Maslow Pyramide

Mysteriöse Erfahrungen, Weisheiten, Rätselhaftes.
Fallen Angel 2

Maslow Pyramide

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Ihr kennt vermutlich alle des Maslows Pyramide, die in etwa davon ausgeht, dass ein Mensch erstmal was zu essen möchte, dann ein Dach über dem Kopf, dann sozialen Kontakt, anschliessend immaterielle Güter wie zum Beispiel Umweltbewusstsein, Spiritualität.

Bild

Ich bin mit der Pyramide nicht ganz einverstanden. Wenn man die Historie der Menschheit so anschaut, sind insbesondere Religiöse Motivationen oftmals höher und wichtiger eingestuft worden, als zum Beispiel Sicherheit (wenn man an Kriege denkt) oder körperliches Wohlergehen (Fasten, Ablasshandel).

Könnte es sein, dass die Menschen (also der einzelne Mensch) nicht einfach langsam die Stufen hinaufklettert, sondern im Gegenteil, jede dieser Stufen *gleichzeitig* "benötigt" um sich selbst zu verwirklichen, bzw. zufrieden - oder gar glücklich zu sein in seinem Leben?

Es ist eine einigermassen irrige Vorstellung, dass man etwas bestimmtes erreicht, und dann ist alles super. Oder besser. Wenn mit dem Erreichen von einer bestimmten Stufe dieser Pyramide, eine andere Stufe dieser Pyramide sozusagen weniger wichtig genommen wird, wie wirkt sich das auf das Wohlbefinden aus? Kann man nur einfach essen und trinken und sich wohl fühlen? Kann man nur fasten und beten und zufrieden sein? kann man nur arbeiten, oder gar nichts tun - und ist dann "verwirklicht"?

Maslow geht davon aus, dass man nur dann irgendwie lust hat, sich um die Situation des Planeten zu kümmern, oder um seine Familie, wenn man vorher alle anderen Stufen der Pyramide verinnerlicht hat. Dies ist meines Erachtens eine vereinfachte Darstellung des Menschen, die nur ansatzweise (d.H. manchmal) aufgeht, nicht aber grundsätzlich.

Grundsätzlich würde ich persönlich sagen, ist der Mensch eher so etwas wie das hier:
Bild
Eine Art Würfel, wobei alle Vertiefungen, diejenigen Bereiche des Einzel-Mensch-Bewusstseins (oder seines Lebens) sind, die zu wenig, oder gar kein Beachtung erhalten haben, in letzter Zeit - während die Spitzen (die Ecken und Kanten) das sind, was diesen Mensch beflügelt, worin er gut ist, und was ihm Freude und Energie beschert.

Ist es womöglich gar nicht so sehr das Ziel, wie in einem Computerrollenspiel Level für Level weiter zu kommen, sondern vielmehr seine Vielseitigen Facetten auszuleben, anzuerkennen, und auch zu suchen/finden.

Auf dass man eines Tages so aussieht:
Bild

Nicht unbedingt im Sinn von "abgerundet" oder "geschliffen" - nein eher im Sinn von ganzheitlich und erfüllt.
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Melliandra
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Re: Maslow Pyramide

Beitrag von Melliandra »

Ich denke da hast du sicher recht, Maslow Pyramide ist in meinen Augen ein vereinfachtes Beispiel.

Es gab ja auch den Versuch, wo man ein Kind in einer völlig neutralen aber sehr sauberen Umgebeung
aufwachsen lässt, alles ist vorhanen, nur die Zuwändung, lachen, Herzlichkeit fehlt.

Ein anderes Kind wächst gleichzeitig in einem armen Getto in irgendwo auf, hat wenig zu Essen, keine
Sicherheit aber eine Mutter die ihm Wärme und Liebe entgegen bringt.

Ich muss wohl nicht sagen, welches Kind sich besser entwickelte.

Ich glaube einfach, dass wir hier gar nicht begreiffen können, wie es allen Menschen auf dem Planeten Erde
ergeht. Vielleicht wenn wir reisen und uns andere Lebensumstände anschauen, so können wir erahnen wie
es den Menschen so ergeht. Aber grundsätzlich sind wir doch ein Stück weit geprägt von der ganzen
Gesellschaft hier.

