Krieg und Frieden

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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von Leuchtherz »

es ist leider keine Schwachsinnige Tatsache das Menschen "abstumpfen". bei gewissen Tätigkeiten.
Der stumpfe Messervergleich fand ich noch gut. Wenn man einen Block hat indem 9 stumpfe Messer stecken, und man sticht ein schafes Messer hinein, werden nun die 9 stumpfen Messer scharf oder das eine Messer stumpf?
Zuletzt geändert von Leuchtherz am Do 8. Mär 2012, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von The Dude »

Xotix hat geschrieben:Usserdem isches denäbet en drohne als game zbezeichne, sry. Schwachsinnige verglich. Kei widerred @dude, das isch nöd s gliche. Auf isch d Army ned dr Gründer fu dem Genre. Das s us militär per gratis shooter uf jagd nach Rekrute macht, isch logisch. Isch ja öffentlich.

Ich ha nix fu virtueller Kriegsfüehrig behauptet. Dlüt spilet dGames ganz eifach, wels virtuell isch. Dezue chunt dass die meiste es ok findet, bösi lüt abzknalle. Was schlecht isch.
Ganz und gar nöd dänäbed... die Type hocked wi eine wo Counter Strike spillt a ihrer Chischte... isch also faktisch genau s'glich wi äs Game, nur das hald äs reins Game au rein virtuell bliibt... aber abxeh vodem isches sozäge identisch.. und dasch ja s'fragwürdige dra...

Aber Du easy, i ha grundsätzlich nüüt gäge Ballergames, solangs gnueg phantasievoll und unrealistisch sind ;) Bi früener sälber gern go schlirrge im UT... am liebste per Telefrag :D

Netti Erfahrig, aber mer häz relativ schnäll xeh... au wänns luschtig isch, wämers im Fässli hät ;)
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von Xotix »

Ich finds falsch, das zpauschalisiere. Wie au immer, es isch keis Game, ganz eifach, wels Real isch. Die Lüt wüsset das, gsend sich aber bestäätigt durch iri falschi ideologie. Sie möche ja was guets. Du chasch sege, das en Gamer evtl. eher sowas chan mache, aber ebe au nöd. Da er zimli sicher praktischi Pilote Erfahrig brucht und susch so seich. Usert er macht eine uf kamikaze...

Isch jede Zahleverdreher wo im Büro schaft korrupt? Isch ja faktisch s gliche.

Naja wie au immer, ich gib dir Recht das s Militär mit Shooter versuecht Lüt zrekrutiere und die Firmene sicher au unterstützed. So het Call of Duty mit irgendwlechne Militärs zemegarbeitet und sind biz go ballere demits es besser chönd code.

BTW: Ich bin kein hardcore game, game fasch nie, finds nur falsch, das in ein Topf zwerfe.
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von Leuchtherz »

Man wirft nicht etwas in einen Topf sondern man betrachtet aus welchem Topf es kommt.
Ob es beim einzelnen individuum verschieden stark wirkt ist nicht zu diskutieren aber auch nicht das es wirkt und das des für diese wirkung ursprünglich konzeptiert wurde. wenn man behauptet der einzelne mensch empfinde keine gefühle beim gamen dann sind ja emotionszombis am spielen, wenn man sagt es löst gefühle aus dann muss man zugestehen daa es die diversesten sein können, von freude bis leid und die verschiedensten wirkungen haben kann von konzentration bis abstumpfung.

Es ist bei weitem nicht das selbe ob ich in einem Panzer sitze und auf dem cyberbildschirm ein paar umrisse sehe zum "abknallen" oder ob ich jemanden auge in auge ein Messer ins Herz steche. da sind und werden "schwellen" der wahrnehmung umgangen die eigentlich die aufgabe hätten Grausamkeit zu verhindern.
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von Xotix »

Sicher, geb ich dir recht. Aber ein Baller game hat nichts mit einer Drohnensteuerung zu tun. Die Idee dahinter ist gleich (Krieg) aber sonst. Es kommt auch nicht aus dem gleichen Topf.

Naja, wie auch immer. Über Drohnen könnte man seitenlang Diskutieren. Ausserdem will ich hier diese Dinger nicht verteidigen, mir ist nur Differenzierung wichtig. Aber auch egal, ist nur ein Detail.
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nexus
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von nexus »

finde es gerade etwas merkwürdig, seit dem letzden treffen der politiker gab obama das ok israel mit neuen waffen zu beliefern, bunkerbrecher undso, doch unter der bedingung sie nicht einzusetzen dürfen bis nächstes jahr, wegen der wiederwahl, das geht doch nicht als friedensnobelpreisträger mehr leute in den krieg zu schicken als bush und dann die sache mitm iran.. hab auch mal mitnem iraner zusammen gearbeitet, als es kalbsbrustschnitte gab und er schon am kauen war wies ich darauf hin, gell weisch hät e schibe späck drum, dann ging er kotzen.
israel hat einfach "angst"
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von Leuchtherz »

nexus hat geschrieben:hab auch mal mitnem iraner zusammen gearbeitet, als es kalbsbrustschnitte gab und er schon am kauen war wies ich darauf hin, gell weisch hät e schibe späck drum, dann ging er kotzen.
gibt es eigentlich nicht in jedem Menschen "dogmatische" "Knöpfe", die man drücken kann und es einem danach "speiübel" wird?
welches dieser "Dogmen" ist richtig und welches falsch, gibt es diese Wertung überhaupt und sind diese Dogmen schon im Grundsatz in frage zu stellen?
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von The Dude »

und sind [...] Dogmen schon im Grundsatz in frage zu stellen?
Ja, sind sie, alle.
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von Leuchtherz »

