mysticalforum • Thema anzeigen - Evolutionstheorie vs. Kreationismus
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 Betreff des Beitrags: Evolutionstheorie vs. Kreationismus
BeitragVerfasst: Mo 16. Feb 2009, 16:18 
Heute las ich auf Spiegel-Online einen sehr interessanten Artikel (anlässlich des Darwin-Jahrs 2009) über den Kampf der "Kreationisten", "Homöopathen", "Öko-Esoteriker" und sonstiger "Pseudo-Wissenschaftler" gegen die Evolutionstheorie bzw. ihren Schöpfer. Da wir hier in diesem Unterforum einige der dort angeschnittenen Dinge bereits mehrfach diskutiert haben, poste ich den Artikel lediglich als eine kleine Ergänzung zu diesen zahlreichen Diskussionen ;-)

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© TMN
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© AP
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© Der Spiegel
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© Spiegel Online

Prof. Dr. Ulrich Kutschera hat geschrieben:
Darwins größter Verdienst ist aber meiner Ansicht nach in seinem philosophischen Imperativ zu sehen, der sinngemäß wie folgt umschrieben werden kann: Die auf Fakten basierenden Naturwissenschaften müssen von religiös-esoterischen, nicht überprüfbaren Glaubensinhalten frei gehalten werden. Würde diese von Darwin vor 150 Jahren geforderte strikte Trennung von Wissen und Glauben heute zur Allgemeinbildung gehören, so hätten die eingangs beschriebenen ID-Kreationisten, wie auch die Öko-Esoteriker, Homöopathen und andere Pseudowissenschaftler, nicht noch immer gläubige Anhänger. Wir können auch heute noch viel vom 200 Jahre alten Geburtstagskind Charles Darwin lernen!


http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 04,00.html


Zuletzt geändert von Capablanca am Do 23. Apr 2009, 11:03, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo 16. Feb 2009, 19:45 
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Registriert: Mo 22. Dez 2008, 12:49
Beiträge: 44
Schau dir mal die Anunnaki Schöpfungsgeschichte an... Sie werden bei den Sumerer, mayas, Inkas und überall auf der erwähnnt...


Cheers Anunnaki

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BeitragVerfasst: Mo 16. Feb 2009, 20:54 
also ich fände etwas mehr kreative evolution gar nich so doof.


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BeitragVerfasst: Di 17. Feb 2009, 15:05 
Vom Nutzen der Vergängnis und des Zufalls

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© dpa


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BeitragVerfasst: Fr 20. Feb 2009, 11:54 
Sexuelle Selektion - Ornament ist kein Verbrechen

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© BS Thurner Hof


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BeitragVerfasst: Mo 23. Feb 2009, 09:32 
Epigenetik: DNA ist nicht alles


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© F.A.Z.

Zitat:
Mütterliche Zuwendung kann ebenfalls epigenetische Folgen haben und selbst Psyche oder Verhalten der Sprösslinge beeinflussen


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BeitragVerfasst: Do 26. Feb 2009, 12:56 
ein weiterer wertvoller Artikel ....

Die mikroskopischen Spiele der Evolution

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Staphylococcus-aureus-Bakterien im Kampf mit
weißen Blutkörperchen. (© Rocky Mountain Laboratories,
National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID))


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 Betreff des Beitrags: Re: Evolutionstheorie
BeitragVerfasst: Do 26. Feb 2009, 20:26 
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Registriert: Mo 22. Dez 2008, 12:49
Beiträge: 44
Der Mikrokosmos und die Quantenphysik kann alles erklären wofür wir die Erklärung im Universum suchen... crazyeye

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 Betreff des Beitrags: Re: Evolutionstheorie
BeitragVerfasst: Fr 27. Feb 2009, 11:57 
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Registriert: So 11. Sep 2005, 19:50
Beiträge: 865
erklären der mikrokosmos und die quantenphysik auch warum wir nach einer erklärung suchen?
das ist meines erachtens die weitaus wichtigere frage :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Evolutionstheorie
BeitragVerfasst: Fr 27. Feb 2009, 11:59 
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Beiträge: 386
Wohnort: windböhe nr. 456 in winterthur
hab mich anfänglich ein wenig schwer getan mit diesem thread, capablanca. aber eigentlich auch nur, weil ich mich als 'darwin-anhängerin' bezeichnen könnte und mir der erste bericht, den du hier gepostet hast, ein wenig gegen den strich geht. hatte beim durchlesen das gefühl, dass es in diesem bericht nur darum ging, darwin zu verteufeln oder seine arbeiten ins lächerliche zu ziehen und den film ins rechte licht zu rücken. hat den übrigens jemand gesehen? ich bin mir nicht mal sicher, ob ich mir den anschauen würde, mir ist fast schlecht geworden als ich zu dem abschnitt kam, wo steht, darwin sei schuld, dass sich soetwas wie antisemitismus entwickeln konnte ](*,)