Ich weiss nicht ob ich nun vom Thema abkomme.... Was mich zB in Kuala Lumpur oder allgemein in Malaysia
so faziniert hat, ist wie die verschieden Religionen so gut, auf engstem Raum, zusamen leben können. Wir
hier machen so ein Getto um Moslems zB, dort unten ist das kein Thema. Alle wollen Westlicher werden und
haben deshalb das gleiche Ziet. Europäisch oder sogar Amerikanisch zu werden, ist für uns sowas von absurd.
Ich glaube es gibt wenige bei uns die das bestreben, blöd ja wir sind es schon. =o)

In Afrika zB gerade in den kriesen Gebieten, sind die Menschen so offen und lebenslustig, warum? weil sie sagen
es könnte jeder Tag ihr letzter sein, niemand weiss, wann wieder eine Bombe hoch geht, also warum sich sorgen und
1000 von Versicherungen abschliessen (sich an eine Piramide halten =o)) lebe jeden Tag wie es dein letzder sein würde.
In unsere Kultur fast undänkbar, wir bauen ja sogar Häuser, die 500 Jahre bestehen bleiben.

Dies sind doch alles Entwiklungen jeder einzelnen "Gegen". Es hat sich über 100erte von Jahren zu dem entwickelt was
es nun ist.

Durch die globalisierung, durch das Internet und dadurch, dass wir heute in 2 Tagen einmal um die Welt reisen können,
werden wird mit dem allen konfrontiert. Wir sehen andere, stellen uns in Frage, veruchen Antworten zu finden auf das
Leid der Welt.

Warum wollen wieder so viele aussteigen? Wieder im Wald leben? Ohne TV ohne Internet, ohne Migros und Coop? Weil wir
zurück wollen, vielliecht. Weil wir zu schnell zu gross geworden sind? Das ganze Ausmass des Planeten und den Menschen
darauf, nicht ertragen?

Früher war es nicht besser. Es hat doch schon immer Krieg und Verzweiflung gegeben aber man hat es nicht von der ganen
Welt mitbekommen.

Zurück zum Thema. Finde dein Bild mit dem eckigen Kneuel sehr treffend. Glaube es kommt wirklich alles aufeinandner und
manchmal ist es im einten "Level" besser und manchmal hat mal vom ander "Level" mehr. Das ganze gekoppelt mit der
Herkunft und der menschlichen Entwicklung (speziell da wo man lebt) führt zu dem wo wir heute haben.

Viellicht sind wir ein eckiges Kneuel und vielleicht ist es zu einfach uns in eine Pyramide mit Levels zu stopfen, aber sind wir
denn wirklich so weit wie wir immer meinen? Dass wir (speziell wir hier ;o)) die Weissheit mit Löffeln gefressen haben, das
ist wohl wahr *grins* aber wenn wir die menschliche Enwiklung betrachten, sind wir denn überhaupt so vielfältig, so speziell,
so tiefgründig? Oder passen wir eben doch ganz simpel in eine Maslow Pyramide?
*poink*
Fallen Angel 2

Re: Maslow Pyramide

Beitrag von Fallen Angel 2 »

wenn wir die menschliche Enwiklung betrachten, sind wir denn überhaupt so vielfältig, so speziell, so tiefgründig? Oder passen wir eben doch ganz simpel in eine Maslow Pyramide?
Das ist genau das was "man", oder die allgemeine Meinung oder wer auch immer (smile, 23? hihi) uns weismachen will: wir sind nichts weiter, als auf wasserstoff basierende lebensformen, die nahrung in energie umwandeln, sauerstoff in kohlenmonoxid, deren gefühlswelt biochemisch abläuft, und vom fortpflanzungstrieb mittels pheromonen genetische zusammenschlüsse einzelner menschen gebildet werden, die in einem sozioökonomischen komplex agieren und die sich aufgrund der technologischen entwicklung zwar von steinäxten gelöst und neuerdings mit handys den kommunikativen austausch erweitert haben, die aber dennoch vom hyptalamus regiert werden, der in erster linie essen, schlafen (und saufen) will, wobei die spirituelle komponente in erster linie der Stamm-Bildung dient(e) um das überleben der art zu sichern, und in einem modernen weltbild keinen platz mehr hat, bzw. nicht länger benötigt wird, ebenso mythologie, erzählungen und legenden, die ersetzt werden durch information in form von nichtssagenden news aus zeitungen. nicht zu vergessen die Freudsche (oder freudlose) sexualtheorie und die gesamte entwicklungspsychologie die dem mensch ungefähr so viel selbstbestimmung zugesteht wie einer kanalratte (oder ameise).

