ADHS Ernst oder ein Witz?

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Fallen Angel 3
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

Oder ist es einfach so dass ich wierklich nur ein sehr extremer gefühlsmensch bin und ein bisschen labil?
allein schon dass du diese frage stellst, deutet für mich darauf hin, dass du mit der diagnose der psychologin nicht ganz einverstanden bist, obwohl in der erklärung zum thema adhs teilweise ähnlichkeiten zu deiner "situation" finden konntest.
könnte das allenfalls daran liegen, dass diese beschreibung der "krankheit" adhs derart allgemein gehalten ist, dass so ziemlich jedem menschen adhs diagnostiziert werden kann?
meiner ansicht nach - egal für welchen weg du dich entscheidest: den der pharmaindustrie, den der indigo-anhänger, oder für deinen eigenen weg - ist es wichtig dass du dir stets bewusst bist, dass du ein mensch bist, und als solches diversen gefühlen, gedanken und stimmungen unterworfen, die einerseits biologisch "hergestellt" werden (stoffwechsel etc.) andererseits aus dem was du bist (dein charakter, dein wesen) und erlebst, geformt wird. menschen weinen, lachen, sind traurig, glücklich, lustig, verrückt, wahn-sinnig, verständnisvoll, mitfühlend, arrogant, wütend, gemein, lieb, fürsorglich, grössenwahnsinnig, selbstlos, ängstlich, mutig, verwirrt, konzentriert, unkonzentriert usw usw. - und zwar alle. alles. nur meist nicht alles gleichzeitig.

du möchtest wissen, was wir von adhs denken, die frage kann ich dir beantworten, aber interessanter wäre es vermutlich für dich, wenn du herausfindest, was DU darüber denkst. ;)
Das was wir brauchen, das was wir geben - das sind wir.
Waldbewohnerin
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Waldbewohnerin »

Fallen Angel 3 hat geschrieben:
Oder ist es einfach so dass ich wierklich nur ein sehr extremer gefühlsmensch bin und ein bisschen labil?
allein schon dass du diese frage stellst, deutet für mich darauf hin, dass du mit der diagnose der psychologin nicht ganz einverstanden bist, obwohl in der erklärung zum thema adhs teilweise ähnlichkeiten zu deiner "situation" finden konntest.
könnte das allenfalls daran liegen, dass diese beschreibung der "krankheit" adhs derart allgemein gehalten ist, dass so ziemlich jedem menschen adhs diagnostiziert werden kann?
meiner ansicht nach - egal für welchen weg du dich entscheidest: den der pharmaindustrie, den der indigo-anhänger, oder für deinen eigenen weg - ist es wichtig dass du dir stets bewusst bist, dass du ein mensch bist, und als solches diversen gefühlen, gedanken und stimmungen unterworfen, die einerseits biologisch "hergestellt" werden (stoffwechsel etc.) andererseits aus dem was du bist (dein charakter, dein wesen) und erlebst, geformt wird. menschen weinen, lachen, sind traurig, glücklich, lustig, verrückt, wahn-sinnig, verständnisvoll, mitfühlend, arrogant, wütend, gemein, lieb, fürsorglich, grössenwahnsinnig, selbstlos, ängstlich, mutig, verwirrt, konzentriert, unkonzentriert usw usw. - und zwar alle. alles. nur meist nicht alles gleichzeitig.

du möchtest wissen, was wir von adhs denken, die frage kann ich dir beantworten, aber interessanter wäre es vermutlich für dich, wenn du herausfindest, was DU darüber denkst. ;)

Ob ich einverstanden bin mit der diagnose weiss ich nicht weil ichnie daran geglaubt habe. ich weiss nur dass ich probleme habe und jemand sagt mir entlich wiso weil ich immer wieder versucht habe mich in den griff zu bekommen und nicht immer gleich loszuweinen oder auszurasten oder was auch immer und es doch nie geschaft habe und dann weiss mann nicht mehr was man denken soll auf der einen seite will man hilfe auf der anderen weiss mann nicht was mann will
Ich habe in den lezten 3 Tagen 3 Bücher und etweilige von Internetseiten verschlungen und habe wirklich viele übereinstimmungen gesehen die zum teil auch wirklich normal bei menschen sind doch bei mir einfach viel extremer so dass es mich wirklich auch einschränkt!
was ich einfach weiss ist dass ich mich nicht mid medis vollpumpen will.....
Ich danke euch für eure antworten die mir wirklich weitereholfen haben.
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damiana
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von damiana »

