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 Betreff des Beitrags: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Do 2. Aug 2012, 17:59 
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Aufgrund einiger Umstände, kam ich kürzlich dazu, den grossen Widersacher persönlich zu befragen, wie das mit der Menschheit und Gott und ihm denn nun eigentlich sei. Ich denke nicht, dass irgend ein Wort davon stimmt, aber - nun ja, ich will euch dennoch daran teilhaben lassen, immerhin habe ich meine Lebenszeit dafür geopfert (oder wenigstens ein paar Minuten).

FA3: - also gut, danke für dieses Interview
Der Teufel: - ach nenne es doch nicht derart modern, ich mein ich muss schliesslich einen Ruf wahren
- na gut, dann also für dieses Gespräch. Was mich schon immer wunderte war, dass Du glaubst, den Menschen zu helfen.
- tue ich das nicht?
- indem Du ihnen Krieg, Wollust, Neid und Gier einpflanzt?
- oh, aber das tue ich nicht. Diese Dinge macht ihr Menschen ganz allein.
- das fällt mir schwer zu glauben, ich kenne keinen einzigen Menschen, der Gier, Neid, Hass oder Krieg gut fände, wann immer die Menschen sich diesen Trieben hingeben, sind sie doch nichts weiter als vom Weg abgekommen, davon weggestossen worden, von Dir, dem Teufel..
- Das ist zumindest das, was rechtschaffen gute Menschen, die sich nicht scheuen Andersdenkende zu verbrennen, Dir weiss machen wollen. Ich tat und tue nichts weiter, als Euch darauf hinzuweisen: es gibt mehr, und ihr könnt es haben. Ich tue nichts anderes, als euch darauf hinzuweisen: das was besteht, muss nicht für immer bestehen bleiben.
- Also Destruktion und Gier, wie es geschrieben steht. Satan und Luzifer.
- Betrachte es doch einmal aus einer anderen Perspektive, aus meiner Perspektive.
- Nun denn, erzähl, sprich mit gespaltener Zunge, verführe mich, beweise damit vor allem, dass Du genau der bist, den Du vorgibst nicht zu sein.
- Was denkst Du denn, wie es war, vor Anbeginn der Zeit, als Gottes Licht jeden Winkel der Erde überstrahlte, als es ein Paradies war, frei von Verändung.
- Das stelle ich mir schön vor, keine Probleme, kein Zwist, kein Aufbegehren, gegen das, was einfach ist, und schön zugleich.
- ....und langweilig. Adam war gelangweilt. Er war noch dazu unsterblich, er war geradezu angepisst, von all diesem ewiggleichen, er hätte sich gewünscht, er könnte verwelken, wie das Laub im Herbst, doch all diese Bäume, diese perfekten im göttlichen Licht eingetauchten Bäume, sie verwelkten nicht. Und doch war er unruhig, wusste er, dass ihm das alles missfiel, und das obwohl er es liebte, es lag in seiner Natur es zu lieben.
- Aha, und deshalb hast Du ihn dazu gebracht von dem Apfel zu essen?
- Nein. Und es ist auch nicht wahr, dass ich Eva dazu verführte, dass sie "des Teufels" war, als sie ihm den Apfel anbot. Die ganze Geschichte wurde im Laufe der Zeit von machthungrigen Männern so derart verfälscht... Wahr ist, es gab einen Baum der Erkenntnis, obwohl ihr heutigen Menschen ihn wohl eher mit der DNS vergleichen würdet. Ein Doppelbaum sozusagen. Darin war Potential! Denn Gott in seiner absoluten Weisheit wusste offenbar mehr, als wir Engel, und sicherlich mehr als Adam und Eva. Also machte er etwas äusserst perfides, ja geradezu hinterhältiges.
- Gott macht etwas hinterhältiges? Sehr überzeugend...
- Doch höre weiter: Gott wusste mehr als wir alle, was wenig überraschend ist, wenn man bedenkt, dass er das ganze Universum war - ja eigentlich immer noch ist. Und er wusste auch, dass die Menschen, die er erschaffen hatte, das Paradies nicht auf die gleiche Weise sehen würden, wie seine Engel, die ja alle mehr oder weniger seiner Allmacht hörig waren, und alles liebten, was er erschuf. Die Menschen aber... sie waren wie er: Rastlos, von einem inneren Drang getrieben mehr zu erfahren, über ihr Dasein. Dieses neurotische Getue war ja auch der Grund weshalb er überhaupt ein Unviersum erschuf. Er wollte sich erfahren. Nur... naja, meiner Meinung nach hatte er zu viel Angst, um sich dem hinzugeben, was er suchte.
- Das wird ja immer besser, nun hatte Gott also Angst... vor sich selbst?
- Nicht vor sich selbst, sondern davon was er über sich erfahren könnte! Eine sehr menschliche Regung, findest Du nicht...?