ich finde diese beschreibung wird dem mensch nicht gerecht. ich finde nicht, dass wir besser sind als tiere, aber ich würde doch sagen, wir haben mehr verantwortung, einfach weil wir mit diesem erzählungsinstinkt ausgestattet wurden, der uns befähigt zusammenhänge zu erkennen (z.b. asteroiden die auf die erde knallen könnten), die die tiere nicht sehen (und sich dagegen wehren können). somit ist der mensch in der verantwortung eine kugelförmige daseinsform zu entwickeln, um diese welt zu beschützen und zu bewahren. wie Druiden!

aber nehmen wir diese verantwortung wahr, ja KÖNNEN wir sie überhaupt wahrnehmen solange wir uns nur als opfer unserer materiellen existenz betrachten? stattdessen könnten wir auch versuchen herauszufinden, welche fähigkeiten wir haben, dieses leben so zu gestalten, dass die kugelform erreicht wird. das bedingt jedoch, die opferrolle aufzugeben, und uns über wissenschafltiche erklärungsversuche des mensch-seins hinwegsetzen, oder besser noch, diese zu erweitern und zu transformieren in eine wahrhaft "moderne" wissenschaft, die eine art zusammenschluss aller facetten der menschlichen existenz ermöglicht, erkennt und unterstützt.
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Re: Maslow Pyramide

Beitrag von Melliandra »

8-[ oke ich verstah was du meinst.

Ich bin da anderer Meinung. Ich glaube nicht daran, dass wir soooo einzigartig sind. Ich dänke wir sind "nur" ein Teil
des ganen Planes. Ein sehr grosser und mächtiger Teil, vielleicht auch bisschen inteligennter als ein Stein (obwohl,
manchmal bezweifle ich dies) aber sonst....?

Wir sind vielleicht die weit entwickeltste Lebensform und vielleicht können wir noch zu dem werden was du schön
beschrieben hast. Aber das in nur knapp 10'000 Jahren zu wollen und zu glauben, dass wir dies schon in den negsten
100 Jahren erreichen können, für mich wäre dies bisschen gröstenwansinnig.

Ich will damit nicht sagen, dass wir nun nichts tun sollen und dass wir ja nichts dafür können, dass wir so sind. Sich
weiter zu entwickeln ist unsere Aufgabe und wir sind ja schon bisschen vorann gekommen. (ob es in die richtige Richtung
ist, sei auch wieder mal in Frage gestellt)

Aber da Teilen sich die Meinungen. 8-[ Sich selbst weiter zu entwickeln, schauen dass man mit sich und der Umwelt so umspringt
dass es stimmt, egal ob man jetzt in ne Pyramide passt oder nicht und dies seinen Kinder weiter geben kann. Ja das ist ein Ziel,
alles ander wird die Zeit und der Plane Erde schon regeln, wenn es so weit ist. ABER das ist auch nur meine bescheidene Meinung. :-# 8-[
*poink*
Fallen Angel 2

Re: Maslow Pyramide

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Jo mein letzter Beitrag war schon etwas "grössenwahnsinnig" formuliert, aber sozusagen bewusst, um einfach mal eine andere Sicht, als immer nur die allgemeingültige "wir Menschen sind so scheisse" zu postulieren (z.B. wenn wir uns als Druiden sehen würden, die diesen Planeten behüten (sollen), wäre das doch ein sehr angenehmes Bild des Menschen oder nicht?). Selbstredend hat jeder Stein, jede Biene und jedes Quantenteilchen genausoviel mit allem zu tun. Aber da ich weder ein Stein noch eine Biene bin, sondern ein Mensch bringt es nicht viel wenn ich versuche deren Sinn zu ergründen, wenn ich nicht gleichzeitig meinen eigenen Sinn (in positiver Form formuliert: meine Aufgabe als menschliches Wesen) finde. Maslows Bemühungen uns zu kategorisieren in Ehren, aber er sieht nur einen Teil des ganzen, einen wichtigen Teil, der uns Menschen, seit der Erfindung dieser Pyramide sicherlich schon viel weitergebracht hat. Es ist jedoch an der Zeit über die Kategorisierung hinauszuwachsen und zu ent-decken, was NOCH wichtiger ist, als Selbstbeobachtung: Selbstverwirklichung. Wobei mit Selbst: der Mensch als Teil des ganzen gemeint ist, der wiederum mehr ist, als die Summe seiner psychophisiologischen Teile. Warum ist er mehr? weil er das was er sieht und erlebt in Form von Erzählungen weiter-"vererben" kann, ja er kann sogar die Geschichten von anderen Lebewesen (Steinen, Tieren) erweitern, mystifiziert anderen Menschen weitergeben, er kann Sonnenaufgänge sehen und dazu Gedichte schreiben, was nur ein kleines Beispiel dessen ist, wozu der Mensch fähig ist, wenn er diese Fähigkeiten und Talente in sich findet und bewahrt, bzw. weitergibt. Womit er selbst sich auch wieder erfüllter erlebt. "Kugelförmiger" sozusagen.
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Re: Maslow Pyramide