Ich hatte vor einigen Jahren auch die Diagnose ADS. Ich bin ein 53 jähriger Grossvater. Etwa 2 Jahre lang nahm ich Ritalin. Das half die Agrressionen zu kontrollieren, hat mich aber nicht weiter gebracht. Ich glaube nicht das ADS eine Krankheit ist. Es gibt verschiedene Menschen mit verschiedenen Begabungen. Nimm dich an wie du bist! Nur weil du besonders anders bist, bist du doch nicht Krank!

Du bist einzigartig und wundervoll!
Lebt!! als Kinder des Lichts! Rabbi Sha-ul
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von bestia_climae »

finde ich toll, was damiana geschrieben hat.

ich denke, wenn man mit der 'diagnose' ads/adhs einem job im büro oder ähnlichem nachgeht, kann ritalin evtl. schon helfen, die eigene konzentrationsfähigkeit zu fördern, aber es ist kein medikament, dass die symptome oder folgen dieser 'krankheit' lindert oder bekämpft. wahrscheinlicher ist, dass ritalin ein suchtrisiko in sich birgt, aufgrund der amphetaminderivate, die im ritalin enthalten sind... wenn man seine konzentrationsfähigkeit/aufmerksamkeit anders zu kontrollieren weiss, dann lieber auf diese art als mit ritalin oder anderen ähnlichen präparaten. naja, bleibt jedem selber überlassen, wie mensch mit seinen 'macken' umgeht ;)

stay as you are.
Ewig starr an deinem Mund zu hangen, wer enthüllt mir dieses Gluthverlangen?
Wer die Wollust, deinen Hauch zu trinken,
In dein Wesen, wenn sich Blicke winken, sterbend zu versinken?


Was ich ohne Dich wäre, ich weiss es nicht - aber mir grauet,
Seh' ich, was ohne Dich Hundert' und Tausende sind.


Das ist eben das wahre Geheimnis, das Allen vor Augen liegt,
Euch ewig umgibt, aber von Keinem gesehen.


Keks? ^^ ...amphiphil!

Und bitte, bitte, schaut doch nicht derart ungläubig drein,
Wenn ich euch doch sage, dass Lysergsäurediäthylamid weder meine Zunge benetzte noch meinen Geist umwarb...
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Alephdesign
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Alephdesign »

Lieder wieder mal nur in Englisch:

The Drugging of our Children

In the absence of any objective medical tests to determine who has ADD or ADHD, doctors rely in part on standardized assessments and the impressions of teachers and guardians while the they administer leave little room for other causes or aggravating factors, such as diet, or environment. Hence, diagnosing a child or adolescent with ADD or ADHD is often the outcome, although no organic basis for either disease has yet to be clinically proven. Psychiatrists may then prescribe psychotropic drugs for the children without first without making it clear to parents that these medications can have severe side-effects including insomnia, loss of appetite, headaches, psychotic symptoms and even potentially fatal adverse reactions, such as cardiac arrhythmia. And yet, despite these dangers, many school systems actually work with government agencies to force parents to drug their children, threatening those who refuse with the prospect of having their children taken from the home unless they cooperate.