- ich spüre eine gewisse Überzeugung in Deinen Worten, doch das ist kaum verwunderlich, immerhin bist Du der, der tausend Sprachen spricht, wohl auch jene der unterschwelligen Botschaften. So hast Du Eva rumgekriegt oder?
- Wie gesagt, ich musste Eva nicht überzeugen. Sie überzeugte mich! Und das war nicht einfach, glaube mir, denn ich war wie gesagt ein Engel, ich war nicht mit der Fähigkeit der Menschen ausgestattet Irgend Etwas von dem was ER tat Infrage zu stellen. Für mich war das Paradies, paradiesisch, Er war der Weisheit letzter Schluss, allein schon der Gedanke, etwas anderes zu wollen, war für mich unverständlich, ja geradezu unnatürlich.
- Hm, zuvor sagtest Du Adam hätte Zweifel gehabt, nun ist es Eva, ja was denn nun?
- Es war Adam der zweifelte. Aber es war Eva die liebte. Der Grund weshalb sie alles daran setze mich - und Raphael - zu überzeugen, dass etwas geschehen müsse, war, dass sie Adam über alles andere liebte, sogar mehr liebte als Gott, die Schöpfung, das Paradies - und sich selbst. Sie liebte so innig, dass sie spürte, und wusste, und mit immer grössere Sorge betrachtete, wie Adam an seinen Zweifeln zerbrach. Wie er nicht länger einen Glanz in den Augen verspürte, nicht länger Freude am Dasein hatte, sondern nurmehr den gleichen Trott lebte, wie eine dieser modernen Maschinen.
- Also ist es wahr: Eva hat Gott verraten, sie hat ihn weniger geliebt, als ihren Typen, die Schriftgelehrten sprechen also die Wahrheit, wenn sie die Frau als sinnlich und verräterisch bezeichnen. Damit holst Du Dir in der modernen Welt keine Freunde...
- Drehe mir die Worte nicht im Munde um, Du Schreiberling, der sich mit meinem Namen schmückt - nein, Eva hat sich nicht von Gott abgewandt, ganz im Gegenteil, alles was sie wollte kam Gott zu ehren, denn sie wollte nur einzig Liebe, sie wollte Freude im Herzen eines anderen Menschen säen; das ist ganz genau das was Gott auch möchte, schon immer wollte... aber nicht konnte. Nicht so konnte, wie Eva. Sie war es, die all das was Gott in sich suchte, indem er ein ganzes Universum erschuf, all das war: reine, bedingungslose Liebe.
- Das klingt ein bisschen zu seicht.
- Das klingt so wie es war! Du musst verstehen, Gott war damals noch ganz anders drauf. Es gab noch keinen Jesus, der ihm hin und wieder vor Augen führte, dass Heuschrecken gar keine so gute Idee sind. Gott war damals kein Vater, nicht väterlich, er war GOTT, das Alpha und Omega und ungeheuer arrogant noch dazu.
- Klingt gut, wenn es der Teufel sagt, der ja vor Arroganz ganz und gar gefeit ist.
- Nun mag sein, dass ich auch meine dunklen Tage hatte, doch wir alle sind einen weiten Weg gegangen, und heute sehe ich vieles klarer, als vor Äonen. Ihr Menschen übrigens auch. Aber das glaubst Du mir ja sowieso nicht.
- Nein. Ja. Schwierig, bei manchen durchaus, andere finde ich dumm wie Brot.
- Wir alle. Es ist so, denn wir alle sind das Universum, sind Gott, sind der Baum, der Apfel und die Doppelhelix. Was Gott weiss, weisst auch Du, weiss auch das dümmste Brot. Das ist der Trick an der ganzen Sache.
- Zurück zu Eva.
- Ja, nun, sie sah wie ihr Freund litt, unter etwas, dass er selbst gar nicht recht begriff. Sie wusste es da natürlich auch nicht, aber sie sah dass er litt und sie wollte das nicht, denn sie liebte ihn, sie liebte ihn so sehr, dass sie es herausfinden musste. Und es gelang ihr was keinem Engel, keinem Menschen und selbst Gott nicht gelang: sie fand es heraus.
- Adam wollte Autos, Fussball und Möpse?
- Du... Du MENSCH! hach, nein - Adam wollte Veränderung! Er wollte mehr, als nur immer reifes Obst und einen wunderschönen Sonnenuntergang nach dem Anderen! Er wünschte sich etwas, das ihn überdauerte, es gelüstete ihm danach, den Weg weiter zu schreiten, denn Gott begann als er das Universum schuf, und dann einfach augegeben hatte. Aber Adam wusste das alles nicht, denn er liebte sich selbst nicht so sehr, wie Eva ihn liebte. Sie musste für ihn die Erkenntnis erlangen - sie musste sie ihm zeigen.
- Und da kam also die Schlange ins Spiel, hast Du toll eingefädelt.
- Habe ich nicht, Eva kam eines Tages mit dieser für mich so absolut - ja ich möchte sagen, blasphemischen - Erkenntnis zu mir und ich wusste weder ein noch aus. Denn ich liebte alles, was Gott tat und hier nun war ich in einem grossen Dilemma, ich liebte Eva, denn sie war Gottes Ebenbild, und ich liebte das Paradies, denn es war Gottes Werk. Sie nun fragte mich, nach Veränderung, sie fragte mich, ob Sonnen sterben könnten, sie fragte mich, ob es eine Möglichkeit gab, Zeit zu erleben, und Dinge zu erschaffen.
