelhaft realität. der höchste sinn kann also nur absoltute glückseeligkeit für jedes wesen sein.
3. da ich weiss, dass ich nur relativer teil (seele) des absoluten (gott) bin, kann ich diesen sinn auch nur für mich selbst verwirklichen (besser "erfüllen").

aus diesem grund schreibe ich auch alle meine posts (nun, nicht ganz alle ;))
meine welt und den sinn dahinter darzulegen.
wer wieso was damit macht, ist jeder einzelnen seele selbst überlassen, und ich werde diese seele, auch wenn sie mir sagt, ich sei religiöser fanatiker oder so, nicht weniger lieben, wie wenn sie mich als ihren messias betrachtet. das ist mein sinn hinter der realität.

love and light


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 16:14 
ein schöner text manu ... und eine interessante lebensphilsophie ... wenn es denn eine ist ;-)

aber:
kann sie wirklich das gefühl der anfänglich beschriebenen erbärmlichkeit nehmen?
reicht das um auf allen ebenen ausgeglichen zu sein?


-------------------------
ich habe noch ein paar schnelle anmerkungen:

so gesehen ist es am besten, wenn man ein kind ist, und sich gewisse fragen (nach dem sinn) gar nicht stellen kann, weil man sie nicht begreift.

aber sobald man eine gewisse schwelle des denkens erreicht, tritt diese frage (nach dem sinn) wie aus dem nichts hervor und zerstört das ehemals schöne und sorglose leben. woher kommt aber diese frage? vom denken selbst? ist es das denken, die vernunft, die mich zwingt nach dem sinn zu fragen? oder ist es die empirische tatsache, dass wir alle - möglicherweise erbärmlich - sterben werden? der opa stirbt. die oma. verwandete. irgendwann mal sind es die eltern, die geschwister, bekannte etc. all die gestorbenen hatten auch ein bewusstsein, zumindest ein relatives, und aus unserem relativen standpunkt ist ihr relatives bewusstsein endlich. wenn wir so einen toten sehen ... ja, was sehen wir dann? wir sehen etwas furchtbares. wir sehen unsere eigene endlichkeit. unsere machtlosigkeit. unsere erbrärmlichkeit. vielleicht ist das motiv dieser frage nach dem aller letzten sinn genau da zu suchen. in der angst resp. dem eigenen ego. und die angst ist so groß, dass sie uns möglicherweise gefühle herbeiführt, die uns vortäuschen, es wäre mehr als bloß das individuelle, das relative. wäre sicherlich eine erbärmliche wahrheit ... aber immerhin wäre es eine wahrheit. wenn es denn eine wäre 8-[

die frage nach dem "warum?" (warum ist etwas?) kann manch einem einen halt im leben geben, wenn auch viele illusionen zerstören. denn alleine, dass man diese frage stellen kann, darf, ja selbst die logik (im philosophischen sinne) sie gewißermaßen stellt (die ego-logik ;-)), deutet auf ein ungelöstes und, wie schon unzählige male begründet, prinzipiell unlösbares mysterium der schöpfung hin, das viele namen hat und aus dem viel hoffnung, glaubensgemeinschaften und religionen entsprungen sind, in denen sich menschen eingefunden haben und die frage nach dem sinn nicht mehr stellen müssen.