aber die seite finde ich noch interessant, da sie noch andere artikel im zusammenhang mit den darwinschen erkenntnissen beherbergt.

und ich finde, es ist richtig so, wissen und glauben von einander zu trennen. wissen und glauben ist in der tat nich das selbe, nicht nur rein rethorisch.

danke capablanca, das ist echt noch ein interessanter internetfund /color

oh, mir fällt da gerade n text ein... vo younger brother...

macrocosm and microcosm is a philosophical idea, that goes back to the ancient greeks. it sais, that all parts of the universe, large and small, are arranged in the same way. after one of the great philosophers had brought up the concept, other people realised, that it can be found everywhere in nature ant that the same patterance repeat those sounds in all levels of reality...

vielleicht hat ja jemand den ganzen und korrekten text? konnte leider nix finden...

_________________
Ewig starr an deinem Mund zu hangen, wer enthüllt mir dieses Gluthverlangen?
Wer die Wollust, deinen Hauch zu trinken,
In dein Wesen, wenn sich Blicke winken, sterbend zu versinken?


Was ich ohne Dich wäre, ich weiss es nicht - aber mir grauet,
Seh' ich, was ohne Dich Hundert' und Tausende sind.


Das ist eben das wahre Geheimnis, das Allen vor Augen liegt,
Euch ewig umgibt, aber von Keinem gesehen.


Keks? ^^ ...amphiphil!

Und bitte, bitte, schaut doch nicht derart ungläubig drein,
Wenn ich euch doch sage, dass Lysergsäurediäthylamid weder meine Zunge benetzte noch meinen Geist umwarb...


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 Betreff des Beitrags: Re: Evolutionstheorie
BeitragVerfasst: Fr 27. Feb 2009, 13:14 
bestia_climae hat geschrieben:
hatte beim durchlesen das gefühl, dass es in diesem bericht nur darum ging, darwin zu verteufeln oder seine arbeiten ins lächerliche zu ziehen und den film ins rechte licht zu rücken.

hmmm ... dann lies den ersten bericht zur sicherheit nochmal und sage mir dann, ob darin darwin verteufelt wird :-)

hier schon mal der link (allein schon die überschrift zeugt vom gegenteil):
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 04,00.html

ich, als absoluter biologie-laie, finde aber den evolutionsprozess und alles was dazu gehört, enorm spannend. so voller leben, im warsten sinne des wortes. bis vor ein paar wochen wusste ich über die evolution so gut wie gar nichts. da aber in diesem darwin-jahr so viel darüber geschrieben wird, ist es denke ich eine prima gelegenheit so einiges nachzuholen.
und ich denke viele hier aus dem forum geht es wie mir (ausgenommen vielleicht dem manu/gsichtli, für den als biologen ist das vermutlich recht langweilig ;)), die sich unter dem begriff evolution nicht viel mehr als "entwicklung des lebens" vorstellen konnten .... deshalb dieser thread ... um einen der schönsten und unglaublichsten prozesse unseres planeten gemeinsam mit euch zu erfahren und zu bewundern O:)

vorallem die epigenetik scheint sehr interessant zu sein. sie zeigt auf, dass wir nicht bloß sklaven der dna sind und das wir vieles durch handlungen bzw. die kraft unseres geistes beeinflussen können.

ps:
wenn jemanden mal ein interessanter artikel zum thema über den weg läuft ... her damit