- Klingt ziemlich krass für die damaligen Verhältnisse. Eva war also eine Revoluzzerin - und Du ihr Sekundant?¨
- Eva war voller Liebe, und sie wollte verhindern, dass Adam eine ganze Ewigkeit damit zubringt, sich nach Etwas zu sehen, von dem er nicht mal weiss, und das er dennoch vermisste. Noch dazu, wollte Eva Gott helfen, auch wenn ihr das damals nicht so bewusst war. Sie wollte, was Gott wollte: Dass ihr Vater sich selbst besser kennen lernte.
- nur weiter...
- Sie brauchte sehr viel Überzeugungskraft, doch schliesslich erkannte ich, dass sie Recht hatte. Oder zumindest, dass sie Hilfe brauchte. Raphael war diesen Ideen mehr als unaufgeschlossen, er war es denn auch, der Gabriel von dem Apfel erzählte, dabei die Tatsachen durcheinanderbrachte, weswegen darüber auch so ein Unverständnis herrscht - nicht nur bei den Menschen wohlgemerkt.
- Aber sie HAT ihm den Apfel gegeben...?
- Sie hat ihm gezeigt, was getan werden muss, um .... neues Leben zu erschaffen.
- Klingt sinnlich...
- Was habt ihr Menschen des 21. Jahrhunderts bloss für ein Problem mit Sexualität?
- Was hatte Gott für ein Problem damit?
- nun... er war da nicht sich selbst. ER hatte einen wütenden aufgebrachten Erzengel Gabriel vor sich, der ihm mit flammenden Worten von einer Schlange im eigenen Garten erzählte, unter anderem auch deshalb weil Gabriel Raphael kaum zugehört hat, und das war für Gott etwas Neues. Er war damit überfordert. Ich mein wäre die ganze Geschichte heute abgelaufen, vielleicht wäre es anders rausgekommen, doch damals fehlten Gott einfach ein paar hunderttausend Jahre Menschheitsgeschichte.
- Wir lehren also Gott?
- Nein, ihr SEID Gott - der einzige Mensch, der jemals Gott etwas direkt lehrte, war Jesus, und manchmal glaube ich er war ein Alien...
- Die Verschwörungstheoretiker würden Dich lieben!
- Da wäre ich mir nicht so sicher... - nun jedenfalls haben die beiden ein Kind gezeugt und Gott war darüber etwas erbost, weil er bisher dachte, nur ER könne Dinge erschaffen, und naja, irgendwie hat er überreagiert, die beiden aus dem Paradies geworfen, oder besser gesagt, er hat den Tod ins Paradies eingelassen, und mich und ein paar andere hat er verbannt. Vermutlich weil er es nicht über das Herz brachte etwas zu vernichten, dass er selbst einst erschuf.
- Schöne Geschichte. Beweise?
- Hm... Alles und Nichts...
- Klingt nicht sehr überzeugend.
- Die Wahrheit ist nicht immer überzeugend, aber überlege Dies: Die Erde, und alles was darauf lebt, besteht aus winzigen Teilchen - was sie zusammenhält, weiss niemand so genau, doch es spricht vieles dafür, dass sie es einfach wollen. Dass diese kleinsten Teilchen einfach "etwas" sein wollen. Alle lebendigen Wesen besitzen DNS. Diese ist sich selbst ähnlich. Menschen ähneln Tieren, ähneln Pflanzen - wenn auch nur sehr rudimentär. All dies kommt irgendwo her - ich sage Dir all dies kommt aus dem Apfel (der keiner war), der aus Liebe geschenkt wurde, aus Liebe - und aus dem Wunsch mehr über das Unviersum zu erfahren.
- Wir sind also Kinder Gottes, eines jähzornigen und von sich selbst überzeugten Wesens, und Kinder von Adam und Eva, der eine verzweifelt, die andere liebesblind. Was Du hier über die Menschen sagst, erklärt weshalb wir so verrückt sind.
- Aber das seid ihr nicht, und auch Gott ist nicht so, wie Du ihn jetzt wieder beschreibst. Nochmals: Ihr alle, Gott und auch ich, der Teufel, wir haben eine Entwicklung hinter uns, eine Evolution, und viele Revolutionen noch dazu. Wir sind nicht mehr so blind und arrogant, wie wir einst waren - wir sind das Universum, wir gestalten es Tag für Tag. Wir erschaffen uns neu, ihr erschafft euch neu wie die Karnickel...
- und Gott?
- Gott ist all das, was ihr erschafft, was ihr zerstört, all das was ihr liebt und hasst.
- und Du?
- ich weise nur darauf hin, dass all zu starre Strukturen nicht der Weisheit letzter Schluss ist, dass Perfektion nicht die Antwort ist, sondern im Chaos zu finden ist.
- und all dies soll ich Dir glauben, weil Du so eine ausgezeichnete Reputation hast?
- Dazu kann ich nur sagen: Namen sind wie Schall und Rauch...

