Kämpfen

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Leuchtherz
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Re: Kämpfen

Beitrag von Leuchtherz »

@candy bist Du Dir sicher das Du die richtigen ansprichst? denkst Du nicht auch. dass wir uns immer dagegen auflehnten wenn andere als Schafe, VTler usw bezichtig wurden und es selbst vermieden, andere Persönlichkeiten zu betiteln, sondern versuchten über die Meinung zu diskutierten und nicht über die Persönlichkeit des Einzelnen?


@Ed Kampf und Handlung scheinen mir eher Dein Thema zu sein ;) vielleicht ist es sogar so, dass das Handeln nicht mein Ding ist. vergiss es aber, dass Du mich durch Deine provokationen eines besseren belehrst. da müsste schon mehr positive Energie durchkommen damit ich einsehe das Handeln, so wie Du es selbstverherrlichend praktizierst, mir mehr Sinn im leben gäbe. Sei ein Vorbild und dann geschiet alles von selbst und was nicht geschiet soll nicht sein.

man selbst ist immer das, was andere nicht sind, und weil man das ist, sind auch die anderen so wie sie sind. also könnte man auch froh darüber sein, dass andere das sind, was sie sind, damit man es nicht selbst sein muss ;)


@Sven
Urteilen, Werten usw... alles kein Problem... wenn man bei der "Sache" bleibt, bei der "Meinung"...

ich habe manchmal das Gefühl das man hier nicht begreift das man Meinungen , werten und beurteilen kann. nicht aber Personen die diese Meinung vertreten.
Viel wird auf die persönliche Ebene gegangen. Weil Du diese Meinung hast bist Du XYZ. Wenn man sagt ich find Deine Meinung "scheisse" dann sagt man noch lange nicht ich find Dich "scheisse". Aber so "Titel" sagen nicht das man die Meinung nicht gut findet sondern die Person die dahinter steht.
und eigentlich stellt das nur ein Zeugnis aus wie fest man sich mit seiner eigenen Meinung identifiziert, das man denkt, das man selbst seine Meinung sei, als hätte man das Leben lang die selbe Meinung. Und deshalb wird es auch vielfach als persönlicher Angriff empfunden wenn man jemandem sagt ich find Deine Meinung schlecht. Es ist aber nicht das Problem des Meinungkritikers das sich jemand mit seiner Meinung identifiziert als wäre sie die krumme Nase im Gesicht, ein Makel, für den man nichts dafür kann und es nichts zu bemängeln gibt.

man sollte sich also vor auge führen, das meist wenn man so assoziationen macht man mühe hat den anderen zu be-greifen und ihn durch einen Begriff versucht für sich "dingfest",begreiflich zu machen.
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illusion
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Re: Kämpfen

Beitrag von illusion »

ich assoziiere oftmals das wort kampf mit einem inneren kampf. der gefürchtetste gegener ist jemand, den man nicht sieht. den man nicht sehen kann. ich meine damit nicht dieses hilflose, im körper gefangene ich, sondern den teil in mir, der verwundbar ist. der verwundbarste aller teile ist irgendwie nicht der liebende teil eines selbst, sondern der, der geliebt werden möchte. der kann durchaus mal grausam sein, erfindet sich immer wieder neu, zeigt sich in unendlich vielen masken und kostümen, wenn man ihn nur lässt. und manchmal muss man ihn lassen. manche sinne scheinen unter druck erst recht durchzustarten, was im falle einer bedrohung durch sich selbst (kann auch in der aussenwelt stattfinden, da diese nur ein spiegel ist) - dann werden aus augen adleraugen, die haut zur hühnerhaut, die jeden windhauch registriert, aus bewegungen reflexe, usw... das, was einen kämpfer zu einem guten kämpfer macht, ist, dass er sich bewusst ist, dass er kämpfen könnte. er ist bereit. er schreit nicht in die welt hinaus, und lockt damit andere kämpfer an - er weiss sich jedoch dann zu helfen, wenn er angegriffen wird. was einen guten kämpfer von einem meister unterscheidet, ist, dass er noch nicht erkannt hat, dass er gegen sich selbst kämpft. er weiss noch nicht, dass er in jedem kampf, den er führt, nur gegen einzelne teile seines selbst krieg führt, weil er sie noch nicht angenommen und akzeptiert hat. er sieht im gegner jemanden aussen, und sieht sich nicht in dessen augen selbst. und ist er gezwungen, sich zu verteidigen, so merkt er nicht wirklich, dass er nicht nur sich verteidigt. und geht er zum angriff über, dann greift er sich selbst an. jeden schmerz, jede qual die er jemandem bereitet, wird ihn selbst einholen. jedes leben, vor dem er nicht genug respekt hatte, wird ihn eines tages ereilen, wie ein feuerspeiender drache im dunkeln der träume. ausserdem tut ein meister nichts, und lässt doch nichts ungetan.

wenn jemandem von euch der "a****" versohlt würde, bitte rechtzeitig melden. zur feier des tages leih ich mir ne kamera /happy

@ängeli: was, wenn der brunnen versiegt? und was, wenn man selbst das wasser ist 8-[
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Re: Kämpfen

Beitrag von Leuchtherz »

@illusion wieder einmal /color & :mrgreen: danke

ich assoziiere mit Kampf das Element Feuer.
Aggression, Gewalt, Hitze, Kraft, Zerstörung/Umwandlung, Veränderung,Umkehrwirkung, puure Energie, Transzendenz, Zielstrebigkeit, Ehrgeiz, Engagement, Pionier.
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Re: Kämpfen