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 Betreff des Beitrags: Re: Evolutionstheorie
BeitragVerfasst: Fr 27. Feb 2009, 14:46 
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Platin Member
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Registriert: So 11. Sep 2005, 19:50
Beiträge: 865
ja hehe, auch für einen biologen ist das kein langweiliges thema, ganz im gegenteil.
die grundlagen meinetwegen, allzuviel gehört ja auch nicht dazu. das klassische
evolutionsmodell ist schnell erklärt. dann kommt das erweiterte model, ist schon
spannender, aber bring tletztlich auch keine absoluten erkenntnisse.
das ende vom lied ist, dass die evolutionstheorie nur so wimmelt von sackgassen,
und von fragen, die man nach wie vor nicht erklären kann.
ich denke darum haben die anderen theorien ja auch so relativ grossen zulauf.
sogar unter wissenschaftler ist das thema evolution keineswegs einheitlich
betrachtet. insbesondere wenn man molekulare und chemische evolution betrachtet,
die evolution der zelle an sich mit ihrem stoffwechsel und natürlich besonders in den
ersten anfängen. kein mensch weiss wie es zur ersten zelle kam, das sind
alles nur die wildesten spekulationen... ich finds einfach nur faszinierend, weiss aber
nicht so genau was ich davon halten soll. es gibt mir einfach zu viele situationen,
wo man etwas schönredet und wilde hypothesen aufstellen muss, um es wieder in die
gängige sicht zu pressen.... naja, so wirklich beweisen lässt sich der korrekte hergang
der entstehung des lebens wohl auch nicht...
war ja leider auch keiner dabei... als gott am siebten tag den menschen... ach öhm,
das war ja was anderes... *gggg*

aber um meinen mini-beitrag vorhin nochmals etwas zu betonen, der war nämlich
vielleicht ernster gemeint als er wahrgenommen wurde.
selbst wenn wir den kosmos erklären werden können, können wir dann auch
erklären, wie wir dazu kommen ihn zu beobachten und überhaupt die frage nach ihm
oder der evolution zu stellen? erklärt sich die frage nach der evolution selbst?
wir betrachten alles immer von "aussen"... scheinbar... aber rein evolutiv gesehn,
sind wir ja selbst die evolution... wir sind subjekt und objekt gleichzeitig... kann
eine aussage daher überhaupt richtig sein? sind wir der kosmos, der auf sich selbst
zurükschaut? das auge des seins? und gott sah, dass es gut war? *ggg*
kann ein gehirn eine aussage über sich selbst und darüber hinaus aussagen auch über die
funktionsweise aller anderen gehirne machen? jedes andere organ kann seine funktionen
nur "in sich selbst" verrichten... jede gallenblase ist ein ins ich geschlossenes system, und
deine gallenblase kann nicht für meine einspringen...
die funktion eines organs ist niemals auf andere organe oder andere wesen bezogen...
kann so gesehen das denken wirklich eine "funktion" des gehirns sein? kann
sich das gehirn als "organ" mit einer bestimmten "funktion" entwickelt haben?
wenn ja, wie kam es dazu, dass diese funktion über ihre eigentliche funktion (integration von
verschiedenen reizen und errechnen einer adäquaten antwort) hinauswächst?
und nochmal die frage, kann es aus sich "heraustreten" um über sich selbst aussagen zu machen?
das wöre genau genommen unlogisch, wenn das denken eine reine funktion des gehirns wäre.
wir alle "wissen" doch, dass es immer eine übergeordnete ebene/instanz braucht, von der aus
etwas anderes betrachtet werden kann. rein logisch gesehen braucht es also noch etwas "über" dem
gehirn, was dessen funktion betrachtet. und dieses "darüber" ist nicht das gehirn selbst.
wenn das gehirn das objekt ist, kann es nicht gleichzeitig das subjekt sein....
das sind komisch anmutende fragen, ich weiss... aber vielleicht entdeckt der eine oder
andere die essenz dieser fragen... hängt nämlich indirekt mit dem thema des threads zusammen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Evolutionstheorie
BeitragVerfasst: Fr 27. Feb 2009, 15:56 
@Gsichtli
zum ersten teil deines posts, kann ich dir insofern recht geben, dass es immer noch offene fragen gibt.
aber aufgrund der tatsache, dass sich evolutionäre prozesse innerhalb kurzer zeit "reproduzieren" lassen (stand irgendwo in einem der artikel), dass sie logisch schlüssig ist, und das einfach viele kleine teile zu einem einheitlichen logischen ganzen führen, welches von unzähligen überzeugenden argumenten (experimenten, funde, beobachtungen, messungen) nur so wimmelt, finde ich die bestehenden offenen fragen zu wenig, um mir daran, als suchender, hoffnungen zu machen.
besser ist es man akzeptiert es einfach.... anstatt sich also an den offenen fragen und noch bestehenden kontroversen aufzuhängen. besser ist es finde ich in den fragen einen schritt weiter zurückzugehen ... wie z.b. die frage: warum benötigt das universum bewusstsein überhaupt. woher kommt dies? warum ist geist? das reicht ... evolution hin oder her :-)

und zum zweiten teil deines posts:
Zitat:
kann so gesehen das denken wirklich eine "funktion" des gehirns sein? kann
sich das gehirn als "organ" mit einer bestimmten "funktion" entwickelt haben?