und zur logik-losen-erkenntnis (um die logik ein wenig in schutz zu nehmen ;-)): das kann es glaube ich nciht geben. denn jede erkenntnis, jede erfahrung, ob vom gott oder dem super-bewusstsein findet bewusst statt (ob vorher, nacher oder währendessen, spielt eigentlich keine rolle). d.h. es gibt einen moment, in dem ich mir sage, ja, das, was ich gerade sehe, fühle, wahrnehme ist wirklich. es geschieht. ist echt, weil irgendetwas dafür spricht (z.B. ein gefühl oder eine wahrnehmung). und es gibt nur eine einzige instanz - zumindest die die philosophie ausmachen konnte - die das für jeden individuell macht und die man vernunft nennt. ein erfahren (im sinne einer bleibenden erkenntnis) ohne die vernunft ist denke ich unmöglich. d.h. im philosophsichen sinne kann es kein vernunftfreies erlebnis (in bezug auf das erkennen) geben. in ihr steckt alle logik, alle wahrheit, auch wenn sie ohne den verstand inhaltslos ist. sie ist die einzige, die in der lage ist, uns überhaupt die idee eines dinges zu vermitteln. die idee einer allheit. gottheit. einer identität. denn wie soll ich etwas erkennnen, wenn ich nichts zum erkennne habe?
ich finde der begriff logik ist hier in diesem forum (meist durch vorurteile) negativ geprägt. dabei ist die logik nur das schlussfolgern auf basis der vernunft. und auch gott oder ein absolutes bewusstsein kann nicht anders geschlussfolgert werden. d.h. auch in deinem text oben, manu, ist die vernunft im spiel. und er ist logisch, auf der basis der vernunft, entstanden, auch wenn dir die wissenschaftlich-empirische logik (du meinst eigentlich die methodik und das wissenschaftliche streben) nicht passt. sie gibt uns aber keinen inhalt, keine absolute wahrheit, eigentlich gar keine wahrheit, sie ist nur das instrument unseres erkennens, unseres denkens. und aus diesem können wir nicht raus. denn jede erkenntnis, ob es yogis sind, mönche oder beliebig andere wesen dieses planeten, wird irgendwann mal bewusst, in dem sie sagen, ja, das ist so. das heißt nicht, dass die vernunft im stande sein muss, jedes phänomen zu erklären ... aber sie ist imstande um jedes phänomen zu erkennen :-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Vernunft
http://de.wikipedia.org/wiki/Logik


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 17:39 
Capablanca hat geschrieben:
und zur logik-losen-erkenntnis (um die logik ein wenig in schutz zu nehmen ;-)): das kann es glaube ich nciht geben. denn jede erkenntnis, jede erfahrung, ob vom gott oder dem super-bewusstsein findet bewusst statt

vielleicht solltest du dir mal die frage stellen, was denn bewusst-SEIN überhaupt ist, und ob wahres bewusst-sein nicht weit über logik und verstand hinausgeht?
ich war mein leben lang - und bin es weiterhin - ein logisch denkender mensch, nur kam ich eines tages an einen punkt, an dem ich merkte, dass es mit logik nicht mehr weiter geht. es gibt gewisse mysterien, die jenseits aller logik sind und die daher auch nicht mehr logisch erklärt werden können.


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 18:02 
The Dude hat geschrieben:
Capablanca hat geschrieben:
und zur logik-losen-erkenntnis (um die logik ein wenig in schutz zu nehmen ;-)): das kann es glaube ich nciht geben. denn jede erkenntnis, jede erfahrung, ob vom gott oder dem super-bewusstsein findet bewusst statt

vielleicht solltest du dir mal die frage stellen, was denn bewusst-SEIN überhaupt ist, und ob wahres bewusst-sein nicht weit über logik und verstand hinausgeht?

ah ... gar nicht so viel wie du glaubst. glaub mir, ich hab das er-FAHREN. :-)
das bewustsein liegt dann vor, wenn sich jemand etwas bewusst IST.
also er muss schon mal SEIN, damit er ein bewusst-SEIN hat. und wenn ich jemand sage, impliziere ich auch schon das SEIN (von diesem jemand.). aber er kann nicht nur SEIN, den ein stein SEINT ja auch, er muss etwas anderes haben, um sich von etwas bewusst zu SEIN. und dieses andere, was er hat, ist ein vermögen einer seiendheit eine relative beziehung zu einer anderen seiendheit herzustellen, die so beschaffen ist, das die erstgenannte von der letztgenannten bescheid weiß, dass sie angeschaut wird. punkt.


