also einmal hinter die ohren... das schadet vielleicht genauso wie täglich eins hinter die ohren. so eine ersterfahrung kann auch heftig einfahren.
der teppichklopfer am hintern musste ich auch solange erfahren, bis ich eines tages meinen hintern freiwillig hingestreckt hatte und das ganze lachend hingenommen hab. natürlich war das nicht zum lachen, aber durch die tatsache dass ich demonstrierte dass mir der klopfer künftig nichts mehr antun kann... war's dann auch nicht mehr attraktiv als erziehungsinstrument, und wurde fortan nur noch für das verwendet wofür es mal angeschafft wurde.
ob's mir persönlich schadete kann ich schwer beurteilen. aber auf jeden fall gibt es muster in der erziehung... und wenn man nicht bewusst genug lebt... lebt man diese muster allenfalls so weiter. im sinne ich hab's auch nicht anderst mitbekommen, und es hat ja auch bei mir funktioniert.
denke aber jeder handelt das alles anderst... da gibts womöglich keine allgemeinregeln die bei allen funktionieren.
ich stand da auch einmal mit meinem 2. sohn vor einigen problemen in einer seiner entwicklungsphasen. ich hatte dann so ein kleines spielzelt vom ikea gekauft, und wenn er sich wieder dementsprechend schwierig verhielt, musste er ins zeltchen gehen und durfte erst wieder herauskommen wenn sein wut vorüber war. mit der zeit merkte ich sogar, dass er gerne oder fast von alleine ins zelt ging... und danach konnte ich das zelt wieder abbauen.
kinder brauchen grenzen. manchmal denke ich ihr sinn liegt darin auszutesten wo diese grenzen liegen... und sind wir ehrlich... auch wir kennen unsere grenzen auch erst indem wir sie durchschreiten.
werden keine grenzen gesetzt aus der erziehung, holt sich das kind oder später als heranwachsender die grenzen selbst in der gesellschaft. diebstahl, demolation von nicht eigenen güter usw, usw.
aber mit grenzen setzen meine ich auch nicht die freiheiten einschränken. ich erinnere mich einmal als ich mit nem 2 jährigen kind in einer pizzeria war. kam ein generverter älterer mann und bat mich dass mein kind ruhig sein sollte, weil er auf der tischplatte geräusche machte. ich war da ziemlich überrascht, antwortete jedoch, dass ich das gerne ausrichten werde, ihm dies aber nicht verbieten werde, da dies ein famillienrestaurant sei, und die geräusche niemand am sprechen oder essen hindern sollten. der kellner hatte das gespräch mitgehört und bat mir gar seine hilfe an, falls dies eskalieren sollte bei dem mann.
und von lehrern welche jetzt kurz von der pension stehen, weiss ich einfach dass eltern heutzutage die erziehung am liebsten auch noch abdelegieren würden, resp. ihren kids zuwenig grenzen setzen.
heute morgen hab ich mit den kids den wochenplan gemacht, sie haben ja jetzt ferien. auf oberster stelle steht gamen (lego star wars)... wenns nach ihnen gänge, würden sie das am liebsten den ganzen tag und sofern sie noch nicht eingeschlafen sind, die ganze nacht lang machen. grenzen setzen heisst in diesem falle... ok gamen wir... aber höchstens 1h pro tag, ohne zusätzlichen medienkonsum.
dann kann man noch zusatzregeln einbauen... zb. uhr hinstellen... und wenn die spielkonsole nicht pünktlich ausgeschaltet wird von den kids selbst, gibts beim nächsten mal zeitabzug.
... und ja... werde womöglich auch noch weitere kids auf ihrem weg begleiten. schicke sie dann in dude's unterricht anstelle der normalschule