ich kann es mir vorstellen. ich würde sogar sagen, mit einem ganzen arsenal von funktionen.
darin steckt eigentlich auch die quintessenz der evolutionen: durch zufall entwickeln sich ständig
neue funktionen, die der natürlichen selektion unterworfen sind. der mensch hat es, nüchtern betrachtet,
nur deshalb so weit geschafft, weil unsere vorfahren das glück hatten, die richtigen mutationen aufzuweisen,
die funktionen produzierten bzw. darstellten, die dem überleben, wie wir sehen, sehr förderlich sind.

Zitat:
wenn ja, wie kam es dazu, dass diese funktion über ihre eigentliche funktion (integration von
verschiedenen reizen und errechnen einer adäquaten antwort) hinauswächst?

wie so eben beschrieben.

Zitat:
und nochmal die frage, kann es aus sich "heraustreten" um über sich selbst aussagen zu machen?

vieles spricht dafür. ein kind wächst ja auch langsam heran und irgendwann mal hat es ein ich. klar, es hat die biologische grundlage dafür. aber direkt nach der geburt, kann man ihm kein ich unterstellen. die erlangung eines reflektierenden bewusstseins scheint doch ein natürlicher prozess zu sein. diese erlangung des bewusstseins (bzw. erhebung zum bewussten denken) ist das von dir beschriebene "herausstreten", dazu noch folgendes:


Zitat:
das wöre genau genommen unlogisch, wenn das denken eine reine funktion des gehirns wäre.

finde ich jetzt nicht. zumindest nicht aus dem standpunkt der informatik. wenn das denken aus funktionen besteht, dann ist das bewusstsein lediglich eine besondere funktion, die alle anderen funktionen beobachtet. ein konzept was nahezu jedes stück software irgendwo inne hat. es gibt sozusagen eine master-funktion, die zwar selbst nicht denkt, aber sich den gedanken bewusst ist.

Zitat:
wir alle "wissen" doch, dass es immer eine übergeordnete ebene/instanz braucht, von der aus
etwas anderes betrachtet werden kann.

jupp. die besagte master-funktion ;-)

ich glaube aber sehr gut zu verstehen, was du sagen willst. und die gleichen gedanken und fragen die du hier aufwirfst, habe ich mir auch schon 100 mal gestellt und mit anderen diskutiert. das phänomen bewusstsein bleibt vorerst mal ein rätsel.

btw:
sagt dir die gamma-aktivität oder die gamma-wellen was?
manche hirnforscher vermuten, dass die gamme-wellen die lang gesuchte "funktion" war, die die ganzen reize im gehirn verknüpft und bewusstsein schafft. bewusstsein kann man sich übrigens auch sehr gut als strahlung vorstellen .... der körper hat als gesamtheit so eine art strahlung und diese empfinden wir als bewusstsein. sie stellt sozusagen das bewusste erleben dar. die frage ist nur, ob diese strahlung empirisch erfassbar ist oder transzendiert ... :-s

... eine interessante frage ist das auf jeden fall:
Zitat:
selbst wenn wir den kosmos erklären werden können, können wir dann auch
erklären, wie wir dazu kommen ihn zu beobachten und überhaupt die frage nach ihm
oder der evolution zu stellen?