The Dude hat geschrieben:
es gibt gewisse mysterien, die jenseits aller logik sind und die daher auch nicht mehr logisch erklärt werden können.

das habe ich ja auch oben geschrieben. daher bitte noch mind. 2 mal lesen. :-)

aber hier nochmal zur erinnerung:
Zitat:
denn alleine, dass man diese frage stellen kann, darf, ja selbst die logik (im philosophischen sinne) sie gewißermaßen stellt (die ego-logik ;-)), deutet auf ein ungelöstes und, wie schon unzählige male begründet, prinzipiell unlösbares mysterium der schöpfung hin, das viele namen hat und aus dem viel hoffnung, glaubensgemeinschaften und religionen entsprungen sind, in denen sich menschen eingefunden haben und die frage nach dem sinn nicht mehr stellen müssen.

das krasse ist ja nur, dass selbst diese erkenntnis, dass sich gewisse mysterien niemals erklären lassen können, die vernunft logisch begründen kann.

ich habe auch geschrieben:
Zitat:
das heißt nicht, dass die vernunft im stande sein muss, jedes phänomen zu erklären ... aber sie ist imstande um jedes phänomen zu erkennen :-)


und das erkennen, lieber dude, ist nur ein "tun" der vernunft und dieses tun ist "logisch". immer und ewig.
denn allein schon wenn du sagst Gott IST, bedeutet das, dass das gegenteil für dich falsifiziert worden ist, was auf einen akt der vernunft hindeutet.


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 18:34 
Capablanca hat geschrieben:
aber er kann nicht nur SEIN, den ein stein SEINT ja auch, er muss etwas anderes haben, um sich von etwas bewusst zu SEIN.
woher weisst du denn so genau, dass ein stein sich seinem SEIN nicht bewusst ist bzw. bewusst SEIN kann?

Capablanca hat geschrieben:
The Dude hat geschrieben:
es gibt gewisse mysterien, die jenseits aller logik sind und die daher auch nicht mehr logisch erklärt werden können.

das habe ich ja auch oben geschrieben. daher bitte noch mind. 2 mal lesen. :-)
habe das schon gelesen :) ich unternehme nur den versuch das unerklärliche zu erklären ;) wenn mir damit gelingt, dass sich jemand selber sich selbst einige fragen darüber stellt, habe ich damit schon alles erreicht :)

Capablanca hat geschrieben:
das krasse ist ja nur, dass selbst diese erkenntnis, dass dich gewisse mysterien niemals erklären lassen können, die vernunft logisch begründen kann.

es bedeutet nicht dass, wenn etwas unerklärlich ist, es damit auch nicht erfahrbar bzw. entdeckbar wäre. um etwas zu entdecken braucht es einen gewissen "forscherdrang". wegweiser können dir deine suche erleichtern, sie können dir anhaltspunkte für deinen individuellen weg geben. ich spreche aus erfahrung.
Capablanca hat geschrieben:
und das erkennen, lieber dude, ist nur ein "tun" der vernunft und dieses tun ist "logisch". immer und ewig.
denn allein schon wenn du sagst Gott IST, bedeutet das, dass das gegenteil für dich falsifiziert worden ist, was auf einen akt der vernunft hindeutet.

ja, das stimmt. wenn du den verstand und die logik mit bewusst-SEIN gleichsetzt bzw. davon ausgehst, dass das bewusst-SEIN dem verstand entspringt.

ps. ich weiss dass GOTT IST. ich bin in bewusster verbindung.
drum zum abschluss eine schöne analogie: wenn ich mich in einem raum der dunkelheit befinde, sehe ich nichts ausser dunkelheit. wenn ich zur tür herausegehe, licht in den raum lasse, mich umdrehe und den raum erneut betrachte, sehe ich plötzlich die ganze schönheit dieses raumes, die vorher einfach im dunkeln lag. wenn ich mich erneut ins licht wende vermag ich auch zu erkennen, dass da ja in wirklichkeit viel mehr ist, als nur mein eigener raum der dunkelheit.

liebe und licht


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 19:00 
The Dude hat geschrieben:
woher weisst du denn so genau, dass ein stein sich seinem SEIN nicht bewusst ist bzw. bewusst SEIN kann?

er hat mir das ausdrücklich versichert ;-)

The Dude hat geschrieben:
ich unternehme nur den versuch das unerklärliche zu erklären ;) wenn mir damit gelingt, dass sich jemand selber sich selbst einige fragen darüber stellt, habe ich damit schon alles erreicht :)

wenn du das schaffst, hat die vernunft und die logik gewonnen. also bin ich ab sofort dein jünger :-)

The Dude hat geschrieben:
es bedeutet nicht dass, wenn etwas unerklärlich ist, es damit auch nicht erfahrbar bzw. entdeckbar wäre.


