Om-Symbol und Goapartys

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kaidun
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von kaidun »

ich finds einfach schwierig in einer reinen konsumgesellschaft (nicht drogen, güter) mit
solch hohen anforderungen, tonnenweise stereotypen, viel zu hohen stressfaktor u.s.w,
solch tolle ideen oder religionen zu leben...
selbstverständlich ist es nur empfehlenswert. nur an goapartys wirds schon fast arogant und irgendwie
götzenhaft..
u.s.l.

Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von u.s.l. »

Capablanca hat geschrieben:
u.s.l. hat geschrieben:ich denke, es ist eine art illusion, zu denken, man könnte jemals einz sein mit dem kosmos.
vielleicht ist es auch eine illusion, dass man es nicht ist.
wenn dem so wäre...wäre ich jederzeit mit angelina verbunden...und dies bezweifle ich innig :-(
u.s.l. hat geschrieben:vielmehr gründet dieses all-ein-sein auf der eigenen empfindung.
Capablanca hat geschrieben:was ist denn nicht eigene empfindung?
angelinas? ;)
Capablanca

Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Capablanca »

u.s.l. hat geschrieben:
Capablanca hat geschrieben:
u.s.l. hat geschrieben:ich denke, es ist eine art illusion, zu denken, man könnte jemals einz sein mit dem kosmos.
vielleicht ist es auch eine illusion, dass man es nicht ist.
wenn dem so wäre...wäre ich jederzeit mit angelina verbunden...und dies bezweifle ich innig :-(
was bedeuten würde, dass es eine gute illusion wäre ... vielleicht sogar die beste ;)



mit verbunden- oder eins-sein könnte man auch die existenz eines absoluten geistes auffassen, was auch etwas ist, was das om-symbol ausdrückt. und seit jahrtausenden glaubt man, dass der mensch ein wesen ist, welches diese theoretische erkenntnis zumindest kurzzeitig erfahren kann. ob es denn in allen bisher geschehenen fällen eine illusion war? :-k

keine ahnung. hier geht es um die erläuterung von symbolen und ihrer verwendung und nicht um die erklärung der welt. wenn es eine absolute wahrheit der welt gibt, ist sie meiner meinung nach ohnehin nicht in worte zu fassen, sondern wenn überhaupt irgendwie erkennbar dann ausschließlich durch erfahrung - also wieder an epfindungen (perzeption, apperzeption) geknüpft.
Sven

Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Sven »

@kaidun: Mit sehr vielem gehe ich auch überhaupt nicht einig, was und wies an Goapartys läuft und gehandhabt wird. Ich habe deswegen aber den Schlater nicht, oder sagen wir mindesten noch nicht von "streben nach Selbsterfahrung, Verbundenheit, Einheit ect" auf "nur Spass" umgelegt. Da sind ein paar Dinge dich in meinem Herzen trage und leben möchte. Die paar Male die ich feiern gehe möchte ich diese gerne zelebrieren.

Persönlich scheint mir daran nichts götzenhaft zu sein. Meine Haltung als dies einzustufen liegt, wie die Bedeutung eines Zeichens, sicher auch ein wenig im Auge des Betrachters.
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kaidun
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von kaidun »

nun da hast du mich ein bisschen falsch verstanden..
Ich meine auf keinen fall, deine Meinung sei götzenhaft.. überhaupt nicht.
nur das zur schau stellen dieses symboles in diesem ausmass.
ich hab auch selber ein grosses intresse an der buddhistischen lehre
und verehre diese ideologie zu tiefst.
aber es ist halt doch sehr kontrovers
Fallen Angel 3
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Fallen Angel 3 »

