Nach einer 23-stündigen Odyssee quer durch Deutschland (Danke an Indian-Event, dass das doch noch geklappt hat) sind wir am Freitag um 18:00 Uhr am Eingang angekommen. Die Karten waren schnell besorgt, so machten wir uns auf zu unserem Zeltplatz und richteten unser Zuhause für die nächsten 5 Tage ein. Das Wetter hat uns wenigstens da noch mit etwas Sonne verwöhnt.
Folglich ging es dann mal vor Richtung mit viel Spannung erwarteten Mainfloor. Die Deco hat mich mal wieder total überzeugt. Sehr eindrücklich wie der Mainfloor einen aufgesaugt hat, obwohl die Anlage noch gar nicht angestellt war. Mich überkam sofort ein Gefühl, dass ich schon fast „heimelig“ nennen würde. Ein warmes kribbeln im Bauch. Auch der Progi-Floor war, im Gegensatz zum Jahr davor, sehr ansehnlich. Den Aufbau generell fand ich gut gelungen. Man schlängelte sich durch eng anmutende Einkaufswege bis man vor der Entscheidung stand die einem das Leben versüßen soll: rechts zum Progi-Floor, oder links zum Mainfloor?!? Die Frage erst einmal verworfen eröffnete ich meine persönliche Fullmoon mit dem obligatorischen Cherry-Bier.
Zum Fullmoon-Mantra war ich natürlich auf dem Mainfloor. Es hat immer wieder etwas magisches, aus dieser Anlage so etwas zu hören. Das kribbeln im Magen verstärkte sich. Dann ein erstes nettes Treffen: ich durfte mit einigen witzigen „Deco-Kids“ die Hochzeitszeremonie und den 1. Act, DNA, erleben. Danke hierfür, war echt recht spassig. DNA hat mir gut gefallen und hat den Leuten auch gut eingeheizt. Da das der erste Liveact war, wird hier natürlich die 1a Anlage erwähnt. Genial glasklarer Sound, absolut druckvoll, schlicht perfekt. Danach kam mein erstes Highlight: Bliss. Wenn ein Festival so anfängt, kann das ja nur gut werden. Bliss hat mich total überzeugt, auch wenn er leider einige Probleme mit seinem Laptop hatte – vor allem der Southpark Track war… huiuiui… (Oh my God, they killed Kenny!!!). Während ESP, die auch nicht schlecht waren, musste ich dann mal für eine Weile ins Zelt. Diese Pause war aber nur von kurzer Dauer. Bei DJ Moonsun war ich wieder vorne und der hat mich so geschockt, dass ich nach einer Stunde wieder das Zelt aufgesucht hab. War der zu verschickt? Hat er einfach nur einen extreeem schlechten Tag erwischt? Aber selbst dann mix ich noch besser als das was ich da gehört hab. KEIN Übergang hat sich gut angehört, es hat nichts gestimmt. Tut mir ja leid für ihn, aber so hat er es nicht verdient auf so einem Festival zu spielen.
Nach einem ausgiebigen Mittagschlaf pilgerte ich wieder zu ION nach vorne. Viel Leute haben sich zwar nicht auf dem Mainfloor eingefunden, wahrscheinlich auch bedingt durch den Regen und den kleinen Sturm, aber das was ION gebracht hat, hat die Sonne wieder rausgekitzelt. Schöne Melodien zu einem treibenden Bass. Leider waren die Höhen etwas zu laut, da hat’s dann das ein oder andere Mal in den Ohren gepfiffen. Danach das nächste Highlight: U-Recken. Hat mir auch sehr zugesagt. Auch der Dancing-Esel. Wer den gesehen hat weiß was ich mein.
Danach war wieder einmal ein Schläfchen angesagt. Shpongle, was man natürlich nicht verpassen darf, und Hallucinogen waren die nächsten Kracher. Simon schafft es irgendwie eine nicht-vorher-gekannte-Stimmung auf den Floor zu zaubern. Und die mixes beim Shpongle-Set waren einfach göttlich, vor allem der Schluss: Crystal Skulls vs. Around a world in a tea daze!!!
Mit treibendem Sound ging es auch munter weiter wobei hier noch Painkiller erwähnt werden muss. Er hat nämlich auch den Southpark Track gespielt, der zuvor schon bei Bliss bestaunt werden durfte. Offensichtlich also eine Co-Produktion von den beiden. Ich hätte den Track noch 10mal anhören können – einfach nur WOW.
