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BeitragVerfasst: So 29. Jul 2007, 21:28 
ja, jetzt müsste ich nur noch was zu diesem wundervollen Titel schreiben, dass zur Abwechslung mal so fesselnd und kontrovers ist, dass auch jemand antwortet. In der Kürze liegt die Würze, also werde ich mich kurz halten. :-$

nur ein Scherz O:)

Auf geht's oder vielmehr, ich beginne mit einem Stillstand. Der Stillstand, ist der Tod. Das Leben ist eine Sinuskurve, abwechslung zwischen dunkel und hell, Licht und Schatten, Gutem und Bösem. Es gibt die Theorie, dass sich das Leben selbstständig, lebendig hält. Sobald eine Sache, eine Idee, eine Ideologie oder auch nur ein Job zur routine verkommt, sobald, alles im Leben immer gleich abläuft, beginnt das Leben sich derart zu verändern, dass wieder Schwung in die Sache kommt. :jump:

Die Anhänger dieser Theorie sind sogar der Ansicht, dass Frieden zu Krieg führt. In einer Art rezessivem Aufschwung. Diese Theorie hat dabei sogar die Geschichtswissenschaften auf seiner Seite, wenn man zum Beispiel an den ersten Weltkrieg oder die Sache mit Bin Laden denkt. Ob sich das auch biologisch beweisen liesse, weiss ich auch nicht. Vielleicht schon. Vielleicht gehören Viren und Antiviren zum Kreislauf des Mikrokosmos, wie das Schicksal zum Makrokosmos. :roll:

Ist dies vielleicht eine Deutung von Yin und Yang? Oder halten praktizierende Taoisten nicht eher dagegen, dass Yin und Yang nur ein Erklärungsversuch ist, und wenn überhaupt, so das Ganze erfahren werden soll. Gesucht, indem man Tugendlich lebt. Keinen Widerstand, und keinen Zwang gegen das Leben oder das was im Leben geschieht einnimmt. Sondern geschehen lässt, die Veränderung nicht nur akzeptiert, sondern sich sogar noch drüber freut. Wobei Freude auch nur ein Ausdruck des Yang ist (oder war's doch Yin?) - um "es" zu verstehen, das so viele so gerne versehen würden, muss man hinter die Fassade blicken. ](*,)

Doch hier liegt ein enormer Widerspruch auf dem steinigen Weg zur ganzheitlichen, tugendhaften, bedinungslosen, und so weiter Wahrheit. Denn das Leben IST tatsächlich ein ständiges Auf und Ab. Akzeptiert man dieses auf und ab, und "wehrt" sich nicht dagegen, so erfährt man einiges. Erfahrung jedoch ist nur weltlich, nur auf diese eine Existenz bezogen. Weisheit jedoch liegt jenseits der Erfahrung und nur in der unmittelbaren Handlung verborgen. Soweit so klar. :-k

ABER: Zweifel kommen auf, diese Einfachheit (einfach? hä, hab ich was verpasst???) ist zu einfach - und geht nicht auf. Ist einfach nicht alles. Da gibt es eben DOCH einen Widerspruch. Man kann sich nämlich nicht einfach so mal so einfach ausklinken, aus dem Leben, und spirituell wachsen. Denn zum Leben gehört im ganzheitlichen Sinne auch die Arbeit. Gehört der Konflikt. Gehört das Zwiegespräch und die Kongruenz (Übereinstimmung). Gehört auch die Liebe. Und das Liebe einfach ist, schliesse ich mal kategorisch aus. Mehr zum Wort Kategorisch unter Kant, wikipedia, hihi :lol:

Und während Arbeit im Tao durchaus seinen Platz hat, gehört Streit eigentlich nicht unbedingt zu Ausgeglichenheit, Lebenskraft, göttliche Energie oder wie auch immer man diesen Zustand der (Glück?)-Seligkeit nennen mag. Aber er gehört eben doch auch zum Leben.... Verflucht! :Qwe