ich denke nicht. zumindest nicht mit gängigen methoden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Evolutionstheorie
BeitragVerfasst: Fr 27. Feb 2009, 16:53 
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Platin Member
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Registriert: So 11. Sep 2005, 19:50
Beiträge: 865
Capablanca hat geschrieben:
zum ersten teil deines posts, kann ich dir insofern recht geben, dass es immer noch offene fragen gibt.
aber aufgrund der tatsache, dass sich evolutionäre prozesse innerhalb kurzer zeit "reproduzieren" lassen (stand irgendwo in einem der artikel), dass sie logisch schlüssig ist, und das einfach viele kleine teile zu einem einheitlichen logischen ganzen führen, welches von unzähligen überzeugenden argumenten (experimenten, funde, beobachtungen, messungen) nur so wimmelt, finde ich die bestehenden offenen fragen zu wenig, um mir daran, als suchender, hoffnungen zu machen.
besser ist es man akzeptiert es einfach.... anstatt sich also an den offenen fragen und noch bestehenden kontroversen aufzuhängen. besser ist es finde ich in den fragen einen schritt weiter zurückzugehen ... wie z.b. die frage: warum benötigt das universum bewusstsein überhaupt. woher kommt dies? warum ist geist? das reicht ... evolution hin oder her :-)


prinzipell ist das auch meine meinung... auf einen punkt gebracht: was solls, die fragen bleiben die gleichen, evolution hin oder her... hehe
aber ich kann dir versichern, ich hatte einige vorlesungen zu dem thema und so sicher und reproduzierbar, wie der artikel das scheinbar darstellt ist die evolution nicht.
und diese beweise wurden meines wissens ausschliesslich an einzellern bzw. molekularen systemen erbracht. oder an "teilsystemen" von grösseren komplexen systemen, zb. das immunsystem.
in makroskopischer betrachtung, wenn man das ganze wesen miteinbezieht, wenn man also die interaktionen der vielen scheinbar evolutiv bedingeten teilsysteme betrachtet, dann versagen diese beweise schon meistens wieder. denn vieles bedingt sich gegenseitig, macht ohne eine gleichzeitige entwicklung eines anderen teilsystems keinen sinn. dann muss man annahmen machen, die zt. haarsträubend sind. wenn man die wahrscheinlichkeiten ausrechnet, dass diese zwei eigenschaften gleichzeitig durch zufall entstanden sind, sieht man, dass es gegen null geht und nicht wirklich haltbar ist. naja, ein endloser streitpunkt.

Capablanca hat geschrieben:
weil unsere vorfahren das glück hatten, die richtigen mutationen aufzuweisen,
die funktionen produzierten bzw. darstellten, die dem überleben, wie wir sehen, sehr förderlich sind.


sich fragen über die evolution bzw. die herkunft des bewusstseins zu stellen ist aber sicherlich nicht notwendig um zu überleben :wink:

Capablanca hat geschrieben:
es gibt sozusagen eine master-funktion, die zwar selbst nicht denkt, aber sich den gedanken bewusst ist.


thats the point! diese masterfunktion MUSS meiner meinung nach vom gehirn unterscheidbar sein und kann nicht wiederum das gehirn selbst sein.
alles andere kommt mir vor wie das berühmte sich selbst am schopf aus dem sumpf ziehen. kurzschluss.
und informatik zieht hier überhaupt nicht. das programm kann so viele algorythmen besitzen wie es will, es wird sich nicht die frage nach dem programmierer stellen. niemals.
und wenn es irgendwann möglich ist, bewusstsein künstlich mit schaltkreisen nachzubilden, dann nehm ich alles zurück und schweige für immer. aber auch hier, ändern würd es eh nichts. die fragen bleiben die gleichen.


Capablanca hat geschrieben:
sagt dir die gamma-aktivität oder die gamma-wellen was?
manche hirnforscher vermuten, dass die gamme-wellen die lang gesuchte "funktion" war, die die ganzen reize im gehirn verknüpft und bewusstsein schafft. bewusstsein kann man sich übrigens auch sehr gut als strahlung vorstellen .... der körper hat als gesamtheit so eine art strahlung und diese empfinden wir als bewusstsein. sie stellt sozusagen das bewusste erleben dar. die frage ist nur, ob diese strahlung empirisch erfassbar ist oder transzendiert ...


stahlung ist ein beobachtetes phänomen und nicht der beobachter. ne ne.... oder erklär mir, wie eine strahlung sich selbst bewusst werden kann, wo sie selbst doch nur durch beobachtung existiert. das wär ein kurzschluss im schaltkreis :wink:
du hast es selbst in deinem satz ausgedrückt. der körper als gesamtheit eine art strahlung, die WIR als bewusstheit EMPFINDEN. hehehe... du trennst hier ja selbst auch wieder. ohne trennung geht es auch irgendwie nicht. man dreht sich im kreis, kurzschluss. schon wieder versucht man sich am schopf aus dem sumpf zu ziehen. also nochmal, müsste die master-funktion also nicht etwas vom gehirn verschiedenes sein?