naja... letztendlich hab ich an goas schon viele leute getroffen, die möglicherweise nicht wissen, worums beim buddhismus geht, dafür aber sehr weltoffen, freundlich, und liebevoll zu ihrer umgebung waren und sind. ich denke, buddha hätte das alles etwas lockerer gesehen. goas sind im vergleich zu einer welt, in der menschen nichts weiter darstellen als maschinen, halt trotzdem "anders" - auch und vielleicht sogar wegen den dunklen seiten, die es in dieser umgebung durchaus hat. ach ja das om zeichen kommt, soweit ich weiss aus dem hinduismus, aber da der buddhismus ja irgendwie aus dem hinduismus kommt, spielt es wohl nicht so eine grosse rolle. jedenfalls sollte man nicht vergessen, es gibt auch neben shiva auch noch kali und beide haben sehr viel mehr tiefgang als konformität, uniformität und flache denkstrukturen. kreativität wird nicht zuletzt auch durch deko genutzt, angespornt und wenn nicht, so ist es zumindest angenehm für den seelischen teil in uns.
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von kaidun »

welcher buddha denn, da gibts ganz viele.. aber nee, ist schon klar.
man darf als "europäer" einfach nicht das gefühl haben dass
der buddhismus oder halt der hinduismus nur ein bissche häppy hippo und gemütliches
beismmen sein ist..
einer der ersten schritte währe wohl der verzicht.. und somit keine partys, schon gar keine drogen,
kein sex kein..., kein... und noch viel viel mehr..
aber what ever.. schlussendlich sollte es einen glücklich machen.

würde mich aber echt mal interessieren was ein buddhistischer mönch zu solchen party sagt..
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Cherokee
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Cherokee »

einige buddhistische grundgedanken sagen mir durchaus zu. aber eben genau das mit dem
kaidun hat geschrieben:verzicht
ist mir zu extrem, diese asketische haltung. irgendwie stimmt es für mich nicht, dass man lustvolles auslässt, sich stets in enthaltsamkeit übt. sex ist geil, gutes essen schmeckt und partys machen spass (auch wenns nicht bloss um den spass geht, sondern auch darum, etwas daraus zu lernen, partys sind übungsfeld für praktische psychologie... /bigs ). es mag durchaus interessant sein, sich einmal zwei wochen lang in einen wald zurückzuziehen ohne etwas zu essen, auf sich selbst gestellt, um zu erfahren, um auf diese weise an grenzen zu kommen. aber auf dauer... würde mir da was fehlen. und deshalb denke ich nicht von mir selber, dass ich einfach noch zu wenig an mir selbst gearbeitet habe (natürlich ist das so, aber das sehe ich an anderen dingen... ich gedenke nicht, mich irgendwann so enthaltsam zu verhalten wie ein buddhistischer mönch und betrachte das auch nicht als erstrebenswert...).
nur so kurz zum thema verzicht /happy
Capablanca

Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Capablanca »

Cherokee hat geschrieben:irgendwie stimmt es für mich nicht, dass man lustvolles auslässt, sich stets in enthaltsamkeit übt. [...] betrachte das auch nicht als erstrebenswert...
natürlich stimmt das für dich (bzw. für die meisten von uns) nicht, denn du gehst ja fest davon aus, dass dass ich existiert. das leben gründet sich deshalb auf besitz, begierde, genuss und spaß (unter anderem), was alles ein ich voraussetzt. im buddhismus geht man davon aus, dass das ich bloß eine vorstellung und nichts von dauer ist. nimm mal für einen augenblick an, dass dein ich, das also, was du dir darunter vorstellst, eine art lüge bzw. täuschung wäre. gäbe es dann überhaupt noch realen verzicht?

verzicht kann es nur geben, wenn es ein ego bzw. ein ich gibt, das auf etwas verzichtet. wenn das ich nicht real ist, ist auch der verzicht nicht real. die praxis der buddhistischen mönche ist eine meist vorübergehende schule, um ein leben zu erlernen, ohne den bezug auf das eigene ego. man opfert sich als mönch für die gemeinschaft, die menschen, die tiere und sogar die umwelt auf (mitgefühl ist z.b. hier ein wichtiges prinzip [m.e. wirklicher als die christliche vorstellung der bedingungslosen liebe]) und versucht eine ganzheitliche sicht der welt zu entwickeln. diese lebensweise beschleunigt - der theorie nach - zusammen mit der meditation die buddhistische vorstellung der befreiung (ich/ego-lose erfahrung) und erleuchtung (erkenntnis der natur des geistes).