Dieses Gespräch fand in Wallhalla statt. Schreiende Wikinger und tanzende Meerjungfrauen lenkten meine Aufmerksamkeit auf höchst unangenehme Weise ab, daher kann ich für die Genauigkeit dieses Interviews nicht garantieren, und etwaige Fehler, Verschleierungen, grobfahrlässige Auslassungen und überhaupt die ganze Geschichte an sich, muss unter der Berücksichtigung betrachtet werden, dass dieser Scheiss Met, den die in Walhalla ausschenken verdammt stark ist. Dennoch war es lustig, und hätte ich kein Smartphone gehabt, hätte ich das alles gar nicht aufschreiben können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 11:14 
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Schöner Text. =D>

Leider hat es einen Fehler: Und zwar, dass es, von einem gewissen Standpunkt aus, sehr nah an der Wahrheit liegt ;)

Und dass du von Glück reden kannst, dass nicht wir nicht im Mittelalter leben und die Inquisition nicht mehr gibt ;) oder doch? 8-[

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 18:28 
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wir tragen doch alle den teufel in uns sowie das göttliche. obwoh ich mich beim ersten nicht sicher bin.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 18:32 
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also so rein theoretisch wärs ja so, dass alles was existiert Gott isch - Satan isch nur en Teil vo Gott, vo aber als einzige Teil, Gott infrag stellt. bzw. eigetlich mached das d'mensche au, und womöglich händs ja würkli überhaupt erscht dezue gsorgt, dass Satan sich die frage gstellt hät. ich glaub er wird au als "der menschenfreund" bezeichnet, was womöglich rächt vill über üsi spezies usseit. und doch, wenn alles gott isch, so isch ebe au Satan Gott, und womöglich nüt anders, als en weg vo Gott, sich selber z'überlischte. Als Allwüssends wese, weiss er wohl au, dass sini rechtschaffe gueti betrachtigswiis ufenarat au e scheuklappe isch, wo ihn nöd alles laht gseh. es brucht so gseh en tüfel, wo die frage stellt, wo Gott gar nie uf d'idee cho wär sie z'stelle. Und ob de tüfel au i üs isch? villicht nöd so wie gott, nöd als "substanz" - aber als idee, in form vo charakter, visione und träum....? durchus möglich.