Aufgelöst kann dieser Widerspruch ganz fantastisch, Fanta 4 sagt dazu: "obwohl es keinem je klar, is, dass jeder auf dem weg is und keiner je da is!". Der Weg ist das Ziel. Das ist aus Sicht eines Menschen, der glaubt, tatsächlich eins werden zu können, mit dem Universum nur eine Ausrede. Oder doch nicht? Hat man, wenn man den Weg gefunden hat, bereits alles erreicht? =;

Und so gelangt man irgendwann an den Punkt, wo man sich nur noch sagt: wisst ihr was, wenn das sooooo kompliziert ist, dann leckt mich doch, da spiel ich nicht mehr mit. Wenn der Weg in den Himmel so schwierig ist, dann geh ich ihn ganz einfach nicht. Dann geh ich halt den dunklen Weg des menschlichen Samsara, dann leb ich halt einfach so wie's mir passt und all dieses Gesülze von ewiger Glückseligkeit, können andere probieren, die das vielleicht sogar drauf haben. :n3

Die Dunkle Seite der Macht ist verführerischer. Yeah, Yoda, Recht hast Du! Denn: man muss sich nicht mehr damit beschäftigen, es immer noch nicht geschafft zu haben. Man muss sich nicht mehr hinterfragen, ob man irgendwas richtig macht. Man machts einfach. Einfacher ist es jedoch – vermutlich tatsächlich nicht, schliesslich ist es doch recht düster, auf dieser düsteren Welt (siehe Poli Tick Thread), echt zum jammern, nicht? :mad:

Da wär's halt schon schööööööööön, wenn's da einen Ausweg gäbe. Gibt's ja! Ey, es gibt Liebe. Höre auf Dein Herz. Das denkt meist viel besser als das Gehirn. Ja in der Liebe, liegt die Kraft! Denn wenn Du Dich selbst nur lieben könntest, dann könntest Du auch alle anderen lieben. Wahre Liebe, nicht Illusion - das muss man schon mal klarstellen. Nein, Illusion ist nicht gut, nur ECHTE Liebe ist gut. Nur was ist echt und was nicht? Antwort: Du wirst es merken. :n55

Ich hab nen Knopf im Gehirn!

Was ist denn jetzt der richtige Weg? Gibt's denn überhaupt einen richtigen Weg? Und wohin führt denn dieser Weg? Und was ist, wenn man diesen Weg nicht geht? Was ist, wenn man am Ziel ankommt? Lebt man dann noch? Oder ist man dann etwas anderes, als ein Mensch? Oder ist man dann erst menschlich? Was soll das alles? :?:


Zuletzt geändert von Fallen Angel am Mo 30. Jul 2007, 05:57, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Hua-Hu Ching
BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 05:56 
Das hier passt übrigens ganz gut, zu diesem Beitrag:

Lao-Tse hat geschrieben:
Dies ist die Beschaffheit der unaufgeklärten Denkungsart: Die Sinnesorgange, deren Reicheweite und Fähigkeit beschränkt sind, sammeln blindlings Informationen.
dieses Stückwerd wird in Meinugnen gefasst, die auf vorherigen Meinungen beruhen und häufig auf den törichten Ideen anderer.
Die falschen Auffassungen und Ideen werden dann von einem höchst wählerischen Erinnerungsvermögen gespeichert.

Verzerrung über Verzerrung, die intellektuelle Energie fliesst ständig durch krumme und falsche Kanäle, und je mehr du dienen Verstand anstrengst, umso verwirrter wirst Du.

Um die innere Beunruhigung auszuschalten, hilft keinerlei Tun, dies verstärkt nur die Mechanik des Intellekts.
Im Gegenteil, das Denken aufzulösen ist eine Sache des Nicht-Tuns, vermeide einfach jegliche Bindung an alles, was du sieht und denkst.