der historische buddha hat zudem asekese abgelehnt. sex ist im buddhismus nicht verpönt und die familie wird bejaht.
Fallen Angel 3
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Fallen Angel 3 »

ich glaub beim verzicht geht es um folgendes: während man lebt, hat man je nach charakter oder "typ" unterschiedlich viele begierden - diese sind nicht per se schlecht, sie können jedoch oftmals mitbestimmen, was man in seinem leben erleben will und/oder wird. wenn man sich also einmal für eine weile oder auch länger bewusst dagegen entscheidet, den begierden nach geilem sex, geilem spass, geilem essen nachzugeben, wird man nicht weiser oder so, aber man wird sich allenfalls während dieser zeit ein bisschen klarer drüber, was man eigentlich wirklich will. zum beispiel ist es ja häufig so, dass wenn eine beziehung endet, dass der eine oder beide für eine weile keine neue partnerschaft eingehen möchten, allenfalls sogar, obwohl die möglichkeit dazu besteht, einerseits wegen der verarbeitung andererseits vielleicht auch, um einfach darauf zu verzichten. weiss nicht ob das beispiel wirklich so gut passt, aber ich muss jetzt arbeiten. O:)
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Cherokee
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Cherokee »

@ capa: wenn jemand davon ausgeht, dass ein ich existiert, gründet sein leben deshalb gezwungenermassen
Capablanca hat geschrieben:auf besitz, begierde, genuss und spaß
?

einerseits sehe ich auch die verbindung zwischen allen lebewesen, allen steinen, dem wasser, dem wind, der sonne und dem mond, die einheit des ganzen. sowohl auf spiritueller, wie auch auf biochemischer und physikalischer ebene. andererseits erkenne ich individuen (wieder sowohl spirituell, als auch auf naturwissenschaftlicher ebene), deren handeln zwar bis zu einem gewissen masse selbständig erfolgt, aber dennoch die gesamtheit beeinflusst, was wieder zum grossen ganzen führt. dennoch sind es individuen. in der regel bin ich mir meiner eigenen grenzen im alltag bewusst, ich glaube, meinen körper zu bewohnen, ich spüre meine hand, wenn sie eine andere berührt, ich fühle den stoff der kleidung auf meiner haut. ich bin froh darum, dieses ich im allgemeinen zu spüren, denn ich kenne auch die äusserst lehrreichen zustände des aufgelösten ichs, des körperlosen. wir sind menschen, auch wenn es nur biologisch so ist. und als menschen haben wir bestimmte grundbedürfnisse und das ist völlig normal so. nach einiger zeit ohne trinken verdursten wir. ebenso ist es mit dem hunger. dass sex lustvoll ist (oder sein kann), ist ein trick der natur, das überleben zu sichern, dient also eigentlich der reproduktion. dennoch ist es eben lustvoll, weshalb auch immer. meiner meinung nach ist es wichtig, den boden unter den füssen zu spüren, sich seiner wurzeln bewusst zu sein, die umarmung der mutter erde zu spüren. wichtig als grundlage, um durchaus einmal das ich aufzulösen, abzuheben und zu fliegen. fehlt dieser halt, so ist es schnell passiert, dass wir im nirgendwo und irgendwo, in der luft oder wo auch immer in diesem ich-aufgelösten zustand verbleiben. spätestens nach einigen tagen wird das wohl eher... dafür gibt es keine worte, weil dann gefühle, emotionen verschwinden können. aber erstrebenswert finde ich diesen zustand auf dauer nicht. nicht für den alltag, nicht für das leben, nicht für soziale interaktion. i'm only a human being. verbunden mit allem, aber dennoch ich. selbst wenn es nur meine illusion ist, so ist es für mich doch für diesen moment meine eigene wahrheit.