Beitrag von BeSoWeniBe »

@ illusion

Wer usteilt, - chan au iischtekke! - Nur immer iischtekke, - tuet, und isch nit Guet...! Nur immer usteile, - it's the same bad thing...!
Beides macht dSeel kaputt + chrank... trust&honour!
Zuletzt geändert von BeSoWeniBe am Mi 4. Apr 2012, 21:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kämpfen

Beitrag von AnonymeTexdEd »

(Man kann auch miteinander anstatt gegeneinander kämpfen. Im asiatischen Kampfsport kämpft man miteinander, nicht gegeneinander. Man trägt zusammen den Kampf aus. Das so genannte austeilen und einstecken erscheint so etwas anders. Diese Betrachtungsweise ist auch im Alltag hilfreich)
Das Wichtigste ist, sein Leben mit aller Kraft zu leben, bis man es aushaucht.
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illusion
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Re: Kämpfen

Beitrag von illusion »

BeSoWeniBe hat geschrieben:@ illusion

Wer usteilt, - chan au iischtekke! - Nur immer iischtekke, - tuet, und isch nit Guet...! Nur immer usteile, - it's the same bad thing...!
Beides macht dSeel Verbitteret, - und Chrank... :cry: :( :cry:
da hesch du absolut rächt =D>

d seel sälber verbitteret glaub weniger, als s ego, sie cha aber wachse, i dem sie sich gwüsse sache stellt, statt en wite boge drummume z mache. das isch öpe so, als würdsch en späckstei nä, und a ihm umefiele. es chönd wunderschöni skulpture drus entstoh, die um einiges interessanter usgsänd, als de ursprünglichi stei. vorusgsetzt, de stei bricht nid 8-[ :-s #-o

mini seel wünscht dinere seel, das sie a verbitterig cha wachse und immer wieder neui chraft cha schöpfe :-)
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Re: Kämpfen

Beitrag von BeSoWeniBe »

@ AnonymeTexdEd =D>

Danke Dir für Dini richtigi Ergänzig... Genau um DAS gaht's! - Trainiärä sälber - be Üs und au in Andernä Usüebigsforme, isch "sMitenand, schtatt sGägenand", än usserordentlich Wichtigi, findä gar en Elementari und (i aller Regel!) än für Üs Alli säbschtverschtändlichi Grundiischtellig vom Ganze, - für mich persönlich isch äs au en Frag vor Ehre und em Charakter. - So wiä Du's Korrekt beschriebä häsch...!
Dass dä Grundsatz au süsch zB Verbal im Alltag, au unter Nicht-DefenseSportlern, en guete Aasatz zum "friedlichä Miteinander" wär und sicher au isch, hani i mim post zWenig hervorghobe, das schtimmt... :oops: - trust&honour!
Zuletzt geändert von BeSoWeniBe am Mi 4. Apr 2012, 21:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kämpfen

Beitrag von AnonymeTexdEd »

Ich stelle immer wieder fest, dass die Menschen nicht Position ergreifen können. Sie können nicht sagen was sie wollen, nicht sagen was sie stört; wenn sie mal wissen was sie wollen nicht dafür einstehen. Ja mir scheint manchmal, sie können es nicht einmal vor sich selber.
Jedenfalls können sie es nicht wenn es darauf ankommt. Wenn ein anderer Mensch vor ihnen steht. Im Internet gehts noch eher. Dort wird dann gerne auch alles Verpasste nachgeholt.

Es gibt nur ganz wenige die in Klarheit und bei sich selber eine Sache in Angriff nehmen können. Die Masse weicht viel lieber aus, schaut weg, toleriert Missstände und vegetiert in einem an sich inakzeptablen Zustand vor sich hin.

Meist finden sie fast duzende, plausible Erklärungen, warum man nicht kann, nicht soll, ja sogar nicht darf. Alles mit Blumen ausgeschmückte Phrasen die eigentlich lauten „Ich bin ein Weichei“. Sie finden fast hundert Erläuterungen dafür, warum sie nicht anders konnten, etwas nicht taten, nicht sagten, nicht die Wahrheit sagten oder etwas anscheinend falsch verstanden haben. Die Wahrheit wäre meistens „ich war zu Feige die Gelegenheit zu nutzen“.

Es ist ja nicht schlimm wenn auch Du lieber Leser ein Weichei bist. Schwäche ist in meinen Augen wie eine Krankheit, für die es aber sehr wohl Heilung gibt. Bitte stehe aber dazu. Ich bin schwach und weiss das. Ich gönne mir darum das Versagen und muss nichts gerade biegen. Ich blicke dem Leben und auch mir selber ins Gesicht und nehme es genau so wie es ist.
Das Wichtigste ist, sein Leben mit aller Kraft zu leben, bis man es aushaucht.
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Re: Kämpfen

Beitrag von Leuchtherz »

Meines erachtens braucht es manchmal ungemein Mut und Stärke zum Schwäche zu zeigen.
Meiner Meinung nach sind all die gesehenen "missstände" der anderen ein spiegelbild gegen das was man selbst nicht sein möchte und gegen das man in sich ankämpft.

Gut zu wissen was man will, gut zu erkennen das man das nicht will wofür man Gründe hat.
Die grösste Feigheit ist sich selbst nicht erkennen zu wollen, all dies nicht weinend zu ertragen was man selbst ist, sich nur von der sonnenseite zu betrachten und auch diese nach aussen nur preis zu geben.
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