Beitrag von Melliandra »

Das hast du sehr schön geschrieben. =D> Aber wer sagt dir, dass dies die Steine und die Tiere nicht auch tun/können,
wir dies einfach nicht verstehen, oder nicht wahr nehmen? O:)

Wie auch immer, für mich ist es göttlicher oder druidischer uns nicht über alles zu setzen und zu akzemtieren, dass auch
wir "nur" ein Teil des ganzen sind. Demut ist vielleicht ein Wort dafür.

Aber das ist auch nur ein Teil meiner Erkenntnis. Eigendlich kommt deine Aussage nahe dem, wo auch ich glaube. Nur schon
dadurch, dass ich glaube, dass wir die Verantwortung übernehmen sollten um es besser zu machen, für uns und unseren
Planeten.

Wobei, was ist schon unser Planet Erde? Wer weiss was es sonst noch gibt im Univerum. :-& 8-[ O:)
*poink*
Fallen Angel 2

Re: Maslow Pyramide

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Es ist anzunehmen, dass Pflanzen, Steine, Tiere, Elemente usw., ihre ureigene Aufgabe durchaus erfüllen, vermutlich sogar sehr viel intuitiver und konkreter, als die meisten Menschen heutzutage. Da es aber tatsächlich schwierig ist, einen Stein zu "verstehen", in dem Sinn, dass wir seine Wahrnehmung der Realität erfassen können (dies ist ja nur schon bei anderen Menschen manchmal nicht ganz einfach…), sehe ich aktuell grösseren "Handlungsbedarf" unsere ureigene Menschliche Natur wieder zu ergründen. Was nicht so sehr ein nett gemeintes Konzept, und auch nicht einfach nur zwingend notwendig, sondern durchaus AUCH in einem durchaus egostischen Sinn "besser" für das eigene Wohlbefinden ist.

Aye, Demut ist allerdings ein interessanter Einwurf. Statt erneut die Krone der Schöpfung im Mensch zu sehen, respektive ihren Hüter, wie zuvor angedeutet, wäre es womöglich richtiger, den eigenen Platz innerhalb der Schöpfung zu erkennen. Da wir aber mit der Fähigkeit ausgestattet sind, uns etwas vorzustellen, das nicht real ist, bzw. noch nicht, und weil wir auch über die Fähigkeit verfügen, intuitiv neue Wege zu kreieren, die zuvor nicht vorhanden waren (Brücken, Demokratie, Flugzeuge, Sonnenenergie, Raumschiffe, Terraforming, Evakuation im Falle eines Asteroidenabsturzes), ist es zumindest anzunehmen, dass die Rolle des Menschen - bislang zu wenig in dieser Form "genutzt" durchaus etwas wichtiger ist, als wir uns zugestehen.

Was wir uns inzwischen zugestehen, ist unsere Fähigkeit aus dem Planeten eine Müllhalde zu machen. Wir beklagen dies auch entsprechend, und fühlen uns schuldig, aber was mir noch fehlt ist das Bewusstsein, dass wenn wir eine Müllhalde daraus machen können, dass wir dann auch fähig sind, ein Paradies daraus zu machen. Hier könnte man einwerfen, dass es eins wäre, wenn es den Mensch nicht gäbe, aber es gibt den Mensch nun mal also was machen wir draus? Und wenn es ihn nicht gäbe: wer würde dies dann auf diese lustvolle, leidenschaftliche Weise wahrnehmen, wenn nicht der Mensch? Und um nochmals auf das Beschützen zu kommen: Delphine bauen keine Raumschiffe.

Bedauerlicherweise ist es zurzeit so, dass die Menschen sich selbst nichts zutrauen. Wer ein bisschen "bewusst" lebt, ist betrübt, weil wir alles kaputt machen, und wer nicht bewusst lebt, macht alles kaputt. Wenige sind allerdings der Ansicht, dass wir die Fähigkeit der Imagination und der Kreation besitzen. Im Gegenteil werden alle Bemühungen, Menschen kreativ und imaginativ zu "machen" (=Entwicklung) von Behörden, Schulen, Systemen, Religionen und nicht zuletzt von uns selbst, von jedem einzelnen, zunichte gemacht. Weil wir nicht daran glauben, etwas ändern zu können, und uns daher lieber in Konzepte wie die Maslow Pyramide flüchten, statt uns aus allzu engmaschigen Strukturen zu befreien, und im nächsten Schritt: Auch den Planeten Erde.