In Lak'ech

Tone: 1 - Unity
Sun Sign: NIGHT (AKBAL)
(6th Night of Planetary cycle)

KIN 241 - Red Resonant Dragon

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http://www.gaiamedia.org
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Fallen Angel 3
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

ich übersetz das mal

Kinder unter Drogen setzen

Da es keine objektiven medizinischen Tests gibt, um zu bestimmen, ob jemand ADHS oder ADD [ADS nehme ich an] hat, vertrauen die Ärzte auf standardisierte Assessments [Anhörungen] und die Eindrücke von Lehrern und Sorgerechtsinhabern. Dabei werden anderen Gründe, wie zum Beispiel Diät [ungesunde Ernährung] oder Umfeld [evtl. auch Umwelt], nur wenig Bedeutung beigemessen. Und so ist ADHS/ADS oftmals das Resultat, das den Kindern und Jugendlichen diagnostiziert wird, obwohl der klinische Beweis einer organische Ursache für eines dieser Leiden bis heute nicht erbracht wurde.
Psychiater können dann Psychotropische [?] Drogen verschreiben, ohne zuerst die Eltern darüber aufzuklären, dass diese Drogen massive Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Kopfweh, psychotische Symptome, und potentiell sogar "adverse reactions", wie zum Beispiel "cardiac arrhythmia" [?].
Ungeachtet dieser Gefahren, arbeiten viele Schulen eng mit Regierungsstellen zusammen, um Eltern dazu zu zwingen, ihre Kinder unter Drogen zu setzen, und den Eltern mit der Aussicht zu drohen, dass ihnen die Kinder von zu Hause weggenommen werden, wenn sie nicht kooperieren.
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Alephdesign
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Alephdesign »

@FA3 - danke für das überburzeln ins Deutsch :-)

Hier noch ein Buch zum Thema:

The ADHD Fraud - How Psychiatry Makes "Patients" of Normal Children , Fred Baughman MD
http://books.google.co.uk/books?id=3R4X ... t&resnum=6
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Melliandra »

Hm... schwirigs Thema. ich dänke es isch wichtig für dich, dass du use gfintsch oder devo überzügt bisch,
dass du die Chrankeit hesch, oder ebe nid. Es gid ganz viel ander Behandligsmethode für Lüüd wo ADS händ.

Du bisch scho gnueg alt (dänke bimene Chind isch das anderscht), um das chöne z'begriefe und wens muess
sie au en Terapie chasch mache, resp. Sache chasch usprobiere, wo der viellicht hälfed, au wens am Afang
müehsam werdet sie.

Ritalin würd ich nur näh, wenn du muesch starchi Leischdige erbringe. Will ja ich will das niemertem vorhalte
aber wer D konsumiert, dem chan Ritalin au nid meh schade, aber es sell gezielt i gsetzt werde und nid
eifach jede Tag es Tablettli.

Wichtig isch, dass du dich nid verlüürsch und immer weisch wer du bisch. Au wenn du die "Chranked" setch
ha, so wie du bisch, bisch du einzigartig und hesch sicher viel Sache a dier wo eifacht grossartig sind. =o)

Bi Chind find ich das Thema sehr schwer... mini Mam isch Heilpedagogin und hed sich lang mit dem Thema
befasst. Sie seid au das es ganz viel Wäg gid, dene Chind z'hälfe dass es ebe au ohni Ritalin gad. Es gid
aber au Fäll, wo das nümme gad. Es isch schwär bime Chind, das no nid sälber chan säge, das isch sbeschte
für mich. Entweder weiss es das nid, oder es wird nid erscht gno.

Drum dänki Ritalin isch nid grundsätzlich schlächt, wie alli Medikamänt und Droge nid, aber mer muess eifach
sehr vorsichtig a das ane gah und sich au bewusst sie, was mer macht.

Öb du die Chranked hesch oder nid, wenns der besser gad mit dem Wüsse und es hilft dier was z'ändere, wenn
das willsch, denn isch das doch guet. =o) Wenn aber seisch nei ich bin ich und das isch nid en Chranked, denn
isch es besser wenn nid glaubsch dass es hesch. =o) Was dier meh hilft, dass es dier wieder besser gad (fals
der schlächt gad) das sett mer doch mache oder ah näh.

Just my 2 cents
*poink*
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Amanita
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Amanita »

Ich han letschti gläse, 30 (?) Minutä pro Tag mit sim Chind i dä Natur go spazierä, wür i hälfä.