p.s. behauptung: erleuchtung ist trotz ich-bewusstsein möglich.
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von kaidun »

es gibt keine eigene wahrheit..
es gint nur die komplette, einzige wahrheit..
und das hat nichts mit dir zu tun..
erleuchtung zu erlangen mit einem ich-bewustsein in dem sinn geht nicht.
wennschon ein "alle anderen"- bewustsein,
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Cherokee
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Cherokee »

das siehst du so. ich sehe es anders. somit haben wir zwei verschiedene wahrheiten. vielleicht ändern sich diese im verlaufe der zeit. aber sie sind in diesem einen moment, im jetzt, verschieden. auch das mit der erleuchtung habe ich anders erfahren. so macht jeder und jede seine eigenen erfahrungen. genau das macht uns zum individuum.
Capablanca

Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Capablanca »

Cherokee hat geschrieben:....
das was du geschrieben hast, widerspricht - bis auf eine sache - dem buddhismus nicht.

ich versuch das mal aus meinem verständnis heraus zu erläutern:
du redest von einer ich-auflösung, was einer ich-zerstörung gleich käme und das ist nicht so gemeint. die erfahrbare erkenntnis, dass das ich eine vorstellung ist, bedeutet lediglich eine zusätzliche sicht auf die welt, in der dein individuelles ich nicht absolut ist. das heißt, dass eine entsprechende vom ich/ego unabhängige erfahrung möglich ist, auch wenn diese erfahrung wieder in einem individuum stattfindet, was scheinbar einen widerspruch enthält.

dass man aber in der welt immer als individuum denkt, handelt und erscheint hat damit nichts zu tun. selbst ein befreites und erleuchtetes wesen verfügt über ein ich und individualität. dieses ich ist aber dann nur ein bezugspunkt, während es für gewöhnliche menschen wie uns alles ist, was wir haben. ohne das ich, würden wir den boden der existenz unter uns verlieren, deshalb ist es uns so wichtig. und wegen dieser vermeintlichen wichtigkeit entsteht sowas wie egoismus. es ist schwierig zu verstehen, dass es bloß eine vorstellung, nicht von dauer und an sich ohne bedeutung ist. deshalb haften wir an unsere individualität, unseren besitz und unseren wohlstand. wir meinen (jeder einzelne von uns), dass wir ein gottgegebenes recht auf genuss und spass haben. sobald jemand dieses recht in frage stellt, kämpfen wir trotzig dagegen an. das aber, was dagegen ankämpft, ist eben genau diese anhaftung an die eigene ich-vorstellung.

dass diese anhaftung jedoch ein kreislauf des leids ist und sich dem buddhistischem mitgefühl in die quere stellt, ist ein anderes kapitel im buddhismus.

es geht im buddhismus nicht darum, sich asketisch von allem fernzuhalten und einen genuss nicht als einen genuss und einen spass nicht als einen spass zu erleben. es geht lediglich um die überwindung der anhaftung. genuss bleibt aber genuss und spass bleibt spass.
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Re: Om-Symbol und Goapartys

Beitrag von Cherokee »

Capablanca hat geschrieben: die erfahrbare erkenntnis, dass das ich eine vorstellung ist, bedeutet lediglich eine zusätzliche sicht auf die welt, in der dein individuelles ich nicht absolut ist. das heißt, dass eine entsprechende vom ich/ego unabhängige erfahrung möglich ist, auch wenn diese erfahrung wieder in einem individuum stattfindet, was scheinbar einen widerspruch enthält.

dass man aber in der welt immer als individuum denkt, handelt und erscheint hat damit nichts zu tun. selbst ein befreites und erleuchtetes wesen verfügt über ein ich und individualität. dieses ich ist aber dann nur ein bezugspunkt,
einverstanden.
Capablanca hat geschrieben:während es für für gewöhnliche menschen wie uns alles ist, was wir haben.
nicht so sicher... wäre schade, wenn es so wäre...

p.s. ich-auflösung muss (so habe ich das zumindest erfahren) nicht gleich ich-zerstörung sein. im gegenteil. mir haben diese erfahrungen zu einem vielseitigeren verständnis verholfen, was mir geholfen hat, einige selbstzerstörerische prozesse zu unterlassen.
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