DJ Mairo Such hat sehr gut gemixt, Astrix danach war wie erwartet. Eine geniale Soundqualität die der Mensch an den Tag legt. Danach wollte ich eigentlich ins Zelt, aber Onyx war für mich die Überraschung des Festivals. Treibender FullOn in klasse Qualität. Da war’s dann erst mal vorbei mit schlafen, denn es ging gerade weiter mit PTX und Allaby, der sehr ruhig angefangen hat (der Anfang hätte eher auf den Progi-Floor gepasst) sich aber gut reingesteigert hat. Sein Sound ist mir sehr ehrlich rüber gekommen. Chriss hat’s dann wieder tierisch gerockt (danke für Azax - Unconscious Mind). Dann hat sich mein Gemüt mal wieder ein wenig beruhigt – etwas umhergewandelt und Fotos gemacht, Leute getroffen, nette Gespräche geführt.
Folglich kam der Moment der mich überhaupt dazu veranlasst hat irgendetwas zu schreiben. Eine psychedelische Reise wie ich sie noch nie zuvor auf einer Party erlebt habe. Sound der sich so durch meine Gehirnwindungen geschlängelt hat, dass ich danach Angst haben musste, nicht total schwachsinnig geworden zu sein. Mein neuer Held: Mister le Barde. Electrypnose hab ich schon desöfteren gehört, aber das, was er da hingezaubert hat, hat alle Dimensionen der psychedelischen Musik gesprengt. Und als wäre das noch nicht genug gewesen ging es gerade so weiter. Ich weiß nicht genau, ob Electrypnose 2 Stunden gespielt hat oder ob er von Zik abgelöst wurde, ich hab keine Pause gehört, aber der Sound ist gerade so weiter gegangen. Unglaubliche Sachen die sich da abgespielt haben. Und Whicked Hayo hat dann noch einmal eins drauf gesetzt. Geendet haben Zik und Whicked Hayo mit jeweils um die 165-170 BPM (geschätzt). Wie die 3 Leute soundtechnisch alles reingesteigert haben war einfach nur noch magisch, unglaublich, unvergesslich. Nach diesem Liveact Gewusel und Gewummere musste ich mich erst einmal alleine irgendwohin setzen und versuchen das Erlebte zu verarbeiten. Und mit dem was ich hier geschrieben habe, versuch ich das immer noch…
Das musikalische Ende durch Perplex war dann noch versöhnlich und hat mich sogar noch einmal zum Tanzen gebracht. Hilight Tribe war einfach nur noch der absolute Hammer. Tribal Trance (so heißt das in meinem Wortschatz) at it’s best. Da war ja so ziemlich ALLES live.
Der Ausklang mit dem Fullmoon-Mantra hat mir dann eine minutenlange Gänsehaut über den Rücken gejagt. Plötzlich verdeutlichte mir dieser erneut magische Moment: es ist vorbei. Die Gänsehaut verstärkte sich – es ist schon wieder vorbei…
Demütig, reumütig, traurig schlich ich über den Platz. Ähnlich auch am nächsten Tag. Ich hab mir schon überlegt, mich irgendwo anzuketten. Ich wollte es nicht wahrhaben, dass diese Welt voller Schönheit und Perfektion schon wieder aufzugeben ist. Und leider will ich es immer noch nicht wahrhaben. Mich hat dieses Festival wieder einmal unvergleichlich mitgerissen, es war einfach zu WOW!!! Nicht einmal das teilweise recht beschissene Wetter hat mein Empfinden gedrückt.
In diesem Sinne: DANKE FULLMOON-CREW!!! Es war mal wieder der absolute hammer!!!
PS: das einzig Negative was mir aufgefallen ist: der Konsum der Partygäste. Ich hab selten so viele Rettungseinsätze erlebt. So was macht mich dann doch etwas nachdenklich.
PPS: so saubere Dixi-Klos konnte ich auf noch keinem Festival bestaunen.
Greetz vom
Strohhut-Alex

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)hed sich de Alltag denn au glich wieder easy ipendlet. Zwei vo eusem Grüpple hend mal nochli neus probiert und mis Wuselchen (woni grad chli vermiss, will sie in Thailand umedüst (kiss to you!)) und i hends uh lustig debi gha, bitzli uf die bede ufdspasse und ihre Flash mitdserläbe, isch uh grölig gsi!