die christen sind da vielleicht etwas direkter und reden von erbsünde (apfelmännchen) und einem sündigen wesen im allgemeinen, während es bei den buddhisten halt anders genannt wird, aber die grundlage jeder religion, menschen schlecht darzustellen, und zu behaupten, es gäbe etwas, das besser wäre, als ihr sein, ihr handeln und auch ihr denken, kommt auch hier wieder zum vorschein. eine "wunderbare" methode um menschen zu bewerten. zu klassifizieren.
was wäre denn, wenn es gar keine erleuchtung gibt? wenn unser "ich" bereits alles hat, ist, und tut, was es nur kann, es IST bereits, weil es existiert. wenn es niemanden gibt, der mehr kann, mehr weiss, besser ist als der andere, abgesehen natürlich von lernstoffen, die je nach interesse und begabung sicherlich individuell unterschiedlich sind. aber nicht das ICH das sein an sich ist unterschiedlich, jeder ist das beste was er in diesem moment sein kann.
religionen haben die angewohnheit gewisse dinge vorauszusetzen, und da die meisten kulturen immer noch mit diesem aberglauben verbunden sind, überträgt sich das auch auf die gesellschaft, und wie die leute in ihr miteinander umgehen. die prämisse, dass die meisten leute eigentlich nicht wirklich erleuchtet (oder sündenfrei) sind, wird somit zum allgemeinen verhalten das die leute einander angedeihen lassen.
aber um es mal mit jesus zu sagen: was wenn all unsere sünden längst vergeben sind, das heisst, wenn es keine gibt?
oder um es mit buddha zu sagen, was wenn wir alle buddhavitas sind, und schon immer waren...
statt also einen "weg" zu gehen, und "etwas" erreichen zu versuchen - erleuchtung, das wahre ich, die bedingungslose liebe - einfach mal das hier und jetzt wahrnehmen, und jeden moment... naja... nehmen wie er grad kommt...