Das klingt immer so einfach.... hm... O:)


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 06:43 
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ES ist einfach kompliziert nicht. :)

Streit..Gute und Friedfertige Beziehungen entstehen nur durch ..
Konfrontation.

Wenn Du nicht kompliziert bist werden die Dinge einfach.


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 08:22 
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Meine Gedanken zu diesem Thema...
Meiner Meinung nach: Ying Yang sollte nicht nur auf gut und schlecht, schwarz und weiss reduziert werden. Es sind doch vielmehr die 2 pole, die sich gegenseitig anziehen, nichts kann ohne das andere existieren, bzw. sich weiterentwickeln, wie männlich und weiblich. Was wäre den Friede ohne Krieg?? oder was wäre das Böse wenn es das gute nicht geben würde?? Das zu akzeptieren, hmm ich denke das erfordert glauben... einen starken glauben an sich selber... den alles andere liegt nicht in unserer Macht...

Der richtige Weg ist der Weg den Du gehst, und er wird dorthin führen, wo du hin willst... es gibt kein falsch und kein richtig...

Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit... und wir sind der meister unseres Lebens... Nichts ist Gut, nichts ist schlecht.... alles ist und alles wird was wir daraus machen..... eigentlich simpel, eigentlich......

Mittlerweile glaube ich auch... das die Liebe zu einem Menschen.... sehr relativ ist... ein trügerisches Gefühl das sehr schnell in abhängikeit wechseln kann. Gibt es eine bedingungslose Liebe zu einem einzigen Menschen?? mittlerweile glaube ich nicht mehr daran... und das ist für mich nichts negatives, das ist einfach meine Wahrheit die ich aufgrund verschiedener Ereignisse der letzten Zeit für mich gefunden habe....
Ich denke die Liebe ist sicherlich eine schöne "nebenerscheinung" auf unserer Reise, aber die Lösung?? braucht es den eine Lösung?? liegt diese nicht bereits in dir??
was bedeutet für Dich glückseeligkeit?? Wie stellst Du dir das "ausklinken" vor?? und aus welchem Grund ist dir das nicht möglich??

So wie ich das sehe, ist das einzige was zählt 100% -ige ehrlichkeit sich selbst gegenüber...100%-iges "hinter seinen Taten stehen" und dan ist doch alles gut... : ) den wenn du etwas tust, und du 100% dahinter stehen kannst wie kann das schlecht sein?? Und auch wenn es für andere menschen nicht so ist, Deine eigene Wahrheit ist das was zählt, die anderen Ansichten liegen nicht in deinen Händen....
Naja, ich hoffe du verstehst mich ein kleines bischen... Obwohl ich mich nicht so.... hmm sagen wir mal gewählt ausdrücke....
DIE WAHRHEIT DIE DU AUSPRICHST HAT WEDER VERGANGENHEIT NOCH ZUKUNFT SIE IST, UND DAS IST ALLES WAS SIE ZU SEIN BRAUCHT.....


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 08:28 
%A% hat geschrieben:
ES ist einfach kompliziert nicht. :)


geiler Satz! :mrgreen:

%A% hat geschrieben:
Streit..Gute und Friedfertige Beziehungen entstehen nur durch ..
Konfrontation.


Jo, so gesehen hat auch das seinen Platz im Leben. Nur wie geht das dann auf mit dem ausgeglichenen, friedfertigen Sein, das man angeblich anstreben sollte, um die Einfachheit zu erkennen? :?


%A% hat geschrieben:
Wenn Du nicht kompliziert bist werden die Dinge einfach.


aber was ist, wenn du kompliziert bist? Dann heisst es wieder, sei einfach du selbst... :n25

_______

Vielleicht liegt die Antwort ja in einer Synthese des folgenden: «Alles was Du siehst, ist die Wahrheit. Die Wahrheit ist nicht mehr und nicht weniger.» Das würde sowohl der Wissenschaft, als auch den Religionen und Esoterikern gefallen. Man muss gar nicht nach irgendwas suchen, denn es ist bereits alles vorhanden. Und das wäre dann auch die ganze Weisheit, die erlangt werden kann. Nicht mehr - und nicht weniger. alles denken wäre demzufolge... eine Ablenkung von den Tat-Sachen. Dem hier und jetzt...