The Dude hat geschrieben:
und sind [...] Dogmen schon im Grundsatz in frage zu stellen?
Ja, sind sie, alle.
:D bei wem? bei sich selbst? auch bei den anderen? und ist es nicht schon dogmatisch alle Dogmen in frage zu stellen, sowie keine Dogmen in frage zu stellen, oder sie nur ab und zu in frage zu stellen? welcher Grundsatz zu Dogmen ist richtig oder falsch, welcher ist dogmenfrei? ;)
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von The Dude »

Es braucht keine Dogmen, bloss gewisse Prinzipien :-D

Ps. Mach mi nöd fertig, sus isch dänn fertig Friede und äs git mal wieder chli Chrieg da ;)
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von Leuchtherz »

The Dude hat geschrieben:Ps. Mach mi nöd fertig, sus isch dänn fertig Friede und äs git mal wieder chli Chrieg da ;)
:dja nee, schon gut wollt ja nur fragen ;) hab jetzt verstanden... prinzipiell Prinzipien frei ;)
Zuletzt geändert von Leuchtherz am So 11. Mär 2012, 20:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von nexus »

nimmt man mal ein altes prinzip gebot: du sollst nicht töten. doch was die menschen damit anstellen von früher bis heute, ist es sehr wohl in frage zu stellen warum es prinzipien überhaupt gibt.
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von Leuchtherz »

nexus hat geschrieben:nimmt man mal ein altes prinzip gebot: du sollst nicht töten. doch was die menschen damit anstellen von früher bis heute, ist es sehr wohl in frage zu stellen warum es prinzipien überhaupt gibt.
:-k mmmh... wieso heisst es Gebot und nicht Verbot? weisen Gebote einfach auf "Konsequenzen" hin?
Das Gebot zB nicht zu töten... ganz dual gesehen ein paradox... ich "töte Pflanzen die ich dann esse oder ich töte mich selbst wenn ich sie nicht esse.
ist dieses Gebot nicht eher ein anzustrebendes Ideal? und ist das Paradox des Ideals nicht dies, das, wenn es erreichbar ist, dass es dann den Anspruch ein Ideal zu sein verliert?
Das "Leben" eben diese "Asynchronität" bedeutet? nur ein Ideal nicht erreichen zu können berechtigt mE nicht Leid zu verursachen und ihm keine Bedeutung mehr zu geben. Gebote bedeuten für mich besonders Achtsam zu sein wenn die Absicht verloren geht das Ideal anzustreben.
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von nexus »

:-k
ideal, musterbild, bedeutungsvolles urbild, sittliches vorbild, inbegriff der sehnsucht nach vollkommenheit; idealisieren heisst, ein unvollkommenes wirkliches in gedanken von seinen unvollkommenheiten befreien, etwas an der idee gemäss gestalten, wie es besonders die grossen dichter und künstler getan haben. ideale sind historisch bedingte, lebendige und wirksame hohe vorstellungen und ziele; sie können praktische kraft gewinnen. sie geben ein unentbehrliches richtmass der vernunft ab, die des begriffs von dem, was in seiner art ganz vollkommen ist, bedarf, um danach den grad und die mängel des unvollkommenen zu schätzen und abzumessen. dass ideale der wirklichen welt sich nicht darstellen lassen, wissen wir; wir behaupten nur, dass nach ihnen die wirklichkeit beurteilt und von denen, die dazu kraft in sich fühlen, modifiziert werden müsse
dann wäre vernunft das ideal, man stelle sich vor ein vernünftiger mensch.. moment was ist vernunft überhaupt? klar versteht jeder etwas differenziertes darunter, doch angenommen vernunft tötet nicht, stiehlt nicht, lügt nicht, liebt sein leben und das der anderen. denn wenn jeder mensch vernünftig wär, bräuchten wir auch keine gesetze, wie dass es verboten ist nach 22uhr im stehn zu pinkeln oder zu baden. wir bräuchten auch keine kriege mehr, villeicht wegen der angst, wirtschaftskollaps, stopt der waffenhandel, sehr paradox.
denke ist ansichtsache ob man das essen von pflanzen als töten betrachten kann, meist isst man ja nur die früchte die sonst eh irgendwann abfallen würden und einjährige pflanzen sind im winter dann auch tot ;)
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Re: Krieg und Frieden

Beitrag von Leuchtherz »

nexus hat geschrieben:dann wäre vernunft das ideal, man stelle sich vor ein vernünftiger mensch.. moment was ist vernunft überhaupt?
wo wir wieder mal bei Kant angekommen sind ;)
Immanuel Kants Grundgesetz der reinen praktischen Vernunft hat geschrieben: „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“
ich spinne den Gedanken weiter... ;)
ich stelle die Frage ob das Ganze "System" nicht "vernünftig" ist? ist dieses total vernetze sich selbst regulierende und optimierende system nicht "reine Vernunft"?
also gäbe es die "Gesetzgebung" von "Aussen" auch. wie will man also eine Maxime des eigenen Handelns als allgemeine Gesetzgebung bestimmen wenn man sich mit den anscheinenden geltenden "vernünftigen" Gegebenheiten nicht auskennt, ja sich von der Natürlichkeit "absondert"?
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