Capablanca hat geschrieben:
das heißt nicht, dass die vernunft im stande sein muss, jedes phänomen zu erklären ... aber sie ist imstande um jedes phänomen zu erkennen :-)

ein punkt in dem wir uns einig sind. erklären heißt immer etwas auf sprache zu reduzieren, aber sprache ist diskret und daher begrenzt. leider ist nur mal so, dass nur in dieser begrenzten erklärung von objektivität gesprochen werden kann.


The Dude hat geschrieben:
um etwas zu entdecken braucht es einen gewissen "forscherdrang". wegweiser können dir deine suche erleichtern, sie können dir anhaltspunkte für deinen individuellen weg geben. ich spreche aus erfahrung.

genau dasselbe macht die wissenschaft. bloß um ihre ergebnisse übertragen zu können, müssen sie auf die begrenzte sprache reduziert werden, was eine ganze menge von (möglichen) wahrheiten ausschließt.


The Dude hat geschrieben:
ich weiss dass GOTT IST. ich bin in bewusster verbindung.

richte ihm mal einen schönen gruß aus :-)

The Dude hat geschrieben:
drum zum abschluss eine schöne analogie: wenn ich mich in einem raum der dunkelheit befinde, sehe ich nichts ausser dunkelheit. wenn ich zur tür herausegehe, licht in den raum lasse, mich umdrehe und den raum erneut betrachte, sehe ich plötzlich die ganze schönheit dieses raumes, die vorher einfach im dunkeln lag. wenn ich mich erneut ins licht wende vermag ich auch zu erkennen, dass da ja in wirklichkeit viel mehr ist, als nur mein eigener raum der dunkelheit.

ja, eine wahrhaftig schöne analogie. bloß sie sagt nix über gott aus. sie beschreibt lediglich die grenzen und die bedingungen des erkennbaren.

ich möchte nochmal die wikidefinition der vernunft zitieren:
Zitat:
Mit Vernunft als philosophischem Fachbegriff wird die Fähigkeit des menschlichen Geistes bezeichnet, von einzelnen Beobachtungen und Erfahrungen auf universelle Zusammenhänge in der Welt zu schließen, deren Bedeutung zu erkennen und danach zu handeln – insbesondere auch im Hinblick auf die eigene Lebenssituation (vgl. Nous). Die Vernunft ist das oberste Erkenntnisvermögen, das den Verstand kontrolliert und diesem Grenzen setzt bzw. dessen Beschränkungen erkennt. Sie ist damit das wichtigste Mittel der geistigen Reflexion und das wichtigste Werkzeug der Philosophie.

Vernunft IST. Und vielleicht ist sie auch Gott oder das Super-Bewusstsein. Wer weiß ;-)


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 19:08 
übrigens:


The Dude hat geschrieben:
ich weiss dass GOTT IST. ich bin in bewusster verbindung.

ist das eine l o g i s c h e schlussfolgerung.

edit:
du siehst, du wirst dich der logik niemals entziehen können. denn sie IST ewig :-)


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 19:27 
naja...
10 Punkte für Deine Rolle als Vulkanier. O:)
10 Punkte für Deine Rolle als Borg. :-"


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 19:34 
und 30 punkte für deine rolle als gnom. /bigs



DUNKELHEIT und VERDAMMNIS

edit:
;)


Zuletzt geändert von Capablanca am Di 21. Okt 2008, 19:35, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 19:35 
/happy


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 20:02 
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Capablanca hat geschrieben:
ein punkt in dem wir uns einig sind. erklären heißt immer etwas auf sprache zu reduzieren, aber sprache ist diskret und daher begrenzt. leider ist nur mal so, dass nur in dieser begrenzten erklärung von objektivität gesprochen werden kann.


Sehe ich anders, denn auch Sprache unterliegt einer Entwicklung und wird zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Kulturen anders geäußert und auch interpretiert. Man strebt vielleicht mit der sprachlichen Formulierung eine Objektivität an, aber die Bilder, die vom Sender abgegeben werden sind nicht zwangsläufig dieselben, die beim Empfänger ankommen.