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 08:35 
souris hat geschrieben:
So wie ich das sehe, ist das einzige was zählt 100% -ige ehrlichkeit sich selbst gegenüber...100%-iges "hinter seinen Taten stehen" und dann ist doch alles gut... : ) den wenn du etwas tust, und du 100% dahinter stehen kannst wie kann das schlecht sein?? Und auch wenn es für andere menschen nicht so ist, Deine eigene Wahrheit ist das was zählt, die anderen Ansichten liegen nicht in deinen Händen....


Das ist ein ziemlich genialer Gedanke. Das muss ich mir mal genauer überlegen.

So spontan würde ich mal sagen, ist es für mich glaube ich etwas schwierig, das umzusetzen. Denn das bedeutet ja doch wieder dass man etwas richtig oder falsch macht, man ist ehrlich zu sich selbst oder eben doch nicht. Nur wie findest Du raus, ob Du ehrlich zu Dir selbst bist, oder Dir was vormachst? Genau das gleich in der Liebe, woher weisst Du denn wirklich ob Du jemanden liebst, oder sagen wir mal nur spitz bist, oder jemanden brauchst oder was auch immer.

Unter Glückseligkeit verstehe ich den Zustand, wenn man alles bedingungslos akzeptiert, eins ist MIT SICH SELBST, und wie Du sagst, 100%ig hinter dem stehen kann, was man macht. Dass man liebevoll zu sich selbst und anderen ist. Und das nicht nur manchmal sondern immer.

Aber wie Du sagst:
Zitat:
Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit... und wir sind der meister unseres Lebens... Nichts ist Gut, nichts ist schlecht.... alles ist und alles wird was wir daraus machen..... eigentlich simpel, eigentlich......


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 08:38 
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Zitat:
o, so gesehen hat auch das seinen Platz im Leben. Nur wie geht das dann auf mit dem ausgeglichenen, friedfertigen Sein, das man angeblich anstreben sollte, um die Einfachheit zu erkennen?

Ich weis nichts von angeblich sollen...
aber Unterdrücken ist ES sicher nicht.

Zitat:
aber was ist, wenn du kompliziert bist? Dann heisst es wieder, sei einfach du selbst...

Willst du s wirklich wissen?
Tu doch nicht so kindisch!


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 08:55 
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: ) ja ich sehe du gehst wirklich sehr sehr tief....
Ich möchte Dir sagen, und auch das ist wiederum NUR meine Ansicht...
Wenn Du ein Mensch bist, der alles ein bischen hinterfragt... kann dich das sicher weiter bringen... ich kam an den Punkt, dass ich nichts mehr einfach so hinnehmen konnte, und sogar ein guten Morgen hinterfragt habe... was mich zu einer Person brachte, die mir ein super Buch empfohlen hat... und das hat mir gezeigt, heey, was soll das... das einzig wichtige ist doch als was das ich das empfinde, den was der andere mit diesem Satz meinte ( oder mit diesen Worten) kann ich nicht wissen, ist es ehrlich gemeint? ist es wirklich ein guter Morgen?? etc... kurz die Hinterfragerei kann einen in einen eigenen Wahnsinn treiben, der die Sicht auf das Schöne blockiert....