PS: Guter Hinweis @Fehler ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 19:02 
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ich finde der text hat viele tiefe "Symboliken"... da möchte ich irgendwie aus Respekt nichts hinein interpretieren sondern es so wirken lassen.

Das mit "Gott" ist alles und auch der Teufel ist ein Teil von Gott find ich sehr interessant, auch auf den Bezug das Gott "anfangs" "arrogant" war...
ich bin "Alles"... wenn man sich mal in die Situation begibt das man alles ist, so hat man auch "Teile" in sich die "böse", "dunkel" sind. und arrogant wäre zu glauben
das man diese "Teile" nie zeigen wird, sie nie zum Vorschein kommen wer den. Was mich aber immer ein wenig "stutzig" macht ist ja diese "Allwissenheit" Gottes, die ja die Konsequenzen seines "seins" wissen müsste, wissen müsste das Adam sich "nicht" wohl fühlen würde, wissen müsste das "leben" bzw Vergänglichkeit zur "Vollkommenheit" fehlt. und so gesehen Gott, als vollkommenes Wesen nur durch die Unvollkommenheit in der Vergänglichkeit wirklich Vollkommen werden kann.
Also meine einziger Zweifel besteht darin das Gott nicht gewusst haben will/soll/haben kann das es kommt wies kommen musste.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 19:11 
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das ist in etwa genau das wo sich vielleicht nicht mal Anne Rice, wirklich schlüssig war, die zu diesem Thread eine sehr sehr tiefgründige Vorlage gab (Memnoch the Devil - ein Gespräch zwischen Teufel und Vampir, eine unglaubliche Reise, ein unbeschreibliches Buch).

Wusste Gott, was er tat? Oder tat er es sozusagen aus Versehen? Erschuf er den Mensch in seiner Unvollkommenheit, weil er es wollte - oder weil er etwas übersehen hat?

Wenn Er aber etwas übersehen hat, wie kann er dann vollkommen sein?

Leuchtherz hat geschrieben:
Was mich aber immer ein wenig "stutzig" macht ist ja diese "Allwissenheit" Gottes, die ja die Konsequenzen seines "Seins" wissen müsste, wissen müsste, dass Adam sich "nicht" wohl fühlen würde, wissen müsste das "leben" bzw Vergänglichkeit zur "Vollkommenheit" fehlt. und so gesehen Gott, als vollkommenes Wesen nur durch die Unvollkommenheit in der Vergänglichkeit wirklich Vollkommen werden kann.

Sätze wie dieser fühlen sich so an, als wäre die Antwort ganz einfach, als hätte ich sie gerade gehört. Wenn ich das lese, habe ich das Gefühl, als läge es mir auf der Zunge, als würde sich mein ganzes Hirn geradezu um died Frage "kuscheln" und im Grunde genommen, die Antwort wissen - nur leider ohne mein Bewusstsein darüber zu informieren... :-)

Die Unvollkommenheit, der Tod, das Leid, all das Negative, sind ein Teil des Universums, Vergänglichkeit ist existent, und es fühlt sich keineswegs schön an. Doch wenn wir ewig lebten, noch dazu in einem Paradies in dem Milch und Honig fliesst - wäre das uns wirklich genug? Würden wir es ertragen...?

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 20:04 
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Fallen Angel 3 hat geschrieben:
Leuchtherz hat geschrieben:
Was mich aber immer ein wenig "stutzig" macht ist ja diese "Allwissenheit" Gottes, die ja die Konsequenzen seines "Seins" wissen müsste, wissen müsste, dass Adam sich "nicht" wohl fühlen würde, wissen müsste das "leben" bzw Vergänglichkeit zur "Vollkommenheit" fehlt. und so gesehen Gott, als vollkommenes Wesen nur durch die Unvollkommenheit in der Vergänglichkeit wirklich Vollkommen werden kann.