Nur welli Elterä machet das hüt no?
Ich ha jewils meh als 30 Minutä verussä verbrocht, aber ich bin au es Landchind :-).
lg Amanita ૐ

Das Wirkliche ist ebenso zauberhaft, wie das Zauberhafte wirklich ist. (Ernst Jünger)

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Toast
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Toast »

Ich würde dir ans Herz legen, genauere Abklärungen zu machen und sich nicht "nur" auf eine Diagnose eines Psychiaters zu verlassen. Eine seriöse AD(H)S-Abklärung besteht nicht nur aus Sitzungen bei einem Arzt, der dir Bücher empfiehlt und Pillen verschreibt. Wichtig ist mal zu eruieren, wie ausgeprägt bei dir diese Krankheit ist (wenn dem denn tatsächlich so ist) und wie sie dich im Alltag einschränkt... Wenn du eine gute Adresse hierfür möchtest, schreib mir einfach eine PM.

Bei mir wurde POS (Psycho Organisches Syndrom, heute AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom, das "H" steht für Hyperaktivität) im Alter von etwa 10 Jahren diagnsotiziert. Ebenfalls hatte ich eine Intoleranz gegen Phosphat, welche mich extrem agressiv machte. Eine Diät hat sofort Besserung gebracht. Ich bekam für eine kurze Zeitdauer ein Methylphenidat-Präparat (Amphetamin-ähnliche Substanz) verschrieben, welche ironischerweise meiner Hyperaktivität und Konzentrationslosigkeit entgegenwirkte und mich im sozialen Umgang mit Mitmenschen entlastete- und somit erst eine Therapie ermöglichte. Damals hiess es, dass POS mit der Pubertät "verwächst". Heute weiss man, dass dem nicht so ist, und dass die Krankheit noch bis ins Erwachsenenalter getragen wird. Als ich das nach 24 Jahren erfur, entschied ich mich selbst für eine intensivere Abklärung und eine psychologische (ohne Medikamente) Therapie; weil ich noch bis heute in vielen Belangen des Alltagslebens aussergewöhnliche Probleme habe. Das war nach Jahren eine meiner besten Entscheidungen!

Entgegen vieler Meinungen hier, ist AD(H)S nicht nur eine Modekrankheit, sondern kann den eigenen Alltag extrem einschränken. Emotionen und Eindrücke können vom Hirn nicht richtig "gefiltert" werden, sondern prasseln voll auf einem ein. Konflikte in zwischenmenschlichen Beziehungen können im Moment nicht richtig ausdiskutiert werden und man zieht sich zurück, um alles Erlebte erst mal verarbeiten zu können. Oder man reagiert enorm impulsiv und kann aus einer Mücke gleich einen Elefanten machen. Man wird sehr schnell von etwas abgelenkt (Alltagsgeräusche, Musik im Hintergrund, oder Gespräche am Nebentrisch). Arbeiten und Aufgaben werden nicht zuende geführt. Trotz genügend Schlaf fühlt man sich tagsüber müde und erschöpft. Chaotischer Haushalt. Kein Durchhaltevermögen. Drogenmissbrauch... Typische Symptome dieser Krankheit. Nebst einigen anderen. Ich bin auch auf dem Land aufgewachsen, war viel draussen und genoss eine gute Erziehung. Angesichts meiner "Leidensgeschichte", finde ich einige Aussagen hier im Forum irgendwie verletzend, obwohl ich versuche, Vorurteile und Unwissen - oder besser - Wissen, welches durch Medien vermittelt- und als "eigene Meinung über etwas" angeeignet wurde, nicht persönlich zu nehmen.
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