Weiter... 100% ehrlichkeit zu sich selber... wie gesagt, die Wahrheit ist einfach mal... und ich denke, Wahrheit kann in einem moment sein und im nächsten Moment schon wieder zu unwahrheit werden, da wir doch tagtäglich von äusseren einflüssen beieinflusst werden.
Wie z.B. Die Party ist absolut genial... in dem moment wo du dies aussprichst ist dies doch die Wahrheit... einen Moment später kippt dir jemand ein Bier über den Kopf... hm ist die Wahrheit dan noch???
aus diesem Grunde auch der spruch. Wenn du zweifel an deiner eigenen Wahrheit hast.. dann vieleicht weil du diese von anderen dingen abhängig machst als von deinem momentanen Empfindungen.
Mein Rat: wirff die Zweifel weg und lebe einfach! du kannst überhaupt nichts falsch machen : )


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 08:55 
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souris hat geschrieben:
So wie ich das sehe, ist das einzige was zählt 100% -ige ehrlichkeit sich selbst gegenüber...100%-iges "hinter seinen Taten stehen" und dan ist doch alles gut... : ) den wenn du etwas tust, und du 100% dahinter stehen kannst wie kann das schlecht sein?? Und auch wenn es für andere menschen nicht so ist, Deine eigene Wahrheit ist das was zählt, die anderen Ansichten liegen nicht in deinen Händen....


Deine Wahrheit ist was zählt.. und alle anderen bring ich um?

..Das Spiel der polaritäten lehrt mich insbesonders eins;Flexibilität!
Einen Beweglichen Geist zu haben und nicht an Konzepten festzuhalten.
Ausgewogenheit.
.. in diesem Sinne sage ich nicht das Deine Aussagen schlecht sind!

Für mich ist es wichtig meine Taten auch als nicht gut anerkennen zu können; damit kann ich erst mit mir selbst wieder ins Reine kommen.

DasThema regt zum Denken an..wie ist es für mich? Absolute Weisheit drückt sich für mich in der messerscharfen Unterscheidung jeder Handlung in neg. oder pos. aus!
...


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 09:56 
hey also Souris und %A% - ihr habt da echt einiges in mir zum erklingen gebracht. Ich muss da mal drüber --- nein nicht nachdenken --- es verinnerlichen. und leben. ich muss mal kurz weg, aber ich schreib später was dazu. erst mal: danke!


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 10:45 
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ich verstehe deine Aussage "alles andere bring ich um" in diesem zusammenhang nicht.
Es geht nicht darum, anderes nicht zuzulassen. es geht darum nicht immer alles verstehen zu können. weil ein jeder eine eigene Ansicht oder Wahrheit hat. jeder mensch ist ein eigenes individum ein einziges... und wird von unzähligen dingen geprägt.. ein jeder anderst... auch wenn zwei mensch den gleichen Baum anschauen... ist dieser Baum für beide anderst.. d.h. in diesem moment existieren doch zwei wirklichkeiten.. und doch für jeden nur seine eigene. Diese zu verbinden... ist sicherlich schön und auch wichtig.. aber es wird für zwei menschen nie einen Baum geben... Es geht auch nicht darum, sich von der Welt zurückzuziehen, im gegenteil..... aber mir hat diese einsicht gezeigt, dass ich mich nicht verrückt machen muss, über aussagen oder handlungen von mitmenschen...
und wenn du sagst es ist dir wichtig deine Taten als gut oder nicht gut annerkennen zu können, dann gebe ich dir absolut recht.. meine meinung ist lediglich es muss für DICH gut oder eben nicht gut sein...
und absolute weisheit durch die unterscheidung von pos. und neg. zu erreichen`?? was ist in deinen augen den positiv?? und was ist negativ??
kannst du positiv und negativ verallgemeinern??
oder ist das nicht mehr, DEINE sicht der dinge??


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 15:16 
@Souris
das mit dem Hinterfragen ist wunderbar ausgedrückt. Wenn man die Zweifelei auf die Spitze treibt, so wird ALLES hinterfragbar und wenn man sich das mal aus der Sicht anschaut, wenn sogar ein schöner Sommermorgen Zweifel aufkommen lässt, so ist das ein Zeichen dafür, das Zweifel letztlich eher von der Wahrheit wegführt, als dorthin.