Demut benötigen wir aber dennoch. Denn wer eine solche Macht besitzt, und nicht gleichzeitig Demütig ist, verursacht Schaden. (Was man ebenfalls gut an der aktuellen Situation dieser Welt erkennen kann - denn aktuell ist es so, dass jene, die sich etwas zutrauen, in den seltesten Fällen gleichzeitig demütig sind.) Wir machen meines erachtens (als Gesamtmenschheit) nicht alles falsch, aber wir legen uns allzu viele Steine in den Weg - die gar nicht nötig wären.
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bienchen...
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Re: Maslow Pyramide

Beitrag von bienchen... »

Fallen Angel 2 hat geschrieben:Ihr kennt vermutlich alle des Maslows Pyramide, die in etwa davon ausgeht, dass ein Mensch erstmal was zu essen möchte, dann ein Dach über dem Kopf, dann sozialen Kontakt, anschliessend immaterielle Güter wie zum Beispiel Umweltbewusstsein, Spiritualität.

Bild

Ich bin mit der Pyramide nicht ganz einverstanden. Wenn man die Historie der Menschheit so anschaut, sind insbesondere Religiöse Motivationen oftmals höher und wichtiger eingestuft worden, als zum Beispiel Sicherheit (wenn man an Kriege denkt) oder körperliches Wohlergehen (Fasten, Ablasshandel).

Könnte es sein, dass die Menschen (also der einzelne Mensch) nicht einfach langsam die Stufen hinaufklettert, sondern im Gegenteil, jede dieser Stufen *gleichzeitig* "benötigt" um sich selbst zu verwirklichen, bzw. zufrieden - oder gar glücklich zu sein in seinem Leben?

...verstahn din Dänkasatz und stimme au zue, dass mer zum sich sälber chöne 100% verwürkliche au alli Stuufe benötigt, drum isch au d'Stuufe ¨Sälbschtverwürklichung¨ z'oberscht.

Es isch chli e Frag vo Interpretation, will wämmer d'Gschicht vom dä Mänschheit alueged, zeigt das ja gad, dass au di religiöse Ritual däne Stufe entlang gange sind. Mer hät damals sini Totems abäte, dass mer e gueti, erfolgriichi Jagd hät und gnueg zum Ässe chan erbüüte (Stufe 1) - dass sie einem hälfed die böse Geischter z'vertriibe um eim vor Unglück z'bewahre (Stufe 2), s'zämetue ii Clans hät in erschter Linie dä Sinn gha, gmeinsam s'Überläbe z'sichere, als Folg vom ¨Zämesii und sich mitenand z'arrangiere¨ sind gmeinsami soziali Ustüsch drus entstande (Stufe 3). Da's im mänschliche Naturell liit, immer meh z'welle, chunnt dänn au ziemli schnäll s'EGO füre - mer wött z.Bsp. uf eimal Bewiise dass mer i öpisem sehr guet oder sogar besser isch und chli Anerkännig defür ernte, z.Bsp. ii Wettkämpf (Stufe 4) - als Folg vo däm isch mer glii mal devo überzoge, dass mer dä Stärchscht, Gröscht und Bescht isch und strebt dä Platz als ¨Clan-Afüehrer¨ aa (Stufe 5)
;)


Also ich dänke die Pyramide isch nöd so ganz denäbe - sie trifft uf jede Fall uf en grosse Teil vo eusere Gsellschaft zue - was uf siini Art ganz ¨natürlich¨ isch. Im übrige lauft d'Manipulierig mittels Werbig und was alles dezue ghört genau uf däne Asätz ab - und es funktioniert...
u.s.l.

Re: Maslow Pyramide

Beitrag von u.s.l. »

bienchen... hat geschrieben:

...verstahn din Dänkasatz und stimme au zue, dass mer zum sich sälber chöne 100% verwürkliche au alli Stuufe benötigt, drum isch au d'Stuufe ¨Sälbschtverwürklichung¨ z'oberscht.

