satropa hat geschrieben:
Mit der Wut auf Amerikaner oder Moslems ergreift man indirekt Partei. Diese Haltung führt zu nichts als weiterem Hass und respeklosen, menschenverachtetem Verhalten.
da stimme ich dir zu. doch eine kritische haltung finde ich nötig, um die dinge aus einem grösseren blickwinkel betrachten zu können.
ich verstehe nicht, wieso den opfern des 11.september mehr beachtung entgegengebracht wird als den kriegsopfern in tschetschenien oder kambodia, afganistan oder irak. dass die verhältnismässigkeit hier fehlt, hängt wohl mit dem medieneinfluss zusammen.
ich finde es schön, wenn die menschen mitfühlen. schön wäre es, wenn sie das auch für die täglichen zehntausenden von hunger- oder kriegsopfer tun würden, ohne dass sie den input von den medien vorgesetzt bekommen. aber das erfordert den willen, sich aus eigenem antrieb über die zusammenhänge zu informieren und sich nicht vom äusseren schein täuschen zu lassen.
aber manchmal kommt es mir vor, als wären die menschen froh über katastrophenmeldungen, weil sie dann endlich wieder einmal wissen was sie fühlen sollen. weil sie eine öffentliche legitimation dazu haben, trauer und schmerz zu empfinden.
und wie psymläeon treffend geschrieben hat, bei fällen wie dem 11. september braucht man dabei auch kein schlechtes gewissen zu haben.
in diesem sinne gedenke ich allen menschen auf dieser erde, den lebenden und den toten, auf dass wir irgendwann bereit sind aus unseren fehlern zu lernen und eine aufeinander acht zu geben.