Meines Erachtens ist es eben gar keine Krankheit, sondern einfach eine Art zu sein.
Aber da diese Art zu sein, gesellschaftlich nicht anerkannt ist, muss man diese Abnormalität behandeln. Ich habe mich mein leben lang jeglicher Form psychologischer Beeinflussung erfolgreich aus dem Weg gegangen, und bin inzwischen der Ansicht, damit keineswegs schlechter zu fahren, als wenn ich meine Gefühle und Anpassungsschwierigkeiten an die Gesellschaft einfach mit Medikamenen überdecken würde. Meines Erachtens ist es einfach wichtig, seinen eigenen Weg zu finden, und nicht blindlings das zu tun, was Eltern oder Psychologen für den einzig richtigen Weg halten. Und glaube mir, von den Medien habe ich diese Meinung ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil... wenn das was ich bin, und wie ich lebe, und wie ich fühle krank sein soll, dann bin ich eben krank. Das ist mir lieber als "gesund" zu sein. Gesund nach Ansicht einer von sich aus völlig kranken Gesellschaft. So gesehen.
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Toast
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Toast »

Na gut. Wenn das dein Weg ist, und du damit gut fährst, ist doch alles in Ordnung.

Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass mir die Gespräche mit meinem Psychologen gut tun. Psychologen arbeiten übrigens alle ohne Medikamente. Ich werde weder an ein Bett geschnallt und mit Elektroschocks behandelt, noch werden mir gegen meinen Willen Pillen verabreicht *g*. Das sind Szenen aus schlechten B-Movies. Vielleicht sollte ich einfach wieder mal Drogen fressen und alles wird gut. Oder mir einmal mehr eingestehen, dass ich doch ein Indigo-Kind bin... Letztere Beispiele haben meine Probleme im Leben, trotz intensivem Arbeiten an mir selbst, aber nicht gelöst. Gezielte Gespräche mit Fachpersonen jedoch schon. Jedenfalls liessen sich so einige Probleme aufarbeiten, ich komme meinem Wesen und dem und was ich bin Schritt für Schritt näher.

Tja und die kranke Gesellschaft... die wird mir bei meinen Problemen bestimmt auch nicht weiter helfen. Was andere für mich gut finden schon gar nicht. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte, von der ich vielleicht später erzählen werde (?)
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

Gezielte Gespräche mit Fachpersonen jedoch schon. Jedenfalls liessen sich so einige Probleme aufarbeiten, ich komme meinem Wesen und dem und was ich bin Schritt für Schritt näher.
ich möchte nicht in abrede stellen, dass ein gutes gespräch hilfreich sein kann, um probleme auzuarbeiten. es kommt vielleicht noch drauf an, was für probleme. und wer definiert, dass es ein problem ist. bzw. wie definiert sich problem? und was ist ein gutes gespräch? mit wem? und worüber?
diese fragen zu beantworten, kann sicherlich hilfreich sein, um nun ja, weiter zu kommen.
von der indigo kind definition um probleme zu lösen, halte ich ähnlich viel wie von der idee dass man nike kleider kauft, um sich besser zu fühlen.
was jedoch nicht heisst, dass es nicht leute gibt, die man als indigo kinder bezeichnen könnte. ich glaub nur nicht, dass jeder eins ist, wo in mathe schlecht ist. ;)
noch werden mir gegen meinen Willen Pillen verabreicht
das ist vermutlich der schlüsselsatz in deiner erfahrung. solange du etwas tust, aus überzeugung, dass es dir hilft, weil du andere wege schon probiert hast, und damit keinen erfolg hattest, wenn dich niemand dazu zwingt, und es deine eigene, freie entscheidung ist, pillen zu nehmen.
dann ist das etwas anderes, als wenn - wie in dem text den alephdesign gepostet hat - die eltern von zehnjährigen dazu gezwungen werden, ihren kindern das zu verabreichen.

und was mich persönlich angeht... naja ob ich "gut" damit fahre, lässt sich vermutlich erst im nachhinein feststellen, wenn ich gestorben bin, oder 89 und meine memoiren schreibe. im grossen und ganzen ist es ein ewiges auf und ab, und es gibt unzählige leute, die irgendwann nicht mehr bereit sind, da mitzumachen. (aso kollegen die irgendwie finde, sie sähen keinen fortschritt). ich selbst sehe jedoch durchaus fortschritt. ich selbst kenn mich (meine lebensgeschichte) auch etwas besser, als die meisten anderen leute.