Es isch chli e Frag vo Interpretation, will wämmer d'Gschicht vom dä Mänschheit alueged, zeigt das ja gad, dass au di religiöse Ritual däne Stufe entlang gange sind. Mer hät damals sini Totems abäte, dass mer e gueti, erfolgriichi Jagd hät und gnueg zum Ässe chan erbüüte (Stufe 1) - dass sie einem hälfed die böse Geischter z'vertriibe um eim vor Unglück z'bewahre (Stufe 2), s'zämetue ii Clans hät in erschter Linie dä Sinn gha, gmeinsam s'Überläbe z'sichere, als Folg vom ¨Zämesii und sich mitenand z'arrangiere¨ sind gmeinsami soziali Ustüsch drus entstande (Stufe 3). Da's im mänschliche Naturell liit, immer meh z'welle, chunnt dänn au ziemli schnäll s'EGO füre - mer wött z.Bsp. uf eimal Bewiise dass mer i öpisem sehr guet oder sogar besser isch und chli Anerkännig defür ernte, z.Bsp. ii Wettkämpf (Stufe 4) - als Folg vo däm isch mer glii mal devo überzoge, dass mer dä Stärchscht, Gröscht und Bescht isch und strebt dä Platz als ¨Clan-Afüehrer¨ aa (Stufe 5)
;)...

de würd mer en schoggihaas i die underscht schublade ischtufe [-(
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bienchen...
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Re: Maslow Pyramide

Beitrag von bienchen... »

:-D

...xeh also en Schoggi-Oschterhaas nöd als Grundnahrigsmittel, drum chämmter scho eher richtig Stufe 3-4 ;)
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petit.papillon
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Re: Maslow Pyramide

Beitrag von petit.papillon »

Fallen Angel 2 hat geschrieben:Ich bin mit der Pyramide nicht ganz einverstanden. Wenn man die Historie der Menschheit so anschaut, sind insbesondere Religiöse Motivationen oftmals höher und wichtiger eingestuft worden, als zum Beispiel Sicherheit (wenn man an Kriege denkt) oder körperliches Wohlergehen (Fasten, Ablasshandel).

Könnte es sein, dass die Menschen (also der einzelne Mensch) nicht einfach langsam die Stufen hinaufklettert, sondern im Gegenteil, jede dieser Stufen *gleichzeitig* "benötigt" um sich selbst zu verwirklichen, bzw. zufrieden - oder gar glücklich zu sein in seinem Leben?
ich sehe den wiederspruch den du ansprichtst nicht so ganz wie du. ich stimme dem 2. teil dieser aussage voll und ganz zu, ohne darin ein mängel an der pyramide zu sehen.
jedes schema, jede aussage, jeder gedanke und jedes gedicht ist genau so wahr oder "unwahr" wie die pyramide, denn sobald wir versuchen etwas zu verstehen, vergleichen, erklären oder beschreiben wird es gfälscht, weil es unmöglich ist in jedem moment jedes staubkorn miteinzubeziehen. und dennoch ist es ein grosses bedürfnis der menschen dinge zu verstehen, sie beschreiben zu können um sie als erfahrungen mitzuteilen und weiterzugeben.
man kann es auch so anschauen. jeder mensch hat unzählige facetten und in jeder dieser facetten kann er eine aufgabe sehen und sich in ihr weiterentwickeln. wie du es ja schon sehr schön mit diesem "würfel" beschrieben hast. so kann zum beispiel religion eine dieser facetten ausmachen (wie es bienchen sehr treffend ausformuliert hat), auch essen, sport, musik, karriere usw
jede spitze dieses würfels kann man als kleine maslow pyramide ansehen... wie in einem fractal.
wenn man sich in gewissen lebensbereichen auf einer stufe stehen bleibt und sich woanders verwirklicht, macht man plötzlich einen spagat. die folge daraus ist, dass man entweder wieder ein stück zurückfällt oder man den knoten löst um weiter hinaufgehen zu können.

maslow sagt mit der pyramide aus dass der mensch zuerst einen vollen magen haben muss bevor er sich mit anderem beschäftigen kann. damit ist gemeint, dass wenn man hunger hat, man damit beschäftigt ist etwas zu essen zu finden, bevor man sich überlegt warum wir auf diesem planeten sind. ich finde dies ziemlich logisch.
Fallen Angel hat geschrieben:Es ist eine einigermassen irrige Vorstellung, dass man etwas bestimmtes erreicht, und dann ist alles super. Oder besser.
ich glaub nicht, dass die ausage der pyramide ist. sie ist ein schema und auch als solches zu verstehen.
Fallen Angel hat geschrieben:Wenn mit dem Erreichen von einer bestimmten Stufe dieser Pyramide, eine andere Stufe dieser Pyramide sozusagen weniger wichtig genommen wird, wie wirkt sich das auf das Wohlbefinden aus?
die spitze einer pyramide kann nur stehen wenn der sockel schon errichtet ist, also kann man logischerweise keine stufe ausser betracht lassen. das ist ein teil der essenz einer pyramide.