du hast schon einemal in einer diskussion das argument gebracht, dass das was wir auf dem bildschirm sehen das resultat ist von nullen und einsen, aber ja über die null und die eins hinsausgeht. sozusagen als sinnbild für das bewusstsein. aber auch hier der kurzschluss, dass das auf dem bildschirm ja selbst auch wieder etwas (von mir als subjekt) beobachtetes ist, sonst wäre es ja auch nicht mehr als nullen und einsen, einfach in einer etwas anderen form. es hat aus sich heraus kein bewusstes element....

ich will ja niemanden bekehren oder so, ich wüsste ja nichtmal zu was ich ihn bekehren wollte *gg* ... ich denke einfach, dass wir -egal wieviel wir forschen- das rätsel nicht lösen KÖNNEN.
denn wir selbst sind das rätsel.... und rätseln warum wir das rätsel nicht sehen, geschweige denn lösen können. als sinnbild kommt mir da ein auge, dem einfällt, dass es sich gerne mal selbst sehen würde (und bitte lass jetzt den spiegel weg) *gggg*... oder der versuch sich selbst anzurufen. man landet immer beim besetztzeichen. :wink:

aber vielleicht sehe das auch nur ich so. womöglich bin ich ein programm in einer endlosschlaufe. keine rückmeldung. muahahaha...

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 Betreff des Beitrags: Re: Evolutionstheorie
BeitragVerfasst: Fr 27. Feb 2009, 17:34 
Zitat:
dann muss man annahmen machen, die zt. haarsträubend sind. wenn man die wahrscheinlichkeiten ausrechnet, dass diese zwei eigenschaften gleichzeitig durch zufall entstanden sind, sieht man, dass es gegen null geht und nicht wirklich haltbar ist

ich bin mir nicht sicher, ob in diesem "gegenargument" ein kleiner fehler vorliegt.
denn grundsätzlich:
eine beliebig kleine wahrscheinlichkeit für ein ereignis lässt sich mit einer hinreichend großen zeitspanne bzw. anzahl der versuche gegen 100% konvergieren lassen.
wenn du z.b. einen n-dimensionalen würfel hättest, ist die wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte zahl von 1 bis n bei einem experiment mit einem wurf auftritt, 1 zu n.
würfelst du aber n mal, ist sie schon - insofern ich da grad keinen fehler mache - bei 50%.
jedenfalls wüfelst du z.b. n² oder sogar n³ mal, kannst du sicher davon ausgehen, dass du mindestens einmal die gewünschte zahl würfeln wirst.
ein weiteres beispiel in dem das argument etwas entkräftet wird:
geht man in der zeit in gedanken ein paar milliarden jahre zurück, ist die wahrscheinlichkeit für jede für uns sichtbare erscheinung gleich quasi-null. egal, was man betrachtet. einen baum. ein fenster. oder ein gebäude. die wahrscheinlichkeit, dass du existieren wirst, ist praktisch null. dasselbe trifft auf mich auch zu. und die wahrscheinlichkeit, dass wir beide genau jetzt genau dieses gespräch führen, ist noch viel kleiner als die beiden davor. und trotzdem tun wir das.

ich denke, alles was passieren kann, wird auch mal passieren, insofern hinreichend viel zeit zur verfügung steht.

jetzt habe ich leider keine zeit mehr ... aber

vielleicht noch ein kleiner punkt:
vor 20 jahren glaubte niemand, dass eine maschine jemals die besten schachspieler auf der welt schlagen können wird. man glaubte und argumentierte, dass algorithmen und computer niemals annähernd an die schöpfungskraft des menschlichen geistes kommen werden, egal welche mittel sie verwenden. auch nicht in einem so speziellen, aber doch sehr ästhetischem spiel wie schach ...
heute weiß man, dass sie alle falsch lagen :-)

kann aber sein, dass das bewusstsein (durch sich selbst) nicht verstanden werden kann. dass das das problem ist. es aber nicht weniger ein teil der evolution ist ... who knows.
ich bin zwar jetzt nicht anhänger so einer auffassung, aber ich bringe gerne bisschen materialistischen gegenwind in die diskussion (das weißt du ja ) ;-)


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