lysergoatl hat geschrieben:
und wenn ich schon beim nicht behaupten bin: ich glaube alle bisher gefundenen ausgeschütteten botenstoffe bei einnahme von psychedelikas findet man natürlich in unserem gehirn wieder (serotonin,dopamin,glutamat etc..) aber eben, ob das gleiche zu erreichen ist mit meditation ist oder war meine frage...........
Nimms mir bitte nicht übel wenn ich dich wieder bisschen berichtigen muss
Viele psychedelische Substanzen schütten keine von dir genannten Botenstoffe aus.
Man ging bis jetzt davon aus dass die meisten Psychedelikas als Agonisten für die 5-HT1a und hauptsächlich für die 5-HT2a Rezeptoren fungieren.
Wenn es dich interessiert erzähle ich dir gerne mehr drüber, ist grad so ein Thema in dem auch die Fachwelt bisschen im Umbruch ist. Da gibt es eine Studie welche viele Vermutungen mehr oder weniger falsifiziert, bzw. ein komplett neues Licht auf die Dinge wirft.
Also schau mal
hier rein wenn dich die Wirkmechanismen psychedelischer Substanzen interessieren sollte. Ist recht spannend, da diskutieren paar Leute mit wirklich Ahnung drüber. Auch die Links in diesem Thread sind sehr informativ. Gerade der im Startposting ist zu einer relativ neuen Studie mit teils überraschenden Ergebnissen.
Anbei: LSD gilt pharmakologisch gesehen als "dreckig", da es eine hohe Affinität zu vielen Rezeptoren hat, also nicht selektiv einen Rezeptor bedient, sondern eben mit vielen flirtet.
Soweit mal zur psychedelischen Hirnchemie.
@BuddhaNature
Gehst Vipassana nach Goenka sitzen? Alles was du so schreibst klingt sehr verdächtig danach?
Erkenntnisse welche durch Psychedelikas und Meditation kommen können....
Meine Erfahrungen decken sich mit denen des Pschonaute welcher diese Erkenntnisse so recht treffend auf den Punkt gebracht hat.
1. Ewigkeit kann im Inneren erfahren werden
2. Himmel, Hölle, Glückseligkeit, Schmerz, sind alles im Inneren entstehende Geisteshaltungen und nicht voneinander getrennt
3. vergangene Gedanken, Taten und Erfahrungen sind ein Teil von uns und haben Einfluss auf unsere alltäglichen Erfahrungen, selbst wenn wir uns nicht mehr bewusst an diese erinnern.
4. Umfassendes Gewahrsein ist NICHT Sonnenschein, Regenbögen, Blumen und Spass.
Erweiterte Bewusstseinszustände können einen dazu zwingen sich mit dem immensen Schmerz und den Schwierigkeiten der Existenz an sich zu konfrontieren.
5. Zeit ist nicht linear - Jeder Moment kann ewig sein.
6. Wir sind Teil eines meisterhaft kreierten Kunstwerkes, ewig, und womöglich von uns kreiert.
7. Gegensätzlich zu allem Vorangegangenem: Alles ist vergänglich, wird sterben, wird enden. Es scheint ratsam eine Einstellung zu haben mit der man selbst das Ende von Allem mit Freude und Liebe willkommen heisst.
8. Man MUSS gerade stehen für seine Person, für seine Taten, für seinen Einfluss, die Liebe, den Schmerz, die Grausamkeiten, die guten Werke - jede Wahl die man trifft.
Friemelt man lange genug mit den psychedelischen Welten herum wird diese, oftmals schmerzvolle, Konfrontation mit seinem Innerem unumgänglich.
9. Transformation ist und wird fantastisch, schön, erforderlich UND teils grauenhaft, unvorstellbar schwierig, schmerzvoll.
Das ist die Natur der Reinigung, der Evolution, des Lebens.
10. Wir können uns nur selbst helfen. Keiner kann persönliche Kernthemen, Bewusstseinszustände für andere auflösen.
Diesen Dinge müssen persönlich angegangen werden - es gibt lediglich Hilfestllungen.
Das hat einer nach sehr sehr Intensiven Ajahuasca Erfahrungen geschrieben. Ich habe speziell die Punkte 1, 2, 5 und 7 in tiefer Meditation erfahren. Genau so wie da beschrieben.
Capablanca hat geschrieben:die buddha-natur ist jenseits aller konzepte.
Was wieder ein Konnzept ist
Diese Zen-Paradoxen sind einfach genial.
Das witzige mit Erkenntnissen ist: Je weniger man danach strebt, umso mehr kommen sie.
Irgendwie würde ich gern mit dir über Zen und die Paradoxen des Nicht-tuns reden/diskutieren... falls du Zeit für sowas hast mach ich da gerne nen neuen Thread auf, Capablanca ?!