jede stufe der pyramide ist ein bewusstseinszustand: grundbedürfnisse, sicherheitsgefühl, soziale bindung, selbstachtung, selbstverwirklichung, transparenz/erleuchtung. wobei der 6. punkt die spitze ist.

in der pyramide die du hier zeigst, stehen blos beispiele dafür wie man diese bewustseinszustände erreichen kann.
es gibt noch mehr grundbedürfnisse als essen und trinken, das ist die liebe. sie geht wie ein roter faden durch die ganze pyramide und ist sozusagen der wegweiser.
die liebe beginnt nicht erst bei den sozialen kontakten... das schreibst du ja oft genug in deinen beiträgen. bevor man andere lieben kann muss man sich selbst und das leben lieben.
mit "sicherheit" sind nicht versicherungen, gesetze usw gemeint. sondern die innere sicherheit, zu wissen, dass man lebt und es noch einige zeit geniessen kann. wir schliessen versicherungen ab und verabschieden gesetze, weil sie uns diese sicherheit versprechen. sie halten sie aber nicht, was dazu führt, dass man oft mit einem bein auf dieser stufe stehen bleibt. (spagat)
Fallen Angel hat geschrieben:Kann man nur einfach essen und trinken und sich wohl fühlen? Kann man nur fasten und beten und zufrieden sein? kann man nur arbeiten, oder gar nichts tun - und ist dann "verwirklicht"?
das verstehen ich nicht ganz. fals du dies als gegenargument bringst und behauptest dies würde die pyramide aussagen, dann hast du sie nicht ganz verstanden.
und fals du denkst diese fragen können mit ja beantwortet werden... hmm... denkst du wirklich dass jemand der genug zu essen hat sich trotz todesangst, einsamkeit, langeweile, selbstverachtung wohlfühlt?
jemand der fastet, tut dies nicht weil er keine nahrung hat, das ist ein enormer unterschied. er tut es weil er sich dafür entschieden hat und nicht weil er dazu "gezwungen" ist. (im sinne von er würde gern essen, kann es aber aus einem bestimmten grund nicht)
beim fastenden sind die grundbedürfnisse also gedeckt, auch wenn er keinen gebrauch davon macht. es geht nur darum den bewusstseinszustand erreicht zu haben.
Fallen Angel hat geschrieben:Maslow geht davon aus, dass man nur dann irgendwie lust hat, sich um die Situation des Planeten zu kümmern, oder um seine Familie, wenn man vorher alle anderen Stufen der Pyramide verinnerlicht hat. Dies ist meines Erachtens eine vereinfachte Darstellung des Menschen, die nur ansatzweise (d.H. manchmal) aufgeht, nicht aber grundsätzlich.
ich denke nicht das maslow davon ausgeht. sonst gäbe es nicht so viele schriften, die die pyramide versuchen zu erklären. es reicht nicht sie anzusehen und sie als abgeschlossene aussage zu betrachten.


hier treffen sich unsere ansichten ziemlich genau auf einem punkt wieder:
Fallen Angel hat geschrieben:Grundsätzlich würde ich persönlich sagen, ist der Mensch eher so etwas wie das hier:
Bild
Eine Art Würfel, wobei alle Vertiefungen, diejenigen Bereiche des Einzel-Mensch-Bewusstseins (oder seines Lebens) sind, die zu wenig, oder gar kein Beachtung erhalten haben, in letzter Zeit - während die Spitzen (die Ecken und Kanten) das sind, was diesen Mensch beflügelt, worin er gut ist, und was ihm Freude und Energie beschert.

Ist es womöglich gar nicht so sehr das Ziel, wie in einem Computerrollenspiel Level für Level weiter zu kommen, sondern vielmehr seine Vielseitigen Facetten auszuleben, anzuerkennen, und auch zu suchen/finden.