Sätze wie dieser fühlen sich so an, als wäre die Antwort ganz einfach, als hätte ich sie gerade gehört. Wenn ich das lese, habe ich das Gefühl, als läge es mir auf der Zunge, als würde sich mein ganzes Hirn geradezu um died Frage "kuscheln" und im Grunde genommen, die Antwort wissen - nur leider ohne mein Bewusstsein darüber zu informieren... :-)

also wenn Dich solche Sätze zu solchen inspirierend anmutenden Worten bringen fühle ich mich wiederum äusserst motiviert und bis zur Ohnmacht gezwungen weitere zu bringen ;)

Fallen Angel 3 hat geschrieben:
Die Unvollkommenheit, der Tod, das Leid, all das Negative, sind ein Teil des Universums, Vergänglichkeit ist existent, und es fühlt sich keineswegs schön an. Doch wenn wir ewig lebten, noch dazu in einem Paradies in dem Milch und Honig fliesst - wäre das uns wirklich genug? Würden wir es ertragen...?


und hier finden sich doch all die "Dinge"... der "Tanz" des Lebens um das Unvorstellbare, das kuscheln mit dem Absoluten und der Ewigkeit, die Vollkommenheit durch die Beschränktheit der Vergänglichkeit erleben, mit der Beschränktheit des Bewusstseins nur Punkt für Punkt, nacheinander zu erleben.
Jawohl das Leben ist so Grausam so schön es auch ist und wir Menschen haben ein Werkzeug namens Liebe mitbekommen um uns in den grausamen Stunden beizustehen und uns vor der Arroganz zu befreien mit dem Bewusstsein alles erfassen zu können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 20:30 
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Leuchtherz hat geschrieben:

und hier finden sich doch all die "Dinge"... der "Tanz" des Lebens um das Unvorstellbare, das kuscheln mit dem Absoluten und der Ewigkeit, die Vollkommenheit durch die Beschränktheit der Vergänglichkeit erleben, mit der Beschränktheit des Bewusstseins nur Punkt für Punkt, nacheinander zu erleben.
Jawohl das Leben ist so Grausam so schön es auch ist und wir Menschen haben ein Werkzeug namens Liebe mitbekommen um uns in den grausamen Stunden beizustehen und uns vor der Arroganz zu befreien mit dem Bewusstsein alles erfassen zu können.


Welch grausame Schönheit in diesen Worten liegt, geradezu erstechend, das Dasein verwelkend, damit aus ihm neues Leben gebiert, ein Hauch ein Klang von Ewigkeit, gründend in ihrer Endlichkeit, Vergangenes gebiert Zukünftiges, lässt damit Raum, Spielraum für Alles was ist. Denn in diesem Spiel erklärt sich die Welt, in den wirbelnden Blüten, den tanzenden Funken, den spritzenden Wellen, lässt uns erschauern, ob der Kälte des Regens, der begiesst was einst grünt und dann zerfällt, zu Kohle und Diamanten gar, damit wir in Liebe einem anderen Menschen ein Geschenk machen können, das nicht so sehr Wert besitzt, sondern Geschichte und Veränderung zugleich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 21:12 
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Fallen Angel 3 hat geschrieben:
das Dasein verwelkend, damit aus ihm neues Leben gebiert, ein Hauch ein Klang von Ewigkeit, gründend in ihrer Endlichkeit, Vergangenes gebiert Zukünftiges, lässt damit Raum, Spielraum für Alles was ist. Denn in diesem Spiel erklärt sich die Welt, in den wirbelnden Blüten, den tanzenden Funken, den spritzenden Wellen, lässt uns erschauern, ob der Kälte des Regens, der begiesst was einst grünt und dann zerfällt, zu Kohle und Diamanten gar, damit wir in Liebe einem anderen Menschen ein Geschenk machen können, das nicht so sehr Wert besitzt, sondern Geschichte und Veränderung zugleich.


:ove: danke, ich könnts immer und immer wieder durchlesen :D
und es erinnert mich an:

aus der Bhagavad Gita
7.7 O Gewinner von Reichtum (Arjuna), es gibt keine Wahrheit über Mir. Alles ruht auf Mir wie Perlen auf einer Schnur.

7.8 O Sohn Kuntis, Ich bin der Geschmack des Wassers, das Licht der Sonne und des Mondes und die Silbe om in den vedischen mantras; Ich bin der Klang im Äther und die Fähigkeit im Menschen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Sa 18. Mär 2017, 17:01 
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Wohnort: hab ich
verdammt! da interviewt jemand eine wichtige Persönlichkeit, und holt nicht einmal ein Autogramm für mich ](*,)

das nächste mal, bitte :-D

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 Betreff des Beitrags: Re: Gespräche mit... Luzifer
BeitragVerfasst: Mo 20. Mär 2017, 17:40 
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