Vielleicht heisst «alles akzeptieren» nicht Toleranz oder so etwas, sondern akzeptieren, das alles so ist, wie es ist.
Was man dann damit macht ist sozusagen der nächste Schritt: wenn etwas passiert, wie ein Bier, das über einen geschüttet wird, sich entscheiden, wie man damit umgeht; meist entscheidet man un-bewusst also einfach so, wie man es im Laufe seines Lebens gelernt hat.
Doch wenn man sich in jedem Moment seiner Gedanken bewusst ist, und nicht *träumt* während man lebt, sondern auch in dem Moment, in dem das Bier über einen schwappt, selbst-bewusst bestimmt, was man denkt und fühlt... so kann man selbst entscheiden, ob man das tragisch nimmt, oder lustig.
Man entscheidet selbst, und gestaltet SO seine eigene Realität, ganz egal was passiert... nicht indem man in einem magischen Sinn "die Realität kreiert" sondern indem man das was passiert durch eine bewusste Entscheidung SO definiert, wie man es gerne hätte. (Was auch sein kann: «das nervt mich jetzt»). Und wenn man dies schafft (und ein entscheidungsfreudiger Mensch ist) so lebt man glücklich und zufrieden, bis an das Ende seiner Tage...
Da man immer ehrlich zu sich selbst ist; man hat sich ja entschieden, also ist man im Einklang mit sich selbst. Kongruent zu der eigenen Entscheidung, weil man sie selbst getroffen hat.

Also geht's vielleicht darum, sich seiner eigenen Gedanken bewusst zu sein. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie man das macht... Hm sind wir mit der Frage wieder am Anfang - oder doch einen Schritt weiter? Ich denke, wir sind einen Schritt weiter, da wir jetzt wissen, wofür man Bewusst-Sein überhaupt braucht.

--------

Was die Sicht der Dinge angeht:
gibt es eine allgemeingültige Wahrheit, in dem Sinn, dass man mittels eines Wegweisers den Weg findet, oder gibt es das nicht, und jeder lebt nur sein Leben und ist allein unterwegs und muss sich durch Täler und Berge "hindurchkämpfen" und es schliesslich annehmen. Ist es also richtig, dass jeder seine eigene Wahrheit hat, oder ist das schlichtwegs... eine Ausrede, um sich nicht auf den Weg zu machen, und irgendwann anzukommen?

Ich frag mich gerade, ob nicht auch Zweifel letztlich zur Wahrheit führen, wenn man alles anzweifelt, ist das vielleicht gleichbedeutend mit alles akzeptieren? Es ist vielleicht etwas komplizierter, und macht weniger Freude... aber vielleicht findet man auf dem Weg ja auch irgendwann raus:

Es gibt gar nicht mehr als das was wir sehen. Und das ist sozusagen das was wir die ganze Zeit suchen. Vielleicht ist alles schon da, wir müssten nur mal die Augen aufmachen, unser Leben leben, und alle Aspekte (abwaschen, tanzen, schenken, arbeiten, lieben, verlieren) als Teilaspekt der Wahrheit verstehen, so wie wir als Mensch ein Teilaspekt des Planeten Erde sind.

Quasi: gar nicht erst suchen - weil es gar nichts gibt, das gefunden werden kann - weil es ja nie weg war, es ist immerzeit hier. Vielleicht gewinnt man dadurch inneren Frieden, dass man mit sich und der Welt im reinen ist, was vielleicht gar nicht mal so sehr heisst, dass man "rein" ist ( "böse" Gedanken und so), sondern eher, dass man... die Welt nimmt wie sie ist, sich selbst nimmt wie man ist, beides für-wahr-nimmt.

Dass man "es" einfach hält, soll vielleicht nur bedeuten, dass man es wirklich ganz enorm einfach nimmt. Es gibt die Welt. Punkt. Alles was darüber hinausgeht, ist Ablenkung, Samsara oder die Hölle auf Erden.