für mich gibt es keine art zu sein, die einer anderen art zu sein, überlegen ist. wenn jemand wenig durchhaltevermögen (nur ein beispiel) in irgend einem bereich seines lebens hat, so ist das halt je nach dem einfach sein wesen. muss jede/r alles immer können? perfektionswahn würde ich der gesellschaft hier attestieren, wenn ich ihr arzt wär. naja, kompliziertes thema, das mit der gesellschaft. passt eigentlich nicht wirklich hier rein.

so gesehen halt ich jetzt mal meinen rand. ^^
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Melliandra
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Melliandra »

@Toast

Danke dass du dich hier zu Wort gemeldet hast. =D> Wenn ich was verletzendes geschrieben habe tut es mir leid.
Du hast recht, ich habe diese Krankheit nicht. Ich weiss nur, dass sich meine Mam sehr damit beschäftig hat und
weiss ein bisschen von ihr, dass es eben ganz sicher eine Krankheit ist.

Es ist ein sehr schwieriges Thema. Ich weiss was zB. Amanita meint. Es ist sicher so, dass es Kinder in unsere
schnelllebigen Gesellschaft nicht einfach haben und somit sich die Aufmerksamkeit erkämpfen müssen. Das ist
dann im ersten Moment ähnlich wie die Krankheit AD(H)S. Ich denke aber, wer die Krankheit wirklich hat, dem
hilft es nicht 30min pro Tag in den Wald zu gehen.

Die Krankheit gibt es im übrigen schon lange. Wer mag sich an die Geschichte, vom Strubelpeter erinnern?
Oder an den Hans-guck-in-die-Luft? Das sind alles Geschichten, von "Menschen" die diesem Aufmerksam-Defizit
erleiden.

Danke dir nochmals Toast, dass du dein Geschichte geschrieben hast.
*poink*
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Melliandra
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Re: ADHS Ernst oder ein Witz?

Beitrag von Melliandra »

Fallen Angel 3 hat geschrieben:für mich gibt es keine art zu sein, die einer anderen art zu sein, überlegen ist. wenn jemand wenig durchhaltevermögen (nur ein beispiel) in irgend einem bereich seines lebens hat, so ist das halt je nach dem einfach sein wesen. muss jede/r alles immer können?
Es geht aber darum, dass die Person das gerne möchte, aber nicht kann. Wenn du gerne spanisch lernen möchtest, dann gehst du auch in einen Kurs
und sagst nicht, das ist nun mein Wesen, dass ich nicht spanisch kann. =o)

Es geht ja nicht (nur) darum, dass man die Leute gesellerschaftsfähig machen will, sonder die Kinder oder Erwachsenen wollen dies ja selber. Wenn du
dauern die Hausaufgaben vergisst, zu spät in die Schule kommtst, weil du lieber einer Ameise gefolgt bist, weil die einfach da war in dem Monent, wenn
du immer gleich wütend wirst und das gefühl hast alles ist gegen dich, um danach ein schlechtes Gewissen zu haben, und dich wieder schlecht fühlst. Ich
glaube da bist du froh, wenn jemand einen Tip hat, wie du das besser kontollieren kannst. Klar kann man sagen, jaja lauf du der Ameise nach, aber das wollen
die meisten gar nicht. Die Kinder die meine Mama "betreut" sagen immer, ihr grösster Wunsch ist es, einmal normal zu sein. Klar was ist normal? Egal was normal
sein heisst, das Kind möchte es sein und da kann man noch lange sagen, hej du bist so super wie du bist und lass dich nicht in ein Schema drengen, sei einzigartig.
Kinder möchten einfach so sein wie alle andern auch.

Und bei Erwachsenend? Da Fragst du besser Toast. =o)

Ist ganz klar, es wird Missbrauch betrieben mit dem ganzen. Ich sage nicht, dass alles heilig ist. Nur hier in der Schweiz, sind wir noch weit weg von Amerika und
hoffendlich intressieren sich die Eltern hier noch ein bisschen mehr für ihre Kinder.
*poink*
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