Auf dass man eines Tages so aussieht:
Bild

Nicht unbedingt im Sinn von "abgerundet" oder "geschliffen" - nein eher im Sinn von ganzheitlich und erfüllt.
der unterschied liegt darin, dass ich diese ausage auch in der maslow pyramide wiederfinden kann. die pyramide kann man genau so gut auf das ganze wesen eines menschen anwenden wie auf jede einzelne facette. die bedeutung der pyramide, ist also dass man die stufen mit seinem ganzen wesen gehen muss, dass man jede facette weiterentwickeln soll.
wenn man mit irgendeim thema auf irgendeiner stufe hängenbleibt und sich aber in anderen bereichen weiterentwickelt. schnellt man zurück.
dies sind für mich die in der gesellschaft sogenannten "schicksalsschläge". sie weisen uns auf knoten in unserem bewusstsein hin.
Fallen Angel 2

Re: Maslow Pyramide

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Also wenn Du mich mit der Pyramide "versöhnen" willst, dann.... gelingt Dir das mit diesem Beitrag sehr gut. O:)

Trotz der vielen guten Hinweise in Deinem Beitrag, und Deinem Hinweis, dass Maslow das Deiner Ansicht nach nicht davon ausgeht, stört mich an der Maslowpyramide immer noch folgendes:
Maslow geht davon aus, dass man nur dann irgendwie lust hat, sich um die Situation des Planeten zu kümmern, oder um seine Familie, wenn man vorher alle anderen Stufen der Pyramide verinnerlicht hat. Dies ist meines Erachtens eine vereinfachte Darstellung des Menschen, die nur ansatzweise (d.H. manchmal) aufgeht, nicht aber grundsätzlich.
Natürlich ist es, wie Du ja sagst, einigermassen logisch. Erstmal was zu beissen, dann erst Sinnfragen. Und doch habe ich - sagen wir mal intuitiv - das Gefühl, dass das nicht so ganz stimmt. Es ist sicher richtig, dass die Pyramide ja auch nicht hingeht und sagt, "ihr seid alle so und basta". Und doch liegt da meines Erachtens eine Gefahr in der Aussage, dass Menschen sozusagen Stufenweise "zur Erleuchtung" gelangen. Es bietet womöglich gar eine gute Ausrede, auf der Ego und Anerkennungsstufe zu verweilen, mit der (bewusst oder nicht so bewusst formulierten) Erklärung, dass man "halt noch nicht so weit ist" weiterzugehen.

Hier mag man einwerfen, dass wer die Anerkennungsstufe erreicht hat, sozusagen "automatisch" weitergelangen will. Darüber können wir gerne diskutieren.

Und doch... gibt es denn überhaupt solche Stufen? Sind denn Menschen in diverse Stufen (Pyramide), in diverse Erkenntnisse (Celestine) oder in diverse Kategorien (Psychologie, Wirtschaft) einteilbar?

Für mich ist es wahrscheinlicher, dass jeder Mensch gleichzeitig alle diese Stufen "ausbildet" und entsprechend die unterschiedlichsten Kombinationen von "Weit sein" denkbar sind. Sodass es wiederum möglich ist, auf unzählige Arten zur Selbstverwirklichung zu gelangen. Der eine ist was die Transformation der vierten Stufe (Ego) angeht, sehr "weit" - ein anderer hat auf der Stufe 1 eine Möglichkeit gefunden, zum Beispiel indem er neue Landwirtschaftsmethoden entwickelt, SICH zu verwirklichen.

Das ist das eine - und das andere ist die Frage, ob man - je nach dem - sich bewusst entscheiden kann, eine der "unteren" Stufen der Pyramide nicht mehr wichtig zu nehmen. Und sich in einer der Höheren aufzuhalten, ohne den Wunsch zu verspüren, Nahrung, Sicherheit und Anerkennung eine allzu grosse Wichtigkeit beizumessen.

Weiss nicht ob ich einigermassen verständlich rüberbringe was ich sagen will. O:)
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Re: Maslow Pyramide

Beitrag von dalamascus »

die Maslow'sche Pyramide ist rein aus der volkswirtschaftlichen Sicht gesehen...!!
und somit ein Mittel zum Zweck um das Ziel der einzelne Glieder der Gesellschaft zu veranschaulichen.
Fallen Angel 2

Re: Maslow Pyramide

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Also ihr Einkaufsverhalten? :-k
Das ist alles? 8-[
Bist Du sicher?
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Amanita
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Re: Maslow Pyramide

Beitrag von Amanita »

http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche ... ispyramide

Find die Definitionä no guet. Wär jetzt z.B. nöd druf cho, dass Religion zu Sicherheit ghört..

Au en Blick wärt..
http://en.wikipedia.org/wiki/Maslow%27s ... y_of_needs
Zuletzt geändert von Amanita am Mi 2. Apr 2008, 14:51, insgesamt 1-mal geändert.
lg Amanita ૐ

Das Wirkliche ist ebenso zauberhaft, wie das Zauberhafte wirklich ist. (Ernst Jünger)

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