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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 20:20 
crawltothesky hat geschrieben:
Sehe ich anders, denn auch Sprache unterliegt einer Entwicklung und wird zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Kulturen anders geäußert und auch interpretiert.

jap. aber sie wird immer diskret und deshalb begrenzt sein. begriffe sind abstrakt und allgemein.
in der vorstellung spielt sich dagegen immer etwas konkretes, spezielles, nicht-diskretes ab. was eine sprache nur bedingt fassen kann. eine vorstellung ist aber immer subjektiv. die sprache dagegen ist objektiv, insofern sie geeignet gewählt ist (z.B. logische sprachen).

crawltothesky hat geschrieben:
Man strebt vielleicht mit der sprachlichen Formulierung eine Objektivität an, aber die Bilder, die vom Sender abgegeben werden sind nicht zwangsläufig dieselben, die beim Empfänger ankommen.

nein, sind sie nicht. das kommt aber auf die sprache an. in der mathematik kann nicht mehr von bildern gesprochen werden und ihre beweise gelten als apodiktisch. aber grundsätzlich habe ich nur eine empirische objektivität gemeint. eine absolute würde ich niemals behaupten wollen. ;-)


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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 20:43 
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Capablanca hat geschrieben:
jap. aber sie wird immer diskret und deshalb begrenzt sein. begriffe sind abstrakt und allgemein.
in der vorstellung spielt sich dagegen immer etwas konkretes, spezielles, nicht-diskretes ab. was eine sprache nur bedingt fassen kann. eine vorstellung ist aber immer subjektiv. die sprache dagegen ist objektiv, insofern sie geeignet gewählt ist (z.B. logische sprachen).

Das Problem, das ich an der Stelle der logischen Sprachen sehe, ist, dass ich wieder deren Sinn erklären muss, damit sie überhaupt ein Mittel der Kommunikation werden können. Dazu werde ich mich der natürlichen Sprache bedienen müssen, die wohl weniger objektiv ist.
Dass die Sprache diskret ist, will ich nicht abstreiten, aber welchen Sinn macht ein Kommunikationsmedium ohne Wesen, die kommunizieren?

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BeitragVerfasst: Di 21. Okt 2008, 20:55 
Ludwig Wittgenstein hat geschrieben:
Aber kann ich mir nicht denken, die Menschen um mich her seien Automaten, haben kein Bewußtsein, wenn auch ihre Handlungsweise die gleiche ist wie immer? - Wenn ich mir's jetzt - allein in meinem Zimmer - vorstelle, sehe ich die Leute mit starrem Blick (etwa wie in Trance) ihren Verrichtungen nachgehen - die Idee ist vielleicht ein wenig unheimlich. Aber nun versuch einmal im gewöhnlichen Verkehr, z.B. auf der Straße, an dieser Idee festzuhalten! Sag dir etwa: »Die Kinder dort sind bloße Automaten; alle ihre Lebendigkeit ist bloß automatisch.« Und diese Worte werden dir entweder gänzlich nichtssagend werden; oder du wirst in dir etwa eine Art unheimliches Gefühl, oder dergleichen, erzeugen.


Ludwig Wittgenstein hat geschrieben:
Ich möchte sagen: du siehst es für viel zu selbstverständlich an, daß man Einem etwas mitteilen kann. Das heißt: Wir sind so sehr an die Mitteilung durch Sprechen, im Gespräch, gewöhnt, daß es uns scheint, als läge der ganze Witz der Mitteilung darin, daß ein Andrer den Sinn meiner Worte - etwas Seelisches - auffaßt, sozusagen in seinen Geist aufnimmt. Wenn er dann auch noch etwas damit anfängt, so gehört das nicht mehr zum unmittelbaren Zweck der Sprache.
Man möchte sagen »Die Mitteilung bewirkt, daß er weiß, daß ich Schmerzen habe; sie bewirkt dies geistige Phänomen; alles Andere ist der Mitteilung unwesentlich.« Was dieses merkwürdige Phänomen des Wissens ist - damit läßt man sich Zeit. Seelische Vorgänge sind eben merkwürdig. (Es ist, als sagte man: »Die Uhr zeigt uns die Zeit an. Was die Zeit ist, ist noch nicht entschieden. Und wozu man die Zeit abliest - das gehört nicht hierher.«)


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