Jeglichen Glauben ablegen, alles was man zu wissen glaubt ablegen, und sein Glück(seligkeit) im hier und jetzt, im Tun, in der Handlung, im Gespräch finden.

Vielleicht ist es ja wirklich so einfach...?

wenn da nur der Zweifel nicht wäre...


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 18:17 
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Darf ich Dich fragen, an was Du zweifelst?? und woher kommen diese Zweifel??


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 18:56 
@souris
An mir selbst. An meiner - Stärke, Disziplin, Durchhaltevermögen. Um das umzusetzen, was ich vorhin geschrieben habe, braucht es mehr als nur Wissen... und ich weiss nicht, was es braucht. Wissen ist das eine. Begreiffen etwas ganz anderes. Das mit den Entscheidungen... das ist zwar "nett" aber es ist nicht der Punkt. Wahre innere Stärke (sofern so etwas existiert, und meines Erachtens existiert das, was man wiederum an der Ausstrahlung eines Menschen merkt), kann das einfach erreicht werden, indem man sich dafür entscheidet? Wahres Bewusstsein, das ja eigentlich die Voraussetzung für die Entscheidungsfähigkeit wäre, wie stellt man das her?Gut, eventuell braucht man gar nichts zu machen, sondern es ist eher so, wie wenn man die Augen aufmacht: auf einmal ist die Welt ganz anders, als mit geschlossenen Augen. Nuuur, dies zu schreiben, oder jede andere Theorie ist schön und gut.

Aber wie lässt sich das auf das Leben übertragen? Bisher hat das bei mir jedenfalls nicht geklappt, und wenn man sich so umschaut auf der Welt scheine ich nicht der einzige zu sein, der sich damit schwer tut.

Was habe ich übersehen? Warum ist das in der Theorie immer so einfach, aber in der praktischen Umsetzung, fast nicht machbar (z.B. wenn jemand Dir gegenüber aggressiv ist, wenn Du eine Frau kennen lernst, wenn Du Angst um Deinen Job bekommst, oder andere komponenten des menschlichen Lebens, die sagen wir mal nicht ganz so easy sind, wie am Sonntagmorgen zum Sonnenaufgang zu tanzen ;) ).


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jul 2007, 21:10 
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Platin Member
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Wohnort: da
Zitat:
Darf ich Dich fragen, an was Du zweifelst?? und woher kommen diese Zweifel??


Vielleicht entstehen Zweifel dann, wenn man zweifelt,
weil man zweifel hat.
Wie wehrt man Zweifel ab?
Vielleicht muss man einfach nochmals denken -positives denken- wenn man Gedanken im Kopf hat die einem zweifeln lassen.

Manchmal gelingt es mir meine Gefühle bewusst zu steuern,
(ohne drogen :lol: ) ich fühle mich schlecht und dann probiere ich mich zu besinnen, meinen Geist unter Kontrolle zu bringen und plötzlich fühle ich mich besser.
Letztendlich ist es eine übungssache, und das Leben das übungsfeld,
und unser Wille ist das Werkzeug, mit dem wir das Leben bearbeiten.
Jede Sucht aber, schwächt wiederum unser Willen.
Man kann auch nach "Liebe" und Sex (die stärkste Droge) und Selbstmitleid und Wut und Agressionen süchtig sein.
Und doch gehört dies alles zum Leben.

Das würde dann heissen wir sind süchtig nach dem Leben.
Oder wir sind süchtig nach Gegensätzen.
Oder wir sind süchtig nach Ying und Yang..... :n55 :mrgreen: ](*,)

_________________
http://www.vimeo.com/elfilmias
http://www.youtube.com/elfilmias

Wage du, zu irren und zu träumen! Hoher Sinn liegt oft in kind'schem Spiel.
(Schiller)


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